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Zehn Prozent der Deutschen besitzen mehr als die Hälfte des Geldvermögens

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
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BERLIN (kobinet) Wie aus dem aktuellen Siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervorgeht waren im Jahr 2024 rund zwei Millionen Männer und rund 1,2 Millionen Frauen von einer hohen Überschuldungsintensität betroffen. Das sind zusammen rund 4,6 Prozent aller Erwachsenen. Anzahl und Anteil der überschuldeten Personen sind seit Jahren rückläufig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, wie die Bundesregierung einräumt, dass der aktuelle Rückgang auch auf eine Verkürzung der Speicherfristen für Restschuldbefreiungen von bisher drei Jahren auf nun sechs Monate zurückzuführen ist. "Ohne diesen statistischen Sondereffekt ist die Anzahl der Überschuldungsfälle im Jahr 2023 erstmals seit 2019 wieder leicht angestiegen", wie die Regierung die Zahlen konkretisiert.

Familiengründung, Hausbau und berufliche Positionierung bergen finanzielle Risiken, so wird in dem Bericht festgestellt. Während sich demnach vor allem junge Menschen (unter 30 Jahre) in den vergangenen zehn Jahren immer weniger überschuldeten, stieg die Überschuldungsquote der über 60-Jährigen im gleichen Zeitraum an, allerdings weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, veränderte sich der Anteil des Nettovermögens, das die vermögendsten zehn Prozent der Verteilung besitzen, in den vergangenen Jahren nur leicht. Nach wie vor besitzen die zehn Prozent der vermögendsten Haushalte 54 Prozent des gesamten Nettovermögens. 2010/11 waren es noch 59 Prozent.

Siebter Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, zur Lebenslagen in Deutschland, ist auf den Seiten des Deutschen Bundestages nachzulesen.