Menu Close

Krautheimer Gespräche: Wie gelingt selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen?

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Logo des BSK
Foto: BSK e.V.

Krautheim (kobinet) Wie können Menschen mit Behinderungen so leben, wie sie es möchten – mit echter Mitsprache, barrierefrei und selbstbestimmt? Diese Frage beschäftigt viele Betroffene, Angehörige und Einrichtungen. Doch gerade jetzt steht vieles auf dem Prüfstand: In politischen Diskussionen ist von Kürzungen notwendiger Unterstützungsleistungen die Rede, und wichtige Gesetzesreformen lassen auf sich warten. Gleichzeitig fehlt es überall an barrierefreien und altersgerechten Wohnungen – während die Gesellschaft immer älter wird und der Unterstützungsbedarf steigt. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) sieht dringenden Gesprächsbedarf und lädt deshalb zu seinen traditionellen "Krautheimer Gesprächen" ein. Die Veranstaltung findet am 20. Februar 2026 um 18:00 Uhr im EKWZ – Eduard-Knoll-Wohnzentrum, EG links, Altkrautheimer Straße 21, in 74238 Krautheim statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema "Partizipation und selbstbestimmtes Leben in der gewünschten Wohnform".

Auf dem Podium wirken Vertreter*innen von Parteien mit. Die Podiumsdiskussion beleuchtet, welche politischen Weichenstellungen nötig sind, damit Menschen mit Behinderungen wirklich frei wählen können, wie und wo sie leben möchten. Im Mittelpunkt stehen bundespolitische Entwicklungen, die auf die Situation in Baden-Württemberg übertragen werden sollen. Neben Expertinnen und Experten aus Politik und BSK sind ausdrücklich auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich einzubringen und Fragen zu stellen.

Eine Anmeldung ist erwünscht und bis zum 9. Februar 2026 möglich per E-Mail an:

[email protected]

Hintergrund der Diskussion ist, dass Mitspracherechte in Einrichtungen und Beteiligungsmöglichkeiten der Selbsthilfe bei Gesetzesvorhaben immer wieder eingeschränkt werden. Auch Reformen wie das Behindertengleichstellungsgesetz kommen nicht im Sinne der Menschen mit Behinderungen voran. Gleichzeitig werden Teilhabeleistungen – etwa Assistenz oder Unterstützung im Alltag – politisch immer wieder infrage gestellt. Der BSK lehnt solche Kürzungen klar ab und fordert stattdessen einen „Frühling der Umsetzung“: mehr Barrierefreiheit, mehr Beteiligung und bedarfsdeckende Teilhabeleistungen sowie ausreichend Unterstützungsangebote, wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention (Art. 9 und 19) festgelegt sind.