STUTTGART (kobinet)
Viele Menschen brauchen im Alter Pflege.
Sie leben dann in einem Pflege-Heim.
Pflege-Heim bedeutet: Menschen wohnen dort und bekommen Hilfe.
Heute braucht jeder 3. Pflege-Bedürftige Geld vom Staat.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe brauchen.
Sie können viele Dinge nicht alleine tun.
Dieses Geld heißt Sozial-Hilfe.
Sozial-Hilfe ist Geld vom Staat für Menschen in Not.
Die Bundes-Regierung plant ein neues Gesetz.
Die Bundes-Regierung leitet ganz Deutschland.
Sie macht wichtige Entscheidungen für alle Menschen.
Das Gesetz soll die Pflege-Versicherung verändern.
Die Pflege-Versicherung ist eine Kasse für alle.
Die Kasse bezahlt Kosten, wenn jemand Pflege braucht.
Alle zahlen Geld in diese Kasse ein.
Wer Pflege braucht, bekommt Hilfe.
Hans-Josef Hotz spricht über das neue Gesetz.
Hans-Josef Hotz leitet den Sozial-Verband VdK Baden-Württemberg.
VdK ist ein großer Sozial-Verband in Deutschland.
Der VdK hilft Menschen mit Behinderungen und im Alter.
Ein Vorsitzender leitet einen Verein oder eine Gruppe.
Der Vorsitzende spricht für alle Mitglieder.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen mit gleichen Zielen.
Die Menschen in einem Verband helfen sich gegenseitig.
Hotz sagt: Nach dem neuen Gesetz braucht jeder 2. Pflege-Bedürftige Sozial-Hilfe.
Ein neuer Vorschlag sagt: Menschen ohne Kinder sollen mehr einzahlen.
Hans-Josef Hotz findet das ungerecht.
Manche Menschen können keine Kinder bekommen.
Sie können nichts dafür.
Viele andere Menschen finden das auch ungerecht.
Die private Pflege-Versicherung hat Geld gespart.
Das sind mehr als 50 Milliarden Euro.
Private Pflege-Versicherung bedeutet: Manche Menschen zahlen extra in eine eigene Versicherung ein.
Dieses Geld wird jetzt nicht genutzt.
Hans-Josef Hotz fordert deshalb eine Änderung.
Er sagt: Alle sollen in 1 gemeinsame Pflege-Versicherung einzahlen.
Also auch Menschen mit privater Pflege-Versicherung.
Das ist dann gerecht für alle Menschen.
Niemand bekommt dadurch weniger Hilfe bei der Pflege.

Foto: Jutta Kübler
STUTTGART (kobinet) In Verbindung zur Debatte um den erwarteten Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeversicherung hebt Hans-Josef Hotz, der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg hervor, dass schon heute mehr als ein Drittel aller stationär Pflegebedürftigen auf Sozialhilfe angewiesen sind. "Nach der Pflege-Reform wird es wohl jeder Zweite sein." vermutet Hotz. Der neueste Vorschlag ist jetzt, einfach die Beitragssätze für kinderlose Menschen zu erhöhen. Dabei hat die private Pflegeversicherung mehr als 50 Milliarden Euro auf der hohen Kante. "Mitten in der Finanznot der gesetzlichen Pflegeversicherung" so Hans-Joseph Hotz und verweist darauf, dass dies die Menschen als zutiefst ungerecht empfinden. Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg fordert deshalb: "Bezieht das Potenzial dieser 50 Milliarden endlich in die Reform-Überlegungen ein! Wir fordern seit Jahren eine solidarische einheitliche Pflegeversicherung, in die alle einzahlen. Niemand würde dadurch schlechter gestellt – die Leistungen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung sind gleich – doch alle Menschen in unserem Land würden besser gestellt, weil Pflegebedürftigkeit nicht immer noch ärmer machen würde."

Foto: Jutta Kübler
STUTTGART (kobinet) In Verbindung zur Debatte um den erwarteten Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeversicherung hebt Hans-Josef Hotz, der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg hervor, dass schon heute mehr als ein Drittel aller stationär Pflegebedürftigen auf Sozialhilfe angewiesen sind. "Nach der Pflege-Reform wird es wohl jeder Zweite sein." vermutet Hotz. Der neueste Vorschlag ist jetzt, einfach die Beitragssätze für kinderlose Menschen zu erhöhen. Dabei hat die private Pflegeversicherung mehr als 50 Milliarden Euro auf der hohen Kante. "Mitten in der Finanznot der gesetzlichen Pflegeversicherung" so Hans-Joseph Hotz und verweist darauf, dass dies die Menschen als zutiefst ungerecht empfinden. Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg fordert deshalb: "Bezieht das Potenzial dieser 50 Milliarden endlich in die Reform-Überlegungen ein! Wir fordern seit Jahren eine solidarische einheitliche Pflegeversicherung, in die alle einzahlen. Niemand würde dadurch schlechter gestellt – die Leistungen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung sind gleich – doch alle Menschen in unserem Land würden besser gestellt, weil Pflegebedürftigkeit nicht immer noch ärmer machen würde."




