BERLIN (kobinet)
Es gibt Vor-schläge zur Renten-Politik.
Renten-Politik bedeutet: Der Staat macht Regeln für die Rente.
Manche Menschen wollen das Renten-Alter erhöhen.
Das Renten-Alter soll dann 70 Jahre sein.
Renten-Alter bedeutet: Ab diesem Alter bekommt man Rente.
Rente ist Geld vom Staat für ältere Menschen.
Dr. Joachim Rock sagt etwas dazu.
Er ist Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist eine große Organisation.
Die Organisation hilft Menschen, die Hilfe brauchen.
Dr. Rock sagt: Das wäre eine Renten-Kürzung.
Renten-Kürzung bedeutet: Die Menschen bekommen weniger Geld.
Viele Menschen haben harte Berufe.
Diese Menschen arbeiten körperlich sehr viel.
Körperlich bedeutet: Es geht um den Körper.
Zum Beispiel: schwere Dinge heben oder viel stehen.
Andere Menschen arbeiten seelisch sehr viel.
Seelisch bedeutet: Es geht um Gefühle und Stress.
Diese Menschen schaffen es kaum bis zur Rente.
Ein höheres Renten-Alter wäre für sie sehr schwer.
Ärmere Menschen leben oft kürzer.
Sie würden dann weniger Rente bekommen.
Das ist ungerecht.
Dr. Rock sagt: Wer länger arbeiten will, soll das können.
Aber niemand soll dazu gezwungen werden.
Zwang bedeutet: Man muss etwas tun, auch wenn man nicht will.
Ein höheres Renten-Alter wäre ein Zwang.
Das ist falsch.
Es gibt eine Kommission zur Alters-Sicherung.
Kommission bedeutet: Eine Gruppe von Fach-Leuten berät zusammen.
Alters-Sicherung bedeutet: Menschen bekommen im Alter genug Geld.
Diese Kommission macht Vor-schläge zur Rente.
Über diese Vor-schläge gibt es widersprüchliche Meldungen.
Widersprüchlich bedeutet: Die Aussagen passen nicht zusammen.
Dr. Rock sagt: Wichtige Themen müssen offen besprochen werden.
Alle Menschen sollen davon wissen.
Das darf nicht im Geheimen passieren.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
BERLIN (kobinet) Die Vorschläge zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbande, Dr. Joachim Rock, mit der Einschätzung, dass es vor allem eine massive Rentenkürzung wäre. "Gerade Beschäftigte in körperlich und psychisch besonders belastenden Berufen", so der Hauptgeschäftsführer dieses Verbandes, "erreichen die heutige Altersgrenze schon heute oft nur unter großen Schwierigkeiten. Auch die Lebenserwartung ist sozial ungleich verteilt: Wer stärker belastet ist, lebt häufig kürzer und bekäme am Ende weniger Rente. Wir müssen längeres Arbeiten dort ermöglichen, wo Menschen das möchten und können. Wir dürfen es nicht über höhere Altersgrenzen zulasten der Versicherten erzwingen. Die dauerhafte Verunsicherung der Bevölkerung ist falsch und gefährlich". Widersprüchliche Meldungen zu den Positionen der Alterssicherungskommission zeigen, nach Joachim Rocks Bewertung, wie wichtig offene und transparente Debatten über derart zentrale Themen sind. Reformvorschläge, die die gesamte Bevölkerung betreffen, gehören öffentlich diskutiert und nicht hinter verschlossenen Türen vorbereitet.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
BERLIN (kobinet) Die Vorschläge zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbande, Dr. Joachim Rock, mit der Einschätzung, dass es vor allem eine massive Rentenkürzung wäre. "Gerade Beschäftigte in körperlich und psychisch besonders belastenden Berufen", so der Hauptgeschäftsführer dieses Verbandes, "erreichen die heutige Altersgrenze schon heute oft nur unter großen Schwierigkeiten. Auch die Lebenserwartung ist sozial ungleich verteilt: Wer stärker belastet ist, lebt häufig kürzer und bekäme am Ende weniger Rente. Wir müssen längeres Arbeiten dort ermöglichen, wo Menschen das möchten und können. Wir dürfen es nicht über höhere Altersgrenzen zulasten der Versicherten erzwingen. Die dauerhafte Verunsicherung der Bevölkerung ist falsch und gefährlich". Widersprüchliche Meldungen zu den Positionen der Alterssicherungskommission zeigen, nach Joachim Rocks Bewertung, wie wichtig offene und transparente Debatten über derart zentrale Themen sind. Reformvorschläge, die die gesamte Bevölkerung betreffen, gehören öffentlich diskutiert und nicht hinter verschlossenen Türen vorbereitet.




