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Martinsclub Bremen zieht Bilanz

Logo des Martinsclub Bremen
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Foto: MC Bremen

BREMEN (kobinet) Nun, da das Jahr 2025 seinem Ende entgegengeht, hat der Martinsclub Bremen mit einem Blick zurück auf das vergangene Jahr geblickt und Bilanz dazu gezogen was bei ihm los war und welche Themen und Projekte in seiner Arbeit auf der Tagesordnung standen.

Kurz gesagt ()

Der Martinsclub Bremen hat 2025 mehrere wichtige Projekte vorangetrieben: Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels organisierte der Verein eine inklusive Jobmesse und strukturiert Stellen neu, um Menschen mit Behinderung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig entstehen zwei neue Gebäude – eine moderne Geschäftsstelle in der Neustadt (Eröffnung im Frühjahr) und ein umgebauter Scheunenstandort im Klimaquartier Ellener Hof. Mit Projekten wie "Teile deine Zeit" und "Bring Dich ein" setzt der Martinsclub seinen Schwerpunkt auf gesellschaftliche und demokratische Teilhabe für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.

Ein Dauerthema im Sozialwesen war auch beim Martinsclub in Bremen der Mangel an Fachpersonal. „Dies ist ein gesellschaftliches Problem, viele Berufszweige haben damit zu tun“, gibt Jessica Volk, Vorständin des Martinsclub, zu bedenken. „Wir sind aktiv dabei, dieses Problem zu bekämpfen. Erstens, indem wir selbst Fachkräfte ausbilden. Aber auch, indem wir öffentliche Impulse setzen.“ Etwa mit dem „Jobtag – sozial und inklusiv“, den der Martinsclub im Februar auf die Beine gestellt hatte. Die inklusive Ausbildungs- und Jobmesse bot zahlreichen sozialen Dienstleistern die Gelegenheit, Karrieremöglichkeiten und Ausbildungsplätze zu präsentieren und mit interessierten Fachleuten – und solchen, die es werden möchten – ins Gespräch zu kommen. Gesprächsrunden, Vorträge und Workshops zur Personalgewinnung rundeten das Branchentreffen ab. Personell beschreitet der Martinsclub neue Wege – und setzt dabei auf eine fortschrittliche, konsequent inklusive Methode. „Wir wollen als Arbeitgeber inklusiv werden. Menschen mit Behinderung haben Stärken und Fähigkeiten, die sie auf dem regulären Arbeitsmarkt wertvoll einsetzen können“, so Volk. Konkret geht es darum, Stellenprofile von Fachkräften neu zu strukturieren. Zeitraubende Aufgaben, die ohne spezielle Qualifikation von Dritten erledigt werden können, werden zu einer neuen Stelle zusammengefügt.

Nicht nur in den sozialen Strukturen, sondern auch im Stadtbild ist der Martinsclub präsent. Etwa in der Neustadt, wo die neue Geschäftsstelle kurz vor der Vollendung steht. „Als Verein und Arbeitgeber wachsen wir seit Jahren, das bisherige Gebäude ist zu klein geworden. Der Bau des neuen Gebäudes, das technisch und energetisch auf dem modernsten Stand ist, kam im abgelaufenen Jahr gut und sichtbar voran. Damit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt“, meint Vorstand Sebastian Jung. Die Eröffnung soll im Frühjahr stattfinden. Nach dem Umzug wird die bisherige Geschäftsstelle als Quartierszentrum für die Bremer Neustadt sowie als Veranstaltungszentrum weitergenutzt. In Osterholz rollten 2025 ebenfalls die Bagger an: Im Klimaquartier Ellener Hof baut der Martinsclub eine alte Scheune wieder auf. Im Oktober wurde das Richtfest gefeiert.

Kennzeichnend für die gesellschaftliche Teilhabe, die der Martinsclub für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ermöglicht, ist das breit gefächerte Angebot an Freizeit- und Bildungskursen. Herauszuheben ist hier das Projekt „Teile deine Zeit“, das behinderten Menschen den Zugang zum Ehrenamt erleichtert. Kulturelle Teilhabe wie gemeinsame Konzert-, Theater- und Museumsbesuche ermöglicht das Projekt „Mitmachen und Mitmischen“. In Osterholz wurde „Bring Dich ein“ an den Start gebracht: Kinder und Jugendliche können dabei demokratische Teilhabe hautnah erleben.