Duisburg (kobinet)
Das Jahres-Treffen für Unterstützte Kommunikation feierte sein 30. Jubiläum.
Ein Jubiläum ist ein besonderer Jahres-Tag.
Es erinnert daran, dass etwas vor langer Zeit begonnen hat.
Hier: Das Treffen findet zum 30. Mal statt.
170 Menschen kamen dafür nach Duisburg.
Sie trafen sich am Pfingst-Wochenende.
Das Treffen war für Menschen mit Unterstützter Kommunikation.
Unterstützte Kommunikation nennt man kurz: UK.
UK hilft Menschen, die nicht sprechen können.
Diese Menschen nutzen andere Wege, um sich mitzuteilen.
Manche Menschen können nicht sprechen.
Sie nutzen Hilfs-mittel zum Kommunizieren.
Hilfs-mittel sind zum Beispiel Bild-Tafeln oder ein Computer mit Sprach-Ausgabe.
Kommunizieren bedeutet: Menschen tauschen Informationen aus.
Das geht zum Beispiel durch Sprechen oder durch Bilder.
Der Bundes-Verband für Menschen mit Körper-Behinderung und Mehr-fach-Behinderung hat das Treffen organisiert.
In einem Bundes-Verband arbeiten viele Gruppen zusammen.
Sie setzen sich gemeinsam für ein Ziel ein.
Der Bundes-Verband spricht für alle Mitglieder in Deutschland.
Der Bundes-Verband heißt kurz: bvkm.
Das Treffen zeigte: UK ist wichtig.
Ohne UK ist echte Inklusion nicht möglich.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen überall mit.
Jeder Mensch gehört dazu.
Beate Bettenhausen ist die Vorsitzende des bvkm.
Die Vorsitzende leitet den Verein.
Die Vorsitzende spricht für alle Mitglieder.
Beate Bettenhausen sagte: Inklusion bedeutet mehr als Rampen.
Alle Menschen sollen gehört werden.
Das gilt unabhängig davon, wie jemand kommuniziert.
Jede Art des Kommunizierens ist gleich wichtig.
Jürgen Dusel war auch beim Treffen.
Jürgen Dusel ist Beauftragter der Bundes-Regierung für Menschen mit Behinderungen.
Ein Beauftragter ist eine Person mit einer besonderen Aufgabe.
Diese Person kümmert sich um ein bestimmtes Thema.
Jürgen Dusel sagte: Sich äußern können ist sehr wichtig.
Äußern bedeutet: sagen, was man denkt und fühlt.
Alle Menschen sollen mitbestimmen können.
Das bedeutet: mitreden und gehört werden.
Jürgen Dusel sagte außerdem:
Menschen mit UK brauchen Hilfe.
Sie haben das Recht, überall mitzumachen.
Ihre Meinung ist wichtig für gute politische Entscheidungen.
Es gab eine Podiums-Diskussion beim Treffen.
Bei einer Podiums-Diskussion reden mehrere Menschen vor anderen Menschen.
Die Zuhörer sitzen im Publikum.
Das Thema war: Was wünschen sich Menschen mit UK von der Politik?
Kathrin Klapper hat die Diskussion geleitet.
Kathrin Klapper nutzt selbst UK.
Kathrin Klapper überreichte Jürgen Dusel Vorschläge und Forderungen.
Eine Forderung ist ein lauter Wunsch.
Man will, dass etwas getan wird.
Die Vorschläge kamen von allen Teilnehmenden.
Teil-nehmende sind Menschen, die bei etwas dabei sind.
Teil-nehmende machen bei einer Veranstaltung mit.
Kathrin Klapper erklärte:
Mitmachen bedeutet mehr als nur dabei sein.
Mitmachen bedeutet:
- mitreden
- fragen
- lachen
- Ja sagen können
- Nein sagen können
Das Jahres-Treffen hat ein besonderes Konzept.
Ein Konzept ist ein Plan.
Der Plan beschreibt, wie etwas funktioniert.
Jede Person mit UK bekommt eine Kommunikations-Assistenz.
Kommunikations-Assistenz bedeutet: Eine Person hilft beim Reden und Verstehen.
Die helfende Person kannte man vorher nicht.
Deshalb können Menschen mit UK und ihre Familien getrennte Workshops besuchen.
Ein Workshop ist ein Treffen.
Menschen arbeiten dort zusammen an einem Thema.
Jeder bekommt so die Informationen, die er braucht.
Die Assistenz-Personen lernen dabei viel.
Sie lernen, wie man Menschen mit UK besser versteht.
Es gab auch ein Treffen für Eltern und Betreuer.
Betreuer sind Menschen, die anderen Menschen im Alltag helfen.
Dort ging es um Alltags-Themen.
Zum Beispiel: Assistenz, Tages-Struktur und Kommunikations-Mittel.
Tages-Struktur bedeutet: Der Tag hat eine feste Einteilung.
Man weiß, wann man was macht.
Familien mit mehr Erfahrung haben anderen Familien geholfen.
Dort konnten Familien Fragen stellen.
Familien mit mehr Erfahrung haben geantwortet.
Hintergrund
Das Jahres-Treffen gibt es seit 1996.
Der bvkm richtet das Treffen jedes Jahr aus.
Menschen aus ganz Deutschland kommen zusammen.
Alle diese Menschen nutzen Hilfs-mittel zum Kommunizieren.
Das können elektronische oder nicht-elektronische Hilfs-mittel sein.
Mehr Informationen gibt es hier:
www.uk.bvkm.de

Foto: ht
Duisburg (kobinet) 170 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen am Pfingstwochenende in Duisburg zum 30. Jubiläum des Jahrestreffens Unterstützt Kommunizierender Personen (UK) zusammen. Die Botschaft war klar: Unterstützte Kommunikation ist kein Nischenthema – es ist der Schlüssel zu echter Inklusion. Das vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) organisierte Treffen setzte ein starkes Zeichen für Selbstbestimmung und Teilhabe, wie es in einer Presseinformation des Verbands heißt.
„Das Jahrestreffen setzt ein wichtiges Signal für Teilhabe und Vielfalt in unserer Gesellschaft“, sagte Beate Bettenhausen, Vorsitzende des bvkm. „Wenn wir Inklusion ernst nehmen, bedeutet das weit mehr als Rampen und barrierefreie Toiletten. Es geht darum, dass alle Menschen gehört und gesehen werden – unabhängig davon, wie sie kommunizieren“, so Bettenhausen.
Eine besondere Würdigung wurde dem Treffen durch den Besuch von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, zuteil. Jürgen Dusel erklärte: „Sich äußern zu können, eine Stimme zu haben, ist in unserer Gesellschaft von äußerster Wichtigkeit, denn wie wird man sonst gehört? Deshalb ist es wichtig, dass diese Personengruppe die nötige Unterstützung und Assistenz erhält, um ihren rechtlichen Anspruch, an allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt teilhaben zu können, auch leben kann! Ihre Stimme ist für uns von großer Bedeutung, weil wir ihre Perspektive als Expertinnen und Experten in eigener Sache brauchen, denn nur so sind kluge behindertenpolitische Entscheidungen möglich.“
In der Podiumsdiskussion diskutierten Nutzer:innen von Unterstützter Kommunikation mit Jürgen Dusel unter dem Titel „Bedürfnisse und Wünsche an die Politik im Bereich kommunikativer Teilhabe“ miteinander. Kathrin Klapper, UK-lerin und Moderatorin der Disukussion, überreichte im Namen aller Teilnehmenden an Jürgen Dusel Vorschläge und Forderungen zu Teilhabe und Barrierefreiheit, die beim Jahrestreffen entstanden waren: „Kommunikative Teilhabe heißt nicht einfach nur anwesend sein. Sie bedeutet, wirksam zu sein. Mitreden zu können. Fragen stellen zu können. Lachen zu können. Sich streiten zu können. Und sagen zu können: ‚Das will ich.` Oder eben auch: ‚Das will ich nicht‘“, erklärte Klapper.
Ein nach Ansicht des bvkm besonderes Konzept macht das Jahrestreffen einzigartig: Jede:r UK-Teilnehmer:in erhält eine bisher unbekannte Kommunikationsassistenz zur Seite gestellt. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Unterstützt kommunizierende Menschen und ihre Angehörigen können dadurch getrennte Workshops besuchen und genau die Informationen mitnehmen, die sie brauchen. Die oft noch studierenden Kommunikationsassistent:innen sammeln ihrerseits wertvolle Praxiserfahrung, die kein Hörsaal bieten kann. Im Eltern- und Betreuer:innentreff wird es konrekt: Assistenz im Alltag, Tagesstruktur, Kommunikationsmittel – Themen, die viele täglich beschäftigen. Gerade jüngere Familien erlebten hautnah, wie hilfreich der Austausch mit erfahreneren Menschen sein kann.
Hintergrund
Das Jahrestreffen Unterstützt Kommunizierender Personen wird seit 1996 vom bvkm ausgerichtet. Hier treffen sich jedes Jahr Menschen aus ganz Deutschland, die mit Hilfe von elektronischen oder nicht-elektronischen Hilfsmitteln kommunizieren. Weitere Informationen zum Thema Unterstützte Kommunikation gibt’s unter: www.uk.bvkm.de

Foto: ht
Duisburg (kobinet) 170 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen am Pfingstwochenende in Duisburg zum 30. Jubiläum des Jahrestreffens Unterstützt Kommunizierender Personen (UK) zusammen. Die Botschaft war klar: Unterstützte Kommunikation ist kein Nischenthema – es ist der Schlüssel zu echter Inklusion. Das vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) organisierte Treffen setzte ein starkes Zeichen für Selbstbestimmung und Teilhabe, wie es in einer Presseinformation des Verbands heißt.
„Das Jahrestreffen setzt ein wichtiges Signal für Teilhabe und Vielfalt in unserer Gesellschaft“, sagte Beate Bettenhausen, Vorsitzende des bvkm. „Wenn wir Inklusion ernst nehmen, bedeutet das weit mehr als Rampen und barrierefreie Toiletten. Es geht darum, dass alle Menschen gehört und gesehen werden – unabhängig davon, wie sie kommunizieren“, so Bettenhausen.
Eine besondere Würdigung wurde dem Treffen durch den Besuch von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, zuteil. Jürgen Dusel erklärte: „Sich äußern zu können, eine Stimme zu haben, ist in unserer Gesellschaft von äußerster Wichtigkeit, denn wie wird man sonst gehört? Deshalb ist es wichtig, dass diese Personengruppe die nötige Unterstützung und Assistenz erhält, um ihren rechtlichen Anspruch, an allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt teilhaben zu können, auch leben kann! Ihre Stimme ist für uns von großer Bedeutung, weil wir ihre Perspektive als Expertinnen und Experten in eigener Sache brauchen, denn nur so sind kluge behindertenpolitische Entscheidungen möglich.“
In der Podiumsdiskussion diskutierten Nutzer:innen von Unterstützter Kommunikation mit Jürgen Dusel unter dem Titel „Bedürfnisse und Wünsche an die Politik im Bereich kommunikativer Teilhabe“ miteinander. Kathrin Klapper, UK-lerin und Moderatorin der Disukussion, überreichte im Namen aller Teilnehmenden an Jürgen Dusel Vorschläge und Forderungen zu Teilhabe und Barrierefreiheit, die beim Jahrestreffen entstanden waren: „Kommunikative Teilhabe heißt nicht einfach nur anwesend sein. Sie bedeutet, wirksam zu sein. Mitreden zu können. Fragen stellen zu können. Lachen zu können. Sich streiten zu können. Und sagen zu können: ‚Das will ich.` Oder eben auch: ‚Das will ich nicht‘“, erklärte Klapper.
Ein nach Ansicht des bvkm besonderes Konzept macht das Jahrestreffen einzigartig: Jede:r UK-Teilnehmer:in erhält eine bisher unbekannte Kommunikationsassistenz zur Seite gestellt. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Unterstützt kommunizierende Menschen und ihre Angehörigen können dadurch getrennte Workshops besuchen und genau die Informationen mitnehmen, die sie brauchen. Die oft noch studierenden Kommunikationsassistent:innen sammeln ihrerseits wertvolle Praxiserfahrung, die kein Hörsaal bieten kann. Im Eltern- und Betreuer:innentreff wird es konrekt: Assistenz im Alltag, Tagesstruktur, Kommunikationsmittel – Themen, die viele täglich beschäftigen. Gerade jüngere Familien erlebten hautnah, wie hilfreich der Austausch mit erfahreneren Menschen sein kann.
Hintergrund
Das Jahrestreffen Unterstützt Kommunizierender Personen wird seit 1996 vom bvkm ausgerichtet. Hier treffen sich jedes Jahr Menschen aus ganz Deutschland, die mit Hilfe von elektronischen oder nicht-elektronischen Hilfsmitteln kommunizieren. Weitere Informationen zum Thema Unterstützte Kommunikation gibt’s unter: www.uk.bvkm.de





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