Veröffentlicht am 01.02.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Logo des Deutschlandfunk Foto: Deutschlandfunk
Frankfurt / Köln (kobinet) In der Reihe „Hörsaal“ bei Deutschlandfunk Nova wurde am 29. Januar 2026 der Vortrag „Ablei’smus und Philosophie – Behindertenfeindliches Denken hat Tradition“ ausgestrahlt, der auch in der ARD-Audiothek verfügbar ist. „Die Philosophie ignoriert Menschen mit Behinderung oder wertet sie ab, sagt Regina Schidel. Die Philosophin analysiert in ihrem Vortrag diese Diskriminierung in unserer Denktradition und zeigt Wege zu einer nicht-ableistischen Gesellschaft auf“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Vortrags.
Veröffentlicht am 31.01.2026 10:51 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
ABiD Logo Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD e.V.) begrüßt, dass sich die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission bei ihren Vorschlägen zur Sozialstaatsreform auf strukturelle Verbesserungen konzentriert und Leistungskürzungen ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und wachsender sozialer Ungleichheit ist dies ein wichtiges und notwendiges Signal. Gleichzeitig warnt der ABiD davor, die Debatte auf Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung zu verengen, ohne die besonderen Lebenslagen behinderter Menschen konsequent mitzudenken. „Strukturreformen sind kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie bei den Menschen ankommen – insbesondere bei jenen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind“, erklärt der Vorstand des ABiD.
Veröffentlicht am 31.01.2026 08:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
NDR Foto: NDR
HANNOVER (kobinet) Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet hatten sich AfD und CDU wiederholt für den Erhalt der Förderschulen eingesetzt. Wie das „Nordmagazin“ berichtet so soll nun der Erhalt der Förderschulen im Norden zumindest um weitere fünf Jahre bis in das Jahr 2035 hinausgeschoben werden. AfD und CDU hoffen, dass man später auch noch einmal darüber reden kann und es letztlich gelingt, die Förderschulen im Norden zu erhalten. Der NDR-Bericht darüber ist auf dieser Seite zu sehen.
Veröffentlicht am 31.01.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Spielen weckt und stärkt die Lebensgeister Foto: HI
MÜNCHEN (kobinet) Spielsachen haben sehr viel mit der Prävention von Behinderungen zu tun, hebt Uta Prehl, Physiotherapeutin bei der humanitären Hilfsorganisation Handicap International hervor. Seit vielen Jahren begleitet sie Rehabilitationsprojekte in Westafrika und erlebt immer wieder, wie aus apathischen, schwachen Kindern dank einer ganz speziellen Therapie kräftige und fröhliche Kinder werden.
Veröffentlicht am 31.01.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Der Berufsverband Arbeits- und Berufsförderung (BeFAB) hat ein Strategiepapier zur Weiterentwicklung der Werkstätten für behinderte Menschen und des übergeordneten Bereiches der Eingliederungshilfe im Arbeitsleben vorgelegt. In einem knapp zehnminütigen Erklärvideo werden die Vorsschläge des Berufsverband anschaulich dargestellt und Ideen für eine zukünftige weitgehend an der UN-Behindertenrechtskonvention orientierte Unterstützung behinderter Menschen im Arbeitsleben vorgestellt.
Veröffentlicht am 30.01.2026 10:46 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Piktogramme „Reisen für Alle“ Foto: BTG / screenshot
BERLIN (kobinet) Nach der Auflösung der Nationalen Koordinationsstelle „Tourismus für Alle“ (NatKo) und der Überleitung des Informations- und Zertifizierungssystems „Reisen für Alle“ im Dezember 2023 an die Bayern Tourist GmbH (BTG) war es in der breiten Öffentlichkeit etwas ruhiger um dieses System geworden. Die „kobinet Nachrichten“ hatten deshalb im August 2025 bei der BTG nachgefragt, wie es denn mit „Reisen für Alle“ weitergehen wird. Die entsprechende Antwort von die BTG- Geschäftsführerin Isabella Hren hatten wir in den „kobinet-Nachrichten“ veröffentlicht. Damals konnte uns Isabella Frau Hren noch nichts zur Unterstützung der Arbeit der BTG durch die Bundesfachstelle Barrierefreiheit und das Kompetenzzentrum Tourismus sowie zur Zusammenarbeit mit den Selbstvertretungsverbänden von Menschen mit Behinderungen, wie dem Deutschen Behindertenrat oder anderen Verbänden, sagen. Dazu waren noch notwendige Rahmenbedingungen durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) als Auftraggeber zu schaffen. Weil sich in der kommenden Woche der für Ende 2025 angekündigt Beirat „Reisen für Alle“ (Beirat RfA) konstituieren wird, haben wir uns beim BMWE erkundigt, wie denn diese Rahmenbedingungen nun aussehen. Die Antwort des BMWE geben wir im Weiteren hier unkommentiert wider.
Veröffentlicht am 30.01.2026 09:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes Foto: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
BERLIN (kobinet) Das Förderprogramm „respekt*land“ endet am 31. Januar 2026. Bundesweit wurden in seinem Rahmen 36 Projekte in allen Ländern gefördert. Zum Ende des Bundesprogramms „respekt*land – Antidiskriminierungsberatung für ganz Deutschland“ zieht die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, eine positive Bilanz. „Das Programm respekt*land war ein voller Erfolg, weil wir damit Menschen in ganz Deutschland die Möglichkeit gegeben haben, sich Hilfe gegen Benachteiligungen zu holen. In manchen ländlichen Regionen fanden Menschen erstmals eine professionelle Anlaufstelle“, sagte Ataman in Berlin. Auf dieser Internetseitesind weitere Einzelheiten der Einschätzung der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung nachzulesen.
Veröffentlicht am 30.01.2026 09:33 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bild mit dem Logo des ORF Foto: BIZEPS
INNSBRUCK (kobinet) Wie der ORF Tirol berichtet, so stolpert dieses Bundesland Österreichs über Barrierefreiheit. Der Landesrechnungshof sieht eine fehlende Dokumentation und mangelnde Umsetzung bei Maßnahmen für die Barrierefreiheit in Landesgebäuden. Seit 2019 weist das Land die dafür verwendeten Gelder nicht mehr gesondert aus – und hat laut dem Bericht auch drastisch gekürzt. Besonders auffallend war offenbar der Rückgang an verwendeten Geldern für die Maßnahmen. Wie viel Geld seitdem verwendet wurde, lasse sich kaum noch nachvollziehen, kritisierten die Prüferinnen und Prüfer. Der gesamte ORF – Bericht ist unter diesem Link nachzulesen.
Veröffentlicht am 30.01.2026 09:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Diskriminierung bei der Wohnungssuche erklärt Awet Tesfaiesus, Mitglied der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN und Mitglied im Rechtsausschuss, dass dieses Urteil ein überfälliger Warnschuss ist. Nach ihren Worten ist rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt kein Kavaliersdelikt. Diskriminierung ist auch auch diesem Gebiet rechtswidrig und hat Konsequenzen. Der Bundesgerichtshof stellt unmissverständlich klar: Ausgrenzung wegen Herkunft oder zugeschriebener Nicht-Zugehörigkeit ist verboten. Auch dann, wenn sie verdeckt erfolgt. Der Bundesgerichtshof stellt unmissverständlich klar: Ausgrenzung wegen Herkunft oder zugeschriebener Nicht-Zugehörigkeit ist verboten. Auch dann, wenn sie verdeckt erfolgt.
Veröffentlicht am 30.01.2026 07:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Link zum Sharepic: Rechter Gegenwind behindert Teilhabe Foto: fab
Kassel (kobinet) „Rechte Ideologien und damit auch menschenfeindliche Einstellungen gewinnen seit Jahren immer mehr an Einfluss. Das betrifft auch behinderte Menschen. Wie sich diese rechte Behindertenfeindlichkeit konkret äußert, welches Bild von Behinderung im rechten Weltbild gezeichnet wird, welche Rollen behinderten Menschen zugeschrieben werden und was das für die Teilhabe im Alltag bedeutet, zeigt Mandy Müller vom Projekt ‚Aktiv Teilhabe gestalten‘ vom fab e.V. Im Anschluss möchten wir mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Welche Erfahrungen habt ihr im Alltag, in Institutionen oder online mit rechter Behindertenfeindlichkeit gemacht? Welche Folgen spüren wir als Community? Und vor allem: Was können wir dem entgegensetzen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es vor Ort?“ So heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung „Rechter Gegenwind behindert Teilhabe“, die der Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 9. Februar 2026 um 19:00 Uhr im freRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6 in Kassel durchführt.
Veröffentlicht am 30.01.2026 07:12 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic: Stop the Attack on Section 504 Foto: DREDF
Berkeley, Kalifornien USA (kobinet) Der US-amerikanischen Behindertenbewegung weht seit dem Amtsantritt von Donald Trump als Präsident der USA am 20. Januar 2025 nicht nur vonseiten der Bundesregierung ein eisiger Wind in Sachen Inklusion und Nichtdiskriminierung entgegen. Auch einige Bundesstaaten versuchen immer wieder die hart erkämpften Regelungen zum Diskriminierungsschutz anzugreifen. So greifen nach Informationen des Disability Rights Education and Defense Fund (DREDF) derzeit erneut neun Bundesstaaten das fundamentale Recht, in der Gemeinde statt in Sondereinrichtungen zu leben, an. Mit einem Sharepic mit der Aufschrift „Stop the Attack on Section 504“ rufen DREDF und andere Organisationen zum Widerstand gegen die Schwächung des in den 1970er Jahren hart erkämpften Paragrafen 504 des US-amerikanischen Rehabilitationsgesetz (Section 504) auf.
Augsburg (kobinet) Die Stadt Augsburg hat im Rahmen eines Festakts die Meilensteine ihres 2019 beschlossenen Aktionsplans Inklusion gefeiert. An der feierlichen Veranstaltung nahm auf Einladung von Oberbürgermeisterin Eva Weber auch Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf teil, wie das bayerische Sozialministerium mitteilte. Ulrike Scharf würdigte dabei die erreichten Ziele und den Einsatz aller Beteiligten: „Wir feiern heute ein gemeinsames Stück Zukunft. Inklusion ist unser gemeinsames Versprechen für ein Miteinander, in dem niemand außen vor bleibt. So gelingt Zusammenhalt, so bleibt Bayern gemeinsam stark.“
Veröffentlicht am 30.01.2026 06:18 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
Berlin (kobinet) Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) begrüßt alle Schritte in Richtung Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung. Allerdings warnt der BeB eindringlich davor, dass Reformen zu Lasten von Menschen mit Behinderungen und ihrem Betreuungspersonal führen können. Die Sozialstaatskommission empfiehlt zeitnahe Kostensenkungen, wobei unter anderem Änderungen beim Tarif- und Vertragsrecht in Betracht kommen. Außerdem soll nur noch ein digitaler Zugang zu Sozialleistungen möglich sein, heißt es in einer Presseinformation des BeB.
Veröffentlicht am 30.01.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3 Foto: NW3, Michael Möller
Berlin (kobinet) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 29. Januar 2026 ein wegweisendes Urteil zum Schutz vor rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gefällt. Er gab einer Klägerin Recht, die von einem Immobilienmakler aufgrund rassistischer Zuschreibungen diskriminiert worden war. Der BGH stellte klar: Auch Makler*innen können nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) haftbar gemacht werden, wenn sie diskriminieren. Die Entscheidung des BGH hat weitreichende Bedeutung für Menschen, die Diskriminierung bei der Wohnungssuche erleben, ebenso wie für Antidiskriminierungsberatungsstellen. „Das Urteil stärkt die rechtliche Position Betroffener, schafft dringend benötigte Klarheit und setzt ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“, erklärt Eva Maria Andrades, Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd).
Veröffentlicht am 29.01.2026 12:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wilfried Oellers Foto: Wilfried Oellers
BERLIN (kobinet) Im Zusammenhang mit dem Gedenktag an die Opfer des Faschismus hat der Beauftragte des CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderungen, Wilfried Oellers, erneut betont, dass Menschen mit Behinderungen keine Randgruppe der Gesellschaft sind. Wörtlich erklärte der Bundestagsabgeordnete: „Die Erinnerung an diesen Zivilisationsbruch enthält eine klare Lehre für die Gegenwart: Nie wieder darf der Wert menschlichen Lebens relativiert werden. Menschen mit Behinderungen sind keine Randgruppe und auch kein Objekt staatlicher Fürsorge, sondern gleichberechtigte Akteure, deren Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen ist. Um diese Teilhabe zu verbessern, haben wir uns als Regierungskoalition viel vorgenommen. Diese Vorhaben, wie die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und Verbesserungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt, gilt es nun in diesem Jahr zielstrebig umzusetzen. Denn Behindertenpolitik steht als Querschnittsthema nicht am Rand, sondern mitten in der Gesellschaft.“
Veröffentlicht am 29.01.2026 11:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Goldener Rollstuhl des ZsL Stuttgart Foto: ZsL Stuttgart
STUTTGARR (kobinet) Für ihre barrierefreien Angebote wurden auch in diesem auf der weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, der CMT in Stuttgart Mit dem Goldenen Rollstuhl wurden in diesem Jahr geehrt:
das Hotel „Hotel Weißsee-Spitze“ im Kaunertal in Österreich,
das digitale Angebote & Portale: germany.travel – Deutschland barrierefrei erleben der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. (DZT)
der Reiseveranstalter: Pilgerweg Camino Incluso, Pilgerweg Odenwald für ALLE
FRECHEN (kobinet) Mit ambitionierten Zielen will sich das Team Deutschland Paralympics auf den Weg zu den Winterspielen nach Italien machen. Das unterstrich Idriss Gonschinska, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bei der Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Gonschinska machte allerdings auch deutlich, dass sich die Voraussetzungen verbessern müssen, wenn Deutschland seine Position unter den Top-Nationen im Para Sport halten wolle. „Der paralympische Sport hierzulande braucht gleiche Chancen“, betont der DBS-Vorstandsvorsitzende. Eine nachhaltige Leistungsentwicklung mit Blick auf die kommenden Paralympics lasse sich nur unter gleichwertigen strukturellen Rahmenbedingungen zum olympischen Sport realisieren. „Andernfalls wird es immer schwieriger, die an das Team D Paralympics geknüpften Erwartungen zu erfüllen und die gemeinschaftlich gesetzten Ziele zu erreichen“, sagt Gonschinska.
Veröffentlicht am 29.01.2026 10:44 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundesgerichtshof in Karlsruhe Foto: Bundesgerichtshof
Karlsruhe / Berlin (kobinet) Der unter anderem für Maklerrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute, am 29. Januar 2026, entschieden, dass ein Immobilienmakler, der eine Mietinteressentin bei der Wohnungssuche aufgrund ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt hat, auf Schadensersatz haftet. „Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist ein großes Problem, das Migrant*innen und ihre Nachkommen besonders oft betrifft. Dieses Urteil ist nicht nur ein Erfolg für die Klägerin, sondern auch ein wichtiges Signal ins Land: Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist verboten und man kann sich dagegen wehren. Ab jetzt kann man rechtssicher mit Testings überprüfen, ob man wegen des Namens, also wegen der Herkunft abgewiesen wurde. Und Makler*innen können sich künftig nicht mehr hinter Eigentümer*innen verstecken, wenn sie diskriminieren. Um Menschen in Deutschland besser vor Diskriminierung zu schützen, sollte der Gesetzgeber im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz auch diskriminierende Wohnungsanzeigen verbieten, so wie es für diskriminierende Stellenanzeigen bereits gilt“, so die Reaktion der unabhängigen Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman auf die Entscheidung.
Veröffentlicht am 29.01.2026 10:29 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Schlüsselübergabe – ein Wunsch, der für viele unerfüllt bleibt Foto: Bezirk Oberbayern
MÜNCHEN (kobinet) Wer in München eine Wohnung sucht, der hat es sehr schwer, eine passende Wohnung zu finden. Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nahezu unmöglich. Trotz gesetzlicher Gleichstellung bleibt der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für viele eine kaum überwindbare Hürde. Der Bezirk Oberbayern appelliert deshalb an private Vermieterinnen und Vermieter, ihre Wohnungen für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung zu stellen. München gehört zu den teuersten Städten Deutschlands. Davon besonders betroffen sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbstständig bestreiten können und auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Sie konkurrieren auf einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt, und Menschen mit Behinderungen haben zusätzlich in besonderem Maße mit Vorbehalten und struktureller Benachteiligung zu kämpfen.
Veröffentlicht am 29.01.2026 08:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sharepic zu den Lesungen zum Roman Ich will raus Foto: Ottmar Miles-Paul
Kassel (kobinet) „Ich will raus“, diesen Slogan hat der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul nicht nur für seinen im Januar 2026 erschienenen Roman gewählt. Wenn behinderte Menschen, die in Wohneinrichtungen leben oder in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten sagen „Ich will raus“ will Ottmar Miles-Paul, dass dieser Wunsch ernst genommen und den betreffenden Menschen im Sinne eines inklusiveren Lebens entsprechend geholfen wird. In seinem Roman schildert er dazu nicht nur Beispiele, wo entsprechende Veränderungen gelungen sind, sondern empfiehlt ein Pat*innen-System und Persönliche Zukunftsplanungen und -prozesse. Denn das gesetzlich verankerte Wunsch- und Wahlrecht greift häufig nicht, wenn behinderte Menschen inklusiver leben oder arbeiten wollen. Deshalb hat er dem Romantitel den Zusatz „Von der Exklusion zur Inklusion“ hinzugefügt. Für diejenigen, die mit Ottmar Miles-Paul diskutieren und mehr über den neuen Roman erfahren wollen, gibt es im Februar und März verschiedene Möglichkeiten, so bei einer Online-Lesung am 4. Februar, Lesungen in Hannover am 5. Februar und in Erfurt am 6. März. Zusätzlich wird es einen Podcast mit einer Lesung und eine Fernsehaufzeichnung zum Thema mit ihm geben.
Veröffentlicht am 29.01.2026 08:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Emoji Blinder Mensch mit Hund Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet) Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes, der heute am 29. Januar 2026 begangen wird, stellt Retina plus in ihrem Podcast Retina View ein Projekt vor, das nach Ansicht der Organisation großes Potenzial für die Zukunft hat: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund. Das von Studierenden entwickelte Assistenzsystem wurde mit einem ersten Preis prämiert und könnte die Grundlage für ein Start-up bilden. Ziel ist es, Mobilität und Orientierung von Menschen mit Sehverlust technisch zu unterstützen – ergänzend zu klassischen Assistenzhunden und dort, wo neue Lösungen gefragt sind.
Veröffentlicht am 29.01.2026 08:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Christian Judith Foto: Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein
Kiel (kobinet) Aktive der im Mai 2025 gegründeten Initiative Krüppel gegen Rechts haben mittlerweile neben dem bundesweiten Austausch auch einige Regionalgruppen gegrüdet. Christian Judith setzt sich in Schleswig-Holstein gegen Behindertenfeindlichkeit ein. In einem Beitrag der shz heißt es dazu: „In der Bewegung ‚Krüppel gegen Rechts‘ versammeln sich Behinderte, die ihr Lebensrecht von Rechts infrage gestellt sehen. Christian Judith setzt sich dafür ein, dass die Gruppe auch im Norden Fuß fasst.“
Veröffentlicht am 29.01.2026 08:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Henry Spradau Foto: privat
Bremen (kobinet) Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) hat in einem Urteil von Januar 2026 entschieden, dass die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten einer Nierentransplantation in den Niederlanden nicht zu übernehmen hat, selbst nicht bei kürzeren Wartezeiten auf ein Spenderorgan. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.
Veröffentlicht am 29.01.2026 07:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Neues Logo von Handicap International Foto: HI
Berlin (kobinet) Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.
Veröffentlicht am 28.01.2026 12:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung ist mittlerweile davon überzeugt, dass das Thema Barrierefreiheit einen ganz großen Stellenwert in der Bundesregierung haben muss, förmlich einem äusserst komplizierten Staatsakt gleichkommt. Diese Erkenntnis ergibt sich aus der Tatsache, dass trotz mehrfacher Ankündigung wie, dass die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) für mehr Barrierefreiheit statt ursprünglich Anfang August 2025, dann am 17. Dezember 2025, nun zuletzt aber dann im Januar 2026 erneut wieder nicht vom Buskabinett beschlossen wurde. So können sich die Diskriminierer und Barrierenbauer auch weiterhin entspannen, denn verpflichtende und konkrete Vorschriften zur Barrierefreiheit für private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten bleiben weiterhin bloße Versprechungen. Zurücklehnen kann sich auch der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion Wilfried Oellers, der der Ampelkoalition ständig vorgeworfen hat, dass diese mit ihren Gesetzgebungsverfahren zur Behindertenpolitik nicht vorankommt. Der verpasste Herbst der Reformen folgt damit der Frühling der Diskriminierer, die weiterhin munter die Teilhabe behinderter Menschen behindern dürfen, stellt die LIGA Selbstvertretung fest.
Veröffentlicht am 28.01.2026 12:14 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Basketballmannschaft des Saarlandes zu den Special Olympics Foto: Niclas Breves
BERLIN (kobinet) Vom 15. bis 20. Juni 2026 wird das Saarland gemeinsam mit dem französischen Forbach zum Zentrum des inklusiven Sports. Jetzt stehen die Nominierten für die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 fest. Nach aktuellem Stand sind 4.300 Sportlerinnen und Sportler für das größte inklusive Multisport-Event des Landes nominiert. Darunter 3.826 Athleten mit geistiger Behinderung sowie 474 Unified Partner, die gemeinsam an den Start gehen. Alle 16 Landesverbände von Special Olympics Deutschland werden mit Delegationen im Saarland vertreten sein. Die meisten Nominierten werden vom Special Olympics Landesverband Bayern mit 709 Sportlern gestellt. Das große Interesse unterstreicht die Bedeutung der Spiele, die zum ersten Mal im Saarland ausgetragen werden: Mehr als 5.000 Anmeldungen gingen im Vorfeld ein.
Veröffentlicht am 28.01.2026 10:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des Gesamtverband des Paritätischen Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Mit Blick auf die Vorschläge der Sozialstaatskommission fordert der Paritätische, Kürzungen bei Menschen mit geringem Einkommen zu verhindern. „Die vorgeschlagene Kürzung von Freibeträgen für Erwerbseinkommen droht gerade die Menschen zu treffen, die sich bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit nach Kräften um Arbeit und Einkommen bemühen. Das ist ein fatales Signal und untergräbt das Vertrauen in die geplante Reform“, so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Joachim Rock.
Veröffentlicht am 28.01.2026 10:25 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
DÜSSELDORF (kobinet) Arbeitsminister Karl-Josef Laumann begrüßt die vorgelegten Ergebnisse: „Die Kommission zur Sozialstaatsreform hat heute in Berlin einen Vorschlag zu einer wirklich grundlegenden Reform der Sozialverwaltung vorgelegt. Das ist ein starkes Zeichen für die Handlungsfähigkeit und den Reformwillen des Staates und macht auch für die weiteren Beratungen Mut. Der Reformvorschlag sieht eine drastische Vereinfachung der Gesetze, deutlich weniger Behörden und eine optimale Nutzung digitaler Möglichkeiten vor. Das wäre ein entschiedener Schritt zur Verwaltungsvereinfachung und Beschleunigung. Zudem kann die Sozialverwaltung durch die Reform zum Vorreiter der digitalen Verwaltung werden. Das wäre gut für die Menschen vor und hinter den Schreibtischen in unseren Sozialbehörden. Zudem würde die Reform den Verwaltungsaufwand verringern und die öffentlichen Haushalte entlasten. Der Reformvorschlag kann unser Sozialsystem auf ganzer Linie nachhaltig verbessern. Er ist ein wichtiger Teil der erforderlichen Reformen, um unseren Sozialstaat zukunftsfähig zu machen.“
Veröffentlicht am 28.01.2026 10:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Barrierefreiheit wirklich zu beurteilen, ist eine schwierige Angelegenheit, weil viele unterschiedliche Menschen eben auch durch verschiedene Barrieren behindert werden. Neben den DIN-Normen, einigen darauf basierenden Informationsangeboten und Zertifikaten kann jeder der entsprechende Auskünfte benötigt, sich damit ein gutes Stück weiterhelfen. Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt rund einer Million Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert haben jetzt „Die Sozialheld*innen“ mit dem a11y-Score ein digitales Werkzeug entwickelt, das die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum messbar und vergleichbar macht. Mit dem a11y-Score lassen sich erstmals einheitliche Punktwerte für die Barrierefreiheit in Regionen, Städten oder Landkreisen abrufen. Grundlage sind offene Daten aus der OpenStreetMap (OSM), die ausgewertet und zu einem Wert zwischen 0 und 100 zusammengeführt werden. Die Beta-Version zeigt ab sofort die Bewertungen von 16 Bundesländern sowie 418 kreisfreien Städten und Landkreisen.
Veröffentlicht am 28.01.2026 09:33 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Bericht der Sozialstaatskommission liegt vor. VdK-Präsidentin Verena Bentele sieht darin einen Schritt in die richtige Richtung und erteilt Sparmaßnahmen eine klare Absage: „Die Ergebnisse der Kommission zur Sozialstaatsreform enthalten wichtige und richtige Ansätze. Gleichzeitig betonen wir: Die Umsetzung darf nicht zu Lasten der Leistungsberechtigten gehen, zum Beispiel durch Kürzungen bei den Wohnkosten. Solche Einschnitte würden Menschen mit ohnehin geringen Einkommen zusätzlich belasten und sind inakzeptabel.“
Veröffentlicht am 28.01.2026 09:22 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragraf Foto: omp
Saarbrücken (kobinet) „Wie lassen sich Barrierefreiheit und Teilhabe im Land besser organisieren? Um diese Fragen geht es bei einer Gesetzesnovelle, die Saarlands Sozialminister Magnus Jung (SPD) jetzt vorstellte. Als nächstes sollen nun Betroffene eingebunden werden.“ So heißt es in einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts vom 27. Januar 2026 über die geplante Gesetzesreform des saarländischen Landesgleichstellungsgesetzes. Während es im Saarland in Sachen Teilhabe und Barrierefreiheit mit dieser Gesetzesnovellierung etwas vorangehen soll, warten viele Behindertenverbände weiterhin auf den Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz. Heute, am 28. Januar 2026, wird sich zeigen, ob das mehrfach verschobene Datum des ursprünglich für August 2026 anvisierten Kabinettsbeschluss wie angekündigt noch im Januar 2026 das Licht der Welt erblickt, um dann in den nächsten Monaten im Bundestag beraten und verabschiedet zu werden. Ein besonderer Blick gilt bei dieser Gesetzesreform dem Inhalt, denn das Bundeswirtschaftsministerium mauert massiv, was die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit angeht.
Veröffentlicht am 28.01.2026 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Ottmar Miles-Paul Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) „Die Kommission empfiehlt, den laufenden Dialogprozess des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit den Ländern und Kommunen zur Eingliederungshilfe auch auf konkrete Maßnahmen zur zeitnahen Begrenzung der Kosten zu fokussieren und diesen verlässlich bis Mitte 2026 abzuschließen.“ So heißt es in der Überschrift der Empfehlung 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform, die am 27. Januar 2026 ihren Abschlussbericht der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, übergeben hat. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat sich den Bericht aus behindertenpolitischer Sicht genauer angeschaut.
Veröffentlicht am 28.01.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Daumen unten Foto: Irina Tischer
Magdeburg (kobinet) Am 24. Januar 2026 haben sich Vertreter*innen der Behindertenbewegung noch darüber gefreut, dass die langjährig behindertenpolitisch engagierte und selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Gensecke bei der Listenaufstellung der SPD von Sachsen-Anhalt auf den Listenplatz 6 für die Landtagswahl am 6. September 2026 mit großer Zustimmung gewählt wurde. Ein Blick auf den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD, die derzeit in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei Werten zwischen 38 und 40 Prozent gesehen und nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sein könnte, zeigt jedoch im Hinblick auf die Rechte behinderter Menschen erhebliche Gefahren auf. In einem Bericht auf t-online.de fasst das Nachrichtenportal die Vorhaben der AfD in der Schulpolitik mit folgender Zwischenüerschrift zusammen: „Schule: Nationalhymne singen, Inklusion beenden, Klassenfahrt nach Russland“. Im Beitrag heißt es zur Inklusion: „In den Schulen will die AfD tief eingreifen. Sie will die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule prüfen und richtet sich unter der Überschrift ‚Keine Experimente an unseren Kindern!‘ gegen den inklusiven Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Sie sollen nach Vorstellung der AfD getrennt unterrichtet, Förderschulen wieder verstärkt werden. Auch Kinder aus geflüchteten Familien sollen in ‚Sonderklassen‘ unterrichtet werden.“
Veröffentlicht am 28.01.2026 06:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ausrufezeichen kursiv, weiß auf schwarz Foto: ht
München (kobinet) Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Für den Landesverband Bayern der Gehörlosen ist dieser Tag Verpflichtung und Mahnung zugleich. In einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes mit der Überschrift „Erinnerung als Auftrag“ stellt sich der Verband gegen das pauschale Vergessen. Er erinnert daran, dass gehörlose Menschen im NS-Staat unterschiedlichen Verfolgungsmechanismen ausgesetzt waren, die präzise benannt werden müssten.
Veröffentlicht am 28.01.2026 06:06 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
ist diesmal auf Behinderten-Peers gerichtet Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wer um das gegenwärtige Politikdesaster, dem insbesondere benachteiligte und marginalisierte Menschen schutzlos preisgegeben sind, lieber herumreden möchte, statt die Dinge beim Namen zu nennen, redet von „Weltschmerz“ und dem Wolkenkuckucksheim einer „schönen Zukunft“. Ich hoffe, ich liege falsch mit meiner Befürchtung, die für heute Abend um 18 Uhr angesetzte Konferenz „Weltschmerz trifft auf schöne Zukunft“ könnte auf eben dieses Ausweich- und Verdrängungsmanöver hinauslaufen.
Veröffentlicht am 28.01.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des BSK Foto: BSK e.V.
Krautheim (kobinet) Wie können Menschen mit Behinderungen so leben, wie sie es möchten – mit echter Mitsprache, barrierefrei und selbstbestimmt? Diese Frage beschäftigt viele Betroffene, Angehörige und Einrichtungen. Doch gerade jetzt steht vieles auf dem Prüfstand: In politischen Diskussionen ist von Kürzungen notwendiger Unterstützungsleistungen die Rede, und wichtige Gesetzesreformen lassen auf sich warten. Gleichzeitig fehlt es überall an barrierefreien und altersgerechten Wohnungen – während die Gesellschaft immer älter wird und der Unterstützungsbedarf steigt. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) sieht dringenden Gesprächsbedarf und lädt deshalb zu seinen traditionellen „Krautheimer Gesprächen“ ein. Die Veranstaltung findet am 20. Februar 2026 um 18:00 Uhr im EKWZ – Eduard-Knoll-Wohnzentrum, EG links, Altkrautheimer Straße 21, in 74238 Krautheim statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema „Partizipation und selbstbestimmtes Leben in der gewünschten Wohnform“.
Veröffentlicht am 28.01.2026 04:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des Deutschlandfunk Foto: Deutschlandfunk
Köln (kobinet) „Online-Inklusion: Wo es bei der digitalen Barrierefreiheit noch hakt“, so lautet der Titel eines 5minütigen Beitrags des Deutschlandfunks, der sich mit dem Stand der Barrierefreiheit bei Online-Angeboten befasst, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Sowohl beim Online-Banking als auch bei einer Vielzahl anderer Online-Angebote, die zum Teil herkömmliche analoge Verfahren ersetzen, hapert es dem Bericht zufolge trotz des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes, das 2025 in Kraft getreten ist, noch in vielerlei Hinsicht an der Barrierefreiheit.
Veröffentlicht am 27.01.2026 12:29 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo der Lebenshilfe Foto: Lebenshilfe
BERLIN (kobinet) Mit ihrer vierten gemeinsamen Broschüre richten toom Baumarkt und die gemeinnützige Bundesvereinigung Lebenshilfe den Blick auf die Bedeutung von Kollegialität in inklusiven Teams. Die Broschüre mit dem Titel „Wir arbeiten zusammen – Kollegialität und Inklusion vor Ort“ bietet praxisnahe Einblicke, stellt Inklusionsmodelle vor und informiert über Fördermöglichkeiten für Unternehmen. In der neuen Broschüre der Lebenshilfe und toom Baumarkt werden vier Märkte vorgestellt, in denen gelebte Inklusion seit Jahren fest zur Unternehmenskultur gehört. Die Broschüre steht auf auf dieser Internetseite zum Download zur Verfügung.
Veröffentlicht am 27.01.2026 12:21 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sporthilfsmittel in einer Schwimmhalle Foto: picture alliance / DBS
FRECHEN (kobinet) Rund 3.600 Interessensbekundungen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig und notwendig Investitionen in moderne, zukunftsfähige Sportstätten in Deutschland sind. Diede große Resonanz auf den Projektaufruf zur Sanierung kommunaler Sportstätten des Bundesprogramms unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fordert, dass dabei insbesondere auch die Barrierefreiheit und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung Berücksichtigung finden muss.