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Paralympischer Sport braucht gleiche Chancen

Mehrere Sportler auf Rennrollstühlen während des Rennens
Rennen mit Rollstuhl
Foto: wal_172619 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Mit ambitionierten Zielen will sich das Team Deutschland Paralympics auf den Weg zu den Winterspielen nach Italien machen. Das unterstrich Idriss Gonschinska, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bei der Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Gonschinska machte allerdings auch deutlich, dass sich die Voraussetzungen verbessern müssen, wenn Deutschland seine Position unter den Top-Nationen im Para Sport halten wolle. "Der paralympische Sport hierzulande braucht gleiche Chancen", betont der DBS-Vorstandsvorsitzende. Eine nachhaltige Leistungsentwicklung mit Blick auf die kommenden Paralympics lasse sich nur unter gleichwertigen strukturellen Rahmenbedingungen zum olympischen Sport realisieren. "Andernfalls wird es immer schwieriger, die an das Team D Paralympics geknüpften Erwartungen zu erfüllen und die gemeinschaftlich gesetzten Ziele zu erreichen", sagt Gonschinska.

Darüber hinaus sei es eine Notwendigkeit, die Athletenförderung substanziell weiterzuentwickeln. Insbesondere müsse die Zahl der Förderplätze ausgeweitet werden, damit auch perspektivreiche Athletinnen und Athleten eine bedarfsgerechte Unterstützung erhalten.

Dringend erforderlich sei auch ein Zuwachs der hauptamtlichen Stellen für Trainerinnen und Trainern, einhergehend mit einer adäquaten Bezahlung sowie einer langfristig ausgerichteten Personalplanung und einer Verankerung der vollständigen Leistungssportpersonalmittel im Bundeshaushalt.

Ebenso sei eine Aufstockung der Mittel der Jahresplanung notwendig, um die gestiegenen Kosten für Lehrgangsmaßnahmen, erweiterte Betreuungsbedarfe sowie die erforderliche Steigerung der Teilnahme an internationalen Wettkämpfen mit Blick auf die relevanten Qualifikationsprozesse abzudecken.

Dass der paralympische Sport nicht nur in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Leistungsfähigkeit, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Relevanz gewonnen hat, sei laut Gonschinska unbestritten und eine Entwicklung in die richtige Richtung.