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DIGAB richtet Offenen Brief an Dr. Kristina Schröder

Logo der DIGAB
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Foto: DIGAB

Berlin (kobinet) „Die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung und Intensivversorgung (DIGAB) unterstützt und fördert satzungsgemäß die Versorgung und die Versorgungsstrukturen von außerklinisch beatmeten und intensivversorgten Menschen und vertritt die Interessen der Menschen mit außerklinischer Beatmung und Intensivversorgung in der Öffentlichkeit. Die DIGAB ist regelmäßig an der Erstellung nationaler medizinischer Behandlungsleitlinien beteiligt und führt federführend Versorgungsforschungsprojekte in ihrem Fachbereich durch. Menschen mit außerklinischer Beatmung und Intensivversorgung sind in besonders hohem Ausmaß von schweren körperlichen und komplexen Behinderungen betroffen. Trotzdem ermöglicht es unsere Gesellschaft, dass viele von ihnen auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt als Arbeitnehmer*innen, aber auch als Arbeitgeber*innen und Ehrenamtliche einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag leisten. Auch diejenigen, die dies nicht (mehr) können, haben ein Recht auf Teilhabe, Selbstbestimmung und Würde.“ So schreibt die Organisation in einem Offenen Brief an Dr. Kristina Schröder und kommentiert deren Kolumne „Was wir uns künftig nicht mehr leisten können“, die in der „Welt“ veröffentlicht wurde.

Zwei von drei Europäer:innen brechen digitale Vorgänge ab: Barrieren werden zum Umsatzrisiko

Schwarzes Zeichen für Prozent auf weißem Grund
Prozentzeichen
Foto: gemeinfrei

Hamburg (kobinet) Europas Wirtschaft hat ein Zwei-Drittel-Problem: 68,4 Prozent der europäischen Konsument:innen haben bereits mindestens einen digitalen Vorgang abgebrochen, weil Websites, Apps oder Inhalte nicht barrierefrei nutzbar waren. Am stärksten betroffen ist Italien mit 84 Prozent, gefolgt von Deutschland (80,7 Prozent) und Österreich (78,6 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage von AccessiWay, ein europäischer Anbieter für digitale Barrierefreiheit und Teil der team.blue-Gruppe, unter insgesamt 6.599 Konsument:innen in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Bentele: SPD-Vorstoß zur Erbschaftsteuer ist Schritt in die richtige Richtung

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Aus Sicht des VdK kann eine fair ausgestaltete Erbschaftsteuer dazu beitragen, die notwendige Finanzierung des Gemeinwesens gerechter zu gestalten, dauerhaft zu sichern und zugleich den wachsenden Bedarf an Investitionen in soziale Infrastruktur zu decken. Vor diesem Hintergrund bewertet der VdK den aktuellen SPD-Vorstoß als wichtigen Impuls für die anstehende steuerpolitische Debatte. VdK-Präsidentin Verena Bentele kommentierte das SPD-Konzept wie folgt: „Der VdK begrüßt ausdrücklich, dass die SPD mit ihrem aktuellen Konzept konkrete Vorschläge für eine gerechte Finanzierung unseres Gemeinwesens vorlegt. Die angedachte Reform zielt darauf ab, sehr hohe Erbschaften stärker zu besteuern, während kleinere Erbschaften und Vermögenswerte wie selbstgenutztes Wohneigentum entlastet werden. Damit eröffnet das Konzept eine wichtige Chance, die Erbschaftsteuer gerechter zu gestalten, indem die VdK-Forderung nach einer fairen Beteiligung besonders hoher Erbschaften umgesetzt wird.“

Büroleitung bei Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen gesucht

Logo der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen Berlin
Logo der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen Berlin
Foto: LB Berlin

Berlin (kobinet) In Berlin ist derzeit die Stelle für die Leiter/in des Büros des / der Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen (m/w/d) ausgeschrieben. Ab dem 01.07.2026 ist vorbehaltlich des tatsächlichen Freiwerdens der Stelle eine entsprechende Stelle im Bereich der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen unbefristet zu besetzen, wie es in der Stellenauschreibung heißt.

Gut auf gemeinsame Zeit eingestellt

Plakat mit dem Text All Time Jeck
Plakat der Kampagne
Foto: SoVD NRW

DÜSSELDORF (kobinet) Besonders im Rheinland übernehmen „die Jecken“ bald wieder die Macht. Seit dem 7. November 2025 läuft mit der Karnevalssession auch  die gemeinsame  Kampagne Sozialverband SoVD Nordrhein-Westfalen NRW mit vielen Künstlern „All time jeck“. Zusammen mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Rheinland macht der Verband in dieser Kampagne darauf aufmerksam, dass das, was im Karneval selbstverständlich ist, Teilhabe, Miteinander und gelebte Gerechtigkeit, auch im Alltag möglich sein muss. Diese Kampagne läuft bis Aschermittwoch. Die Kampagne richtet den Blick besonders auf alle, die im Alltag oft an den Rand gedrängt werden: Menschen mit Behinderung, Frauen, LGBTQ-Personen, ältere Menschen, Menschen mit geringem Einkommen oder Migrationsgeschichte. Sie alle gehören mitten in die Gesellschaft, an Karneval und an jedem anderen Tag. Begleitet wird die Kampagne durch eine Social-Media-Initiative, in der regelmäßig Videos und Beiträge erscheinen. Weitere Einzelheiten sind auf dieser Internetseite zu erfahren.

Gewalt in der Behindertenhilfe Ein Projekt von dannmachdoch

Wir reden über Gewalt
Flyer „Wir reden über Gewalt“ Limburg
Foto: Peter Kunz

Villmar-Weyer (kobinet) Peter Kunz (Filmemacher, Fotograf, Aktivist) und Stephan Laux (Heilerziehungspfleger, Autor, Kolumnist) haben große Teile ihres beruflichen Lebens in der Behindertenhilfe verbracht. Bei ihrem neuen Projekt greifen sie ein heikles Thema auf.

Sozialverband unterstützt Förderung medizinischer Versorgungszentren

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Die Ankündigung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, erstmals kommunale Medizinische Versorgungszentren finanziell zu fördern, ist aus Sicht des VdK NRW ein Schritt in die richtige Richtung. VdK-Präsident Horst Vöge stellte in diesem Zusammenhang fest: „Damit greift die Landesregierung eine langjährige Forderung unseres Sozialverbands auf. Besonders die vereinfachte Antragstellung ist ein wichtiges Signal zur Entbürokratisierung. Ein erster Hemmschuh ist beseitigt, um die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern.“

DBS kritisiert internationale Entscheidungen

Junge Frau in Sportkleidung auf einem Stuhl sitzend, der auf Ski befestigt ist, unterewegs
Anja Wicker beim Wettkampf
Foto: Oliver Kremer / DBS

FRECHEN (kobinet) Die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft fiebert dem zweiten Heim-Weltcup in Folge entgegen, der ab kommendem Mittwoch, 14. Januar, im bayrischen Finsterau im Para Langlauf stattfindet. Die Vorfreude wird allerdings dadurch getrübt, dass nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS erstmals wieder Teilnehmende aus Russland und Belarus am Start sein werden – 18 aus Russland, neun aus Belarus – und sich damit noch für die Paralympischen Spiele in Italien qualifizieren können. Der Deutsche Behindertensportverband kritisiert diesen Schritt deutlich.

Anwendungsbereich des AGG auf öffentliche Stellen ausweiten

Sharepic zur Ausweitung des Anwendungsbereichs des AGG
Sharepic zur Ausweitung des Anwendungsbereichs des AGG
Foto: advd

Berlin (kobinet) Seit über drei Jahren engagiert sich das Bündnis AGG Reform Jetzt!, in dem sich über 120 Organisationen für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einsetzen. Mit dabei ist auch das NETZWERK ARTIKEL 3. Da die Bundesregierung trotz einer nötigen Umsetzung von EU-Richtlinien die Gesetzesreform immer noch nicht auf den Weg gebracht hat, erinnert das NETZWERK ARTIKEL 3 an die Forderungen des Bündnis für die AGG-Reform, die heute noch so aktuell sind, wie eh und je. „Anwendungsbereich des AGG auf öffentliche Stellen ausweiten: Das AGG gilt lediglich bei Diskriminierung in den Lebensbereichen Beschäftigung sowie Güter und Dienstleistungen. Der Diskriminierungsschutz des AGG greift nicht im Bereich des staatlichen Handelns, in dem aber häufig Diskriminierung stattindet (z.B. in der Verwaltung, im öffentlichen Nahverkehr oder Polizei).“ So lautet die erste Forderung des Bündnis AGG Reform Jetzt!.

Behindertenpolitik im Winterschlaf?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) Während die Abgeordneten des Deutschen Bundestages diese Woche wieder in Berlin tagen, scheint die Behindertenpolitik weiterhin im Winterschlaf zu verharren. Seit der Veröffentlichung des Referentenentwurfs für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) am 19. November 2025 ist der Herbst der Reformen ohne behindertenpolitische Verbesserungen zu Ende gegangen und die für den 17. Dezember 2025 vorgesehene Verabschiedung des entsprechenden Gesetzesentwurfs im Bundeskabinett wurde verschoben. Müssen behinderte Menschen mit den längst überfälligen Reformen für mehr Barrierefreiheit nun bis zum Ende des Winterschlafs warten oder tut sich endlich was. Diese Frage beschäftigt nicht nur die LIGA Selbstvertretung.

Wegweiser Gewaltschutz des Arbeitskreises Gewaltschutz für Menschen mit Behinderungen

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Seit 2021 sind die Erbringer von Leistungen der Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verpflichtet, besondere Maßnahmen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen oder von einer Behinderung bedrohten Menschen vor Gewalt zu treffen, insbesondere auch für Frauen und Kinder. Zu einer wirksamen Umsetzung gehören spezielle Konzepte zum Gewaltschutz, die auf die jeweiligen Einrichtungen oder Dienstleistungen abgestellt sind. Die zuständigen Stellen (Rehabilitationsträger, Integrationsämter) wirken auf die Erfüllung dieser Verpflichtung hin (§ 37a Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – SGB IX). Henry Spradau weist in seinem Bericht auf den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichten Wegweiser zum Gewaltschutz hin.

Neues Jahr startet mit hoher Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Das neue Jahr startet mit einer hohen Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 2025 184.654 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 7.530 mehr als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum November 2025 als noch 184.235 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, stieg die Zahl im Dezember 2025 um 419 Personen an. Die Negativentwicklung der letzten Jahre wird besonders deutlich, wenn man in die Vor-Corona-Zeit zurückblickt. Im Dezember 2019 hatte die Agentur 152.975 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, über 30.000 weniger als sechs Jahre später.

Blindengelderhöhungen im Saarland und in Schleswig-Holstein

Kleingeld auf einem Antragsformular
Geld, das einem zusteht
Foto: Pixabay/peter-facebook

Berlin (kobinet) Zum Beginn des neuen Jahres gibt es gute Nachrichten für Empfängerinnen und Empfänger von Blindengeld im Saarland und in Schleswig-Holstein. Eine bereits 2024 beschlossene Erhöhung des Blindengeldes im Saarland (dort Teilhabegeld genannt) tritt im Januar 2026 in Kraft. Der Nachteilsausgleich steigt jeweils um 10 Euro monatlich. Volljährige blinde Menschen erhalten nun 460 Euro, minderjährige blinde Menschen 327 Euro. Für taubblinde Menschen betragen die Leistungen 685 Euro (für Volljährige) bzw. 486 Euro (für Minderjährige) pro Monat. Dies teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in seinem aktuellen Newsletter dbsv-direkt mit.

Zehn Prozent der Deutschen besitzen mehr als die Hälfte des Geldvermögens

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
Foto: undefined

BERLIN (kobinet) Wie aus dem aktuellen Siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervorgeht waren im Jahr 2024 rund zwei Millionen Männer und rund 1,2 Millionen Frauen von einer hohen Überschuldungsintensität betroffen. Das sind zusammen rund 4,6 Prozent aller Erwachsenen. Anzahl und Anteil der überschuldeten Personen sind seit Jahren rückläufig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, wie die Bundesregierung einräumt, dass der aktuelle Rückgang auch auf eine Verkürzung der Speicherfristen für Restschuldbefreiungen von bisher drei Jahren auf nun sechs Monate zurückzuführen ist. „Ohne diesen statistischen Sondereffekt ist die Anzahl der Überschuldungsfälle im Jahr 2023 erstmals seit 2019 wieder leicht angestiegen“, wie die Regierung die Zahlen konkretisiert.

Verein öffnet jungen Leuten Türen in das Erwerbsleben

Auf einer Bühne stehen mehrere junge Leute in weißer Kleidung und zeigen ihre Urkunden
Zertifikatsübergabe der Kleinen Wirtebriefes beim Ausbildungsbotschaftertag der DEHOGA Bayern und IHK München.
Foto: Zukunft Trotz Handicap e.V.

MÜNCHEN (kobinet) Innerhalb eines Jahres haben sich junge Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung für den Start im Hotel- und Gaststättengewerbe qualifiziert. Sie haben beim Verein „Zukunft trotz Handicap“ einen Zertifikatslehrgang abgeschlossen Damit öffnen sich nun für sie die Türen die Arbeitswelt. Der Verein initiiert dazu in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern und der Bayern Tourist GmbH den Kleinen Wirte- und Hotelbrief. Gemeinsames Ziel der beteiligten Partner ist die konsequente Integration von Menschen mit Behinderung im Berufsumfeld der Hotellerie und Gastronomie.

Ottmar Miles-Paul will mit Roman Ich will raus Mut zur Inklusion machen

Cover des Romans Ich will Raus von Ottmar Miles-Paul und Helen Weber
Cover des Romans Ich will Raus von Ottmar Miles-Paul und Helen Weber
Foto: Olivia Vieweg

Kassel (kobinet) Anfang Januar 2026 hat Ottmar Miles-Paul seinen zweiten Roman veröffentlicht und am 14. Januar, wird dieser im Rahmen einer Lesung im Dunkeln mit seiner Leseassistentin Sabine Lohner in seiner Heimatstadt Kassel um 18:00 Uhr in den Räumen des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) in der Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34119 Kassel vorgestellt. Was sich hinter dem vielsagenden Roman-Titel „Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion“ verbirgt, was Ottmar Miles-Paul angetrieben hat, seinen zweiten Roman zu schreiben und natürlich, worum es in dem Reportage-Roman geht, darüber sprach kobinet-Redakteur Hartmut Smikac mit Ottmar Miles-Paul.

Fast 15.000 Menschen wurden in Hadamar während des Nationalsozialismus ermordet

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Hadamar (kobinet) „Hadamar – Etwa 90 Kilometer nordöstlich von Frankfurt am Main zeugt die ehemalige Landesheilanstalt – heute die Gedenkstätte Hadamar – vom düstersten Kapitel der deutschen Geschichte. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden an diesem Ort fast 15.000 Menschen systematisch ermordet.“ So leitet die Journalistin Anna Kirschner ihren Beitrag ein, den sie in der Frankfurter Rundschau unter der Überschrift „Fast 15.000 Menschen ermordet: Dieser Ort in Hessen hat eine furchtbare Geschichte“ veröffentlicht hat und damit an dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte und der 1906 eröffneten Landesheilanstalt erinnert.

Evangelische Kirche der Pfalz bietet Inklusionsbotschafter*in-Ausbildung online an

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Speyer (kobinet) Die Evangelische Kirche der Pfalz bietet – online – wieder eine Ausbildung zum Inklusionsbotschafter bzw. zur Inklusionsbotschafterin an. Die zweite und ergänzte Runde soll im Frühjahr 2026 starten. Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Inklusionsbotschafter / zur ehrenamtlichen Inklusionsbotschafterin ermutigt und ermächtigt, sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen und die Inklusion als grundlegendes Prinzip in einer diversen Welt beispielhaft vorzuleben, heißt es in der Kurzbeschreibung des Angebots.

Forschungsbericht zur Begleitung und Assistenz im Krankenhaus liegt vor

Transparent: Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Foto: privat

Berlin (kobinet) Ab 1. November 2022 hat der Bundestag die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen, um Menschen mit Behinderung eine Assistenz bei stationären Krankenhausbehandlungen zu sichern. Dazu wurden die Leistungen der Eingliederungshilfe ergänzt (§ 113 SGB IX), damit eine „Begleitung und Befähigung von Menschen mit Behinderungen durch vertraute Bezugspersonen“ stattfinden kann. Wie dies in der Praxis umgesetzt wird, hierzu wurde nun ein Forschungsbericht veröffentlicht, auf den Henry Spradau in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten hinweist.

Buchtipp:

Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion
Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion“
Foto: Olivia Vieweg

Wien (kobinet) „Vom Heim in die Freiheit: Was bedeutet es wirklich, inklusiv zu leben? „Ich will raus“ wirft einen packenden Blick in eine Zukunft, in der diese Frage zentrale Bedeutung gewinnt.“ So leitet Martin Ladstätter vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS seinen Buchtipp für den Roman „Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion“ von Ottmar Miles-Paul ein, den er kurz nach dem Erscheinen gelesen hat. Zudem bietet BIZEPS nach Absprache mit dem Autor die Möglichkeit, den Roman auch kostenfrei herunterzuladen.

Bühne frei für die Glücksritter

Logo Aktion Mensch
Aktion Mensch Logo 283×133
Foto: Aktion Mensch

Bersenbrück (kobinet) „‚Die Glücksritter‘ sind eine inklusive Theatergruppe in Bersenbrück. Mit Unterstützung von professionellen Theaterpädagog*innen kann hier jede*r eigene Ideen mit- und einbringen. Das führt zur gegenseitigen Wertschätzung aller Teilnehmenden untereinander und fördert die positive Selbstwahrnehmung der Menschen mit und ohne Behinderung“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch, die das Projekt mit 160.000 Euro gefördert hat. Sie verweist damit u.a. auf ein entsprechendes Video.

Podcast zur Zukunftsplanung: Wunschbüro, Wunschfesttag und Wunschtandems

Cover des IGEL-Podcast zur Lust auf Zukunftsplanung Januar 2026
Cover des IGEL-Podcast zur Lust auf Zukunftsplanung Januar 2026
Foto: IGEL-Media

Schorndorf (kobinet) „Wunschbüro, Wunschfesttag und Wunschtandems: Persönliche Zukunftsplanung in der Stiftung Säntisblick (Schweiz)“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile zwölften Ausgabe zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit der Moderatorin für Persönliche Zukunftsplanung Caroline Parpan.

Trauer um die gute Ute

Sharepic zur Erinnerung an Ute Germann
Sharepic zur Erinnerung an Ute Germann
Foto: MMB

Kassel (kobinet) Ute Germann war vielen als die „gute Ute“ bekannt. Diesen Beinamen hatte sie sich selbst bei einer Empowermentschulung 2014 in Mainz gegeben. Sie hatte für viele ein offenes Ohr und setzte sich für eine barrierefreie und gerechte Welt ein. Sie war beim Sommercamp in Duderstadt präsent und übte viele ehrenamtliche Tätigkeiten aus, als Behindertenbeauftragte, als Referentin und in der Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Nun trauern viele um die gute Ute Germann. Sie ist Anfang des Jahres verstorben, wie aus einem Nachruf des Vorstands von Mobil mit Behinderung (MMB) hervorgeht, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.

Arbeit, Teilhabe, Alltag: Was Interviews mit Werkstattbeschäftigten zeigen

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Foto: Susanne Göbel

Saarbrücken (kobinet) Durch seine Forschung im INCLUREG-Projekt ist Dr. phil. Stephan Schmider häufig in Werkstätten für Menschen mit Behinderung unterwegs. Er führte dort Interviews mit den Beschäftigten, stellte Fragen und analysierte diese im Anschluss daran. So lernte er viele Menschen mit Behinderung in ihrer direkten Arbeitsumgebung kennen. Seine Eindrücke und Ansätze schildert er in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten mit dem Titel: „Arbeit, Teilhabe, Alltag: Was Interviews mit Werkstattbeschäftigten zeigen“.

Neue Paralympics-Zeitung online

Bild eines weißen Skiläufers sowie einer weißen Bergspitze vor hellrotem Hintergrund
Wintersport
Foto: Clker-Free-Vector-Images In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Pünktlich zu den bevorstehenden Paralympischen Winterspielen, die vom 8. bis zum 15. März 2026 in Mailand und in Cortina in Norditalien stattfinden werden, ist die Paralympics-Zeitung zu neuem Leben erwacht. Seit Kurzem ist die Aktion Mensch Mitherausgeberin der inzwischen mehrfach ausgezeichneten Publikationsreihe des „Tagesspiegel“ aus Berlin. Was vor über 20 Jahren als Schülerzeitungsprojekt begann, die jeweils zu Paralympischen Spielen in Form einer Zeitungsbeilage erschien, ist nun ein fortlaufendes Online- und Social-Media-Format. Die ersten Artikel und Posts der neuen Paralympics-Zeitung sind bereits online abrufbar. Auch inhaltlich ist mit dem Einstieg der Aktion Mensch eine Neuausrichtung verbunden.

Entscheidung des Bundessozialgericht zur Anrechnung von Einkommen bei der Grundrente

Bundessozialgericht
Foto zeigt Bundessozialgericht in Kassel
Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von November 2025 entschieden, dass es nicht verfassungswidrig ist, wenn das zu versteuernde Einkommen des Ehepartners bei der Grundrente angerechnet wird, nicht hingegen bei Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in seinem heutigen Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Viele Angebote in der Inklusionsakademie von Bettina Krück auch 2026

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Foto: Susanne Göbel

Kehl (kobinet) „Gerade in Zeiten wie diesen ist es meiner Meinung nach unglaublich wichtig, gut informiert zu sein und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen – das gibt Sicherheit und macht Mut. Deshalb ist der Veranstaltungskalender der Inklusionsakademie in den nächsten Monaten auch prall gefüllt mit Seminaren und Workshops.“ Das schreibt Bettina Krück in ihrem neuesten Newsletter.

Rollstuhlbasketball in Wiesbaden

Drei Spieler auf Sportrollstühlen, davon zwei mit schwarzem Trikot, einer im weißen Trikot. Er hält den Ball in der linken Hand
Wieder geht es um den sportlichen Sieg
Foto: Gero Müller-Laschet

KÖLN (kobinet) Am nächsten Sonnabend treffen die Bundesliga Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers erneut auf die Rhine River Rhinos. Nachdem die beiden Teams vor der Weihnachtspause im Pokalspiel gegeneinander angetreten sind, steht an diesem Wochenende die RBBL-Begegnung auf dem Programm. Aus Kölner Sicht ist die letzte Partie vor Jahresende mehr als unglücklich verlaufen, denn das Team blieb weit hinter seinen eigenen Erwartungen. Nun gilt es für die Mannschaft, beim anstehenden Spiel befreit aufzuspielen und die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, da Köln nicht mit voller Besetzung antreten kann und versuchen muss, aus der Situation das Beste zu machen. Die Herausforderung dürfte also nicht größer sein. Dennoch geht die Mannschaft mit Zuversicht in dieses Spiel und wird versuchen, möglichst viel für die weitere Entwicklung herauszuholen. Weitere Einzelheiten dazu sind auf dieser Internetseite zu erfahren.

Welche Bedeutung haben die Menschenrechte von Kindern?

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Die Kultusministerkonferenz und die Länder wollen die Bildungsverläufe aller Kinder und Jugendlichen daten- und evidenzbasiert in den Blick nehmen. Ihr Ziel: Das Recht auf Bildung sichern. Mit den aktuellen Plänen wird jedoch das Menschenrecht der Kinder auf Bildung verletzt.“ Darauf macht die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag mit dem Titel „Welche Bedeutung haben die Menschenrechte von Kindern?“ für die Plattform bildungsklick aufmerksam.

Lesung im Dunkeln aus dem Roman Ich will raus am 14. Januar 2026 in Kassel

Plakat zur Lesung im Dunkeln aus dem Roman Ich will Raus am 14.1.26 in Kassel
Plakat zur Lesung im Dunkeln aus dem Roman Ich will Raus am 14.1.26 in Kassel
Foto: fab

Kassel (kobinet) Der Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) startet mit einer Lesung im Dunkeln aus dem neuen Roman „Ich will Raus – von der Exklusion zur Inklusion“ von Ottmar Miles-Paul am 14. Januar 2026 ins neue Jahr. Mit dabei ist der Autor seines zweiten Romans Ottmar Miles-Paul und dessen Leseassistentin Sabine Lohner, die den Text von ihrer Braillezeile abliest und schon über einige Erfahrungen mit Lesungen im Dunkeln verfügt. Die Veranstaltung findet am 14. Januar 2026 um 18:00 Uhr
im freiRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6, in 34119 Kassel statt und wird vom ebenfalls noch recht neuen Projekt des fab mit dem Titel „Aktiv Teilhabe gestalten“ organisiert. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Schattenübersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wieder verfügbar

UN-Behindertenrechtskonvention
UNO Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Die Behindertenverbände wartet seit vielen Jahren darauf, dass die deutsche Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aktualisiert wird, so dass beispielsweise der Begriff „inclusion“ mit „Inklusion“ statt mit „Integration“ übersetzt wird. Das NETZWERK ARTIKEL 3 hat daher bereits die 4. Auflage der Schattenübersetzung des Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention) der Vereinten Nationen veröffentlicht. Nun sind wieder Druckexemplare verfügbar, nachdem diese Ende 2025 ausgegangen waren, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 mitteilte.

Entscheidung des Landessozialgericht Berlin-Brandenburg zur Herabsetzung des Grades der Behinderung

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Statue Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Berlin (kobinet) Das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg hat in einem Urteil von Juni 2025 entschieden, dass ein nicht vollständig entfernter Tumor „erst recht“ für die Dauer von drei Jahren mit einem Grad der Behinderung (GdB) zu bewerten ist. Außerdem kann die zuständige Behörde den GdB nicht ohne nachweisbare medizinische Verbesserungen herabsetzen; sie ist dafür beweispflichtig. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Tina Deeken blickt auf bewegtes Parasportjahr 2025 zurück

Tina Deeken blickt auf's Wasser
Tina Deeken blickt auf’s Wasser
Foto: privat

Hannover (kobinet) „Mein Parasportjahr 2025“ hat Tina Deeken die beeindruckende Zusammenstellung ihres Wirkens im Jahr 2025 getitelt, die sie ins Internet eingestellt hat. Dabei reichen ihre Aktivitäten vom zur Jahreszeit passenden Eisschwimmen, über das Freiwasser-Schwimmen und Beckenschwimmen. Einige Triathlons sowie Läufe standen ebenfalls auf dem Programm ihres Sportjahres 2025. Wie umfassend sie jedoch aktiv ist, zeigen auch ihre ehrenamtlichen Aktivitäten, Presseberichte und vieles mehr.

Menschen mit Behinderung blicken überwiegend sorgenvoll auf 2026

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

BERLIN (kobinet) Eine aktuelle bundesweite Online-Befragung der Aktion Mensch zu den Wünschen und Erwartungen von Menschen mit Behinderung für 2026 zeigt, dass viele der Befragten mit Unsicherheit auf das neue Jahr blicken. Zwar geben 61 Prozent an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein, gleichzeitig blicken jedoch nur 37 Prozent der Befragten optimistisch auf das aktuelle Jahr. Die Mehrheit äußert Sorgen oder Unsicherheiten – vor allem in Bezug auf die Themen Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit. Die Umfrage-Ergebnisse unterstreichen den politischen Handlungsbedarf, um Teilhabe und soziale Sicherheit zu gewährleisten.

Bericht über das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen

Logo: Deutschlandradio Kultur
Deutschlandradio Kultur
Foto: Deutschlandradio Kultur

Leipzig (kobinet) In der Sendung Fazit des deutschlandradio kultur wurde das Angebot und die Hintergründe des Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen vorgestellt. Darauf hat Sabine Lohner, die eine WhatsApp-Gruppe mit dem Titel „Bücherwurm“ betreibt, in der regelmäßig Tipps für Hörbücher ausgetauscht werden. Hauptbestandteil des Zentrum für barrierefreies Lesen ist die Bereitstellung von Hörbüchern nicht nur für blinde und sehbehinderte Menschen, sondern mittlerweile auch für Menschen mit anderen Behinderungen, die Probleme beim Lesen haben.

Antwort auf Triage-Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus liegt vor

Abgeordnetenhaus Berlin
Abgeordnetenhaus Berlin
Foto: Peter Thieme

Berlin (kobinet) Die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat auf die schriftliche Anfrage der Abgeordneten Catrin Wahlen (GRÜNE) vom 4. Dezember 2025 zum Thema „Triage-Regelungen des Infektionsschutzgesetzes für verfassungswidrig erklärt: Was plant der Berliner Senat?“ geantwortet. Mittlerweile wurde diese auch ins Internet eingestellt. „Aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zieht der Senat die Schlussfolgerung, dass die Gesetzgebungskompetenz bei den Ländern liegt, und gemeinsam mit den übrigen Bundesländern möglichst einheitliche Regelungen für zukünftige Triage-Entscheidungen zu entwickeln sind“, heißt es u.a.

Nachgefragt: Wie erreichen wir mehr politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Hannover (kobinet) Noch immer ist politische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen keine Selbstverständlichkeit in Deutschland. In der aktuellen Folge „Nachgefragt – Wie erreichen wir mehr politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen?“ des h1 – Fernsehen aus Hannover diskutierte Moderator Christian Draheim mit Betroffenen über die Ursachen, aber auch darüber, was für eine gleichberechtigte Teilhabe erforderlich ist. Zudem berichtet Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) über das Projekt „Empowerment zur Selbstvertretung“, dass die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen fördern soll. Mandy Müller vom Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), Birger Höhn, Aktivist, Autor und Speaker, Lisa Beannitz, Studentin der Rechtswissenschaften und Lukas Hernicht, Botschafter für unterstützte Kommunikation, haben am Projekt teilgenommen und berichteten in der Sendung über ihre Erfahrungen. Die knapp einstündige Sendung wurde nun auf YouTube eingestellt.

Veranstaltung: Menschenrechte in der Krise. Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen? am 20. Januar 2026

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Foto: Susanne Göbel

Bremen (kobinet) „Menschenrechte in der Krise. Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“ So lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 20. Januar 2026 um 17.00 Uhr im Forum K in Bremen stattfindet und auf die das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen aufmerksam macht. „Klimaschutz und Inklusion müssen von Anfang an zusammen gestaltet werden. Es ist Zeit, dass die Lebenswirklichkeit von behinderten Menschen gleichwertiger Bestandteil der Klimadebatte wird. Hierzu haben wir in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen Andrea Schöne als Gastrednerin eingeladen. Sie ist freie Journalistin, Moderatorin, Autorin und politische Bildnerin und spricht aus Erfahrung und ihren Recherchen über die Barrieren, die sie selbst erlebt hat, und darüber, wie eine inklusive Klimapolitik aussehen kann“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

Politiker sieht unhaltbare Zustände an deutschen Bahnhöfen

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann – 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) Trotz wiederholter Abfragen in den vergangenen Jahren und zahlreicher Ankündigungen des Bundes bleibt das Tempo beim barrierefreien Umbau deutlich zu niedrig. Wenn die Deutsche Bahn weiterhin nur etwa 150 Bahnsteige pro Jahr barrierefrei umbaut, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis echte Barrierefreiheit erreicht ist. Allein um die fehlenden Bahnsteighöhen auszugleichen – bundesweit fehlen noch 28 Prozent – wären bei diesem Tempo fast 20 Jahre nötig. Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt in Deutschland seit 2009. Sören Pellmann, der Fraktionsvorsitzende der Bundestagspartei Partei DIE LINKE stellt in diesem Zusammenhang fest: „Dass wir zu Beginn des Jahres 2025 noch immer keine flächendeckende Barrierefreiheit erreicht haben, ist ein Armutszeugnis. Während Kommunen verpflichtet wurden, den Nahverkehr bis 2022 barrierefrei zu gestalten, bleibt der Bund beim Schienenverkehr deutlich hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück“.