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Podcast: Feedback zu Barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 16. Juni 2024
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 16. Juni 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Feedbackrunde zur Episode „Festivalsaison – Barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden“, so lautet der Titel der 190. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der einmal monatlich erscheinenden Ausgabe unter dem Motto „Sonntag trifft IGEL“ tauschen sich die Journalistin Jennifer Sonntag und der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang über Themen aus, die die beiden beschäftigen. Dieses Mal steht eine große Feedbackrunde zum Thema des letzten Podcast über die barrierefreie Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen im Mittelpunkt des Gesprächs der beiden.

behindert, verrückt und solidarisch feiern: Pride Parade am 13. Juli

Bild zur Pride Parade am 13. Juli 2024 in Berlin
Bild zur Pride Parade am 13. Juli 2024 in Berlin
Foto: Pride Parade Berlin

Berlin (kobinet) „Wir sind behinderte und verrückte Menschen. Wir machen am 13. Juli unsere Pride Parade. Dieses Jahr ist unser Motto ‚behindert + verrückt + solidarisch feiern‘. Die Pride Parade gibt es dieses Jahr zum 11. Mal. Wir gehen und humpeln und rollen für unsere Rechte auf die Straße. Bei der Parade sind auch Unterstützer*innen dabei. Los geht es um 15 Uhr an der Hasenheide/Jahnstraße. Von dort wird dann zum Kottbusser Tor getanzt“, heißt es in der Ankündigung der diesjährigen Pride Parade, die am 13. Juli in Berlin stattfindet.

Wenn das Vorgaukeln einer falschen Realität zur Exklusion führt

Cover des IGEL-Podcast mit Stephan Laux
Cover des IGEL-Podcast mit Stephan Laux
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Villmar-Weyer „Wenn das Vorgaukeln einer falschen Realität zur Exklusion führt“, so hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die 189. Episode getitelt. Zu Gast bei Sascha Lang ist dieses Mal der kobinet-Kolumnist und in der langjährig in der Eingliederungshilfe Erfahrene Stephan Laux.

Veteranentum und Rheimmetall

Schwarz Rot Gold Deutschlandfahne
Die Farben zum deutschen Veteranentag, unserem jährlich garantierten Sommermärchen
(wodurch wir uns nicht länger von einem launischen Fußballglück abhängig machen)
Foto: Pixabay/sulox32

Staufen (kobinet) Der neue Goldstandard demokratischer Wehrhaftigkeit und Kriegstüchtigkeit. Sicherheit + Verteidigung = Veteranentum + Rheinmetall = elementare Eckpfeiler unserer Demokratie. – Rheinmetall gleich Waffenschmiede, Veteranentum gleich bereits erfolgter erfolgreicher Waffengebrauch bei Feindberührung. Aufgestellt hat diese Superformel wehrhafter Demokratie der unbekannte Fußballer Fatzke, Verteidiger auf dem Spielfeld wie auf dem Schlachtfeld sind ihm Europameisterschaft und Veteranentag gleich wichtig.

Behinderte Menschen beim Katastrophenschutz oft vergessen

Symbol Ausrufezeichen

Augsburg (kobinet) „Menschen mit Behinderung werden bei der Katastrophenvorsorge bisher kaum mitbedacht, zeigt eine Studie. Gleichzeitig werden extreme Wetterereignisse häufiger.“ Darauf macht die Augsburger Allgemeine in einem Beitrag mit dem Titel „An Menschen mit Behinderung wird beim Katastrophenschutz kaum gedacht“ aufmerksam. Laut Maria-Victoria Trümper von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist das Problem, dass es ein inklusiver Katastrophenschutz quasi nicht existiert. Dies gehe aus einer neuen Studie der Uni Tübingen in Zusammenarbeit mit Deutschland hilft hervor.

Barrierefreie Kulturerlebnisse und viel Natur

Große Bühne mit Felswänden und Bäumen im Hintergrund. Vordergrund mit Reihen vieler Zuschauer
Während der Eröffnungsgala auf der Felsnbühne Rathen
Foto: Michael Schmidt

BERLIN (kobinet) Mit dem Sommer kommen wieder die Möglichkeiten, Kultur in der Natur zu erleben, ein Theater in schöner natürlicher Umgebung zu besuchen sowie dort Konzerte, bekannte Opern, Operetten oder Schauspiele zu erleben. Es hat schon einen besonderen Reiz, beim Froschkonzert in ein Theater zu gehen oder beim Nachhauseweg dem Gesang einer Nachtigall zu lauschen. Nur – wo sind solche Orte zu finden, vor allem wenn man zudem bestimmte Bedingungen an die Barrierefreiheit stellen muss. Wir haben uns dazu einmal die Ratschläge der Arbeitsgruppe „Leichter Reisen“ angesehen und das herausgesucht, was aus eigener Erfahrung zu empfehlen wäre.

Ein großer Schritt in der österreichischen Behindertenpolitik

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) Während behinderte Menschen in Deutschland immer noch auf den großen Wurf durch die Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen zur Behindertenpolitik warten, wird in Österreich nun anscheinend ein großer WUMS in der Behindertenpolitik vollzogen. „Ein großer Schritt in der Behindertenpolitik“ titelt der österreichische Nachrichtendienst BIZEPS ein nun auf den Weg gebrachtes Maßnahmenpaket, das u.a. auch den österreichischen Behindertenrat und die Inklusion stärkt. „Der heute von den Koalitionsparteien ÖVP und GRÜNEN eingebrachte Initiativantrag für inklusive Projekte und zur Absicherung der Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen markiert einen bedeutenden Fortschritt in der österreichischen Behindertenpolitik. Der Österreichische Behindertenrat begrüßt diese wegweisende Initiative ausdrücklich und sieht darin eine Reihe wesentlicher Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen“, heißt es im BIZEPS-Bericht.

tagesschau nun auch in Einfacher Sprache

Sharepic zum Angebot der tagesschau in Einfacher Sprache
Sharepic zum Angebot der tagesschau in Einfacher Sprache
Foto: tagesschau

Hamburg (kobinet) „Vertrauenswürdige tagesaktuelle Nachrichten für alle – die sind nicht nur wichtig, um sich informieren zu können – sondern auch, um am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben. Doch die klassischen Nachrichten sind nicht immer für alle Menschen verständlich. Deshalb gibt es ab heute die tagesschau auch in Einfacher Sprache“, dies teilte die renommierte Nachrichtensendung der ARD tagesschau am 12. Juni mit.

Lohn am Arbeitsmarkt statt Taschengeld in Tagesstrukturen

Foto Geld
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Foto: Irina Tischer

Wien (kobinet) Auch in Österreich wird die Diskussion über die Entlohnung in Werkstätten für behinderte Menschen und die Inklusion in den allgemeinen Arbeitsmarkt intensiv geführt. Nun sollen in Österreich zusätzliche 36 Millionen Euro für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen eingesetzt werden, wie der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet. „Es ist wichtig, Menschen mit Behinderungen bestmöglich in die Gesellschaft sowie in das Arbeitsleben zu integrieren, um ihnen dadurch ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Menschen mit Behinderungen haben es bei der Arbeitssuche am ersten Arbeitsmarkt oft ungleich schwerer. Daher ist die Umsetzung der versprochenen zusätzlichen 36 Millionen Euro für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Schritt“, wird die ÖVP-Sprecherin für Menschen mit Behinderungen und Inklusion Kira Grünberg in Bezug auf den von den Regierungsfraktionen eingebrachten Initiativantrag im BIZEPS-Bericht zitiert.

Daniel Flock wurde in Kreistag von Bad Kreuznach gewählt

Daniel Flock mit Rollator
Daniel Flock mit Rollator
Foto: privat

Bad Kreuznach (kobinet) Der 45jährige Industriekaufmann und Erwerbsminderungsrentner mit einer Gehbehinderung Daniel Flock hat für die Linke für den Kreistag Bad Kreuznach bei den rheinland-pfälzischen Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 kandidiert. Nun teilte er den kobinet-nachrichten, die im Vorfeld der Wahlen einige behinderte Kandidat*innen vorgestellt hatten, mit, dass die Linke im Kreistag Bad Kreuznach einen Sitz errungen hat und er als Einziger seiner Partei in den Kreistag einziehen kann. Die Linke bekam nach Informationen von Daniel Flock 1,7 Prozent der Stimmen im Kreis Bad Kreuznach bei der Kommunalwahl.

Spezielle Rehaprogramme für ältere Menschen mit Sehverlust gefordert

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Im Vorfeld der vierten Fachtagung „Sehen im Alter“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) in Kooperation mit der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – haben zwei Expertinnen die Notwendigkeit von Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Menschen mit Sehverlust betont. Diese Maßnahmen sollen die Selbstständigkeit wiederherstellen, Pflegebedürftigkeit verringern oder vermeiden und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Rehabilitation und Teilhabe seien eng miteinander verbunden, denn ohne Rehabilitation keine Teilhabe, so die Expertinnen.

Tipprunde zur Fußball-Europameisterschaft

Fußball im Netz
Fußball im Netz
Foto: gemeinfrei

Frankfurt (kobinet) Heute am 14. Juni 2024 beginnt die Fußball-Europameisterschaft der Herren in Deutschland. Es darf also wieder gefiebert werden, wer es schafft, das Runde ins Eckige zu bringen, bzw. wer verhindert, dass der Gegner dies schaffen könnte. Vor allem darf aber auch wieder getippt werden. Der Frankfurter Club Behinderter und ihrer Freunde hat wieder einmal eine Tipprunde im Internet eingerichtet, die zum kostenfreien Mittippen einlädt. Alle Fußballkenner*innen bzw., die die es werden wollen, sind also herzlich zum gemeinsamen Tippen eingeladen. Heute geht es mit dem Spiel Deutschland gegen Schottland los.

Geist der Weltspiele in Berlin ist noch greifbar

Bläulich beleuchtete Silhouette in einem Stadium mit vielen Menschen.
50.000 Besucherinnen und Besucher kamen ins Berliner Olympiastadion zur Eröffnung der Weltspiele am 17. Juni 2023
Foto: SOD / Marvin Güngör

BERLIN (kobinet) Auch ein Jahr nach den Special Olympics World Games Berlin 2023 ist der Geist, dieses Sportgroßevent noch greifbar, das schätzt Swen Albrecht, der Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland und CEO der Weltspiele vom letzten Jahr ein und erläutert die Aufgaben für die Sport- und Special-Olympic-Bewegung in den kommenden Jahren.

Sozialverband fordert weiterhin Inflationsausgleichsprämie

Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Foto: VdK Niedersachsen-Bremen

HANNOVER (kobinet) Arbeitnehmer und Pensionierte haben seit Oktober 2022 zu einem großen Teil die sogenannte Inflationsausgleichsprämie von insgesamt jeweils bis zu 3.000 Euro erhalten. Rentnerinnen und Rentner bekommen diese Sonderzahlung bisher nicht und gehen leer aus. Aus Sicht des Landesverbandes Niedersachsen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) ist dies nicht nur ungerecht, sondern vollkommen unsozial.

Neuerscheinung: Die Geschichte der Grundgesetzergänzung in Artikel 3, Absatz 3

H.-Günter Heiden mit dem neuen Buch vor dem Reichstag
H.-Günter Heiden mit dem neuen Buch vor dem Reichstag
Foto: Sigrid Arnade

Berlin (kobinet) Im Jahr 2024 gibt es zwei Geschichts-Jubiläen: 75 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Grundgesetzergänzung. In Artikel 3 Absatz 3 heißt es seit 1994 „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“. Doch der erfolgreiche Kampf der Behindertenbewegung für die Änderung des Grundgesetzes in den Jahren 1990 -1994 ist wenig bekannt und bisher noch nicht umfassend dokumentiert. Das nun vorliegende Buch von H.-Günter Heiden mit dem Titel „Behindertenrechte in die Verfassung! Der Kampf um die Grundgesetzergänzung 1990-1994“ ist deshalb ein wichtiger Beitrag zur Aneignung der eigenen Geschichte. Er zeichnet den erfolgreichen Kampf der Behindertenbewegung aus der Perspektive eines damaligen Aktivisten und Zeitzeugen nach und ist damit ein wichtiges Dokument der deutschen Verfassungsgeschichte und der Disability History. Das Buch erscheint mit einem Vorwort von Theresia Degener und einem Nachwort von Sigrid Arnade.

Marita Boos-Waidosch wieder in Mainzer Stadtrat gewählt

Marita Boos-Waidosch
Marita Boos-Waidosch
Foto: Grüne Mainz

Mainz (kobinet) Bei den Wahlen am 9. Juni 2024 sind auch eine Reihe von behinderten Menschen angetreten. Katrin Langensiepen wurde beispielsweise für die Grünen wieder ins Europaparlament gewählt. Aber auch auf kommunaler Ebene traten eine Reihe von behinderten Menschen an. So auch Marita Boos-Waidosch aus Mainz. Die engagierte Rollstuhlnutzerin war nach ihrer 25jährigen Tätigkeit als Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Mainz bereits in der letzten Legislaturperiode Mitglied des Mainzer Stadtrats für die Grünen. Nun hat sie bei der Kommunalwahl vom 9. Juni erneut den Einzug in den Stadtrat geschafft. Vor allem auch deshalb, weil die Grünen im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands in Mainz ein gutes Ergebnis erreicht haben und stärkste Kraft im Mainzer Stadtrat bleiben.

Bundessozialgericht entschied zu Taxikosten für gehbehinderte Schülerin

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) „Kein Schulbus fährt, das Kind kann den Weg nicht laufen oder mit dem Fahrrad fahren – in diesem Fall muss die Behörde einer Familie die Taxikosten voll erstatten. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.“ So heißt es in einem Bericht des SPIEGEL auf den Ralph Milewski die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hatte.

Solidaritätsbekundung mit kritischen Zwischentönen

Bild von der Aktion von Fight Ableismus am 6. Juni mit Transparent in der Kirche
Bild von der Aktion von Fight Ableismus am 6. Juni mit Transparent in der Kirche
Foto: Fight Ableismus

Mönchengladbach (kobinet) Die Lebenshilfe Mönchengladbach setzte nach einem Steinwurf mit der Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“ auf eine Lebenshilfe-Einrichtung am 6. Juni 2024 mit einer Veranstaltung in der Hauptkirche Rheydt in Mönchengladbach ein Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung. Als Redner*innen waren Ulla Schmidt – Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Jürgen Dusel – Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Bärbel Brüning – Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, Karl-Josef Laumann – NRW-Sozialminister und Felix Heinrichs – Mönchengladbachs Oberbürgermeister vorgesehen. Eine Gruppe behinderter Menschen u.a. vom rollfenden Widerstand hatte im Vorfeld der Veranstaltung Kritik geübt, weil außer dem Bundesbehindertenbeauftragten keine behinderte Person zu Wort kommen sollte. Bei der Veranstaltung am 6. Juni mischten sie sich mit einer Protestaktion mit Transparent ein und ergriffen das Mikrofon.

Lernplattform der Aktion Mensch zum Thema Arbeit und Behinderung

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Wolltest du schon immer wissen, welche Rechte du im Arbeitsleben hast? Was es mit dem Schwerbehindertenausweis auf sich hat? Welche Beratungsstellen dich unterstützen können Oder welche Behörden für was zuständig sind? Dann bist du hier richtig! In diesem Kurs lernst du wichtige Grundlagen zum Thema ‚Arbeit und Behinderung‘ kennen. Viel Freude beim Lernen“, heißt es vonseiten der Aktion Mensch zu der Lernplattform zum Thema Arbeit und Behinderung auf die Dagmar Greskamp von der Aktion Mensch aufmerksam macht.

Newsletter des Deutschen Behindertenrat erschienen

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) Auf der Internetseite des Deutschen Behindertenrat wurde der vierte Newsletter im Jahr 2024 veröffentlicht. Darin heißt es u.a.: „Unter der Ratspräsidentschaft von Belgien wurde eine neue Initiative gestartet, damit die 5. EU-Gleichbehandlungsrichtlinie endlich von allen EU-Staaten freigegeben wird. Die Richtlinie wird u. a. von Deutschland seit 2008 blockiert. Auch die neue Initiative von Belgien wird nun wieder vom Bundesjustizministerium blockiert. Der Deutsche Behindertenrat ist hierzu erneut aktiv geworden und fordert mehr Barrierefreiheit und einen besseren Diskriminierungsschutz.“

Flughafen Wien testet selbstfahrende Elektrorollstühle

Bild vom selbstfahrenden E-Rolli-Test am Flughafen Wien
Bild vom selbstfahrenden E-Rolli-Test am Flughafen Wien
Foto: Flughafen Wien

Wien (kobinet) „Flughafen Wien testet selbstfahrende Elektrorollstühle“, so titelt der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen aktuellen Beitrag. „Am Flughafen Wien findet derzeit ein zeitlich befristeter Test statt, um KI-gestützte, selbstfahrende Elektrorollstühle zu testen, die den Passagier:innen mehr Mobilität ermöglichen sollen“, heißt es dazu auf der BIZEPS-Seite im Beitrag von Markus Ladstätter.

Roman-Lesung zur Situation in Werkstätten an Schule in Oberaudorf

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Oberaudorf (kobinet) Für seine mittlerweile 10. Lesung aus dem Roman „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu hat sich Ottmar Miles-Paul eine inklusive Schule ausgesucht. Am 24. Juni 2024 um 18:00 Uhr ist er zu Gast in der Privaten Petö Schule, Rosenheimer Str. 118, in 83080 Oberaudorf. Als Leseassistenz konnte der sehbehinderte Autor und Behindertenrechtler u.a. Frederik Dahnk, einen ehemaligen Schüler der Schule gewinnen. Frederik Dahnk hat vor kurzem in einem Kurzfilm seinen Arbeitsplatz in der Stadtbibliothek Rosenheim vorgestellt, den er im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres inne hatte.

Inklusion – ein Nachruf

Nicoletta Rapetti
Nicoletta Rapetti
Foto: privat

Heidelberg-Bergheim (kobinet) Für Nicoletta Rapetti vom Ganzheitlichen Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter und chronisch erkrankter Frauen und Mädchen (BiBeZ) ist es nicht verstehbar, wenn Menschen eindeutig Unmenschlichkeit wählen. Und für sie ist noch weniger verstehbar, wenn dabei zugesehen und Menschlichkeit nicht verteidigt wird. „Denn wer sich offen gegen Inklusion positioniert, positioniert sich offen gegen Vielfalt und Menschlichkeit“, schreibt die Sozialpädagogin, Systemische und Antidiskriminierungsberaterin in einem Kommentar mit dem dem Titel „Inklusion – ein Nachruf“ zu den Ergebnissen der Europawahl und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024.

Veranstaltung zu 15 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin/Bochum (kobinet) Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention und das Bochumer Zentrum für Disability Studies laden zur Online-Konferenz mit dem Titel „15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen endlich umsetzen!“ ein. Diese findet am Dienstag, den 10. Dezember 2024 von 10:30 bis 15:00 Uhr statt. „Nach 15 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland steht fest: Viele behinderte Menschen dürfen immer noch nicht selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Es fehlen Alternativen zu Förderschulen, Werkstätten und Wohngruppen. Das gilt gerade für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und besonderen Unterstützungsbedarfen. Damit sich das ändert, müssen sich die Angebote ändern“, heißt es u.a. in der Vorankündigung der Online-Veranstaltung.

EM 2024 für alle: Poster zeigt Nationalteam in Gebärdensprache

EM-Gebärdenposter
EM-Gebärdenposter
Foto: MÜHLEZEITUNG

Bonn (kobinet) Torjubel, Stadiondurchsagen, Kommentare aus der Moderator*innenkabine – ein Fußballspiel zu sehen, bedeutet in der Regel auch, ein Fußballspiel zu hören. Vielen gehörlosen Fans bleibt die barrierefreie Teilhabe an Spielen deshalb häufig verwehrt. Um ein Zeichen für mehr Inklusion zu setzen, gibt die Mühlezeitung des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Haslachmühle der Zieglerschen zur Fußball-EM, die ab dem 14. Juni in Deutschland stattfindet, ein Poster mit den Namen der deutschen Nationalspieler in Gebärdensprache heraus.

Neuer YouTube-Kanal zu den Menschenrechten in der psychosozialen Unterstützungslandschaft

Schlängellinie mit Pfeil
Menschenrechte und Partizipation
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Wer manchmal nicht so viel lesen will und dennoch kritische Debatten ums psychosoziale Versorgungssystem verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Auf dem Kanal „Menschenrechte und Partizipation“ sind eine Reihe von Veranstaltungen zu einem breiten Themenspektrum zu finden:

https://www.youtube.com/@humanrightsandparticipation/playlists

Spiegel für elf Freunde

Zeichung von einem Spielfeld  in einem Stadiom mit einem großen Fußball auf  dem Feld
Gemeinsame Fußballerlebnisse könnten allen Spaß machen
Foto: Pixabay/Pixaline

MARBURG (kobinet) Nach einer Information der Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) erscheint die Einzelausgabe 23/2024 des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ mitsamt einer Sonderausgabe des Fußballmagazins „11 Freunde“. Diese wurden vollständig im DAISY-Format aufgelesen. Beide Ausgaben können gemeinsam auf CD, als Download oder in der Leselust-App geliefert. werden.

Katrin Langensiepen für Europaparlament wiedergewählt

Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Foto: Katrin Langensiepen

Hannover (kobinet) Obwohl die Grünen bei der Europawahl in Deutschland Federn lassen mussten, ist es Katrin Langensiepen gelungen, auch weiterhin im Europaparlament aktiv sein zu können. „Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!! Ich werde auch in der neuen Legislatur Teil des Europaparlaments sein und bin sehr glücklich darüber, dort weiterhin für ein soziales und inklusives Europa streiten zu können“, schrieb die vor allem auch sozial. und behindertenpolitisch aktive Politikerin. „Mit Katrin Langensiepen hat das Europaparlament also auch weiterhin eine äusserst engagierte behinderte Frau, die für echte Inklusion eintritt“, heißt es von der LIGA Selbstvertretung.

Es braucht inklusive Strukturen zur gleichberechtigten Teilhabe

Corrina Rüffer
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Die Aussonderung von Menschen mit Behinderungen in besondere Wohnformen, Werkstätten für behinderte Menschen oder Förderschulen muss beendet werden. Dazu sind wir spätestens seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Es ist skandalös, dass noch derart vielen Menschen aufgrund einer Behinderung die Teilhabe an einem Leben in der Gesellschaft verwehrt wird. Es braucht endlich inklusive Strukturen, damit alle Menschen ihr Menschenrecht auf gleichberechtige Teilhabe in allen Bereichen wahrnehmen können.“ Darauf wies die Berichterstatterin zur Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

NETZWERK ARTIKEL 3 mit neuem Vorstand und ehrgeizigen Zielen

Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NETZWERK ARTIKEL 3

Berlin (kobinet) Auch über 25 Jahren nach der Gründung des Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter NETZWERK ARTIKEL 3 hat der in Berlin ansässige Verein noch ehrgeizige Ziele. Dies wurde bei der letzten Mitgliederversammlung am 7. Juni 2024 deutlich. Neben der Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds will sich das NETZWERK ARTIKEL 3 verstärkt für die Umsetzung, der im Koalitionsvertrag verankerten behindertenpolitischen Ziele und dabei vor allem für die umfassende Verpflichtung zur Barrierefreiheit einsetzen.

Zwischen Hamburg und Bremen – IRMA eine Messe, die wandert und Inspiriert

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „Zwischen Hamburg und Bremen – IRMA eine Messe, die wandert und Inspiriert“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcat, Sascha Lang, hat dieses Mal Pascal Escales, den Messeleiter der familiären Messe zu Gast.

6 seheingeschränkte Menschen besteigen Gipfel des Großvenedigers

Logo: PRO RETINA Deutschland
Logo: PRO RETINA Deutschland
Foto: PRO RETINA Deutschland

Bonn (kobinet) Sie sind zwischen 21 und 81 Jahre alt. Ihre Gemeinsamkeiten: Sie leben alle mit einer Seheinschränkung. Und sie werden gemeinsam im Juli auf den Gipfel des Großvenedigers klettern. Mit dieser Bergtour setzt PRO RETINA Deutschland ein wichtiges Zeichen: Die Selbsthilfeorganisation zeigt, was durch Inklusion und die Chance zur Teilhabe möglich ist. Start der Tour ist am 11. Juli 2024. Der Weg führt die sechs sehbehinderten Wanderinnen und Wanderer über den Gletscher bis zur 3.666 Meter hohen Bergspitze. Mit dabei: sechs sehende Guides.

Störfaktor im Wahllokal?

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Foto: privat

Halle (kobinet) Die blinde Journalistin Jennifer Sonntag hatte sich auf die diesjährige Europa- und Kommunalwahl gut vorbereitet. Für die Europawahl gab es eine Wahlschablone für blinde Menschen und eine zugehörige CD. Sie konnte sich im Vorfeld in Ruhe einhören und eintasten. Für die Kommunalwahl gab es das leider nicht. Aber das Problem war dann letztendlich eine Wahlhelferin ohne Gespür und Kenntnis über die Rechte von Menschen, die einen Assistenzhund nutzen. Deshalb hat Jennifer Sonntag den folgenden Bericht über eine ihr verleidete Wahl an die kobinet-nachrichten geschickt.

Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit zu gewährleisten

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

Berlin (kobinet) „Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu gewährleisten, insbesondere bei der Mobilität, beim Wohnen, im Gesundheitswesen und im digitalen Bereich.“ Darauf wies der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Europa hat gewählt

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Europa hat gewählt und dieses Ergebnis ist für viele, die für ein demokratisches und starkes Europa streiten, ein herber Rückschlag. In Deutschland ist die CDU/CSU mit 30,0 Prozent stärkste Kraft. Die AfD ist mit 15,9 Prozent nunmehr zweitstärkste Kraft und hat die Grünen vom zweiten Platz bei der Europawahl 2019 abgelöst. Diese haben mit 11,9 Prozent herbe Verluste von 8,6 Prozent eingefahren. Auch die SPD, verlor nach ihrem schlechten Ergebnis von 2019 weitere 1,9 Prozent und erhielt nur noch 13,9 Prozent der Stimmen. Das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) fuhr aus dem Stand 6,2 Prozent der Stimmen ein und liegt damit noch vor der FDP, die nur geringe Verluste erleiden musste und 5,2 Prozent der Stimmen erreichte. Dies geht aus dem Vorläufigen Amtlichen Ergebnis hervor. In Ländern wie Frankreich, Österreich und Italien wurden rechtsgerichtete Parteien stärkste Kraft.

Inklusionsbeirat verurteilt Angriff auf Lebenshilfe in Mönchengladbach

Symbol Ausrufezeichen

Düsseldorf (kobinet) Der Inklusionsbeirat Nordrhein-Westfalen verurteilt den Angriff auf eine Wohneinrichtung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen in Mönchengladbach auf das Schärfste. Dazu hat der Beirat einstimmig eine Resolution mit dem Titel „Wir halten zusammen!“ verabschiedet. Im Inklusionsbeirat sind viele Akteur*innen der Inklusionspolitik in Nordrhein-Westfalen, also auch die Lebenshilfe und das Sozialministerium vertreten. Das nordrhein-westfälische Sozialministerium hatte die Resolution gemeinsam mit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Claudia Middendorf, in den Beirat eingebracht.

Unbürokratischer Zugang zu Sozialleistungen längst überfällig

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Die Bundestagsfraktion der SPD hat kürzlich angekündigt, Leistungen des Sozialstaats für die Bürgerinnen und Bürger verständlicher und einfacher zugänglich zu machen. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Dieser Schritt ist längst überfällig. Wer Unterstützung braucht, muss wissen, auf welche Sozialleistungen ein Anspruch besteht und wer diese genehmigt. Noch immer scheitern Menschen an den Hürden aus Bürokratie, Unübersichtlichkeit und Intransparenz. Der VdK kann Hubertus Heil bei seinem Vorhaben konstruktiv unterstützen.“

Sport als Motor für Inklusion

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Gemeinsamer Sport von Menschen mit und ohne Behinderung ist nicht nur ein Menschenrecht. Er ist auch ein gesellschaftlicher Gewinn, denn davon profitieren alle. Jeder Mensch wird so akzeptiert, wie er ist. Die unterschiedlichsten Athlet*innen lernen einander kennen, Berührungsängste werden ganz natürlich abgebaut und neue Freundschaften können entstehen. Außerdem können inklusive Angebote Vereinen zu steigenden Mitgliederzahlen verhelfen“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. Diese hat weitere spannende Fakten zusammengestellt.

Wahlrecht nutzen – Demokratie stärken

Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) Die Wahllokale für die Europawahl sind seit 8:00 Uhr nun auch in Deutschland geöffnet. Jetzt gilt es zu entscheiden, wie das Europäische Parlament zukünftig zusammengesetzt sein wird. Eine Reihe von Behindertenverbänden und viele andere gesellschaftliche Kräfte haben dazu aufgerufen, das Wahlrecht zu nutzen und demokratisch zu wählen. Denn auf europäischer Ebene werden wichtige Entscheidungen getroffen. Die Aktion Mensch hat hierzu einen Überblick über die Haltung der einzelnen Parteien zur Inklusion erstellt. Aber auch die Kommunalwahlen sind wichtig, die heute am 9. Juni in 8 Bundesländern stattfinden. Hier wird vor Ort über vieles entschieden, was für die Bürger*innen und damit auch für behinderte Menschen und ihre Verbündeten wichtig ist.