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Menschen brauchen verlässliche Anlaufstellen

Gruppe von Frauen und Männern vor einem Gebäude
Informationsbesuch in der PSKB Frankenberg
Foto: Treffpunkte

KASSEL/WIESBADEN/FRANKENBERG (kobinet) Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) sind ein unverzichtbarer Bestandteil der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen. Darüber waren sich die Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Susanne Simmler, sowie Vertreterinnen der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen bei ihrem gemeinsamen Besuch der PSKB in Frankenberg einig. Gemeinsam mit Rita Henning, Geschäftsführerin des Liga-Arbeitskreises "Eingliederungshilfe", und ihrer Stellvertreterin Brigitte Roth informierte sich Simmler über die Arbeit der Einrichtung des Kreisverbandes der Treffpunkte und tauschte sich mit Mitarbeitenden über aktuelle Herausforderungen aus. Der LWV ist heute – abgesehen von individuellen Trägerzuschüssen oder Drittmitteln – faktisch Hauptfinanzierer des PSKB-Systems in Hessen. Insgesamt stellte der LWV Hessen dafür im Jahr 2025 rund 7,7 Millionen Euro bereit. Dabei handelt es sich für den LWV um eine freiwillige Leistung. Gleichzeitig wächst der Unterstützungsbedarf im Bereich der psychosozialen Versorgung kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund sehen LWV Hessen und Liga die langfristige Sicherung der PSKB als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe.

An mehr als 70 Standorten in Hessen tragen die PSKB dazu bei, dass Menschen frühzeitig Unterstützung erhalten und Hilfen nicht erst dann greifen, wenn Krisen bereits eskaliert sind. Gerade diese niedrigschwellige und präventive Arbeit entlastet langfristig auch andere Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens.

„Wir lassen Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen in Hessen nicht alleine. Damit dieses wichtige Netz vor Ort auch künftig tragfähig bleibt, braucht es jedoch gemeinsame Anstrengungen aller Verantwortungsträger. Prävention, frühe Unterstützung und soziale Stabilisierung sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Deshalb muss auch die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit langfristig auf mehrere Schultern gestellt werden“, so Simmler weiter. Ein gemeinsames Ziel von LWV Hessen und Liga bleibe deshalb die verlässliche Sicherung und Weiterentwicklung der PSKB in allen Regionen Hessens, ergänzte Rita Henning von der Liga Hessen. Dazu gehöre auch, gemeinsam mit dem Land Hessen über eine langfristig tragfähige Finanzierungsperspektive für die niedrigschwelligen psychosozialen Angebote zu sprechen.