BERLIN (kobinet)
Der ABiD ist ein Verband.
Ein Verband bedeutet: Menschen leben zusammen.
Sie machen Regeln für das Zusammen-leben.
Der Verband ist für Menschen mit Behinderung.
ABiD ist die Abkürzung für: Allgemeiner Behinderten-Verband in Deutschland.
Der ABiD findet gut: Die Regierung will den Sozial-Staat verbessern.
Der Sozial-Staat ist Deutschland.
Deutschland hilft Menschen, die Hilfe brauchen.
Es soll keine Kürzungen geben.
Kürzungen bedeutet: Es gibt weniger Geld als vorher.
Das bedeutet: Niemand bekommt weniger Geld.
Das ist wichtig für Menschen mit Behinderung.
Der ABiD sagt aber auch: Es reicht nicht aus.
Die Regierung will vieles digitalisieren.
Digitalisierung bedeutet: Dinge mit dem Computer machen.
Nicht mehr mit Papier arbeiten.
Das kann gut sein.
Aber: Viele Menschen mit Behinderung brauchen besondere Hilfe.
Diese Hilfe ist sehr unterschiedlich.
Ein Beispiel ist das Kinder-Geld.
Das Kinder-Geld soll einfacher werden.
Das ist gut.
Aber: Manche Familien brauchen mehr Geld.
Zum Beispiel: Wenn ein Kind eine Behinderung hat.
Dann braucht die Familie mehr Unterstützung.
Der ABiD sagt: Wichtig ist nicht nur Geschwindigkeit.
Wichtig ist: Die Menschen müssen gut leben können.
Sie müssen selbst entscheiden können.
Sie müssen überall mitmachen können.
Das nennt man: Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Der ABiD fordert: Die Regierung muss mit den Verbänden sprechen.
Und zwar von Anfang an.
Das steht in einem wichtigen Vertrag.
Der Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN-Behinderten-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben.
Der ABiD warnt: Es gibt immer mehr Hass.
Hass gegen Menschen mit Behinderung.
Manche Menschen sprechen schlecht über behinderte Menschen.
Das ist gefährlich.
Die Regierung muss dagegen etwas tun.
Sie muss die Rechte von Menschen mit Behinderung schützen.
Der ABiD wird weiter aufpassen.
Der ABiD wird prüfen: Was macht die Regierung wirklich?
Hilft es den Menschen mit Behinderung?
Werden ihre Rechte beachtet?

Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD e.V.) begrüßt, dass sich die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission bei ihren Vorschlägen zur Sozialstaatsreform auf strukturelle Verbesserungen konzentriert und Leistungskürzungen ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und wachsender sozialer Ungleichheit ist dies ein wichtiges und notwendiges Signal. Gleichzeitig warnt der ABiD davor, die Debatte auf Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung zu verengen, ohne die besonderen Lebenslagen behinderter Menschen konsequent mitzudenken. "Strukturreformen sind kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie bei den Menschen ankommen – insbesondere bei jenen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind", erklärt der Vorstand des ABiD.
Digitalisierung ja – aber eben inklusiv und barrierefrei. Der Verband teilt die Einschätzung, dass eine moderne, digitalisierte Sozialverwaltung Chancen bietet. Diese Chancen dürfen jedoch nicht dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen durch neue digitale Hürden ausgeschlossen werden. Viele Betroffene erleben bereits heute, dass Verfahren komplizierter statt einfacher werden.
Automatisierte Leistungen wie ein unbürokratisches Kindergeld sind aus Sicht des ABiD grundsätzlich zu begrüßen. Für Menschen mit Behinderungen gilt jedoch: Pauschale Lösungen greifen häufig zu kurz, da individuelle Mehrbedarfe, wechselnde Lebenslagen und Unterstützungsformen berücksichtigt werden müssen.
Teilhabe braucht mehr als Effizienz – Der ABiD weist darauf hin, dass Reformen des Sozialstaates nicht allein unter Effizienz- oder Vereinfachungsgesichtspunkten bewertet werden dürfen. Vom ABiD wird betont: „Maßstab müssen die tatsächliche Verbesserung der Lebenssituation, die Sicherung der Existenz und die Stärkung selbstbestimmter Teilhabe sein.“ „Ein Sozialstaat, der das Leben einfacher machen will, muss zuerst zuhören – und zwar denen, die besonders häufig durch Raster fallen“, so der Verband.
Beteiligung behinderter Menschen ist unverzichtbar, so wird vom ABiD unterstrichen. Der ABiD schließt sich der Forderung nach einer umfassenden Einbindung gesellschaftlicher Akteure an – betont jedoch, dass die Verbände behinderter Menschen von Beginn an verbindlich beteiligt werden müssen. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland ausdrücklich zu dieser Beteiligung.
Gerade erleben wir, so der ABiD, ein Klima der nicht nur versteckten, sondern offen ausgesprochener Behindertenfeindlichkeit. Wir fordern daher dringend, durch konsequentes Umsetzen der UN Behindertenrechtskonvention, diesen Tendenzen wirksam entgegenzutreten. Der Verband wird die weiteren Schritte der Bundesregierung kritisch begleiten und erwartet, dass Strukturreformen nicht nur technisch, sondern sozial gerecht, inklusiv und menschenrechtsbasiert ausgestaltet werden

Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD e.V.) begrüßt, dass sich die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission bei ihren Vorschlägen zur Sozialstaatsreform auf strukturelle Verbesserungen konzentriert und Leistungskürzungen ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und wachsender sozialer Ungleichheit ist dies ein wichtiges und notwendiges Signal. Gleichzeitig warnt der ABiD davor, die Debatte auf Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung zu verengen, ohne die besonderen Lebenslagen behinderter Menschen konsequent mitzudenken. "Strukturreformen sind kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie bei den Menschen ankommen – insbesondere bei jenen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind", erklärt der Vorstand des ABiD.
Digitalisierung ja – aber eben inklusiv und barrierefrei. Der Verband teilt die Einschätzung, dass eine moderne, digitalisierte Sozialverwaltung Chancen bietet. Diese Chancen dürfen jedoch nicht dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen durch neue digitale Hürden ausgeschlossen werden. Viele Betroffene erleben bereits heute, dass Verfahren komplizierter statt einfacher werden.
Automatisierte Leistungen wie ein unbürokratisches Kindergeld sind aus Sicht des ABiD grundsätzlich zu begrüßen. Für Menschen mit Behinderungen gilt jedoch: Pauschale Lösungen greifen häufig zu kurz, da individuelle Mehrbedarfe, wechselnde Lebenslagen und Unterstützungsformen berücksichtigt werden müssen.
Teilhabe braucht mehr als Effizienz – Der ABiD weist darauf hin, dass Reformen des Sozialstaates nicht allein unter Effizienz- oder Vereinfachungsgesichtspunkten bewertet werden dürfen. Vom ABiD wird betont: „Maßstab müssen die tatsächliche Verbesserung der Lebenssituation, die Sicherung der Existenz und die Stärkung selbstbestimmter Teilhabe sein.“ „Ein Sozialstaat, der das Leben einfacher machen will, muss zuerst zuhören – und zwar denen, die besonders häufig durch Raster fallen“, so der Verband.
Beteiligung behinderter Menschen ist unverzichtbar, so wird vom ABiD unterstrichen. Der ABiD schließt sich der Forderung nach einer umfassenden Einbindung gesellschaftlicher Akteure an – betont jedoch, dass die Verbände behinderter Menschen von Beginn an verbindlich beteiligt werden müssen. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland ausdrücklich zu dieser Beteiligung.
Gerade erleben wir, so der ABiD, ein Klima der nicht nur versteckten, sondern offen ausgesprochener Behindertenfeindlichkeit. Wir fordern daher dringend, durch konsequentes Umsetzen der UN Behindertenrechtskonvention, diesen Tendenzen wirksam entgegenzutreten. Der Verband wird die weiteren Schritte der Bundesregierung kritisch begleiten und erwartet, dass Strukturreformen nicht nur technisch, sondern sozial gerecht, inklusiv und menschenrechtsbasiert ausgestaltet werden




