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Assistenzhundeteams in der Warteschleife

Eine Menschengruppe gemeinsam mit einem schwarzen Hund mit Protestplakaten
Proteste in einer festgefahrenen Situation
Foto: Associata e.V.

KARSTEDT (kobinet) Unter dem Motto "Assistenzhunde in der Warteschleife" hat der Verein Associata e.V. mit Sitz in 19357 Karstädt – Sargleben mit einer Protestaktion am 10. Mai im Rahmen der Aktionswoche zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf die festgefahrene Situation derjenigen Menschen hingewiesen, die zur sozialen Teilhabe auf einen Assistenzhund angewiesen sind. Obwohl gesetzliche Regelungen zum Assistenzhund im Behindertengleichstellungsgesetz und mit der Assistenzhunde-Verordnung bestehen, sind bereits seit Juli 2024, nach Auslaufen gesetzlicher Übergangsregelungen, keine Prüfungen für Assistenzhunde-Teams möglich. Und wenn Prüfungen ausfallen, warten Menschen auf Teilhabe und Sicherheit im Alltag.

Grund dafür ist, dass auch über vier Jahre nach Inkrafttreten der gesetzlichen Regelungen keine fachliche Stelle zur Zertifizierung von Ausbildungsstätten gebildet werden konnte. Und Prüfungen können nur dann abgenommen werden, wenn die Ausbildung der Assistenzhunde-Teams in einer zertifizierten Ausbildungsstätte erfolgt ist.

Thomas Hansen, Vorstandsmitglied von Associata e.V., forderte in seiner kurzen Ansprache Bundesregierung und Bundestag auf, die in der Reform des BGG – Behindertengleichstellungsgesetzes – enthaltenen notwendigen und an sich unstrittigen gesetzlichen Änderungen nunmehr zügig zu beschließen, damit auch Menschen mit ihrem Assistenzhund endlich ihre gesetzlich festgelegten Rechte wahrnehmen können.

An der Protestaktion von Ort haben Menschen aus fünf Bundesländern teilgenommen. Über diese sehr gute Resonanz haben sich die ehrenamtlich Aktiven des Vereins sehr gefreut.