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Menschen mit Behinderung blicken überwiegend sorgenvoll auf 2026

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

BERLIN (kobinet) Eine aktuelle bundesweite Online-Befragung der Aktion Mensch zu den Wünschen und Erwartungen von Menschen mit Behinderung für 2026 zeigt, dass viele der Befragten mit Unsicherheit auf das neue Jahr blicken. Zwar geben 61 Prozent an, mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden zu sein, gleichzeitig blicken jedoch nur 37 Prozent der Befragten optimistisch auf das aktuelle Jahr. Die Mehrheit äußert Sorgen oder Unsicherheiten – vor allem in Bezug auf die Themen Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit. Die Umfrage-Ergebnisse unterstreichen den politischen Handlungsbedarf, um Teilhabe und soziale Sicherheit zu gewährleisten.

Bei der Frage nach den wichtigsten gesellschaftlichen Themen für 2026 nannten die Teilnehmenden am häufigsten das Thema „Gesundheit und Pflege“ (40 Prozent), die Entwicklung der Inflation und steigende Lebenshaltungskosten (34 Prozent) sowie der Armut und soziale Ungleichheit (33 Prozent)

Im Vergleich zum Vorjahr offenbaren die Ergebnisse einen erheblichen Bedeutungszuwachs der Bereiche Gesundheit, Pflege und Soziales. Während Anfang 2025 die Themen Inflation, Armut und Migration die ersten drei Plätze einnahmen, rücken nun verstärkt Themen in den Vordergrund, die die persönliche Lebenssituation unmittelbar betreffen.

77 Prozent der Menschen mit Behinderung fühlen sich politisch nicht ausreichend vertreten. Für das Jahr 2026 fordern sie vor allem von der Bundesregierung:

  • Den Erhalt oder Ausbau der sozialen Sicherungssysteme (46 Prozent)
  • Mehr bedarfsgerechte Wohnungen (43 Prozent)
  • Bessere Arbeitsmarktchancen (32 Prozent)

Die Rangfolge der konkreten Maßnahmen für Menschen mit Behinderung hat sich im Vergleich zum Jahr 2025 kaum verändert. Dies unterstreicht, dass zentrale Bedarfe zur Teilhabe weiterhin bestehen und bislang nur unzureichend adressiert wurden.

Für die Umfrage zum Thema Wünsche und Erwartungen für 2026 hat die Aktion Mensch gemeinsam mit dem Sozialforschungsinstitut Ipsos in der Zeit vom 12. Dezember bis 17. Dezember 2025 bundesweit 478 Menschen mit Beeinträchtigung ab 16 Jahren online befragt.