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Neues Jahr startet mit hoher Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Das neue Jahr startet mit einer hohen Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 2025 184.654 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 7.530 mehr als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum November 2025 als noch 184.235 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, stieg die Zahl im Dezember 2025 um 419 Personen an. Die Negativentwicklung der letzten Jahre wird besonders deutlich, wenn man in die Vor-Corona-Zeit zurückblickt. Im Dezember 2019 hatte die Agentur 152.975 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, über 30.000 weniger als sechs Jahre später.

Inwieweit die Bundesregierung diese anhaltend negative Entwicklung am Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen als Anlass für Reformen nimmt, steht immer noch nicht fest. Selbst die Reform des Werkstättensystems, in dem über 300.000 behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn arbeiten und mit einer jährlichen Vermittlungsquote von ca. 0,35 Prozent kaum Chancen auf eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen, lässt weiterhin auf sich warten. Diese war schon im Herbst 2023 nach der Veröffentlichung einer Studie zum Werkstattentgelt angekündigt worden.