FRECHEN (kobinet)
Die deutsche Para Ski-Mann-schaft freut sich.
Bald gibt es einen Wett-kampf in Deutsch-land.
Der Wett-kampf heißt: Welt-cup.
Ein Welt-cup ist ein Sport-wett-bewerb.
Bei einem Welt-cup kämpfen Sport-ler aus vielen Ländern gegen-einander.
Er findet in Finster-au statt.
Finster-au liegt in Bayern.
Der Wett-kampf beginnt am Mitt-woch.
Aber es gibt ein Problem.
Ein Gericht hat etwas entschieden.
Das Gericht heißt: CAS.
CAS ist ein Sport-gericht für die ganze Welt.
Wegen dem Urteil dürfen jetzt Sport-lerinnen und Sport-ler aus Russ-land mit-machen.
Auch Sport-lerinnen und Sport-ler aus Belarus dürfen mit-machen.
18 Sport-lerinnen und Sport-ler kommen aus Russ-land.
9 Sport-lerinnen und Sport-ler kommen aus Belarus.
Diese Sport-lerinnen und Sport-ler können sich noch für die Para-lympics quali-fizieren.
Die Paralympics sind Olympische Spiele für Menschen mit Behinderungen.
Quali-fizieren bedeutet: sich für etwas geeignet zeigen.
Die Para-lympics finden in Italien statt.
Der Deutsche Be-hinderten-sport-verband ist dagegen.
Die Ab-kürzung ist: DBS.
Der DBS findet die Ent-scheidung nicht gut.
Ein Be-hinderten-sport-verband ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen kümmern sich um Sport für Menschen mit Be-hinderung.
Idriss Gonschi-nska ist der neue Vor-stand vom DBS.
Er sagt: Wir verstehen die Ent-scheidung nicht.
Sport-lerinnen und Sport-ler aus Russ-land und Belarus sollen nicht mit-machen dürfen.
Gonschi-nska sagt auch: Wir müssen das Urteil akzep-tieren.
Aber wir finden es nicht richtig.
Es passt nicht zu unseren Werten.
Besonders für die Sport-lerinnen und Sport-ler aus der Ukraine ist das schlimm.
Akzep-tieren bedeutet: Du bist mit etwas einverstanden.
Du sagst ja zu etwas.
Hans-Jörg Michels ist der Präsi-dent vom DBS.
Auch er findet die Situation schwierig.
Er sagt: Seit Februar 2022 führt Russ-land Krieg gegen die Ukraine.
Der Krieg ist gegen das Völker-recht.
Völker-recht sind wichtige Regeln zwischen Ländern.
Diese Regeln sagen: So sollen Länder miteinander um-gehen.
Michels sagt: Bei Olympia und Para-lympics soll Frieden sein.
Das war immer so.
Russ-land hat diesen Frieden gebrochen.
Seit-dem hat sich nichts geändert.
Michels nennt noch mehr Probleme: Wir zwei-feln an den Doping-kontrollen in Russ-land.
Doping bedeutet: Ver-botene Medika-mente nehmen.
Diese Medika-mente machen stärker oder schneller.
Russ-land hat früher schon beim Doping betrogen.
Michels sagt: Wir brauchen fairen Sport.
Wir brauchen Sport ohne Doping.
Das ist für uns sehr wichtig.

Foto: Oliver Kremer / DBS
FRECHEN (kobinet) Die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft fiebert dem zweiten Heim-Weltcup in Folge entgegen, der ab kommendem Mittwoch, 14. Januar, im bayrischen Finsterau im Para Langlauf stattfindet. Die Vorfreude wird allerdings dadurch getrübt, dass nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS erstmals wieder Teilnehmende aus Russland und Belarus am Start sein werden – 18 aus Russland, neun aus Belarus – und sich damit noch für die Paralympischen Spiele in Italien qualifizieren können. Der Deutsche Behindertensportverband kritisiert diesen Schritt deutlich.
Kurz gesagt ()
Der DBSV kritisiert scharf die Zulassung russischer und belarussischer Athleten zum Para Langlauf-Weltcup in Finsterau durch ein CAS-Urteil. Für uns ist diese Entscheidung moralisch-ethisch nicht vertretbar und insbesondere für die ukrainischen Teilnehmenden unzumutbar, da sich seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nichts geändert hat. Zusätzlich bestehen weiterhin Zweifel an Transparenz der Klassifizierung und Verlässlichkeit der Dopingkontrollen – fairer Sport ist für uns unverzichtbar.
„Dass die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus beim anstehenden Para Skilanglauf-Weltcup in Finsterau möglich ist, ist für uns nur schwer nachvollziehbar“, sagt der neue DBS-Vorstand Idriss Gonschinska und fügt an: „Das Urteil des höchsten Sportgerichtshofs in Verbindung mit einer Mehrheitsentscheidung der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees haben wir zu akzeptieren, es widerspricht jedoch unserer moralisch-ethischen Grundhaltung, unseren sportlichen Wertvorstellungen – und ist aus unserer Sicht insbesondere für die Teilnehmenden aus der Ukraine unzumutbar.“
Auch für DBS-Präsident Hans-Jörg Michels ist der Sachverhalt schwierig. „Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat sich nichts geändert. Es war ein eklatanter Bruch des ungeschriebenen Gesetzes des bisher weltweit geachteten olympischen und paralympischen Friedens“, betont Michels, der in die Betrachtung noch weitere Aspekte hinzuzieht: „Weiterhin bestehen Zweifel an der Transparenz der Klassifizierung sowie an der Verlässlichkeit der Dopingkontrollen in den vergangenen Jahren, zumal Russland bereits vor dem Ausschluss durch systematisches Doping auffällig wurde. Ein nachprüfbar fairer und dopingfreier Sport ist für uns unverzichtbar.“

Foto: Oliver Kremer / DBS
FRECHEN (kobinet) Die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft fiebert dem zweiten Heim-Weltcup in Folge entgegen, der ab kommendem Mittwoch, 14. Januar, im bayrischen Finsterau im Para Langlauf stattfindet. Die Vorfreude wird allerdings dadurch getrübt, dass nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS erstmals wieder Teilnehmende aus Russland und Belarus am Start sein werden – 18 aus Russland, neun aus Belarus – und sich damit noch für die Paralympischen Spiele in Italien qualifizieren können. Der Deutsche Behindertensportverband kritisiert diesen Schritt deutlich.
Kurz gesagt ()
Der DBSV kritisiert scharf die Zulassung russischer und belarussischer Athleten zum Para Langlauf-Weltcup in Finsterau durch ein CAS-Urteil. Für uns ist diese Entscheidung moralisch-ethisch nicht vertretbar und insbesondere für die ukrainischen Teilnehmenden unzumutbar, da sich seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nichts geändert hat. Zusätzlich bestehen weiterhin Zweifel an Transparenz der Klassifizierung und Verlässlichkeit der Dopingkontrollen – fairer Sport ist für uns unverzichtbar.
„Dass die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus beim anstehenden Para Skilanglauf-Weltcup in Finsterau möglich ist, ist für uns nur schwer nachvollziehbar“, sagt der neue DBS-Vorstand Idriss Gonschinska und fügt an: „Das Urteil des höchsten Sportgerichtshofs in Verbindung mit einer Mehrheitsentscheidung der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees haben wir zu akzeptieren, es widerspricht jedoch unserer moralisch-ethischen Grundhaltung, unseren sportlichen Wertvorstellungen – und ist aus unserer Sicht insbesondere für die Teilnehmenden aus der Ukraine unzumutbar.“
Auch für DBS-Präsident Hans-Jörg Michels ist der Sachverhalt schwierig. „Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat sich nichts geändert. Es war ein eklatanter Bruch des ungeschriebenen Gesetzes des bisher weltweit geachteten olympischen und paralympischen Friedens“, betont Michels, der in die Betrachtung noch weitere Aspekte hinzuzieht: „Weiterhin bestehen Zweifel an der Transparenz der Klassifizierung sowie an der Verlässlichkeit der Dopingkontrollen in den vergangenen Jahren, zumal Russland bereits vor dem Ausschluss durch systematisches Doping auffällig wurde. Ein nachprüfbar fairer und dopingfreier Sport ist für uns unverzichtbar.“




