MÜNCHEN (kobinet)
In München ist es schwer, eine Wohnung zu finden.
Für Menschen mit Behinderungen ist es noch viel schwerer.
Manchmal finden sie gar keine Wohnung.
Es gibt ein Gesetz für Gleich-Behandlung.
Das Gesetz schützt Menschen vor Ungerechtigkeit.
Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Trotzdem finden viele Menschen mit Behinderungen keine Wohnung.
Besonders wenn die Wohnung nicht zu teuer sein darf.
Der Bezirk Ober-Bayern möchte helfen.
Ein Bezirk ist ein bestimmtes Gebiet.
In dem Gebiet leben Menschen mit ähnlichen Interessen.
Der Bezirk bittet private Vermieter um Hilfe.
Die Vermieter sollen Wohnungen anbieten.
Diese Wohnungen sind für Menschen mit Behinderungen.
München ist eine sehr teure Stadt in Deutschland.
Manche Menschen können nicht selbst arbeiten.
Sie bekommen Geld vom Staat.
Dieses Geld heißt: Sozial-Hilfe.
Für diese Menschen ist es besonders schwer.
Sie finden oft keine bezahlbare Wohnung.
Menschen mit Behinderungen haben oft noch mehr Probleme.
Viele Vermieter haben Vorurteile.
Das sind schlechte Gedanken über Menschen.
Man denkt etwas Falsches über andere.
Besonders Menschen mit seelischen Krankheiten haben Probleme.
Viele Vermieter haben Angst vor diesen Menschen.
Diese Angst ist oft unbegründet.
Das bedeutet: Es gibt keinen guten Grund dafür.
Es gibt eine Stelle beim Bund.
Die Stelle heißt: Anti-Diskriminierungs-Stelle.
Diskriminierung bedeutet: ungerechte Behandlung.
Die Stelle sammelt Beispiele für Diskriminierung.
Oft werden Menschen mit Behinderungen benachteiligt.
Sie werden schlechter behandelt als andere Menschen.
Das passiert bei der Suche nach Wohnungen.
Wenn Menschen keine Wohnung haben, ist das schlimm.
Sie verlieren oft die Hoffnung.
Sie können nicht mehr gut leben.
Sie verlieren den Kontakt zu anderen Menschen.
Der Bezirk Ober-Bayern hilft Menschen mit Behinderungen.
Der Bezirk bezahlt Hilfen für das Wohnen.
Zum Beispiel: Betreuer kommen in die Wohnung.
Oder: Menschen wohnen in einer Wohn-Gemeinschaft.
Dort bekommen sie Unterstützung.
So können sie selbst-bestimmt leben.
Du entscheidest selbst.
Niemand sagt dir, was du machen sollst.
Thomas Schwarzenberger ist Bezirks-Tags-Präsident.
Das ist der Chef von einer Gruppe.
Diese Gruppe trifft sich am Tag in einem Stadt-Teil.
Er sagt: In München sind viele Wohnungen zu teuer.
Die Sozial-Hilfe kann diese Mieten nicht bezahlen.
Das ist ein großes Problem.
Der Bezirk hat eine neue Stelle eingerichtet.
Die Stelle heißt: Wohn-Raum-Koordination.
Koordination bedeutet: Verschiedene Dinge gut zusammen planen.
Alle arbeiten zur gleichen Zeit am gleichen Ziel.
Die Mitarbeiter beraten Vermieter.
Die Vermieter können dort Wohnungen anbieten.
Die Wohnungen sollen nicht zu teuer sein.
Die Miete soll langfristig gleich bleiben.
Langfristig bedeutet: Etwas dauert sehr lange.
Es geht über viele Monate oder Jahre.
Die Wohn-Raum-Koordination hilft auch anders.
Sie kann Angebote weiter-leiten.
Zum Beispiel an Wohlfahrts-Verbände.
Wohlfahrts-Verbände sind Hilfs-Organisationen.
Diese Organisationen mieten oft Wohnungen an.
Dort können dann mehrere Menschen zusammen wohnen.
Die Hilfs-Organisationen bieten Betreuung an.
Betreuer kümmern sich vor Ort um die Menschen.
Die Miete wird immer pünktlich bezahlt.
Das ist sicher für die Vermieter.
So haben alle etwas davon.

Foto: Bezirk Oberbayern
MÜNCHEN (kobinet) Wer in München eine Wohnung sucht, der hat es sehr schwer, eine passende Wohnung zu finden. Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nahezu unmöglich. Trotz gesetzlicher Gleichstellung bleibt der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für viele eine kaum überwindbare Hürde. Der Bezirk Oberbayern appelliert deshalb an private Vermieterinnen und Vermieter, ihre Wohnungen für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung zu stellen. München gehört zu den teuersten Städten Deutschlands. Davon besonders betroffen sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbstständig bestreiten können und auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Sie konkurrieren auf einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt, und Menschen mit Behinderungen haben zusätzlich in besonderem Maße mit Vorbehalten und struktureller Benachteiligung zu kämpfen.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dokumentiert regelmäßig Fälle, in denen diese Menschen bei der Wohnungsvergabe benachteiligt werden. Vor allem Personen mit seelischen Erkrankungen stoßen auf verdeckte Barrieren: Misstrauen, Unsicherheit, Stigmatisierung. Wenn Betroffene keine Wohnung finden oder diese verlieren, verlieren sie oft auch soziale Stabilität und Lebensperspektive.
Als Träger der Hilfen für Menschen mit Behinderungen finanziert der Bezirk Oberbayern ambulante Wohnformen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. „Das kann die klassische Mietwohnung mit ambulanter Unterstützung sein oder eine inklusive Wohngemeinschaft mit pädagogischer Begleitung. Gerade in München jedoch übersteigen viele Mieten die sozialhilferechtlich finanzierbaren Grenzen“, sagt Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger.
Um gegenzusteuern, hat der Bezirk eine eigene Wohnraumkoordination eingerichtet. Sie berät Eigentümerinnen und Eigentümer, die bereit sind, Wohnraum für Menschen mit Behinderungen anzubieten – zu fairen Bedingungen und mit langfristiger Perspektive. Auf Wunsch kann ein Immobilienangebot z.B. auch an die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege weitergeleitet werden, die insbesondere für Wohngemeinschaften oft als Hauptmieter fungieren. Dienste und Träger bieten die Betreuung vor Ort und sorgen für stabile Mietverhältnisse. So entsteht Sicherheit für alle Seiten.

Foto: Bezirk Oberbayern
MÜNCHEN (kobinet) Wer in München eine Wohnung sucht, der hat es sehr schwer, eine passende Wohnung zu finden. Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nahezu unmöglich. Trotz gesetzlicher Gleichstellung bleibt der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für viele eine kaum überwindbare Hürde. Der Bezirk Oberbayern appelliert deshalb an private Vermieterinnen und Vermieter, ihre Wohnungen für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung zu stellen. München gehört zu den teuersten Städten Deutschlands. Davon besonders betroffen sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbstständig bestreiten können und auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Sie konkurrieren auf einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt, und Menschen mit Behinderungen haben zusätzlich in besonderem Maße mit Vorbehalten und struktureller Benachteiligung zu kämpfen.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dokumentiert regelmäßig Fälle, in denen diese Menschen bei der Wohnungsvergabe benachteiligt werden. Vor allem Personen mit seelischen Erkrankungen stoßen auf verdeckte Barrieren: Misstrauen, Unsicherheit, Stigmatisierung. Wenn Betroffene keine Wohnung finden oder diese verlieren, verlieren sie oft auch soziale Stabilität und Lebensperspektive.
Als Träger der Hilfen für Menschen mit Behinderungen finanziert der Bezirk Oberbayern ambulante Wohnformen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. „Das kann die klassische Mietwohnung mit ambulanter Unterstützung sein oder eine inklusive Wohngemeinschaft mit pädagogischer Begleitung. Gerade in München jedoch übersteigen viele Mieten die sozialhilferechtlich finanzierbaren Grenzen“, sagt Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger.
Um gegenzusteuern, hat der Bezirk eine eigene Wohnraumkoordination eingerichtet. Sie berät Eigentümerinnen und Eigentümer, die bereit sind, Wohnraum für Menschen mit Behinderungen anzubieten – zu fairen Bedingungen und mit langfristiger Perspektive. Auf Wunsch kann ein Immobilienangebot z.B. auch an die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege weitergeleitet werden, die insbesondere für Wohngemeinschaften oft als Hauptmieter fungieren. Dienste und Träger bieten die Betreuung vor Ort und sorgen für stabile Mietverhältnisse. So entsteht Sicherheit für alle Seiten.




