Berlin (kobinet)
In der Ukraine gibt es Krieg.
Der Krieg dauert schon fast 4 Jahre.
Es gibt viele Bomben und Schüsse.
Viele Menschen werden schwer verletzt.
Die Zahl der Verletzten steigt.
Handicap International hilft den Menschen.
Handicap International ist eine Hilfs-Organisation.
Eine Hilfs-Organisation hilft Menschen in Not.
Die Abkürzung ist: HI.
HI sagt: Viele Menschen haben schwere Verletzungen.
Zum Beispiel: Arme oder Beine werden abgetrennt.
Oder: Menschen haben schwere Verbrennungen.
Verbrennungen sind Wunden auf der Haut.
Die Wunden entstehen durch Feuer.
Die Menschen brauchen viel Hilfe.
Sie brauchen Physio-Therapie.
Physio-Therapie hilft kranken Menschen.
Du machst Übungen für deinen Körper.
Ein Masseur massiert deine Muskeln.
Sie brauchen künstliche Arme oder Beine.
Das nennt man: Prothesen.
Eine Prothese ist ein künstliches Körper-Teil.
Sie ersetzt ein fehlendes Bein oder Arm.
Sie brauchen auch seelische Hilfe.
Das nennt man: psychologische Unterstützung.
Psychologische Unterstützung bedeutet: Hilfe für die Seele.
Ein Fach-Mann oder eine Fach-Frau hilft dir.
Tatiana arbeitet als Kranken-Gymnastin.
Sie arbeitet in der Stadt Dnipro.
Sie sagt: Immer mehr Menschen brauchen Hilfe.
Die Menschen wurden durch Raketen verletzt.
Oder durch Minen im Boden.
Minen sind Bomben im Boden.
Die Menschen haben schwere Verletzungen.
Oft fehlen Arme oder Beine.
Die Menschen sind auch in der Seele verletzt.
Sie haben Angst und sind traurig.
Das nennt man: Depression.
Depression bedeutet: Ein Mensch ist sehr traurig.
Er hat keine Freude am Leben.
Oder: post-traumatische Belastungs-Störung.
Das ist eine seelische Krankheit.
Die Krankheit kommt nach einem schlimmen Erlebnis.
Die Person hat oft Angst.
Mehr Menschen mit Behinderung
Ein Bericht sagt: Etwa 300-tausend Menschen sind verletzt.
Viele haben jetzt eine Behinderung.
Zum Beispiel: Sie können nicht mehr hören.
Oder: Sie können nicht mehr sehen.
Oder: Sie haben keine Arme oder Beine mehr.
Vor dem Krieg lebten 2-Komma-7 Millionen Menschen mit Behinderung.
Diese Menschen lebten in der Ukraine.
Jetzt sind es viel mehr.
Menschen mit Behinderung sind öfter in Gefahr.
Sie bekommen schwerer Hilfe.
Sie haben es schwerer zu überleben.
Die Geschichte von Lidiya
Lidiya ist 75 Jahre alt.
Lidiya wurde auch verletzt.
Handicap International hat Lidiya geholfen.
Jetzt kann Lidiya ihren Arm wieder bewegen.
Lidiya stand in einer Schlange auf der Straße.
Lidiya wollte ihre Rente abholen.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Plötzlich hörte Lidiya ein lautes Geräusch.
Es klang wie viele zischende Schlangen.
Das war eine Streu-Bombe.
Eine Streu-Bombe ist eine gefährliche Waffe.
Die Bombe verteilt viele kleine Bomben.
Die kleinen Bomben gehen über ein großes Gebiet.
Ein Mann schrie: Rennt weg!
Aber Lidiya konnte nicht schnell genug laufen.
Die Bombe hat Lidiya umgeworfen.
Lidiyas Arm war voll Blut.
Ihre Hand war verdreht.
Ein Arzt kam.
Er sagte: Sie hatten Glück.
Lidiya hatte viele dicke Jacken an.
Die Jacken haben Lidiya geschützt.
Sonst wäre Lidiya gestorben.
Die Hilfe von Handicap International
Handicap International hilft seit 2022 in der Ukraine.
Handicap International hilft Menschen, die verletzt wurden.
Die Menschen wurden durch Bomben verletzt.
Oder durch Minen.
Hier sind einige Zahlen:
Aufgeklärt bedeutet: Man weiß Bescheid über etwas.
Man hat alle wichtigen Infos bekommen.
Hier gibt es mehr Informationen über die Hilfe in der Ukraine

Foto: HI
Berlin (kobinet) Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.
„Das Ausmaß der Anfragen nach Reha-Maßnahmen von Menschen, die durch Raketen- und Drohnenangriffe oder Landminenexplosionen verletzt wurden, ist deutlich gestiegen. Diese Patienten haben schwere Traumata und Amputationen erlitten“, sagte Tatiana, Physiotherapeutin in Dnipro. Die Menschen sind nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern leiden auch an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Physiotherapie und psychologische Unterstützung sind dringend notwendig.
Anstieg von Menschen mit Behinderung
Ein Bericht des Assessment Capacities Project (ACAPS) schätzt, dass rund 300.000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben, von denen einige zu körperlichen Behinderungen wie Amputationen, Hör- und Sehverlust usw. geführt haben. Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine etwa 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen – eine Zahl, die seitdem aufgrund der vielen Kriegsversehrten stark gestiegen ist. Menschen mit Behinderungen sind überproportional von Gewalt und Tod betroffen und haben Schwierigkeiten, Zugang zu grundlegender Versorgung und Hilfsmaßnahmen zu erhalten.
Dicke Jacken gegen Streumunition
Lidiya ist eine der vielen Verletzten. Ohne Therapie von Handicap International könnte sie ihren Arm nicht mehr bewegen und wäre von täglicher Hilfe abhängig. Eine Streubombe explodierte, als sie in einer langen Schlange auf der Straße wartete, um ihre monatliche Rente abzuholen. Plötzlich hörte sie ein Geräusch, das wie „tausend zischende Schlangen“ klang. Später erfuhr sie, dass es sich dabei um den Klang von Streumunition handelte. Einer der Männer in ihrer Nähe schrie: „Rennt!“
„Aber wohin sollten wir laufen? Wir wussten, dass es in der Nähe einen Keller gab, aber wir schafften es nicht rechtzeitig dorthin. Die Druckwelle warf uns alle zu Boden“, sagt Lidiya. Als die 75-Jährige wieder zu sich kam, sah sie, dass ihr Arm blutüberströmt und ihre Hand unnatürlich verdreht waren. Es herrschte bedrückende Stille; niemand konnte aufstehen. Bald kamen Ärzte. Lidiya sah, wie sie die Menschen sortierten – in die, die noch lebten und in die, die nicht mehr lebten.
„Der Arzt sagte mir, ich hätte Glück gehabt. Ich war warm angezogen, wie ein Kohlkopf in vielen Schichten, weil wir in der Nacht zuvor vor den Bombardierungen in einem Keller Schutz gesucht hatten und mir sehr kalt war. Diese dicke Kleidung hat mir das Leben gerettet“, berichtet Lidiya.
Handicap International versorgt in der Ukraine seit 2022 Opfer von Streubomben, Landminen oder Raketen.
• Versorgung von über 5.600 Menschen mit Rehabilitations-Maßnahmen
• Versorgung von rund 19.000 Menschen mit psychosozialer Unterstützung.
• Aufklärung von über 230.000 Menschen über die Gefahren von Minen und Blindgängern.
• Verteilung von über 6.000 Hilfsmitteln
Link zu weiteren Informationen zum Einsatz von Handicap International in der Ukraine

Foto: HI
Berlin (kobinet) Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.
„Das Ausmaß der Anfragen nach Reha-Maßnahmen von Menschen, die durch Raketen- und Drohnenangriffe oder Landminenexplosionen verletzt wurden, ist deutlich gestiegen. Diese Patienten haben schwere Traumata und Amputationen erlitten“, sagte Tatiana, Physiotherapeutin in Dnipro. Die Menschen sind nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern leiden auch an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Physiotherapie und psychologische Unterstützung sind dringend notwendig.
Anstieg von Menschen mit Behinderung
Ein Bericht des Assessment Capacities Project (ACAPS) schätzt, dass rund 300.000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben, von denen einige zu körperlichen Behinderungen wie Amputationen, Hör- und Sehverlust usw. geführt haben. Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine etwa 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen – eine Zahl, die seitdem aufgrund der vielen Kriegsversehrten stark gestiegen ist. Menschen mit Behinderungen sind überproportional von Gewalt und Tod betroffen und haben Schwierigkeiten, Zugang zu grundlegender Versorgung und Hilfsmaßnahmen zu erhalten.
Dicke Jacken gegen Streumunition
Lidiya ist eine der vielen Verletzten. Ohne Therapie von Handicap International könnte sie ihren Arm nicht mehr bewegen und wäre von täglicher Hilfe abhängig. Eine Streubombe explodierte, als sie in einer langen Schlange auf der Straße wartete, um ihre monatliche Rente abzuholen. Plötzlich hörte sie ein Geräusch, das wie „tausend zischende Schlangen“ klang. Später erfuhr sie, dass es sich dabei um den Klang von Streumunition handelte. Einer der Männer in ihrer Nähe schrie: „Rennt!“
„Aber wohin sollten wir laufen? Wir wussten, dass es in der Nähe einen Keller gab, aber wir schafften es nicht rechtzeitig dorthin. Die Druckwelle warf uns alle zu Boden“, sagt Lidiya. Als die 75-Jährige wieder zu sich kam, sah sie, dass ihr Arm blutüberströmt und ihre Hand unnatürlich verdreht waren. Es herrschte bedrückende Stille; niemand konnte aufstehen. Bald kamen Ärzte. Lidiya sah, wie sie die Menschen sortierten – in die, die noch lebten und in die, die nicht mehr lebten.
„Der Arzt sagte mir, ich hätte Glück gehabt. Ich war warm angezogen, wie ein Kohlkopf in vielen Schichten, weil wir in der Nacht zuvor vor den Bombardierungen in einem Keller Schutz gesucht hatten und mir sehr kalt war. Diese dicke Kleidung hat mir das Leben gerettet“, berichtet Lidiya.
Handicap International versorgt in der Ukraine seit 2022 Opfer von Streubomben, Landminen oder Raketen.
• Versorgung von über 5.600 Menschen mit Rehabilitations-Maßnahmen
• Versorgung von rund 19.000 Menschen mit psychosozialer Unterstützung.
• Aufklärung von über 230.000 Menschen über die Gefahren von Minen und Blindgängern.
• Verteilung von über 6.000 Hilfsmitteln
Link zu weiteren Informationen zum Einsatz von Handicap International in der Ukraine




