Veröffentlicht am 29.12.2025 12:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Dr. Karl Quade im Jahr 2016 bei den Spielen in Rio Foto: Oliver Kremer / DBS
FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband und Nationales Paralympisches Komitee (DBS) trauern um eine der prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Para Sports: Dr. Karl Quade. Er ist am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie verstorben.
Veröffentlicht am 29.12.2025 08:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Jürgen Dusel am Rednerpult beim Jahresempfang 2025 Foto: dm/EU-Schwerbehinderung
Berlin (kobinet)
„Seit 2018 ist Jürgen Dusel Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) spricht er über problematische Debatten, unambitionierte Gesetzentwürfe und alltägliche Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen.“ So heißt es in der Einführung eines aktuellen Beitrags, den die Evangelische Zeitung mit dem Interview mit Jürgen Dusel veröffentlicht hat.
Veröffentlicht am 29.12.2025 08:12 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundesarbeitsgericht Foto: Bundesarbeitsgericht
Erfurt (kobinet) Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem Urteil von April 2025 entschieden, dass ein Arbeitgeber kein Präventionsverfahren durchführen muss, wenn er noch innerhalb der sechsmonatigen Wartezeit eine ordentliche Kündigung aussprechen will. Diese Entscheidung hat sich Henry Spradau genau angeschaut und hierzu einen Bericht für die kobinet-nachrichten verfasst.
Berlin (kobinet) Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat einen Podcast zur betrieblichen Ausbildung eines jungen Mannes mit der chronischen Erkrankung Morbus Crohn veröffentlicht. Es wird geschildert, wie dieser durch die Unterstützung von Familie, Ausbildungsbetrieb und der Handwerkskammer Cottbus seine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker meistert. Darauf hat Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 28.12.2025 09:56 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Logo des zdf Foto: Pixabay/2247188
MAINZ (kobinet) Der Weg zur Barrierefreiheit ist in Deutschland wohl kaum mit einer gut ausgebauten Autobahn zu vergleichen, vielleicht nicht einmal mit einer wichtigen Bundesstraße. Wer sich für die Entwicklung barrierefreier Bedingungen interessiert, wird immer wieder einmal Fortschritte hinsichtlich der Barrierefreiheit finden, jedoch mindestens ebenso häufig das Argument hören: „Barrierefreiheit ist zu teuer, das können wir uns nicht leisten.“ Gerade unter dem Aspekt des „zu teuer seins“, sollten sich jene, welche dieser Meinung sind, aber auch einmal die Sendungen „Hammer der Woche“ des Zweiten Deutschen Fernsehens – zdf ansehen.
Veröffentlicht am 28.12.2025 09:24 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Ein Los für das gute Gewissen Foto: Ralph Milewski
BERLIN (kobinet) Eine Ausbildungsstelle zu finden und eine Ausbildung beginnen zu können, das ist für Jugendliche mit Behinderung nicht ganz so einfach. Hierzu ist eine gute Vorbereitung auf diesen Schritt einfach unumgänglich. Deswegen solltest du dich gut vorbereiten. Der Familienratgeber der Aktion Mensch hat dazu eine Übersicht mit vielen Ratschlägen und Hinweisen zusammengestellt.
Veröffentlicht am 28.12.2025 09:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK hat seine Mitglieder zu ihren Erfahrungen mit dem Sozialstaat befragt. Die Ergebnisse zeigen: Die Bewertung fällt zwar differenziert aus, insgesamt überwiegt jedoch eine kritische Sicht auf die Funktionsweise und Transparenz des Sozialstaats sowie auf die Frage der Gerechtigkeit in Deutschland. Zentrale Erkenntnisse der Befragung sind: Grundsätzlich besteht eine hohe Erwartung an einen leistungsfähigen Sozialstaat. Die VdK-Mitglieder wünschen sich einen leistungsfähigen und gut zugänglichen Sozialstaat. Allein, die Realität sieht anders aus: Die durchschnittliche Zustimmung zur Aussage „Der Sozialstaat ist leistungsfähig“ liegt nur im mittleren Bereich auf einer Skala von 1 bis 10. Zudem seien für viele die Sozialleistungen zu kompliziert.
Veröffentlicht am 27.12.2025 10:50 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain
WINTERTTHUR (kobinet) Der Schweizerische Hörbehindertenverband sonos hat zum Jahresende sein Lernmodul „Europa“ vorgestellt. Mit diesen Modulen sind die Namen verschiedener Länder aus Europa in Gebärdensprache zu lernen. Zugleich kann man entdecken, wie man „Niederlande“, „Deutschland“, „Frankreich“ und viele andere Länder in DSGS gebärdet. Das Lernmodul „Europa“ ist Teil unserer Reihe mit Ländernamen. Die einzelnen Lektionen sind nach Kontinenten gegliedert. Neben Europa werden auch Lektionen zu Amerika, Afrika und Asien folgen.
Auf dieser Internetseiteist mehr darüber zu erfahren.
Veröffentlicht am 27.12.2025 08:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Assistenzhund Yascha Sherlock Foto: ISL
Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen aktuellen Forschungsbericht (Nr. 671, November 2025) vorgelegt, der in § 12k des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (BGG) zur Auswertung der Neuregelungen zu Assistenzhunden vorgesehen wurde. Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen notwendige, ja unentbehrliche Helfer und Begleiter im Alltag, um am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen zu können. Das schreibt Henry Spradau in seinem Bericht zum Thema für die kobinet-nachrichten.
Veröffentlicht am 24.12.2025 12:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cartoon von Phil Hubbe mit rollstuhlnutzendem Weihnachtsmann auf dem Rolliparkplatz für den rollinutzenden Osterhasen Foto: Phil Hubbe
Kassel (kobinet) Mit einem Cartoon von Phil Hubbe, den dieser mit herzlichen Grüßen für besinnliche Weihnachtsfeiertage und den besten Wünschen für 2026 an die kobinet-nachrichten geschickt hat, wünscht das Team der kobinet-nachrichten seinen Leser*innen schöne Feiertage. Mögen die kobinet-Leser*innen während der kommenden, hoffentlich erholsamen Tage, nicht mit unnötigem Stress konfrontiert werden. Der schon in die Jahre gekommene, mittlerweile einen Rollstuhl nutzende, Weihnachtsmann muss im Cartoon von Phil Hubbe leider erleben, welche unsinnige Regelungen es zum Teil gibt. Er wird nämlich von einem Polizisten ermahnt, weil er auf einem Parkplatz geparkt hat, der nur für den rollstuhlnutzenden Osterhasen ausgezeichnet ist.
Veröffentlicht am 24.12.2025 08:17 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Willi’s Blick zur Weihnacht hält in der Dunkelheit der Zeit Ausschau nach „guten Mächten“ des Lichts! Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) In dieser sich verfinsternden Welt, seitens ihrer politischen Großmächte, besteht keine Aussicht auf friedliche Weihnacht. Wie auch, wenn sogar die sich aufstellende Großmacht Europa als selbst erklärte „Großmacht der Werte und der Moral“ zu ihrer Verteidigung auf Abschreckung durch Massenvernichtung setzt. Und sich mit dieser Bereitschaft zur kriegerischen Massentötung mit der „zu bekämpfenden Macht des Bösen“ gleichsam komplizenhaft auf eine Stufe stellt. In diesem unfriedlichen Geist, mit dieser feindseligen Mentalität, ist die persönliche Erfahrung, ein inneres Empfangen der weihnachtlichen Botschaft, unmöglich: „Euch ist ein Kind geboren, der Heiland …“
DRESDEN (kobinet) Im Auftrag des Landestourismusverbands Sachsen erstellt gegenwärtig die dwif-Consulting GmbH derzeit eine Campingstudie für den Freistaat Sachsen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Studie ist eine Online-Befragung zum Campingangebot in Sachsen. Sachsen ist eines jener Bundesländer mit insgesamt breitem Angebot für all jene, die ohne Barrieren ihre Ausflüge und Urlaubsaufenthalte erleben möchten. So ist es völlig berechtigt wenn sich auch Campingfreunde an dieser Umfrage beteiligen, die möglichst barrierefreie Bedingungen für ihre Reisen wünschen und benötigen. Bei dieser Umfrage ist zu beachten, dass auch Standplätze an Gastgewerbe- und Freizeiteinrichtungen sowie kommunal geführte Reisemobilstellplätze Zielgruppe der Befragung sind und nicht nur klassische Campingplätze.
Veröffentlicht am 23.12.2025 10:20 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des Martinsclub Bremen Foto: MC Bremen
BREMEN (kobinet) Nun, da das Jahr 2025 seinem Ende entgegengeht, hat der Martinsclub Bremen mit einem Blick zurück auf das vergangene Jahr geblickt und Bilanz dazu gezogen was bei ihm los war und welche Themen und Projekte in seiner Arbeit auf der Tagesordnung standen.
Veröffentlicht am 23.12.2025 10:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Mit rund 1,6 Millionen Euro fördert das Land Baden-Württemberg sechs innovative Televisite-Projekte sowie eine wissenschaftliche Gesamtevaluation. Ziel ist es, ärztliche Betreuung direkt in die Pflegeeinrichtungen zu bringen, Wege zu sparen und die Versorgung pflegebedürftiger Menschen spürbar zu verbessern. „Televisiten ermöglichen älteren Menschen mit Pflegebedarf eine medizinische Betreuung auf Augenhöhe – sicher von der gewohnten Umgebung aus. Das ist…“ wie Gesundheitsminister Manne Lucha feststellt „…ein echter Gewinn für die Betroffenen und die Pflege“. Die virtuellen ärztlichen Konsultationen ermöglichen es Pflegeeinrichtungen, modernste digitale Technik gezielt einzusetzen, ohne dass pflegebedürftige Menschen eine Arztpraxis aufsuchen müssen. Die Televisiten adressieren zentrale Herausforderungen der Langzeitpflege: eingeschränkte Mobilität der Pflegebedürftigen, Fachkräftemangel, Zeitdruck, Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Sektoren und eine effiziente Nutzung knapper Ressourcen. Gleichzeitig profitieren Pflegeeinrichtungen und Ärzteschaft von klaren Absprachen und besserer Zusammenarbeit.
Veröffentlicht am 23.12.2025 07:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Sharepic: Im Herbst der Reformen: Wo ist denn nur das BGG mit der Suche im Laubhaufen Foto: Juliane Harms mit KI
Berlin (kobinet) Auch wenn wir uns schon seit 16:03 Uhr des 21. Dezember 2025 im kalendarischen Winter befinden, erinnert sich vielleicht noch der eine oder die andere an den großspurig angekündigten Herbst der Reformen. Wenn man sich nicht mehr daran erinnert, auch nicht schlimm, denn aus behindertenpolitischer Perspektive kann man die letzten drei Monate mit dem Spruch „Ohne Spesen nichts gewesen“ abhaken. Denn nach der bereits für den Sommer angekündigten Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) mit Regelungen für mehr Barrierefreiheit auch im privaten Bereich, stolperte die Bundesregierung auch durch den sogenannten Herbst der Reformen, so dass der für den 17. Dezember 2025 anvisierte Beschluss des Kabinetts für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz wieder einmal ausfiel. Folgt dem missglückten Sommer der ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung und dem sogenannten Herbst der Reformen nun der eiskalte Winter einer schon im Ansatz missglückten Reform für mehr Barrierefreiheit? Fragen über Fragen zum Ende eines verlorenen Jahres für eine zukunftsweisende Behindertenpolitik, findet kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.
Veröffentlicht am 23.12.2025 07:38 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Bonn (kobinet) Nach bereits drei erfolgreichen Durchgängen startet das Programm InklusionsGuides des Hildegardis-Vereins mit einer neuen Gruppe in die vierte Guidancephase. Beim hybriden Auftaktseminar in Bonn kamen am 18. und 19. Dezember 2025 40 Personen aus den teilnehmenden Institutionen, die diesjährigen InklusionsGuides sowie das Team des Hildegardis-Vereins zusammen, um gemeinsam in das Guidancejahr zu starten und Grundlagen der Zusammenarbeit zu vereinbaren.
Veröffentlicht am 23.12.2025 07:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover der Dokumentation zu den Rechten älterer Menschen Foto: DIMR
Berlin (kobinet) „Rechte älterer Menschen: Schutz vor Gewalt – Pflege und Unterstützung – Debriefing“, so lautet der Titel einer Dokumentation, die das Deutsche Institut für Menschenrechte zum Jahresende veröffentlicht hat. „Die Publikation dokumentiert die insgesamt drei Fachgespräche zu den Rechten älterer Menschen, die das Deutsche Institut für Menschenrechte 2024 und 2025 durchgeführt hat. Im Zentrum standen dabei die Themen ‚Gewalt gegen ältere Menschen‘ sowie ‚Pflege und Unterstützung älterer Menschen‘. Darüber hinaus gibt die Dokumentation einen Ausblick auf den weiteren internationalen Prozess, mit dem die Vereinten Nationen die Rechte Älterer stärken wollen“, heißt es in der Ankündigung der Dokumentation, die kostenfei auf der Internetseite des Deutschen Institut für Menschenrechte heruntergeladen werden kann.
Veröffentlicht am 23.12.2025 06:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) empfiehlt den halbstündigen ME/CFS-Podcast „Grenzen der Autonomie“ von Jana Petersen, einer Betroffenen (vom 21.12.2025 in Deutschlandfunk „Essay und Diskurs“).
Veröffentlicht am 22.12.2025 11:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
gb Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
HANNOVER (kobinet) Um das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken, hat das Land Niedersachsen den sogenannten Assistenzleistungsfonds ab dem 01. Januar 2026 für die nächsten sechs Jahre verlängert und gleichzeitig neu aufgestellt. So wurde der anspruchsberechtigte Personenkreis erweitert, wodurch jetzt auch kommunale Behindertenbeauftragte und Mitglieder aller kommunalen Behindertenbeiräte Leistungen aus dem Fonds erhalten können. Ziel dieses Fonds ist es, dass mehr Menschen mit Behinderungen in Vereinen, Parteien und Gremien Verantwortung übernehmen und durch ihr Engagement ihre persönliche Perspektive in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen.
Veröffentlicht am 22.12.2025 10:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sophie Dziadek – die erste „Special Olympics Sportler*in des Jahres“ Foto: Alexander Hassenstein/gettyimages for Deutsche Telekom AG
BADEN-BADEN (kobinet) Sophie Dziadek heißt die erste „Special Olympics Sportlerin des Jahres“. Die aus Bayern stammende Short Track Athletin wurde im Rahmen der renommierten Wahl „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden ausgezeichnet. Das ist ein historischer Moment für die Anerkennung und Sichtbarkeit von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren sportlichen Leistungen. Die neue Kategorie wurde auf Initiative der Deutschen Telekom eingeführt. Zehn Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Sportarten waren zuvor für die Auszeichnung nominiert worden. Eine prominent besetzte Jury aus Sport, Politik, Medien und Partnerorganisationen wählte Dziadek zur Gewinnerin. Die Ehrung würdigt ihre beeindruckenden sportlichen Erfolge im Short Track ebenso wie ihre persönliche Entwicklung und ihr Engagement als Athletin von Special Olympics.
Veröffentlicht am 22.12.2025 09:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Juliane Harms Foto: bifos
Berlin (kobinet) Um Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen, die in Gremien und in der Politik aktiv sind, geht es einem Projekt des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos). Am 31. Dezember 2025 wäre das ursprünglich auf drei Jahre angelegte Projekt fast zu Ende, so dass kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit der Projektleiterin Juliane Harms über ihre Eindrücke, Erfolgsrfaktoren und weitere Pläne sprach. Dabei erfuhr er, dass es dank der Unterstützung durch die Aktion Mensch gelungen ist, eine Verlängerung des Projektes zu ermöglichen, so dass auch 2026 das Thema Empowerment sowie die Selbstvertretung behinderter Menschen beim bifos eine wichtige Rolle spielen wird und kann.
Veröffentlicht am 22.12.2025 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Protest für Erhalt von ZEDISplus in Hamburg Foto: privat
Hamburg (kobinet) Das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) Hamburg soll nach Plänen des Hamburger Senats und der Wissenschaftsbehörde zum Jahresende schließen. Bereits zum 1. August 2025 haben sich 150 Wissenschaftler:innen aus Deutschland und der internationalen Fachgemeinschaft in einem Offenen Brief für den Erhalt der des ZeDiSplus und den Arbeitsbereich an der Universität zu Köln ausgesprochen. Auch die internationale Forschungsstelle Disability Studies (iDiS) und zugehörige Professur „Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies“ sollen nach Plänen der Universität zu Köln 2026 geschlossen werden. Dr. Bertold Scharf, Mitglied im Vorstand des Vereins Disability Studies Deutschland, erklärt hierzu: „Mit der Weigerung, das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) weiter zu finanzieren, demontieren der Hamburger Senat und die Wissenschaftsbehörde eine bundesweit einzigartige Institution – und nehmen damit bewusst in Kauf, einen zentralen Ort der institutionellen Repräsentanz von Menschen mit Behinderung in der Wissenschaft zu verlieren.“ Aktive des Vereins Disability Studies Deutschland übergaben vor kurzem den Appell zum Erhalt des Zentrums für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) an die Hamburger Wissenschaftssenatorin Blumenthal.
Veröffentlicht am 22.12.2025 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des Buches Der Füßler Foto: Julius Südhof
Kassel (kobinet) Julius Südhoff ist ein Autor mit fortschreitender Muskelerkrankung. Anfang Dezember 2025 ist seine Satire „Der Füßler“ erschienen. Der Band gibt der Enttäuschung über zähe Fortschritte in der Inklusion und über weiterhin bestehende Barrieren Raum. Mit dem Buch unternimmt er den Versuch, einen Kreislauf sichtbar zu machen: Barrieren und verfestigte Rollenbilder führen zu mangelnder Sichtbarkeit im gesamtgesellschaftlichen Raum, was wiederum gut gemeinte, aber oft wenig zielführende Bevormundung durch Nicht-Betroffene begünstigt, wie er den kobinet-nachrichten mit dem Hinweis auf seine Satire mitteilte. Entstanden ist eine Artbeschreibung des „laufenden“ Teils der Bevölkerung, die satirisch zugespitzt den genannten Kreislauf umdreht.
Veröffentlicht am 22.12.2025 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Dr. Brigitte Schumann Foto: Bildungsklick
Düsseldorf (kobinet) Mit der Einflussnahme privater Stiftungen auf die datenbasierte Steuerung des Bildungssystems hat sich die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann noch kurz vor Weihnachten beschäftigt. „Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, gemeinsam mit den Ländern die datenbasierte Unterrichts- und Schulentwicklung für die nächste Dekade zu etablieren. Welche Rolle spielen dabei private Stiftungen wie die Wübben Stiftung Bildung und die Bertelsmann Stiftung?“ Dieser und anderen Fragen geht Brigitte Schumann in ihrem Beitrag nach, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.
Veröffentlicht am 21.12.2025 16:59 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne
Fly like an Igel Foto: Michi Schmitt
Villmar-Weyer (kobinet) Machen wir uns nichts vor! Der Kampf um die Deutungshoheit des Begriffes Inklusion ist verloren. In Krisenzeiten wie diesen gehen Kulturkämpfe immer so aus. Die rechtskonservative Mitte gewinnt, die linksliberalen Spinner- und Aktivist*innen haben das Nachsehen.
Die UN-BRK wird als eines der großen Missverständnisse des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen. Diese apokalyptische These stellt Stephan Laux in seiner Jahresabschlusskolumne auf. Lesen Sie selbst:
Veröffentlicht am 21.12.2025 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover der 300. Episode des IGEL-Podcast und der 30. Sonntag trifft IGEL Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Vom Kabuff zur Community – Wie aus einer Idee ein Inklusionspodcast wurde“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, die 300. Episode des IGEL-Podcast. Diese ist zugleich auch die 30. Ausgabe der Reihe „Sonntag trifft IGEL“, bei der sich Jennifer Sonntag und Sascha Lang mit aktuellen Fragen beschäftigen, die behinderte Menschen und vor allem die beiden bewegen. Dieses Mal geht es unter anderem um Weihnachten.
Veröffentlicht am 21.12.2025 06:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Kobinet Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Berlin (kobinet) Eine entscheidende Verbesserung des Angebots der kobinet-nachrichten konnte deren Techniker Tom Kallmeyer in diesem Jahr mit der automatisierten und sehr schnellen Übersetzung der Beiträge in verständlichere Sprache mittels Künstlicher Intelligenz (KI) erreichen. Dank seiner ehrenamtlichen Arbeit in Hunderten von Stunden können die kobinet-nachrichten nun auch Menschen mit sprachlichem Unterstützungsbedarf besser lesen. Nun können diese Nachrichten in verständlicherer Sprache, die bei den einzelnen Beiträgen angeklickt werden können, auch direkt verlinkt werden. Zudem können diese auch auf anderen Internetseite direkt im RSS-Feed eingebunden werden. „Ich freue mich, dass die Nachrichten in verständlicherer Sprache gut angenommen und nun noch besser und vor allem einfacher verbreitet werden können“, berichtet Tom Kallmeyer vom Team der kobinet-nachrichten.
Veröffentlicht am 21.12.2025 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies Foto: BODYS
Bochum (kobinet) „Manchmal ist der Blick zurück ein Blick nach vorn – ermutigend, stärkend und inspirierend. In diesem Sinne verabschiedet BODYS das Jahr mit einer neuen Ausgabe seines DS Review: Disability Studies Review 7: Selbstbestimmung und Selbstorganisation https://www.bodys-wissen.de/beitrag-anzeigen/eine-neue-ausgabe-ds-review-ist-da.html„, so heißt es in der Ankündigung der neuesten Ausgabe des DS Review mit interessanten Beiträgen rund um die Disability Studies, die vom Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) nun veröffentlicht wurden.
Veröffentlicht am 20.12.2025 10:13 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Gerhard Bartz Foto: privat
Mulfingen (kobinet) Seit vielen Jahren mischt Gerhard Bartz beim Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) mit und berät immer noch behinderte Menschen, die ihre Assistenz selbst organisieren oder dies wollen. Nach dem Tod von Elke Bartz, die ForseA entscheidend vorangetrieben hatte, übt er die Funktion des Vereinsvorsitzenden nunmehr schon seit 17 Jahren aus. Zudem mischt Gerhard Bartz schon seit vielen Jahren bei den kobinet-nachrichten mit, auch wenn seine Beiträge in letzter Zeit rar wurden. „Es gibt halt immer wieder was anderes zu tun und Computerprobleme werfen einen zuweilen auch aus der Bahn“, berichtete er kürzlich. Heute hat Gerhard Bartz allen Grund, die Arbeit ruhen zu lassen, denn er kann seinen 75. Geburtstag begehen. Das Team der kobinet-nachrichten gratuliert dem langjährigen Kollegen und Streiter für die Rechte behinderter Menschen sowie für eine selbstbestimmte Assistenz ganz herzlich zum 75. Geburtstag.
Veröffentlicht am 20.12.2025 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des Roman: Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung Foto: EDITION NAUTILUS
Mainz / Vallendar (kobinet) Wer noch auf den letzten Metern ein Geschenk sucht, kann einen besonderen Roman unter den Weihnachtsbaum legen. Gerade in Zeiten, wo viele Grenzen überschritten werden, bietet der Roman von Karsten Krampitz einen inspirativen Resonanzraum, ein Feuerwerk von Geschichten aus dem Leben der geschichtsträchtigen Zeit der DDR-Vergangenheit. Matthias Rösch und Sandra Niggemann haben den Roman „Gesellschaft mit begrenzter Hoffnung“ gelesen, waren bei einer Lesung in Frankfurt und haben nun hierzu folgende Rezension für die kobinet-nachrichten verfasst:
Veröffentlicht am 20.12.2025 05:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Oberhausen (kobinet) „Defekte Rolltreppen und kaputte Aufzüge am Bahnsteig, kaum behindertengerechte Toiletten, Blindenleitsysteme, die ins Leere führen, zugeparkte Gehwege: Die Hürden für behinderte Menschen in Oberhausen sind groß. Das will die Stadt ändern. Der erste Schritt: die Entwicklung einer App, die alle Schwachstellen aufdeckt. Dafür ist jetzt die Unterstützung möglichst vieler Betroffener gefragt.“ So heißt es in einem Beitrag der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), auf den die kobinet-Redaktion von einer Leserin aufmerksam gemacht wurde.
Veröffentlicht am 19.12.2025 12:55 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo LWL Foto: LWL Landesverband Westfalen Lippe
MÜNSTER (kobinet) Die Sozialstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) fördert sechs soziale Projekte, so unter anderem in Warstein (Kreis Soest) und in Paderborn. Dafür hat der Aufsichtsrat der Stiftung insgesamt rund 1,3 Millionen Euro bewilligt. Ein Schwerpunkt der sechs Förderprojekte liegt auf digitalen Lösungen für mehr Teilhabe und Entlastung im Alltag. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Schutz vor Diskriminierung. Mit dem Projekt „Ich mach mich stark!“ („STORM“) führt das Institut für Teilhabeforschung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Deutschland ein niedrigschwelliges Kursprogramm für Erwachsene mit intellektueller Beeinträchtigung ein. Parallel will die Stiftung mit einer neuen Sonderförderung „Mobilitätsentwicklung für Menschen mit Behinderung“ einen weiteren zentralen Bereich der Inklusion stärken. Diese Sonderförderung soll modellhafte, übertragbare Ansätze für nachhaltige und inklusive Mobilitätslösungen in Westfalen-Lippe unterstützen, individuelle Selbstständigkeit fördern und damit die Teilhabe an Arbeit, Bildung, Kultur und sozialem Leben verbessern. Für das Jahr 2026 steht ein Fördertopf von einer Million Euro zur Verfügung.
Staufen (kobinet) So stellt sich ein Todesfall in der Nachbarschaft für Silvia und mich rückblickend dar. Der plötzliche Tod unseres Nachbarn P. E., dessen Invalidität von einem nicht selbst verursachten Autounfall herrührte. In der Adventszeit 2021 wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seine kleine Mietwohnung war der letzte noch bewohnbare Teil eines bereits im Umbau befindlichen Altbaus im Staufener „Hinterstädtchen“. Der neue Hauseigentümer wollte nicht länger mit den Abriss- und Umbauarbeiten warten. Der Tote wurde erst Tage nach seinem Ableben entdeckt. Nach Abschluss der Bau- und Renovierungsarbeiten konnten die drei Wohnungen des nunmehr schmucken Altstadthauses zu einem stattlichen Mietpreis an zahlungskräftige Interessenten neu vermietet werden. – Es folgt die dem vorangegangene traurige Adventsgeschichte. Ein „Best of kobinet“ vom Dezember 2022.
FREIBURG (kobinet) Die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) hat jetzt die Bilanz ihrer Tätigkeit im Jahr 2025 vorgelegt und auf erste Vorhaben des Jahres 2026 verwiesen. Diese Gesellschaft ist ein aktiver, lebendiger, wachsender Verband, der aktuell etwas mehr als 3.100 Mitglieder hat und sich in seiner Arbeit auf viele Aktive stützt, die sich in der DCIG bei den Veranstaltungen, bei den Landesverbänden, den Selbsthilfegruppen und vielem mehr engagieren.
Veröffentlicht am 19.12.2025 09:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Manja Schultz bei der Vorstellung ihres Weges im Arbeitsleben Foto: privat
Lübeck (kobinet) Für Manja Schultz war das Jahr 2025 ein richtig gutes Jahr. Das haben Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion des NETZWERK ARTIKEL 3 sofort gespürt, als sie sich mit der engagierten Frau an den Tisch in einem Lübecker Cafè setzten. Es hat geklappt, Manja Schultz ist der Sprung von der Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Unterstützung des Budget für Arbeit gelungen.
Veröffentlicht am 19.12.2025 08:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ausrufezeichen rot Foto: ht
Düsseldorf (kobinet) Die Stadt Essen hat angekündigt, ihre Bürger*innen ab dem kommenden Jahr an Rettungswageneinsätzen finanziell zu beteiligen, da die Krankenkassen ihrerseits entschieden hätten, die Kosten dann nicht mehr komplett zu übernehmen. „Das darf so nicht kommen und kann kein Beispiel sein für weitere Städte und Kommunen in NRW“, mahnt Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD Nordrhein-Westfalen (NRW) und betont: „Wir als Sprachrohr von älteren, pflegebedürftigen, behinderten und chronisch kranken Menschen sagen klipp klar: Niemand sollte Angst haben müssen, den Notarzt zu rufen. Ein Zögern, etwa aus Sorge vor möglichen Folgekosten für den Fall, dass der Einsatz als Fehlfahrt gewertet werden könnte, kann lebensgefährlich sein.“
Veröffentlicht am 19.12.2025 08:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Budget, Geldscheine Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) warnt eindringlich vor den massiven Auswirkungen des Kabinettsbeschlusses zur Reform der Grundsicherung. Die vorgesehenen Änderungen gefährden nach Ansicht des Verbands zentrale Fortschritte bei sozialer Teilhabe, Inklusion und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sowie psychischer Erkrankung.
Nürnberg (kobinet) Eine Auslandserfahrung steigert die Chancen am Arbeitsmarkt. Doch bei der Planung stoßen Menschen mit Behinderungen oft auf Barrieren. Für mehr Chancengleichheit sorgt jetzt die Bundesagentur für Arbeit mit einem neuen Projekt, mit dem Inklusion gefördert werden soll. Damit können sich Menschen mit Behinderungen, die gerne mal im EU-Ausland arbeiten würden, online über die Regelungen vor Ort informieren.