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Starkes Signal für moderne Sportstätten

Emoji 2 Sportler
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Foto: Aktion Mensch

FRECHEN (kobinet) Barrierefreie Sportstätten sind eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe im Sport. Mit dieser klaren Botschaft hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) seinen zweiten "InclusionTalk" im Bistro Marie im Deutschen Bundestag durchgeführt. Unter dem Titel "Teilhabe beginnt beim Zugang – Inklusive Sportprojekte beginnen bei barrierefreien Sportstätten" diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Sport und Zivilgesellschaft über notwendige strukturelle Veränderungen und die Bedeutung moderner, zugänglicher Infrastruktur.

In seinem Impulsvortrag betonte Benedikt Ewald, Vorstand Sportentwicklung die Dringlichkeit des Themas: „Barrierefreiheit muss bei der Anforderung der Sportinfrastruktur einen hohen verbindlichen Stellenwert bekommen. Denn Investition in die Barrierefreiheit sind Investitionen in die Zukunft.“ Die enorme Resonanz auf das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zeigt den großen Bedarf. „Für Menschen mit Behinderung ist der gesundheitliche Effekt des Sporttreibens besonders groß. Dementsprechend ist es uns ein großes Anliegen, Sportstätten barrierefrei zu gestalten“, so Ewald weiter.

In zwei Panels diskutierten die Gäste über die Realität barrierefreier Sportstätten, bestehende Hürden und notwendige politische Rahmenbedingungen. Dabei wurde deutlich: Trotz einzelner Fortschritte fehlt es vielerorts an zugänglichen Hallen, klaren Standards und verlässlicher Finanzierung. Sabine Poschmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, ordnete die Rolle der Bundesförderung ein und betonte die Verantwortung der Politik, Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken: „Es ist elementar, dass Möglichkeiten zum gemeinsamen Sporttreiben zur Verfügung stehen. Nur so entsteht ein echtes Miteinander, in dem alle Menschen wirklich teilhaben können. Wir müssen der Bevölkerung zeigen, dass wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt etwas schaffen. Dazu gehört auch die Barrierefreiheit – sie hat bei der Sportmilliarde einen hohen Stellenwert.“

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, machte deutlich, dass Barrierefreiheit unabdingbar in einer älter werdenden Gesellschaft ist und weit über die Rampe für den Rollstuhl hinausgeht: „Barrierefreiheit ist ein Qualitätsstandard für ein modernes Land und sie ergibt sich aus den demokratischen und verfassungsrechtlichen Prinzipien unseres Staates, in dem jeder das Recht auf die Entfaltung seiner Persönlichkeit hat.“

Besonders eindrücklich wurde die Bedeutung von barrierefreien Sportstätten im Verlauf der Veranstaltung durch die Para Schwimmerin Elena Semechin. Ihre Worte machen deutlich, welche Chancen entstehen, wenn Zugänge geschaffen werden und Barrieren fallen: „Der Sport hat mir im Leben neue Wege eröffnet und echte Chancen gegeben. Heute bin ich zweifache Paralympics‑Siegerin und sehr dankbar für dieses Tor in die Welt, das der Sport für mich geöffnet hat. Ich wünsche mir, dass alle Menschen die Möglichkeit bekommen, Sport zu treiben. Die Werte und Fähigkeiten fürs Leben, die der Sport vermittelt, sind Gold wert – und genau das wünsche ich jedem.“