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Abbau von Barrieren unerlässlich

In einem gefliesten Schwimmbecken stehen eine Prothese und ein Laufgestell. Daneben liegen Unterarmstützen
Sporthilfsmittel in einer Schwimmhalle
Foto: picture alliance / DBS

FRECHEN (kobinet) Rund 3.600 Interessensbekundungen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig und notwendig Investitionen in moderne, zukunftsfähige Sportstätten in Deutschland sind. Diede große Resonanz auf den Projektaufruf zur Sanierung kommunaler Sportstätten des Bundesprogramms unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fordert, dass dabei insbesondere auch die Barrierefreiheit und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung Berücksichtigung finden muss.

Sportstätten bilden eine zentrale Grundlage für Gesundheit, Gemeinwohl und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Um dieser Rolle gerecht zu werden, müssen sie für alle Menschen zugänglich sein. Insbesondere für Menschen mit Behinderung sei der Zugang zu Bewegung und Sport von herausragender Bedeutung, sagt Benedikt Ewald, Vorstand Sportentwicklung im DBS und fügt an: „Bewegungsmangel kann zu einem schnelleren Funktionsverlust führen, da bestehende körperliche Einschränkungen durch Inaktivität verstärkt werden.“

Nach Prüfung und Bewertung der eingereichten Projektskizzen durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wird der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zeitnah über die Auswahl der geförderten Projekte entscheiden. „Der DBS begrüßt ausdrücklich, dass die Fördermaßnahmen im Rahmen der Sportstättensanierung die Verbesserung der Barrierefreiheit im Blick haben und damit mehr Teilhabe ermöglicht“, erklärt der Vorstand für Sportentwicklung. „Entscheidend ist jedoch, dass diesem Aspekt auch bei der Auswahl der geförderten Projekte ein hoher Stellenwert eingeräumt wird, um dem deutlich überzeichneten Förderprogramm des Bundes die gesellschaftliche Relevanz zu geben, die es beansprucht“, betont Ewald.

Benedikt Ewald fordert: „Neben wohnortnahen Sportangeboten ist der konsequente Abbau bestehender Barrieren unerlässlich. Der Abbau baulicher Barrieren stellt dabei eine Grundvoraussetzung dar, um Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen den Zugang zu Sportstätten zu ermöglichen.“