Lübeck (kobinet)
Manja Schultz hatte ein gutes Jahr 2025.
Susanne Göbel hat das gemerkt.
Ottmar Miles-Paul hat das auch gemerkt.
Die beiden arbeiten für ein Projekt.
Das Projekt heißt: Gute Nachrichten zur Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Alle Menschen können überall mit-machen.
Sie haben Manja Schultz getroffen.
Das Treffen war in Lübeck.
In einem Café.
Manja Schultz hat etwas Tolles geschafft.
Sie hatte früher einen besonderen Arbeits-Platz.
In einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Jetzt hat sie einen normalen Job.
Mit Sozial-Versicherung.
Eine Versicherung hilft dir bei Problemen.
Du zahlst jeden Monat Geld dafür.
Sie bekommt Hilfe durch das Budget für Arbeit.
Das bedeutet: Hilfe beim Arbeiten.
Der Weg zum neuen Job
Im Oktober 2024 war das noch ein Traum.
Manja war bei einem Mitmach-Camp.
Das Camp war zur Persönlichen Zukunfts-Planung.
Das bedeutet: Pläne für die eigene Zukunft machen.
Seit einigen Monaten arbeitet Manja richtig.
Sie bekommt ein richtiges Gehalt.
Sie ist eine Kollegin wie alle anderen.
Manja Schultz erzählt ihre Geschichte.
Sie erklärt: Wie kam es zu dem Job?
Der Job hat am 1. Juli 2025 angefangen.
Manjas eigene Geschichte
Hallo, mein Name ist Manja.
Ich erzähle euch meine Geschichte.
Ich habe in einer Werkstatt gearbeitet.
Jetzt habe ich einen normalen Job.
Mit dem Budget für Arbeit.
Mein Weg war nicht immer leicht.
Aber er hat sich gelohnt.
Der Anfang in der Werkstatt
Vor 13 Jahren habe ich angefangen.
Ich habe im Service-Kontor gearbeitet.
Das ist ein Büro.
Dort bekommt man Hilfe und Beratung.
Das war im Büro-Bereich.
Die Werkstatt war von der Diakonie.
Diakonie ist eine christliche Hilfs-Organisation.
Ich habe gern am Computer gearbeitet.
Ich habe Ordnung gemacht.
Ich habe Dinge organisiert.
Ich liebe Ordnung und Struktur.
Die Werkstatt war für mich sehr wichtig.
Dort fühlte ich mich sicher.
Ich konnte mich entwickeln.
In meinem eigenen Tempo.
Die Menschen dort glaubten an mich.
Auch wenn ich selbst nicht immer daran glaubte.
Schwere Zeiten
Es gab auch schwere Zeiten.
Manchmal dachte ich: Ich schaffe das nicht.
Aber ich bekam Hilfe.
Von Anleitern und Kolleginnen.
Auch von Therapeuten.
Ich lernte: Immer wieder aufstehen.
Ich lernte: Auf mich selbst achten.
Aus jedem Rück-Schritt lernte ich etwas.
Rück-Schritt bedeutet: Etwas klappt nicht so gut.
Der Wunsch nach mehr
Nach 9 Jahren merkte ich etwas.
In mir bewegte sich etwas.
Ich wollte mehr machen.
Ich wollte mehr Verantwortung haben.
Ich wollte mich weiter entwickeln.
Ich wagte einen neuen Schritt.
Ich bekam einen besonderen Arbeits-Platz.
Der Arbeits-Platz war in einer normalen Firma.
Ich arbeitete im Übergangs-Management.
Das bedeutet: Hilfe beim Wechsel von einer Sache zur anderen.
Zum Beispiel von der Schule in den Beruf.
Ich arbeitete auch in der Beruflichen Bildung.
Berufliche Bildung bedeutet: Man lernt etwas für den Beruf.
Das ist Wissen für die Arbeit.
Bei der Diakonie Nord Nord Ost.
Dort arbeitete ich mit fest angestellten Kollegen zusammen.
Ich fühlte mich als Teil vom Team.
Das war der Beweis: Ich kann das!
Weiter-Bildungen
Ich machte eine Weiter-Bildung.
Zur Peer-Begleiterin.
Das bedeutet: Ich helfe anderen Menschen.
Menschen in ähnlichen Situationen wie ich.
Ich half beim Projekt Zukunfts-Lotsen mit.
Zusammen mit Kollegen und Vertrauens-Personen.
Ich durfte andere Menschen begleiten.
Ich machte ihnen Mut.
Ich unterstützte sie auf ihrem Weg.
2023 machte ich noch eine Weiter-Bildung.
Zur grafischen Moderatorin.
Das bedeutet: Ich zeichne Bilder zu dem, was Menschen sagen.
In Besprechungen und Treffen.
In Persönlicher Zukunfts-Planung.
Die Weiter-Bildung dauerte 1 Jahr.
Das gab mir viel Selbst-Bewusstsein.
Selbst-Bewusstsein bedeutet: Vertrauen in mich selbst.
Ich lernte: Gedanken sichtbar machen.
Durch Bilder und Zeichnungen.
Ich lernte: Menschen durch Bilder unterstützen.
Ich sah klarer: Was sind meine Stärken?
Die Weiter-Bildung gab mir Mut.
Ich nutzte meine Stimme mehr.
Ich ging meinen Weg weiter.
Mehr Verantwortung
Im Übergangs-Management konnte ich viel machen.
Ich nutzte mein Organisations-Talent.
Das bedeutet: Ich kann gut Dinge planen und ordnen.
Ich brachte meine Kreativität ein.
Und meine Ideen.
Die Wertschätzung meiner Kollegen half mir.
Wertschätzung bedeutet: Anerkennung und Respekt.
Sie gab mir Halt.
Und Mut zum Weiter-Gehen.
Ich lernte: Meine Grenzen respektieren.
Rück-Schritte sind keine Niederlagen.
Sie sind Zeichen von Stärke.
Der große Tag
Am 1. Juli 2025 war es so weit!
Ich unterschrieb meinen Arbeits-Vertrag.
Für eine Stelle mit Sozial-Versicherung.
Das bedeutet: Ein normaler Job mit Versicherung.
Mit dem Budget für Arbeit.
Dieser Moment war unbeschreiblich.
Ich war überwältigt.
Ich weinte vor Glück.
Heute
Heute arbeite ich als Verwaltungs-Kraft.
Eine Verwaltungs-Kraft arbeitet im Büro.
Sie kümmert sich um Papiere und plant Termine.
Ich bin dankbar.
Für jeden Schritt auf meinem Weg.
Für jede Chance.
Für jedes Vertrauen.
Das mir geschenkt wurde.
Mein Wunsch
Ich wünsche mir etwas.
Mehr Betriebe sollen Menschen mit Behinderung einstellen.
Diese Menschen haben großes Potenzial.
Potenzial bedeutet: Du kannst noch etwas lernen.
Du kannst noch besser werden.
Betriebe sollen Türen öffnen.
Sie sollen Zutrauen schenken.
Sie sollen mit uns wachsen.
Inklusion ist kein Extra.
Inklusion ist ein Gewinn.
Für uns.
Für euch.
Für die ganze Gesellschaft.
Jetzt ist es Zeit etwas Neues zu beginnen.
Und dem Zauber vom Anfang zu vertrauen.
Manjas Engagement
Manja Schultz möchte anderen helfen.
Sie engagiert sich in einem Netzwerk.
Das Netzwerk ist für Persönliche Zukunfts-Planung.
Sie macht auch in einem anderen Netzwerk mit.
Das Netzwerk ist für behinderte Menschen.
Die auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten wollen.
Das bedeutet: Normale Jobs außerhalb von Werkstätten.
Manja gibt ihre Erfahrungen weiter.
Link zum Netzwerk Persönliche Zukunfts-Planung
Link zum Projekt Budget-Kompetenz
Das Projekt Budget-Kompetenz ist wichtig.
Dort tauschen sich behinderte Menschen aus.
Die nicht mehr in Werkstätten arbeiten wollen.
Informationen zum Budget für Arbeit
Die Aktion Mensch hat eine neue Broschüre gemacht.
Zusammen mit behinderten Menschen.
Die das Budget für Arbeit nutzen.
In der Broschüre steht: Wie funktioniert das Budget für Arbeit?
Das Foto
Das Foto von Manja Schultz ist in Suhl gemacht worden.
Am 21. November 2025.
Bei einer Fach-Tagung.
Das ist ein Treffen von Fach-Leuten.
Die Fach-Leute sprechen über ein bestimmtes Thema.
Von der BAG Unterstützte Beschäftigung.
BAG bedeutet: Bundes-Arbeits-Gemeinschaft.
Das ist eine große Gruppe.
Die Gruppe arbeitet in ganz Deutschland zusammen.
Manja hat in einem Workshop ihren Weg vorgestellt.
Ein Workshop ist ein Treffen.
Menschen arbeiten dort zusammen an etwas.
Mit einem selbst gemachten Plakat.
Der Workshop war vom Projekt Budget-Kompetenz.
Und von der BAG UB.
Mehr gute Nachrichten
Ihr wollt mehr gute Nachrichten zur Inklusion?
Auf der Internet-Seite vom NETZWERK ARTIKEL 3 gibt es mehr.

Foto: privat
Lübeck (kobinet) Für Manja Schultz war das Jahr 2025 ein richtig gutes Jahr. Das haben Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion des NETZWERK ARTIKEL 3 sofort gespürt, als sie sich mit der engagierten Frau an den Tisch in einem Lübecker Cafè setzten. Es hat geklappt, Manja Schultz ist der Sprung von der Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Unterstützung des Budget für Arbeit gelungen.
Während dem Mitmach-Camp zur Persönlichen Zukunftsplanung im Oktober 2024 war dieser Schritt noch ein zwar greifbares, aber noch fernes, Ziel für Manja Schultz. Nun kann sie bereits seit einigen Monat genießen, dass sie ein richtiges Gehalt ausgezahlt bekommt und eine gleichberechtigte Kollegin in ihrem Team ist. Im Folgenden schildert Manja Schultz, wie sie es zu der seit dem 1. Juli 2025 bestehenden Beschäftigung kam, welche Veränderungen sie erlebt hat und was der Schritt in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit einem Budget für Arbeit für sie bedeutet:
„Hallo
Mein Name ist Manja,
und ich möchte euch berichten,
wie ich den Schritt aus der Werkstatt
hin zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
mit dem Budget für Arbeit geschafft habe.
Mein Weg war nicht immer einfach –
aber er hat sich gelohnt.
Vor dreizehn Jahren begann ich im Service-Kontor
im Bürobereich der Werkstatt der Diakonie Nord Nord Ost.
Ich habe schon damals gern am PC gearbeitet,
Strukturen geschaffen, organisiert –
kurz gesagt: Ich habe Ordnung geliebt.
Aber was dort noch viel wichtiger war:
Ich hatte einen Ort der Sicherheit.
Einen Ort, an dem ich mich entwickeln konnte,
in meinem eigenen Tempo,
und an dem Menschen an mich glaubten,
auch wenn ich es selbst nicht immer tat.
Ich bin ehrlich:
Es gab in dieser Zeit tiefe Krisen.
Momente, in denen ich dachte,
ich schaffe das alles nicht.
Aber mit Unterstützung –
von Anleitern, Kolleginnen,
und auch durch therapeutische Begleitung –
habe ich gelernt, immer wieder aufzustehen.
Ich habe gelernt, auf mich zu achten,
und aus jedem Rückschritt etwas mitzunehmen.
Nach neun Jahren spürte ich:
Da bewegt sich etwas in mir.
Ich merkte, ich bin ‚aus meinen Schuhen rausgewachsen‘.
Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen,
mich weiterentwickeln –
und wagte schließlich den Schritt
auf einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz
im Übergangsmanagement und der Beruflichen Bildung der Diakonie Nord Nord Ost.
Dort arbeitete ich Seite an Seite mit hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen –
und ich fühlte mich von Anfang an als Teil des Teams.
Diese Erfahrung war für mich der Beweis:
Ich kann das!
Parallel machte ich eine Weiterbildung zur Peerbegleiterin
und half, gemeinsam mit Kolleginnen, Kollegen
und unseren Vertrauenspersonen,
das Projekt Zukunftslotsen mit aufzubauen.
In dieser Rolle durfte ich andere Menschen begleiten,
ihnen Mut machen,
und sie auf ihrem Weg zur Teilhabe im Arbeitsleben unterstützen.
2023 machte ich zusätzlich eine einjährige Weiterbildung zur grafischen Moderatorin in Persönlicher Zukunftsplanung –
und das gab mir noch einmal einen enormen Schub für mein Selbstbewusstsein.
Ich lernte, meine Gedanken und Ideen sichtbar zu machen,
Menschen durch Visualisierung zu unterstützen
und gleichzeitig selbst noch klarer zu sehen,
wo meine eigenen Stärken liegen.
Diese Weiterbildung hat mir Mut gemacht,
meine Stimme zu nutzen – und meinen Weg weiterzugehen.
In meinem Arbeitsbereich dem Übergangsmanagement
konnte ich mein Organisationstalent,
meine Kreativität
und meine Ideen noch mehr einbringen.
Die Wertschätzung meiner Kolleginnen und Kollegen
gab mir Halt
und Mut, meinen Weg weiterzugehen.
Ich habe gelernt,
meine Grenzen zu respektieren,
und Rückschritte nicht als Niederlagen,
sondern als Zeichen von Stärke zu sehen.
Und dann – am 1. Juli 2025 –
war es endlich so weit!
Ich konnte meinen Arbeitsvertrag
für eine sozialversicherungspflichtige Stelle
mit dem Budget für Arbeit unterschreiben.
Dieser Moment war unbeschreiblich –
ich war überwältigt
und ich weinte vor Glück.
Heute stehe ich hier
als Verwaltungskraft
und ich bin dankbar –
für jeden einzelnen Schritt,
für jede Chance,
und für jedes Vertrauen,
das mir auf diesem Weg geschenkt wurde.
Ich wünsche mir,
dass noch viel mehr Betriebe erkennen,
welch großes Potenzial Menschen mit Beeinträchtigungen haben.
Dass sie bereit sind, Türen zu öffnen,
Zutrauen zu schenken
und gemeinsam mit uns zu wachsen.
Denn Inklusion ist kein Extra –
sie ist ein Gewinn.
Für uns, für Sie –
und für die ganze Gesellschaft.
„Jetzt ist es Zeit, etwas Neues zu beginnen –
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“
Damit auch andere behinderte Menschen die Chance bekommen, sich weiterzuentwickeln, Persönliche Zukunftsplanungen zu machen und den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gehen, engagiert sich Manja Schultz u.a. im Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung. Sie macht auch im Netzwerk behinderter Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten (wollen) mit und gibt ihre Erfahrungen weiter.
Link zum Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung
Wie das Budget für Arbeit genau funktioniert, dazu hat die Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit behinderten Menschen, die das Budget für Arbeit nutzen, vor kurzem eine neue Broschüre herausgegeben.
Link zur Broschüre der Aktion Mensch zum Budget für Arbeit
Das Foto zum Text von Manja Schultz wurde in Suhl am 21. November 2025 bei der Fachtagung der BAG Unterstützte Beschäftigung gemacht als Manja Schultz ihren Weg anhand ihres selbst visualisierten Plakates in einem Workshop des Projektes BudgetKompetenz und der BAG UB vorgestellt hat.
Link zur BAG Unterstützte Beschäftigung
Wer Interesse an weiteren guten Nachrichten zur Inklusion hat, findet diese auf der Internetseite des NETZWERK ARTIKEL 3 unter: https://www.nw3.de/index.php/aktuelle-gute-nachrichten-zur-inklusion

Foto: privat
Lübeck (kobinet) Für Manja Schultz war das Jahr 2025 ein richtig gutes Jahr. Das haben Susanne Göbel und Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion des NETZWERK ARTIKEL 3 sofort gespürt, als sie sich mit der engagierten Frau an den Tisch in einem Lübecker Cafè setzten. Es hat geklappt, Manja Schultz ist der Sprung von der Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Unterstützung des Budget für Arbeit gelungen.
Während dem Mitmach-Camp zur Persönlichen Zukunftsplanung im Oktober 2024 war dieser Schritt noch ein zwar greifbares, aber noch fernes, Ziel für Manja Schultz. Nun kann sie bereits seit einigen Monat genießen, dass sie ein richtiges Gehalt ausgezahlt bekommt und eine gleichberechtigte Kollegin in ihrem Team ist. Im Folgenden schildert Manja Schultz, wie sie es zu der seit dem 1. Juli 2025 bestehenden Beschäftigung kam, welche Veränderungen sie erlebt hat und was der Schritt in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit einem Budget für Arbeit für sie bedeutet:
„Hallo
Mein Name ist Manja,
und ich möchte euch berichten,
wie ich den Schritt aus der Werkstatt
hin zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
mit dem Budget für Arbeit geschafft habe.
Mein Weg war nicht immer einfach –
aber er hat sich gelohnt.
Vor dreizehn Jahren begann ich im Service-Kontor
im Bürobereich der Werkstatt der Diakonie Nord Nord Ost.
Ich habe schon damals gern am PC gearbeitet,
Strukturen geschaffen, organisiert –
kurz gesagt: Ich habe Ordnung geliebt.
Aber was dort noch viel wichtiger war:
Ich hatte einen Ort der Sicherheit.
Einen Ort, an dem ich mich entwickeln konnte,
in meinem eigenen Tempo,
und an dem Menschen an mich glaubten,
auch wenn ich es selbst nicht immer tat.
Ich bin ehrlich:
Es gab in dieser Zeit tiefe Krisen.
Momente, in denen ich dachte,
ich schaffe das alles nicht.
Aber mit Unterstützung –
von Anleitern, Kolleginnen,
und auch durch therapeutische Begleitung –
habe ich gelernt, immer wieder aufzustehen.
Ich habe gelernt, auf mich zu achten,
und aus jedem Rückschritt etwas mitzunehmen.
Nach neun Jahren spürte ich:
Da bewegt sich etwas in mir.
Ich merkte, ich bin ‚aus meinen Schuhen rausgewachsen‘.
Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen,
mich weiterentwickeln –
und wagte schließlich den Schritt
auf einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz
im Übergangsmanagement und der Beruflichen Bildung der Diakonie Nord Nord Ost.
Dort arbeitete ich Seite an Seite mit hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen –
und ich fühlte mich von Anfang an als Teil des Teams.
Diese Erfahrung war für mich der Beweis:
Ich kann das!
Parallel machte ich eine Weiterbildung zur Peerbegleiterin
und half, gemeinsam mit Kolleginnen, Kollegen
und unseren Vertrauenspersonen,
das Projekt Zukunftslotsen mit aufzubauen.
In dieser Rolle durfte ich andere Menschen begleiten,
ihnen Mut machen,
und sie auf ihrem Weg zur Teilhabe im Arbeitsleben unterstützen.
2023 machte ich zusätzlich eine einjährige Weiterbildung zur grafischen Moderatorin in Persönlicher Zukunftsplanung –
und das gab mir noch einmal einen enormen Schub für mein Selbstbewusstsein.
Ich lernte, meine Gedanken und Ideen sichtbar zu machen,
Menschen durch Visualisierung zu unterstützen
und gleichzeitig selbst noch klarer zu sehen,
wo meine eigenen Stärken liegen.
Diese Weiterbildung hat mir Mut gemacht,
meine Stimme zu nutzen – und meinen Weg weiterzugehen.
In meinem Arbeitsbereich dem Übergangsmanagement
konnte ich mein Organisationstalent,
meine Kreativität
und meine Ideen noch mehr einbringen.
Die Wertschätzung meiner Kolleginnen und Kollegen
gab mir Halt
und Mut, meinen Weg weiterzugehen.
Ich habe gelernt,
meine Grenzen zu respektieren,
und Rückschritte nicht als Niederlagen,
sondern als Zeichen von Stärke zu sehen.
Und dann – am 1. Juli 2025 –
war es endlich so weit!
Ich konnte meinen Arbeitsvertrag
für eine sozialversicherungspflichtige Stelle
mit dem Budget für Arbeit unterschreiben.
Dieser Moment war unbeschreiblich –
ich war überwältigt
und ich weinte vor Glück.
Heute stehe ich hier
als Verwaltungskraft
und ich bin dankbar –
für jeden einzelnen Schritt,
für jede Chance,
und für jedes Vertrauen,
das mir auf diesem Weg geschenkt wurde.
Ich wünsche mir,
dass noch viel mehr Betriebe erkennen,
welch großes Potenzial Menschen mit Beeinträchtigungen haben.
Dass sie bereit sind, Türen zu öffnen,
Zutrauen zu schenken
und gemeinsam mit uns zu wachsen.
Denn Inklusion ist kein Extra –
sie ist ein Gewinn.
Für uns, für Sie –
und für die ganze Gesellschaft.
„Jetzt ist es Zeit, etwas Neues zu beginnen –
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“
Damit auch andere behinderte Menschen die Chance bekommen, sich weiterzuentwickeln, Persönliche Zukunftsplanungen zu machen und den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gehen, engagiert sich Manja Schultz u.a. im Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung. Sie macht auch im Netzwerk behinderter Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten (wollen) mit und gibt ihre Erfahrungen weiter.
Link zum Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung
Wie das Budget für Arbeit genau funktioniert, dazu hat die Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit behinderten Menschen, die das Budget für Arbeit nutzen, vor kurzem eine neue Broschüre herausgegeben.
Link zur Broschüre der Aktion Mensch zum Budget für Arbeit
Das Foto zum Text von Manja Schultz wurde in Suhl am 21. November 2025 bei der Fachtagung der BAG Unterstützte Beschäftigung gemacht als Manja Schultz ihren Weg anhand ihres selbst visualisierten Plakates in einem Workshop des Projektes BudgetKompetenz und der BAG UB vorgestellt hat.
Link zur BAG Unterstützte Beschäftigung
Wer Interesse an weiteren guten Nachrichten zur Inklusion hat, findet diese auf der Internetseite des NETZWERK ARTIKEL 3 unter: https://www.nw3.de/index.php/aktuelle-gute-nachrichten-zur-inklusion




