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50 Jahre Engagement für Teilhabe

Hamburger Rathaus
Hamburger Rathaus
Foto: www.hamburg.de

HAMBURG (kobinet) Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ein. Der Hamburger Senat würdigt dieses große Engagement über so viele Jahrzehnte am 8. Dezember 2025 im Rahmen eines Senatsempfangs im großen Festsaal des Hamburger Rathauses. Die LAG blickt aber nicht nur zurück auf das bereits Erreichte. Ihr Einsatz für die Selbsthilfe geht weiter und ist wichtiger denn je.

Ein Beispiel für die Arbeit als politische Interessensvertretung: In den vergangenen Jahren setzte sich die LAG nachdrücklich für die Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Patientenbeteiligung in Hamburg ein. Die Patientenbeteiligung ist ein bedeutendes Instrument für Selbsthilfe und Selbstvertretung. Die LAG ist eine von drei Organisationen in Hamburg, die Patientenvertreter für Gremien benennt.

Letztes Jahr ist die Stabsstelle Patientenbeteiligung am 1. Februar 2024 nach mehrjähriger Pause wieder gestartet. Sie unterstützt Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit in verschiedenen Ausschüssen und Gremien. Dennoch muss die LAG feststellen, dass sich die Patientenbeteiligung aktuell rechtlich eher im Stillstand befindet: Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter erhalten teilweise nur Ausschnitte von Tagesordnungen, haben kein Stimmrecht und haben dementsprechend ausschließlich beratende Funktion.

„Als Organisation der Patientenvertretung in Hamburg stärken wir mit unseren Mitgliedsorganisationen die Stimme der Betroffenen im Gesundheitswesen. Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter möchten etwas bewirken, auf Augenhöhe, zum Beispiel auch durch Antragsrechte zur Geschäftsordnung in den Gremien“, erläutert die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Kerrin Stumpf. Ihr Vorstandskollege Jurand Daszkowski ergänzt: „Der Einsatz für unsere Ziele geht weiter: Jetzt endlich Stimmrecht, Mitspracherechte und Selbstbestimmung für Patientenvertreter*innen! Wir sind keine „lahmen Enten“, sondern gleichberechtigte Ansprechpartner*innen! “

Im Koalitionsvertrag der Stadt Hamburg ist benannt, dass sich die Stadt auf Bundesebene dafür einsetzt, dass Patienten über ihre Vertreter und Vertreterinnen bessere Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte erhalten.