BBERLIN (kobinet)
Bearbeiteter Text mit Begriffserklärungen
Menschen mit Behinderung gehen auf die Straße.
Sie demonstrieren in ganz Deutschland.
Auch in Berlin gibt es Demonstrationen.
Menschen mit Behinderung protestieren dort.
Ihre Angehörigen sind auch dabei.
Angehörige sind zum Beispiel: Familie oder Freunde.
Und ihre Unterstützer sind dabei.
Ein Unterstützer ist ein Helfer.
Ein Helfer unterstützt andere Menschen bei ihrer Arbeit.
Sie wollen ein Zeichen setzen.
Die Regierung plant Spar-Maßnahmen.
Das bedeutet: weniger Geld für Hilfen.
Die Menschen sind dagegen.
Sie wollen ihre Rechte schützen.
Diese Rechte stehen in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN sind die Vereinten Nationen.
Das ist eine Gruppe von Ländern.
193 Länder arbeiten zusammen.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Sie dürfen überall mit-machen.
Der ABiD unterstützt die Proteste.
ABiD ist die Abkürzung für: Allgemeiner Behinderten-Verband in Deutschland.
Der Verband sagt: Die Situation ist gefährlich.
Situation bedeutet: So ist es gerade.
Wichtige Hilfen werden weniger.
Das ist schlecht für Menschen mit Behinderung.
Marcus Graubner ist der Vorsitzende vom ABiD.
Ein Vorsitzender leitet eine Gruppe.
Er plant Treffen.
Und er spricht für die Gruppe.
Er sagt: Seit Monaten gibt es Probleme.
Leistungen werden gekürzt.
Leistungen sind Hilfen vom Staat.
Zum Beispiel: Geld für das Leben.
Oder Hilfe im Alltag.
Das bedeutet: Es gibt weniger Hilfe.
Wichtige Reformen werden verschoben.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird anders gemacht.
Zum Beispiel: Ein Gesetz wird geändert.
Das Ziel ist: Es soll besser werden.
Das ist nicht gut.
Marcus Graubner erklärt weiter:
Die Spar-Maßnahmen treffen behinderte Menschen hart.
Sie gefährden die Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: überall dabei sein können.
Sie gefährden die Selbst-Bestimmung.
Selbst-Bestimmung bedeutet: selbst entscheiden können.
Und sie gefährden die Menschen-Würde.
Menschen-würde bedeutet: Jeder Mensch ist wichtig und wert-voll.
Alle Menschen müssen gut behandelt werden.
Marcus Graubner sagt noch:
Unsere Rechte sind kein Luxus.
Luxus bedeutet: etwas Besonderes, das nicht jeder hat.
Unsere Rechte sind wichtig.
Sie sind gesetzlich festgelegt.
Das bedeutet: Sie stehen im Gesetz.
Und sie gelten international.
International bedeutet: in vielen Ländern auf der Welt.
Diese Rechte müssen geschützt werden.
Der ABiD hat 3 wichtige Forderungen:
1. Keine Spar-Maßnahmen für behinderte Menschen
Der ABiD fordert die Bundes-Regierung auf:
Stoppt alle Kürzungs-Vorhaben.
Kürzungs-Vorhaben bedeutet: Jemand will weniger Geld ausgeben.
Weniger Geld bedeutet: Es gibt weniger Hilfe.
Kürzungen beim barriere-freien Wohnen müssen gestoppt werden.
Barriere-frei bedeutet: ohne Hindernisse.
Kürzungen bei Assistenz-Leistungen müssen gestoppt werden.
Assistenz bedeutet: persönliche Hilfe im Alltag.
Auch die soziale Infra-Struktur braucht Schutz.
Soziale Infra-Struktur bedeutet: Alle Einrichtungen für Menschen.
Zum Beispiel: Schulen und Kinder-Gärten.
Oder Kranken-Häuser und Beratungs-Stellen.
Und Teil-Habe-Angebote brauchen Schutz.
Menschen mit hohem Unterstützungs-Bedarf sind besonders gefährdet.
Hoher Unterstützungs-Bedarf bedeutet: Ein Mensch braucht viel Hilfe.
Die Hilfe kann verschieden sein.
Zum Beispiel: Hilfe im Alltag oder Pflege.
Diese Hilfe muss bleiben.
2. Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention muss umgesetzt werden
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention gilt seit über 10 Jahren.
Sie gilt auch in Deutschland.
Aber sie wird nicht richtig umgesetzt.
In vielen Bereichen gibt es Probleme.
Ein Bereich ist eine Gruppe von Menschen.
Sie arbeiten zusammen an einer Sache.
Es gibt zu wenig barriere-freien Wohnungs-Bau.
Die Gesundheits-Versorgung ist nicht gut genug.
Gesundheits-Versorgung bedeutet: Alle Hilfen für kranke Menschen.
Zum Beispiel: Ärzte und Kranken-Häuser.
Oder Medikamente und Therapien.
Auf dem Arbeits-Markt gibt es Probleme.
Die politische Teil-Habe ist schwierig.
Und im Bildungs-System gibt es große Defizite.
Defizite bedeutet: Es fehlt etwas Wichtiges.
3. Menschen mit Behinderung müssen mit-bestimmen können
Der Verband kritisiert die Politik.
Kritisieren bedeutet: Du sagst zu einer Person: Das war nicht gut.
Oft werden neue Gesetze gemacht.
Aber Menschen mit Behinderung werden nicht gefragt.
Das ist falsch.
Es gibt einen wichtigen Grund-Satz:
Ein Grund-Satz ist eine wichtige Regel.
Die Regel gilt immer.
Nicht über uns ohne uns.
Das bedeutet: Betroffene müssen mit-reden können.
Dieser Grund-Satz wird oft missachtet.
Missachtet bedeutet: Jemand nimmt etwas nicht ernst.
Die Person ignoriert eine Regel.
Das muss sich ändern.
Menschen mit Behinderung müssen bei allen Reformen mit-wirken können.

Foto: ABiD
BBERLIN (kobinet) Menschen mit Behinderung demonstrieren bundesweit für ihre Interessen und auch in Berlin gehen Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen sowie ihre Unterstützer und Unterstützerinnen auf die Straße, um ein deutliches Zeichen gegen geplante Sparmaßnahmen und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland zu setzen. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) unterstützt die Proteste ausdrücklich und kritisiert die zunehmende Gefährdung zentraler Unterstützungs- und Teilhabeleistungen.
„Wir erleben seit Monaten, dass Leistungen gekürzt, Unterstützungsstrukturen geschwächt und dringend notwendige Reformen verschleppt werden. Die geplanten Sparmaßnahmen treffen Menschen mit Behinderung besonders hart und sie gefährden Teilhabe, Selbstbestimmung und Menschenwürde“, erklärt der ABiD Vorsitzende Marcus Graubner und unterstreicht: „Unsere Rechte sind kein Luxus, sondern gesetzlich und völkerrechtlich verankert.“
Davon ausgehend erhebt der ABiD folgende Forderung:
- 1. Keine Sparmaßnahmen auf dem Rücken behinderter Menschen
Der ABiD fordert die Bundesregierung auf, sämtliche Kürzungsvorhaben zu stoppen, die Barrierefreiheit, Assistenzleistungen, soziale Infrastruktur und Teilhabeangebote beeinträchtigen. Gerade Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf drohen erhebliche Einschränkungen. - 2. Endlich vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Obwohl die UN-BRK seit über einem Jahrzehnt in Deutschland gilt, ist ihre Umsetzung in vielen Bereichen mangelhaft: Beim barrierefreien Wohnungsbau, in der Gesundheitsversorgung, im Arbeitsmarkt, in der politischen Teilhabe und nicht zuletzt im Bildungssystem bestehen massive Defizite. - 3. Menschen mit Behinderung müssen konsequent an allen Reformen beteiligt werden.
Der Verband kritisiert erneut, dass Gesetzgebungsverfahren und Reformprozesse häufig ohne echte Beteiligung Betroffener stattfinden. Damit werde das Prinzip „Nicht über uns ohne uns“ systematisch missachtet.

Foto: ABiD
BBERLIN (kobinet) Menschen mit Behinderung demonstrieren bundesweit für ihre Interessen und auch in Berlin gehen Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen sowie ihre Unterstützer und Unterstützerinnen auf die Straße, um ein deutliches Zeichen gegen geplante Sparmaßnahmen und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland zu setzen. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) unterstützt die Proteste ausdrücklich und kritisiert die zunehmende Gefährdung zentraler Unterstützungs- und Teilhabeleistungen.
„Wir erleben seit Monaten, dass Leistungen gekürzt, Unterstützungsstrukturen geschwächt und dringend notwendige Reformen verschleppt werden. Die geplanten Sparmaßnahmen treffen Menschen mit Behinderung besonders hart und sie gefährden Teilhabe, Selbstbestimmung und Menschenwürde“, erklärt der ABiD Vorsitzende Marcus Graubner und unterstreicht: „Unsere Rechte sind kein Luxus, sondern gesetzlich und völkerrechtlich verankert.“
Davon ausgehend erhebt der ABiD folgende Forderung:
- 1. Keine Sparmaßnahmen auf dem Rücken behinderter Menschen
Der ABiD fordert die Bundesregierung auf, sämtliche Kürzungsvorhaben zu stoppen, die Barrierefreiheit, Assistenzleistungen, soziale Infrastruktur und Teilhabeangebote beeinträchtigen. Gerade Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf drohen erhebliche Einschränkungen. - 2. Endlich vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Obwohl die UN-BRK seit über einem Jahrzehnt in Deutschland gilt, ist ihre Umsetzung in vielen Bereichen mangelhaft: Beim barrierefreien Wohnungsbau, in der Gesundheitsversorgung, im Arbeitsmarkt, in der politischen Teilhabe und nicht zuletzt im Bildungssystem bestehen massive Defizite. - 3. Menschen mit Behinderung müssen konsequent an allen Reformen beteiligt werden.
Der Verband kritisiert erneut, dass Gesetzgebungsverfahren und Reformprozesse häufig ohne echte Beteiligung Betroffener stattfinden. Damit werde das Prinzip „Nicht über uns ohne uns“ systematisch missachtet.




