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Niemand sollte Angst haben müssen, den Rettungswagen zu rufen

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Foto: ht

Düsseldorf (kobinet) Die Stadt Essen hat angekündigt, ihre Bürger*innen ab dem kommenden Jahr an Rettungswageneinsätzen finanziell zu beteiligen, da die Krankenkassen ihrerseits entschieden hätten, die Kosten dann nicht mehr komplett zu übernehmen. "Das darf so nicht kommen und kann kein Beispiel sein für weitere Städte und Kommunen in NRW", mahnt Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD Nordrhein-Westfalen (NRW) und betont: "Wir als Sprachrohr von älteren, pflegebedürftigen, behinderten und chronisch kranken Menschen sagen klipp klar: Niemand sollte Angst haben müssen, den Notarzt zu rufen. Ein Zögern, etwa aus Sorge vor möglichen Folgekosten für den Fall, dass der Einsatz als Fehlfahrt gewertet werden könnte, kann lebensgefährlich sein."

„Wenn Städte in Nordrhein-Westfalen und Krankenkassen sich über die Finanzierung von Krankentransporten streiten, darf das nicht zulasten der Menschen und ihrer Gesundheit gehen“, fordert der SoVD NRW. Letztlich stehe auch das Land Nordrhein-Westfalen in der Pflicht. Die Landesregierung müsse schnell handeln und im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge eine Klärung der Kostenfrage befördern. „Ob ich die 112 wähle oder nicht, darf niemals ein Frage des Geldbeutels sein“, so Schrewe abschließend.