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VdK warnt mit offenem Brief an Abgeordnete vor Anstieg der Wohnungslosigkeit

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die aktuellen Verabredungen des Koalitionsausschusses sehen die Option vor, alle Leistungen der sogenannten neuen Grundsicherung einschließlich der Kosten der Unterkunft (KdU) komplett einzustellen. Der Sozialverband VdK Deutschland teilt in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages die Sorge vieler Sozial- und Wohlfahrtsverbände, dass diese geplanten Verschärfungen zu einem Anstieg der Wohnungslosigkeit führen können. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt: „Die Verlässlichkeit der Mietzahlungen ist ein zentrales Kriterium auf dem angespannten Wohnungsmarkt. Wenn diese nicht mehr gewährleistet ist, geraten nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Familien in existenzielle Notlagen. Für mich steht fest: Wenn Wohnen zum Druckmittel wird, verliert die Politik ihre soziale Verantwortung.“

Grüne Fraktion Berlin hat Positionspapier für inklusive Ausbildung vorgestellt

Catrin Wahlen
Catrin Wahlen
Foto: Catrin Wahlen

Berlin (kobinet) Zum Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. Oktober 2025 ihr Positionspapier für mehr Inklusion in der Ausbildung vorgestellt. Dazu kommentierten Klara Schedlich, Sprecherin für Berufliche Bildung, Tonka Wojahn, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung und Fachkräftesicherung, und Catrin Wahlen das neue Positionspapier. Catrin Wahlen betonte beispielsweise: „Berlin darf nicht länger hinnehmen, dass Menschen, die einen Beruf erlernen wollen, daran gehindert werden. Wir wollen mit Inklusionslotsinnen an allen Jugendberufsagenturen sicherstellen, dass junge Menschen mit Behinderungen nicht mehr von Amt zu Amt geschickt werden, sondern ohne große Hürden und Umwege in Ausbildung und Arbeit kommen.“

Wie barrierefrei sind die Bahnhöfe in Österreich?

Sharepic mit Aufschrift:
Sharepic mit Aufschrift: „Barrierefreiheit? Ist eh schon fast alles barrierefrei“ mit ÖBB Rahmenplan
Foto: BIZEPS/ChatGPT

Wien (kobinet) Laut der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Ralph Schallmeiner (GRÜNE) und der Antwort des österreichischen Verkehrsministers Peter Hanke (SPÖ) stehen in Österreich aktuell 490 barrierefreie Stationen im Netz der ÖBB-Infrastruktur AG zur Verfügung. Das entspricht – bezogen auf rund 1.200 Bahnhöfe und Haltestellen mit Personenverkehr – nur etwa 40 Prozent des Gesamtnetzes der Österreichischen Bundesbahnen, wie aus einem Artikel des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS hervorgeht. Der Verkehrsminister verweist jedoch darauf, dass 89 Prozent der täglichen Fahrgäste bereits barrierefreie Stationen nutzen können. „Das bedeutet: Vor allem große Bahnhöfe und Knotenpunkte sind heute gut ausgebaut, während viele kleinere Stationen, insbesondere im ländlichen Raum, weiterhin Defizite aufweisen“, heißt es im BIZEPS-Bericht.

Einladung zur Teilnahme an einem Interview für meine Bachelorarbeit

Textabbildung, alles wird in der Nachricht genannt
Aufruf zum Mitwirken
Foto: Teresa Terpitz

Berlin (kobinet) Die Studentin Teresa Terpitz wandte sich an uns. Ihren Text veröffentlichen wir hiermit.

Ich schreibe derzeit meine Bachelorarbeit mit dem Titel „Herausforderungen und Chancen für neurodiverse Menschen im automatisierten On-Demand-Verkehr“.

Förderung für „Gemeinsame Modellvorhaben“

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANNOVER (kobinet) Mit einer neuen Förderrichtlinie für „Gemeinsame Modellvorhaben“ möchte Niedersachsen zusammen mit den Pflegekassen Projekte in ganz Niedersachsen unterstützen, die die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen etwa durch die Einbindung und Stärkung der Quartiers- und Dorfgemeinschaft verbessern.

30 Teams treten zum Finale an

Sporthalle in welcher an mehreren Platten Tischtennis gespielt wird
Bei den Vorrunden in Neumarkt
Foto: Andreas Schmittner

ERLANGEN (kobinet) Unter dem Motto „Aufschlag, Satz und Spiel“ geht es beim bayerischen Tischtennis-Turnier der Lebenshilfe in die entscheidende Runde. Etwa 150 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderungen treten dann in 30 Teams – darunter elf Damen- und 19 Herrenteams – am Samstag, 25. Oktober 2025, ab 10:00 Uhr in der Agnes-Bernauer-Halle in 85088 Vohburg zum Finale an.

Tipps zur Stellensuche und Bewerbung mit Behinderungen

Zeichnung mit acht Portraits von denen eines mit einem roten Kreis gekennzeichnet ist und eine Hand deutet die Auswahl dieser Person an
Auswahl für die richtige Arbeit die richtige Person
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BONN (kobinet) Die Suche nach der passenden Arbeitsstelle und das erfolgreiche Durchlaufen des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ist das Ziel der Bemühungen eines jeden Bewerbers. Für Arbeitsuchende mit Behinderungen kann dieser berufliche Einmündungsprozess besondere Fragen, Herausforderungen und Barrieren aufwerfen, wenn es um die Vereinbarkeit von Arbeitsanforderungen mit den eigenen Beeinträchtigungen geht. Das digitale inklusive Expertinnen- und Experten-Netzwerk sowie der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker will dazu in der anderthalbstündigen virtuellen Veranstaltung einerseits die Auseinandersetzung mit behinderungsspezifischen Fragestellungen und Besonderheiten im Bewerbungs- und im beruflichen Einmündungsprozess in den Vordergrund stellen. Andererseits sollen durch das gezielte Briefing der Teilnehmenden Optimierungspotenziale aufgezeigt werden, um die Erfolgschancen bei zukünftigen Bewerbungsvorhaben zu verbessern.

Neue Dokumentation zum Seminar „Perspektivwechsel: Inklusion in der Bildenden Kunst“ veröffentlicht

Eingang einer BBK Galerie schwarz-weiß Bild
kein öffentlicher Diskursraum
Foto: Ralph Milewski

Berlin (kobinet) Im aktuellen Newsletter des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) wird auf die Veröffentlichung der schriftlichen Dokumentation zum Seminar „Perspektivwechsel: Inklusion in der Bildenden Kunst“ hingewiesen. Das vom British Council initiierte und gemeinsam mit dem BBK Bundesverband, dem Deutschen Künstlerbund und der IGBK organisierte Seminar fand am 28. März 2025 in der Berlinischen Galerie statt.

Das Format befasste sich mit Fragen des strukturellen Gatekeepings in der künstlerischen Ausbildung und Praxis und legte den Schwerpunkt auf die Förderung von Inklusion innerhalb der Künstlerverbände. Die nun erschienene Dokumentation wurde von den beteiligten Verbänden erstellt. Sie fasst zentrale Beiträge und Ergebnisse des Seminartags zusammen und ergänzt diese um weiterführende Links und Materialien.

FRECH + FREI: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung – Neues Buch von Udo Sierck

Cover des Buches
Cover des Buches „Frech + Frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ von Udo Sierck
Foto: Verlag Assoziation A

Hamburg (kobinet) „FRECH + FREI: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“, so lautet der Titel des neuen Buches von Udo Sierck. „Dieses Buch erzählt vom Widerstand einer sich entwickelnden Selbstbestimmt-Leben-Bewegung seit Mitte der 1970er-Jahre: Es berichtet von der permanenten Auseinandersetzung mit gängigen Normen, Werten und Körperidealen, verbunden mit Hinweisen auf tabuisierte Spuren der nationalsozialistischen Vergangenheit. Es erinnert an Demonstrationen gegen behindertenfeindliche Gerichtsurteile und an Bühnen- und Rathausbesetzungen, dokumentiert Proteste für die barrierefreie Nutzung von Bus und Bahn und zeichnet die Gegenwehr gegen neue ‚Euthanasie‘-Forderungen und die Selektion durch humangenetische Techniken nach. Es skizziert den steinigen Weg, bis die Behindertenrechte Eingang in das Grundgesetz fanden, und warnt vor einem drohenden Rollback durch das Erstarken rechtsradikaler Denkweisen“, heißt es in der Ankündigung des Buches.

Trauer um österreichische Behindertenrechtsaktivistin Roswitha Schachinger

Roswitha Schachinger
Roswitha Schachinger
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) Das Leben von Roswitha Schachinger war von ihrem Engagement für die Selbstbestimmung und für die Rechte behinderter Menschen geprägt. Auch wenn sie sich ungern in die erste Reihe stellte, prägte sie über Jahrzehnte hinweg entscheidend die Aktivitäten der österreichischen Behindertenbewegung. Sie mischte bereits 1994 bei der Gründung des Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben entscheidend mit. Die Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrats, geschäftsführende Vorständin der WAG Assistenzgenossenschaft und Preisträgerin des Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig Preises für selbstbestimmtes Leben, die am 21. November 1968 geboren wurde, verstarb am 18. Oktober 2025. Die Trauer über diesen Verlust einer liebevollen und engagierten Person reicht weit über die Grenzen Österreichs hinaus.

Weiterbildungsangebot der Naturschutzakademie Hessen: Veranstaltungen barrierearm gestalten

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Foto: Susanne Göbel

Wiesbaden (kobinet) Wie lassen sich Indoor-, Outdoor- und Online-Veranstaltungen so gestalten und vorbereiten, dass diese inklusiv und barrierearm sind? Mit dieser komplexen Fragestellung beschäftigt sich die Naturschutzakademie Hessen im Rahmen einer fünfteiligen Online-Veranstaltungsreihe. Beginn ist der 22. Oktober 2025.

ZsL Sachsen stärkt Selbstvertretung für mehr Teilhabe und Mitbestimmung

Bild von Mitgliedern des ZsL Sachsen
Bild von Mitgliedern des ZsL Sachsen
Foto: omp

Zwickau / Dresden (kobinet) Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL) setzt sich für echte Selbstvertretung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Im Mittelpunkt steht die Forderung: Menschen mit Behinderungen müssen selbst bestimmen können, wie sie leben, wohnen und arbeiten wollen. „Selbstvertretung bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen ihre Interessen selbst vertreten – in der Politik, in der Gesellschaft und im Alltag“, erklärte Manuel Schramm, Vorsitzender des ZsL Sachsen. „Wir brauchen mehr Mitbestimmung auf kommunaler Ebene, barrierefreie Strukturen und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen – beim Wohnen, Arbeiten oder in der Freizeit“, wie es in einer Presseinformation des ZsL Sachsen heißt.

Neues Urteil des Bundessozialgerichts zur Hörgeräteversorgung

Bundessozialgericht
Foto zeigt Bundessozialgericht in Kassel
Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Auch die Hörgeräteversorgung durch die Krankenkasse unterliegt einem Festbetrag. Soll ein Hörgerät, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, durch die Krankenkassen erstattet werden, muss ein sogenannter Hörzugewinn erwiesen sein. Das Bundessozialgericht hat nun grundsätzlich festgestellt, dass bereits „ein Hörzugewinn von fünf Prozent einen relevanten Hörvorteil darstellt“.

Zusammen wachsen – Projekt zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit gestartet

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Freizeitangebote sind häufig für Kinder und Jugendliche mit Behinderung nicht oder nur erschwert nutzbar. Zudem machen junge Menschen mit Beeinträchtigung häufiger Diskriminierungserfahrungen, und Zukunftssorgen treiben sie öfter um. Auch fällt es ihnen deutlich schwerer, Freundschaften zu schließen. So das Ergebnis einer Studie der Aktion Mensch (https://www.aktion-mensch.de/inklusion/studien/inklusionsbarometer-jugend). Mit dem neuen, von der Aktion Mensch geförderten Projekt „Zusammen wachsen – Offene Kinder- und Jugendarbeit für alle!“ möchte sich Leben mit Behinderung Hamburg dafür einsetzen, diese unsichtbaren Grenzen zu überwinden. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gleichberechtigt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) zusammenzubringen.

BMAS informiert über Übergangsregeln für Zulassung von Assistenzhunden

Assistenzhund Yascha Sherlock
Assistenzhund Yascha Sherlock
Foto: ISL

BERLIN (kobinet) In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) darüber, dass es eine Rechtsänderung anstrebt, die es vorübergehend ermöglicht, Assistenzhunde zu prüfen und zu zertifizieren, selbst wenn sie in einer nicht zugelassenen Ausbildungsstätte ausgebildet wurden.

Förderung für barrierefreien Wohnraum gestrichen

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

CHEMNITZ (kobinet) Der Sozialverband VdK Sachsen kritisiert, dass im Entwurf des Bundeshaushalts 2025 das Programm „Altersgerecht Umbauen“ nicht mehr vorgesehen ist. Landesverbandspräsident Horst Wehner fordert ein Umdenken: „Barrierefreier Wohnraum ist nicht nur eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern auch Ausdruck politischer Verantwortung. Mit zunehmendem Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen ist barrierefreies Wohnen eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.“

Armut bei Alleinerziehenden und Kindern – niemand schämt sich dafür

Münzq
geld
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

HANNOVER (kobinet) Rund 1,3 Millionen Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht. Das gilt insbesondere für Alleinerziehende, ältere Frauen sowie Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen bekommen Bürgergeld oder Grundsicherung. Angesichts des heutigen „Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut“ macht sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen dafür stark, dass bei diesen Leistungen die tatsächlichen Mietkosten übernommen werden und Differenzen nicht aus dem Regelsatz bezahlt werden müssen.

Keine Sozialleistungskürzungen im Landeshaushalt von Mecklenburg-Vorpommern

Stefanie Drese
Stefanie Drese
Foto: Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (kobinet) Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, hat anlässlich der Kundgebung der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege am 15. Oktober 2025 in Schwerin hervorgehoben, dass es im Entwurf des Landeshaushalts für die Jahre 2026 und 2027 keine Leistungskürzungen im Sozialbereich gibt. „Im Gegenteil, die Gesamtausgaben im Einzelplan Soziales steigen um fast 150 Millionen Euro auf rund 1,7 Milliarden Euro. Allein für den Bereich der Eingliederungs- und Sozialhilfe sind über 736 Millionen Euro und damit 50 Millionen Euro mehr im Vergleich zum Nachtragshaushalt 2025 eingestellt“, verdeutlichte die Ministerin. Eine Hauptursache dafür seien Kostensteigerungen, die mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) im Zusammenhang stehen.

Eingabe zur Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Deutschland

UN-Behindertenrechtskonvention
UNO Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind oft mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt: Sie werden nicht nur aufgrund ihrer Beeinträchtigung, sondern auch aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt. In ihrem Alltag erleben sie viele Barrieren und auch Rechtsverletzungen. So haben sie beispielsweise einen erschwerten Zugang zu gesundheitlicher Versorgung, zu Rechtsschutz nach Gewalterfahrungen und zu selbstbestimmter Sexualität und Elternschaft. Derzeit werden diese geschlechtsspezifischen Dimensionen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) noch nicht stark genug berücksichtigt – in Deutschland, aber auch international. Der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat deshalb einen Beteiligungsprozess zur Erstellung von menschenrechtlichen Leitlinien durchgeführt.

Mit der Beinprothese in die Hölle?

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Wien / Hamburg (kobinet) Behinderungen sind historisch nur schwer fassbar, umso überraschender ist die prominente Abbildung eines Mannes mit „Holzbein“ auf einem mittelalterlichen Wiener Tafelbild. In seiner Darstellung vereinen sich moralische, religiöse und soziale Zuschreibungen, die auf den zeitgenössischen Umgang mit Behinderungen rückschließen lassen. Im Wien Museum hängt in der Dauerausstellung ein Bild aus dem ausgehenden Mittelalter, das das Jüngste Gericht, auch Weltgericht genannt, zeigt (Mt 25, 31–46). Es stellt eine Version der christlich-biblischen Vorstellung vom Ende der Welt mit der göttlichen Beurteilung und Teilung aller Menschen dar. So heißt es in einem Beitrag von Dr. Christian Mürner und Dr. Volker Schönwiese, der im Wien Museum Magazin mit dem Titel „Mit der Beinprothese in die Hölle“ veröffentlicht wurde.

Kein zweites Paar Schuhe, keine tägliche warme Mahlzeit: Studie zeigt Mangelsituation im Bürgergeld

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

Berlin (kobinet) Eine aktuelle Studie des Paritätischen Gesamtverbandes zur sozialen Lage von Menschen im Bürgergeld zeigt das erschreckende Ausmaß materieller Entbehrung: Fast jeder Fünfte hat kein zweites Paar Schuhe. Jeder Dritte kann sich keine vollwertige Mahlzeit jeden zweiten Tag leisten. Mehr als die Hälfte kann kaputte Möbel nicht ersetzen. Dies geschieht trotz Tafeln und Sozialkaufhäusern – und während die Bundesregierung stärkere Sanktionen für Leistungsberechtigte plant.

Entlastung zulasten der Pflegebedürftigen

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

STUTTGART (kobinet) Der Ministerrat des Landes Baden-Württemberg hat in dieser Woche die Einbringung eines Entwurfs für das Gesetz für Teilhabe- und Pflegequalität (TPQG) in den baden-württembergischen Landtag beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Mitwirkungsrechte in Pflegeheimen deutlich einzuschränken. So soll die Qualität in ambulant betreuten Wohngemeinschaften nicht mehr durch die Heimaufsicht überprüft werden. Trotz frühzeitiger Hinweise und Kritik des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg sowie anderer Betroffenenverbände bleibt Minister Lucha bei seinem Vorhaben. Sein Ziel, die Pflegeheime zu entlasten, geht zulasten der Pflegebedürftigen, Bewohner und Ehrenamtlichen.

Von Anfang an mit an blinde und sehbehinderte Menschen denken

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

MARBURG (kobinet) In der September-Ausgabe des Podcasts des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) wird es international. In dieser Ausgabe wird ein Blick auf die Selbsthilfe in Europa geworfen. Lars Bosselmann, der Geschäftsführer der Europäischen Blindenunion, spricht im Podcast über seinen Werdegang und die Ziele der europäischen Blindenselbsthilfe.

Wirksame Maßnahmen gegen Wohnungsnot unbedingt erforderlich

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf den morgigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte die Bundesregierung auf, wirksame Maßnahmen gegen Armut zu ergreifen. Als einen Schlüssel dafür, dieses Ziel zu erreichen, sieht das Institut bezahlbare Mieten.

Sozialstaatsreform ohne Inklusion ist Etikettenschwindel: 23,4 Milliarden Euro werden jährlich in menschenrechtswidrige Sonderwelten investiert

Logo der ISL
ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Während die Bundesregierung über Einsparungen im Sozialstaat diskutiert, investiert Deutschland weiterhin jährlich bis zu 23,4 Milliarden Euro in Sonderstrukturen, die Menschen mit Behinderungen systematisch ausgrenzen“, teilt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in einer Presseinformation mit. Der Selbstvertretungsverband behinderter Menschen fordert die Bundesregierung daher auf, diese Mittel endlich für den Aufbau einer inklusiven Gesellschaft umzuschichten, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention verbindlich vorschreibt, die Deutschland 2009 ratifiziert hat.

Zukunftspakt Pflege: Kein Fahrplan für nachhaltige Pflegefinanzierung

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

Berlin (kobinet) Der VdK begrüßt, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ erste konkrete Schritte benennt – etwa in den Bereichen Prävention, Notfallversorgung, flexiblere Leistungen durch Budgets und eine Bündelung der Beratungsangebote. Dennoch, so VdK-Präsidentin Verena Bentele, sehen zukunftsfähige Reformen anders aus: „Der Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe lässt offen, wie die Pflegeversorgung in Deutschland gesichert werden soll, wenn einerseits die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigt und andererseits Fach- und Arbeitskräfte knapp werden. Die Folgen einer lückenhaften Versorgung tragen letztlich pflegende Angehörige, Zugehörige und die Pflegebedürftigen selbst. Um Unter- und Fehlversorgung zu vermeiden, sollte die Bund-Länder-Arbeitskommission in einem ersten Schritt Vorschläge vorlegen, die klare Zuständigkeiten bei der Sicherstellung der Pflegeversorgung definieren“, betonte Verena Bentele.

Ein Tag der bewegte und verband: 2. Ostholsteiner Tag der Inklusion fand in Oldenburg i. H. statt

Wimmelbild vom 2. Ostholstein Tag der Inklusion am 10.10.25 mit Katrin Werbeck rechts
Wimmelbild vom 2. Ostholstein Tag der Inklusion am 10.10.25 mit Katrin Werbeck rechts
Foto: Martina Scheel

Oldenburg i. H. (kobinet) „Kürbissuppe unter freiem Himmel ausgeben? Offiziell nicht gestattet. Schnell war ein Zelt besorgt. Diese Mischung aus Teamgeist, Mut und Improvisation prägte den 2. Ostholsteiner Tag der Inklusion, der am 10. Oktober 2025 rund 500 Menschen zur neuen barrierefreien Mehrzweckhalle am Oldenburger Schulcampus lockte. Mit Kultur, Infoständen, Kuchentafel, Spiel- und Mitmachaktionen wurde das Gebäude zu einem bunten Erfahrungsraum für Teilhabe und Begegnung. Draußen gab es Suppe, Waffeln und alkoholfreie Cocktails“, so heißt es in der Presseinformation, die von der Inklusiven Jugendarbeit in Ostholstein und der Behindertenbeauftragten der Stadt Oldenburg in Holstein, Martina Scheel, im Nachgang zur Veranstaltung verbreitet wurde.

Petition: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Arbeitgeber*innen-Modell in Berlin steht vor dem Aus

Bild zur Petition für gleiche Löhne im Arbeitgebermodell in Berlin
Bild zur Petition für gleiche Löhne im Arbeitgebermodell in Berlin
Foto: Jasper Dombrowski

Berlin (kobinet) „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Arbeitgebermodell in Berlin steht vor dem Aus!“ So lautet der Titel einer Petition, die auf der Online-Plattform change.org von Jasper Dombrowski von der Berliner Behindertenzeitung eingestellt wurde und sich an die Entscheidungsträger des Berliner Senats richtet. „Aktuell geht es um die Planung des Doppelhaushalts 2026/2027: Hier müssen ausreichend Finanzmittel bereitgestellt werden, um die Konkurrenzfähigkeit – und damit den Fortbestand – des Arbeitgebermodells zu sichern. Bitte unterstützen Sie uns dabei! Gleiche Arbeit muss gleich bezahlt werden – noch dazu, wenn das Arbeitgebermodell dann trotzdem noch kostengünstiger ist! Weg mit realitätsfremden Vorgaben zur Mittelverwendung! Würden alle behinderten Arbeitgeber zu Assistenzdiensten wechseln müssen, entstünden dem Land Berlin Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe!“ So heißt es zu den Forderungen der Petition an den Berliner Senat. Hintergrund ist die Tatsache, dass Assistenten, die direkt bei behinderten Menschen im Rahmen des Arbeitgebermodells angestellt sind, weniger Lohn bekommen, als wenn sie bei Assistenzdiensten beschäftigt werden, die meist teurer als das Arbeitgebermodell sind.

15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stockes

Zeichnung einer jungen Frau mt gelber Armbinde und Taststock

Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

Berlin (kobinet) Heute, am 15. Oktober 2025, ist es wieder so weit. Der Internationale Tag des weißen Stockes wird begangen. Zum Hintergrund dieses Tages teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit: „Im Jahr 1964 wurde vom US-Kongress eine Resolution in Kraft gesetzt, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day (übersetzt ungefähr: ‚Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes‘) erklärte. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit. Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der sehbehinderten und blinden Menschen. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens.“

Taub-blinde Frau wartet seit 15 Monaten auf korrekten Bescheid

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Neuried (kobinet) Viel wird in diesen Tagen über Bürokratieabbau, schnelle Hilfen für die Teilhabe behinderter Menschen etc. diskutiert. Dass der Alltag der Betroffenen oft ganz anders aussieht, macht ein Bericht von Bella Mühlberger deutlich, den diese den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. „Seit 15 Monaten wartet eine taubblinde Frau mittlerweile auf einen korrekten Bescheid bezüglich ihres Persönlichen Budgets. Sie hat ihre Assistenzkräfte über Monate bezahlen müssen, weil der Bezirk untätig blieb. Ein Fall mehr, der zeigt, wie die bayerischen Bezirke auf ihre Art und Weise an Menschen mit Behinderung sparen: indem sie darauf hoffen, dass diese aufgeben und auf Leistungen verzichten“, heißt es zusammenfassend im Bericht.

Rentenpaket muss unverändert verabschiedet werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert den Widerstand junger Unionsabgeordneter gegen das Rentenpaket und betonte: „Das Rentenpaket muss unverändert verabschiedet werden, damit die Rente auch in Zukunft mit der Lohnentwicklung mithalten kann und immense Kaufkraftverluste wie in den vergangenen Jahren vermieden werden. Die Kritik der jungen Abgeordneten ist völlig haltlos. Das Rentenpaket entspricht zu 100 Prozent dem Wortlaut des Koalitionsvertrags. Der Rest sind lediglich Modellrechnungen über die zukünftige Entwicklung des Rentenniveaus bis 2040. Demnach verhindert das Rentenpaket bis 2040 den Absturz des Rentenniveaus um exakt einen Prozentpunkt auf 46 statt auf 45 Prozent. Für gut abgesicherte Bundestagsabgeordnete mag das irrelevant sein, aber für eine heute 50-jährige Pflegekraft oder einen LKW-Fahrer mit 1.400 Euro Rente wären das Rentenverluste in Höhe von 400 Euro im Jahr.“

Warum gerade ältere Menschen Blindenschrift lernen sollten

Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Gewürzdose mit Brailleaufschrift Paprika
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Vor 200 Jahren entwickelte der blinde Teenager Louis Braille die tastbare Blindenschrift, die nach ihm auch „Brailleschrift“ genannt wird – ein Geniestreich und für Generationen blinder Menschen der Schlüssel zu Kommunikation, Bildung, beruflichem Erfolg und Glück. Viele Seniorinnen und Senioren mit Augenerkrankungen halten sich jedoch für zu alt, um die Schrift zu erlernen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist deshalb darauf hin, dass gerade ältere Menschen enorm vom Erlernen der Blindenschrift profitieren.

Pflegereform bleibt ohne Systemwechsel Stückwerk

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

BERLIN (kobinet) Aus Anlass der heutigen Veröffentlichung des Sachstandsberichts der Bund-Länder-AG ‚Zukunftspakt Pflege‘ erklärt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Joachim Rock, dass es zu begrüßen sei, dass Bund und Länder mit dem Sachstandsbericht der Arbeitsgruppe ‚Zukunftspakt Pflege‘ erstmals ein gemeinsames Lagebild zur Pflegefinanzierung und -versorgung vorlegen. Der Zwischenbericht zeigt nach seinen Worten aber leider, dass ein grundlegender Systemwechsel in der Pflegeversicherung derzeit nicht geplant ist. „…und das ist das eigentliche Problem“, so Joachim Rock.

Zukunftspakt Pflege weiterhin in der Schwebe

Eine jinge Frau kümmert sich um eine ältere Frau
Pflegen
Foto: Pixabay/Bucarama-TLM

DÜSSELDORF (kobinet) Mit Enttäuschung reagiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen auf den aktuellen Sachstandsbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“. VdK-Präsident Horst Vöge stellt dazu fest: „Wir erkennen einige richtige Ansätze, aber es fehlt an konkreten Maßnahmen, die die Pflegebedürftigen und ihre pflegenden Angehörigen sofort entlasten.“

Aktion Mensch und Team D Paralympics verlängern Partnerschaft

Bild von sechs Händen die sich an den Handgelenken festhalten
Mannschaftsgeist bringt Zusammenarbeit
Foto: Anemone123 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Die Aktion Mensch bleibt auch in den kommenden vier Jahren Inklusionspartner des Team D Paralympics sowie des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Der Vertrag zwischen der größten privaten Förderorganisation in Deutschland und der Deutschen Sport Marketing (DSM) als Vermarkterin des Team D Paralympics im Auftrag des DBS wurde um einen weiteren Zyklus verlängert und schließt damit die Paralympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 und LA 2028 ein.

Verbesserungen in Sachen inklusiver Katastrophenschutz in Baden-Württemberg geplant

Wappen Bundesland Baden-Württenberg
Wappen Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

Stuttgart (kobinet) Die Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge begrüßt den neuen Entwurf des Gesetzes über den Katastrophenschutz (Landeskatastrophenschutzgesetzes – LKatSG) Baden-Württemberg. In den nächsten Wochen wird die Neufassung des Landeskatastrophenschutzgesetzes im Landtag Baden-Württemberg verhandelt. Dem Engagement der Initiative Inklusive Katastrophenvorsorge und den zahlreichen Stellungnahmen ihrer Mitgliedsorganisationen ist es zu verdanken, dass in der Neufassung im § 1 nun darauf verwiesen wird, dass „einzelne Personen oder Personengruppen in besonderer Weise Schutz und Hilfe benötigen und in ihrer Selbsthilfefähigkeit eingeschränkt sein können“ und dies bei der Planung zu berücksichtigen ist. Wird dieser Entwurf im Parlament bestätigt, wäre das ein riesiger Teilerfolg auf dem Weg zu einem Katastrophenschutz, in dem alle Menschen mit ihren Fähigkeiten und Hilfebedarfen mitgedacht werden, wie es von Seiten der Initiative in einer Presseinformation heißt.

Online-Veranstaltung: Politische Partizipation in Schleswig-Holstein – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?

ZSL Nord
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Foto: ZsL Nord

Kiel (kobinet) „Politische Partizipation in Schleswig-Holstein – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?“ So lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, zu der die AG Politik des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) für den 22. Oktober 2025 von 17:00 bis 18:30 Uhr einlädt. „Politische Partizipation ist ein Menschenrecht – und dennoch längst keine Selbstverständlichkeit. Deshalb möchten wir, die AG Politik des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord), Sie ganz herzlich zu einer besonderen Online-Veranstaltung einladen“, heißt es unter anderem in der Ankündigung.

Erfolgreiche Eröffnung des Lintler Krug

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Foto: Susanne Göbel

Kirchlinteln (kobinet) Nach umfangreichen Umbau- und Restaurationsarbeiten öffnete der traditionsreiche Lintler Krug im niedersächsischen Kirchlinteln am 3. Oktober 2025 erstmals wieder seine Türen für Gäste. Mit einer feierlichen Eröffnung lud Geschäftsführer Jens Dreger Besucher aus der Region und darüber hinaus ein, das neue Kapitel des historischen Gasthauses mitzuerleben. Besonders macht den Lintler Krug nicht nur die Geschichte, die in den alten Holzbalken des Gebäudes spürbar bleibt, sondern vor allem das neue, zukunftsweisende Konzept. Jens Dreger, geschäftsführender Gesellschafter des Inklusionsbetriebs Sirius, Familientherapeut und Sozialmanager, hat einen Ort geschaffen, an dem Kulinarik, Gastfreundschaft und gelebte Inklusion miteinander verschmelzen. Im Lintler Krug arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichberechtigt zusammen. Ziel ist es, einen inklusiven Arbeits- und Begegnungsraum zu schaffen, der Gemeinschaft erlebbar macht und Barrieren abbaut. So wird der traditionsreiche Gasthof zu einem modernen Beispiel für gelebte Teilhabe inmitten der Region, wie es in einer Presseinformation heißt.

Umfrage zur Einarbeitung seiner künftigen Leitlinien zu Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen

UN-Behindertenrechtskonvention
UNO Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte weist darauf hin, dass der Fachausschuss zur UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen hat, einen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien zur Unterstützung der Prävention, Beseitigung, Bestrafung und Wiedergutmachung von Gewalt aufgrund einer Behinderung einzuleiten. Zu diesem Zweck hat der Ausschuss eine spezielle Webseite unter www.ohchr.org/en/calls-for-input/2025/survey-disability-based-violence veröffentlicht. Um Beiträge von Menschen mit Behinderungen zu sammeln, hat er eine Umfrage veröffentlicht, die auf Englisch und Spanisch sowie in leicht verständlicher Form verfügbar ist.

Inklusive Staffeln beim Köln-Marathon

Daumen hoch
Fanpost für die kobinet-Redaktion
Foto: Irina Tischer

Köln (kobinet) Mit dem zunehmend trüben Wetter geht die Marathonsaison für dieses Jahr langsam zu Ende. Doch beim diesjährigen Köln-Marathon Anfang Oktober war „R(h)ein Inklusiv“ bereits zum 10. Mal am Start und hat erneut gezeigt, wie viel Kraft in gelebter Inklusion steckt, wie es in der Ankündigung eines YouTube-Videos heißt, auf das Tina Deeken, die in Köln dabei war, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „174 Läuferinnen und Läufer in 35 Staffeln – mit und ohne Behinderung – liefen gemeinsam für ein Ziel: Miteinander statt Bestzeit“, heißt es weiter in der Ankündigung des Videos.