Berlin (kobinet)
Viele Menschen mit Behinderung bekommen Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Du bekommst Hilfe im Alltag.
Zum Beispiel: Hilfe beim Wohnen oder beim Arbeiten.
Die Bundes-Vereinigung Lebens-Hilfe hat eine Petition gestartet.
Eine Petition ist eine Unterschriften-Sammlung.
Viele Menschen unterschreiben zusammen.
So zeigen sie: Wir wollen das Gleiche.
104.929 Menschen haben die Petition online unterschrieben.
Dazu kommen noch viele weitere schriftliche Unterschriften.
Die Petition heißt: Keine Kürzungen in der Eingliederungs-Hilfe.
Kürzungen bedeuten: Es gibt weniger Geld als vorher.
Oder es gibt weniger Hilfe als vorher.
Am 27. Mai 2025 gab es ein Treffen.
Das Treffen war im Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.
Das ist ein Amt der Bundes-Regierung.
Menschen dort arbeiten für alle Bürger.
Dort wurde über die Eingliederungs-Hilfe gesprochen.
Die Lebens-Hilfe und andere Verbände waren dabei.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Sie setzen sich gemeinsam dafür ein.
Die Verbände haben die Petition beim Treffen vorgelegt.
Das Ministerium und die Länder wollen sparen.
Sie sagen: Es gibt nicht genug Geld für die Kommunen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Sie sind für viele Aufgaben vor Ort zuständig.
Trotzdem arbeiten Länder und Kommunen weiter an Kürzungen.
Im Juni wollen Länder und Kommunen die Pläne zusammenbringen.
Dann werden die Kürzungen vielleicht beschlossen.
Die Lebens-Hilfe sagt: Das wäre schlecht für Menschen mit Behinderung.
Sie würden dann weniger Hilfe bekommen.
Die Lebens-Hilfe sagt klar: Wir wollen keine Kürzungen.
Wir wollen kein Ende des Wunsch- und Wahl-Rechts.
Das Wunsch- und Wahl-Recht ist ein Recht für Menschen mit Behinderung.
Sie dürfen selbst entscheiden.
Welche Hilfe sie bekommen, bestimmen sie selbst.
Die 104.929 Menschen wollen mehr als das Ende der Kürzungen.
Sie wollen Teilhabe.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Sie wollen Würde.
Würde bedeutet: Jeder Mensch verdient Achtung und Respekt.
Kein Mensch darf schlecht behandelt werden.
Sie wollen Menschen-Rechte.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Diese Rechte gelten auf der ganzen Welt.
Die Lebens-Hilfe sagt: Menschen-Rechte sind keine Verhandlungs-Masse.
Verhandlungs-Masse bedeutet: Etwas, das man aufgeben oder tauschen kann.
Menschen-Rechte darf man nicht aufgeben.
Teilhabe ist ein Recht.
Kein Mensch darf dieses Recht wegnehmen.
Die Lebens-Hilfe wird weiter protestieren.
Viele Verbände kämpfen gemeinsam dafür.
Den Facebook-Post der Lebens-Hilfe könnt ihr hier lesen: Facebook-Post der Lebens-Hilfe

Foto: DBR
Berlin (kobinet) "Heute konnten wir dem Sozialministerium die über 100.000 Unterzeichnungen unserer Bundestags-Petition 'Keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe' vorhalten. Denn das Sozialministerium hatte gemeinsam mit den Ländern eingeladen, um mit den Verbänden zum Thema Eingliederungshilfe zu beraten. Unsere Botschaft ist klar und in der Petition nachlesbar: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe, keine Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, Vorfahrt für Inklusion statt Leistungsabbau. 104.929 Menschen haben die Petition allein online unterschrieben. Die schriftlich eingegangenen Unterschriften sind dabei noch gar nicht ausgezählt. Das sind nicht einfach nur 104.929 Stimmen gegen Kürzungen bei Menschen mit Behinderungen. Das sind 104.929 Stimmen: FÜR Teilhabe. FÜR Würde. FÜR Menschenrechte." So heißt es in einem Facebook-Post der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit einem Bild von Vertreter*innen verschiedener Behinderten- und Wohlfahrtsverbände, die Schilder zur Untermauerung der Forderungen hochhalten, der am 27. Mai 2026 nach einem Treffen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht wurde.
Weiter heißt es in dem Facebook-Post: „Beim heutigen Treffen des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit den Verbänden gab es Einblicke in die Sichtweisen der Länder und des Sozialministeriums. Sie wollen sparen, ohne dass es zu Leistungskürzungen kommt, weil das Geld für die Kommunen fehle und anderweitig nicht beschafft werden könne, so der Tenor. Gleichzeitig arbeiten Länder und Kommunen weiter mit dem Kanzleramt an Kürzungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Im Juni soll dann beides zusammengeführt werden. Ganz ehrlich: Unsere Sorgen vor dieser Reform konnten heute nicht ausgeräumt werden. Umso wichtiger ist es, dass wir den Rückhalt der Petition haben, um weiter für Transparenz, echte Beteiligung und gegen Kürzungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe zu protestieren. Denn Eines ist klar: Wir werden auch in Zukunft zu diesem Thema nicht leise sein. Viele Verbände ziehen hier gemeinsam an einem Strang. Wir sagen deutlich: Menschenrechte sind keine Verhandlungsmasse für Haushaltsdebatten. Teilhabe ist keine freiwillige Leistung. Keine Subvention. Wir reden hier über Menschenrechte. Und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“

Foto: DBR
Berlin (kobinet) "Heute konnten wir dem Sozialministerium die über 100.000 Unterzeichnungen unserer Bundestags-Petition 'Keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe' vorhalten. Denn das Sozialministerium hatte gemeinsam mit den Ländern eingeladen, um mit den Verbänden zum Thema Eingliederungshilfe zu beraten. Unsere Botschaft ist klar und in der Petition nachlesbar: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe, keine Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, Vorfahrt für Inklusion statt Leistungsabbau. 104.929 Menschen haben die Petition allein online unterschrieben. Die schriftlich eingegangenen Unterschriften sind dabei noch gar nicht ausgezählt. Das sind nicht einfach nur 104.929 Stimmen gegen Kürzungen bei Menschen mit Behinderungen. Das sind 104.929 Stimmen: FÜR Teilhabe. FÜR Würde. FÜR Menschenrechte." So heißt es in einem Facebook-Post der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit einem Bild von Vertreter*innen verschiedener Behinderten- und Wohlfahrtsverbände, die Schilder zur Untermauerung der Forderungen hochhalten, der am 27. Mai 2026 nach einem Treffen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht wurde.
Weiter heißt es in dem Facebook-Post: „Beim heutigen Treffen des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit den Verbänden gab es Einblicke in die Sichtweisen der Länder und des Sozialministeriums. Sie wollen sparen, ohne dass es zu Leistungskürzungen kommt, weil das Geld für die Kommunen fehle und anderweitig nicht beschafft werden könne, so der Tenor. Gleichzeitig arbeiten Länder und Kommunen weiter mit dem Kanzleramt an Kürzungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Im Juni soll dann beides zusammengeführt werden. Ganz ehrlich: Unsere Sorgen vor dieser Reform konnten heute nicht ausgeräumt werden. Umso wichtiger ist es, dass wir den Rückhalt der Petition haben, um weiter für Transparenz, echte Beteiligung und gegen Kürzungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe zu protestieren. Denn Eines ist klar: Wir werden auch in Zukunft zu diesem Thema nicht leise sein. Viele Verbände ziehen hier gemeinsam an einem Strang. Wir sagen deutlich: Menschenrechte sind keine Verhandlungsmasse für Haushaltsdebatten. Teilhabe ist keine freiwillige Leistung. Keine Subvention. Wir reden hier über Menschenrechte. Und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“




