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Mehr Teilhabe im Sport verlangt bessere Bedingungen

Amputierter Mann auf einem Sportrollstuhl auf drei Rädern mit vorn ausgelegtem Spurrad
Auch mit einer Einschränkung macht Sport Spaß und ist gesund
Foto: 12019 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Die Teilhabe am Sport wird für Menschen mit Behinderung nicht zuletzt durch fehlende Hilfsmittel wie Sportprothesen oder Sportrollstühle erschwert oder gar verhindert. Dem möchte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) pünktlich zum Tag der Menschen mit Behinderungen mit einem Projekt entgegenwirken, das durch die Unterstützung der "Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V." realisiert werden kann. Ziel ist es, dass sowohl Kinder und Jugendliche mit Behinderung als auch Sportvereine Hilfsmittel beantragen können, um Sporttreiben möglich zu machen.

39 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung sind laut Drittem Teilhabebericht der Bundesregierung nie sportlich aktiv. Zum Vergleich: Bei Kindern ohne Behinderung sind es mit 27 Prozent weitaus weniger. Der Grund liegt häufig nicht im fehlenden Willen, Sport zu treiben, sondern in bestehenden Barrieren. Um das zu ändern, braucht es neben wohnortortnahen Sportangeboten und barrierefreien Sportstätten insbesondere auch einen möglichst unbürokratischen Zugang zu Sporthilfsmitteln.

Konkret können durch das Projekt des DBS rund 15 Kinder und Jugendliche mit Behinderung zeitnah mit einem individuell benötigten Sporthilfsmittel versorgt werden – von Sportrollstühlen und Sportprothesen über Monoskigeräte bis hin zu Wurfsitzen. Darüber hinaus sollen 20 Sportvereine mit Sporthilfsmitteln ausgestattet werden, um so interessierten Kindern einen schnellen und unkomplizierten Start sowie ein „Reinschnuppern“ in die jeweilige Sportart zu ermöglichen, ohne dass im Vorfeld die Anschaffung eines speziellen Hilfsmittels erforderlich ist.