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DBS kritisiert internationale Entscheidungen

Junge Frau in Sportkleidung auf einem Stuhl sitzend, der auf Ski befestigt ist, unterewegs
Anja Wicker beim Wettkampf
Foto: Oliver Kremer / DBS

FRECHEN (kobinet) Die deutsche Para Ski nordisch-Nationalmannschaft fiebert dem zweiten Heim-Weltcup in Folge entgegen, der ab kommendem Mittwoch, 14. Januar, im bayrischen Finsterau im Para Langlauf stattfindet. Die Vorfreude wird allerdings dadurch getrübt, dass nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS erstmals wieder Teilnehmende aus Russland und Belarus am Start sein werden – 18 aus Russland, neun aus Belarus – und sich damit noch für die Paralympischen Spiele in Italien qualifizieren können. Der Deutsche Behindertensportverband kritisiert diesen Schritt deutlich.

Kurz gesagt ()

Der DBSV kritisiert scharf die Zulassung russischer und belarussischer Athleten zum Para Langlauf-Weltcup in Finsterau durch ein CAS-Urteil. Für uns ist diese Entscheidung moralisch-ethisch nicht vertretbar und insbesondere für die ukrainischen Teilnehmenden unzumutbar, da sich seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nichts geändert hat. Zusätzlich bestehen weiterhin Zweifel an Transparenz der Klassifizierung und Verlässlichkeit der Dopingkontrollen – fairer Sport ist für uns unverzichtbar.

„Dass die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus beim anstehenden Para Skilanglauf-Weltcup in Finsterau möglich ist, ist für uns nur schwer nachvollziehbar“, sagt der neue DBS-Vorstand Idriss Gonschinska und fügt an: „Das Urteil des höchsten Sportgerichtshofs in Verbindung mit einer Mehrheitsentscheidung der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees haben wir zu akzeptieren, es widerspricht jedoch unserer moralisch-ethischen Grundhaltung, unseren sportlichen Wertvorstellungen – und ist aus unserer Sicht insbesondere für die Teilnehmenden aus der Ukraine unzumutbar.“

Auch für DBS-Präsident Hans-Jörg Michels ist der Sachverhalt schwierig. „Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat sich nichts geändert. Es war ein eklatanter Bruch des ungeschriebenen Gesetzes des bisher weltweit geachteten olympischen und paralympischen Friedens“, betont Michels, der in die Betrachtung noch weitere Aspekte hinzuzieht: „Weiterhin bestehen Zweifel an der Transparenz der Klassifizierung sowie an der Verlässlichkeit der Dopingkontrollen in den vergangenen Jahren, zumal Russland bereits vor dem Ausschluss durch systematisches Doping auffällig wurde. Ein nachprüfbar fairer und dopingfreier Sport ist für uns unverzichtbar.“