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Simone Fischer kritisiert Antwort auf Kleine Anfrage zur Versorgung in der außerklinischen Intensivpflege

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Berlin (kobinet) Am 9. März 2026 hat die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Simone Fischer, eine Kleine Anfrage zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der außerklinischen Intensivpflege im Bundestag eingereicht, bei der mittlerweile die Antwort der Bundesregierung vorliegt. Hintergrund sind zunehmende Hinweise aus der Praxis auf wirtschaftliche Schwierigkeiten von Pflegediensten, rechtliche Unsicherheiten und drohende Versorgungsengpässe bei intensivpflichtigen Kindern, die zu Hause versorgt werden. „Die Bundesregierung erklärt, ihr seien keine Versorgungsengpässe bekannt – gleichzeitig erreichen uns konkrete Rückmeldungen von Eltern intensivpflichtiger Kinder und Trägern, die ein deutlich anderes Bild zeichnen. Diese Diskrepanz müssen wir sehr ernst nehmen. Die Versorgung ist deutlich fragiler, als es die Bundesregierung darstellt“, erklärte Simone Fischer.

Inklusions-Studiengänge an der Bertha von Suttner Privatuniversität in Gefahr

Bild von der Bertha-von-Suttner-Universität mit Aufschrift It starts with you
Bild von der Bertha-von-Suttner-Universität mit Aufschrift It starts with you
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Rettet die Inklusions-Studiengänge an der Bertha von Suttner Privatuniversität!“ So titelt der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen aktuellen Beitrag, der erneut deutlich macht, wie die Errungenschaften der Inklusionsbewegung zunehmend in Gefahr geraten. „Die angespannte finanzielle Lage von Bund und Ländern macht sich auch in der Bildungs- und Soziallandschaft bemerkbar. Derzeit ist die Fortführung der wegweisenden Studiengänge für Inklusion an der Bertha von Suttner Privatuniversität ungewiss. Nun wenden sich die Studierenden mit einem dringenden Appell an Entscheidungsträger:innen“, schreibt Martin Ladstätter im BIZEPS-Beitrag zu den Entwicklungen in Österreich.

27. Peer-Counseling-Weiterbildung abgeschlossen: zwölf neue ISL Peer Counselor*innen

Abschlussbild der 27. Peer Counseling Weiterbildung
Abschlussbild der 27. Peer Counseling Weiterbildung
Foto: Max Prigge

Uder (kobinet) Mit dem Ende der 27. Peer-Counseling-Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) gibt es seit dem 13. März 2026 zwölf neue zertifizierte ISL Peer Counselor*innen. Von Februar 2025 bis März 2026 absolvierten die Teilnehmer*innen sechs Blöcke jeweils von Montag bis Freitag im nordthüringischen Uder. Dabei ging es unter anderem um die Geschichte und die Idee des Peer Counseling und der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Ebenso mussten sich die Teilnehmer*innen mit ihrer eigenen Behinderung auseinandersetzen und bekamen mehrere Methoden in den „Beratungskoffer“ mit, wie Max Prigge den kobinet-nachrichten mitteilte.

Studie der Aktion Mensch zur Nutzung des Teilhabeplanverfahrens

Logo Aktion Mensch
Aktion Mensch Logo 283×133
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Eine neue Studie der Aktion Mensch untersucht erstmals, wie Menschen mit Behinderung das Teilhabeplanverfahren nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) beurteilen. Ergebnis: Das Verfahren bietet viel Potenzial für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe – wird aber zu selten genutzt. Das liegt in erster Linie an seiner geringen Bekanntheit, dem großen bürokratischen Aufwand, der damit verbunden ist, und unzureichender Beratung im Vorfeld.

Habermas über den Zusammenhang seiner Philosophie mit der eigenen Krankheits- und Behinderungserfahrung

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
betrübt über den Tod von Behindertenpeer Habermas
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) In seinem öffentlichen Vortrag zur Entgegennahme des Kyoto-Preises im November 2004 verknüpft Habermas werkgeschichtliche und autobiographische Fäden. Seine Rede ist unter dem Titel „Öffentlicher Raum und politische Öffentlichkeit“ – lebensgeschichtliche Wurzel von zwei Gedankenmotiven – in dem Suhrkamp-Band „Zwischen Naturalismus und Religion, philosophische Aufsätze“ (Frankfurt a.M. 2005) abgedruckt. Aus dieser Ausgabe zitiere ich im folgenden Seite 15 ff.

Warum wir LIORA brauchen

Grafik rechte und linke Seite eines Herzes umarmen sich
Miteinander
Foto: „Stillen Stunde“

Berlin (kobinet) Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat bereits veröffentlicht, dass der überwiegende Teil der Behinderungen nicht sichtbar oder nicht sofort erkennbar ist.

Wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion geht, werden die Belange unsichtbar behinderter Menschen jedoch immer wieder außer Acht gelassen. Warum ist das so?

BSVH begrüßt digitale Abstellflächen für E-Scooter

Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Am Wegesrand abgestellte E-Roller blockieren einen Teil des Weges
Foto: H. Smikac

HAMBURG (kobinet) Die Stadt Hamburg plant digitale Abstellflächen für E-Scooter. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) begrüßt diesen Schritt als wichtiges Signal für mehr Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum, fordert jedoch weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit. „Es ist ein wichtiges Signal, dass sich die Stadt des Problems annimmt und Lösungen für das Abstellen von E-Scootern entwickelt,“ erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH.

Es geht um die Wirksamkeit der Leistungen zur Teilhabe

Aufgerolltes Messband
Auch Wirksamkeit ist messbar
Foto: kalhh In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

HEIDELBERG (kobinet) Der gemeinsame Fachausschuss „Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat ein Positionspapier zur Bewertung der Wirksamkeit von Leistungen zur Teilhabe gemäß SGB IX erarbeitet. Anders als andere Teile des SGB enthält das SGB IX keine ausdrückliche Definition des Begriffes „Wirksamkeit“. Außerdem fehlt ein strukturierter Prozess, der beschreibt, wie Wissen zu Wirksamkeit erlangt und wie Wirksamkeit bewertet werden kann. In dem Positionspapier stellt der gemeinsame Forschungsausschuss der DGRW und der DVfR fest: Wirksamkeit ist ein wissenschaftlich-methodisch definiertes und voraussetzungsvolles Konstrukt – was in dieser Lesart im Bereich der Leistungen zur Teilhabe noch selten bekannt sein dürfte. Wirksamkeit ist jedoch entscheidend, um im Einzelfall auf Basis überprüfter Daten handeln und im politischen Diskurs um die Berechtigung und Finanzierung von Teilhabeleistungen argumentieren zu können. Es gilt daher, langfristig mehr Wissen zu wirksamen Leistungen zur Teilhabe aufzubauen.

Klare Worte von Jürgen Dusel zur Werkstättenreform und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) „Viele Menschen mit Trisomie 21 besuchen eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, doch die Bezahlung ist nicht wertschätzend und die Möglichkeiten, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln, sind sehr begrenzt. Tatsächlich schaffen nur weniger als ein Prozent der Personen, die in einer Werkstatt arbeiten, den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt! Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einige Punkte vereinbart, die die Arbeit in der Werkstatt und die Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern sollen.“ Diese klaren Worte fand Jürgen Dusel zum World-Down-Syndrom-Tag, der am 21. März 2026 begangen wurde. Er betonte in einem Facebook-Post, dass er genau beobachten werde, ob die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag auch umgesetzt werden. 

Landesantidiskriminierungsgesetz soll Rechte Diskriminierter in Nordrhein-Westfalen stärken

Dennis Sonne am Rednerpult des Landtags von NRW
Dennis Sonne am Rednerpult des Landtags von NRW
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Dennis Sonne (Grüne) begrüßt die erste Lesung des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) im nordrhein-westfälischen Landtag als wichtigen Schritt für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe. „Diskriminierung ist für viele Menschen leider noch immer Realität. Auch behinderte Menschen erfahren Diskriminierung beispielsweise im Bereich Schule und Bildung. Mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz, kurz LADG, setzen wir ein klares Zeichen für Respekt und gleiche Rechte“, erklärte Dennis Sonne. Das Gesetz schließt eine bestehende Schutzlücke: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt seit 2006 nicht für das Handeln von Landesbehörden. „Künftig wird auch staatliches Handeln auf Landesebene klaren Antidiskriminierungsregeln unterliegen“, so Dennis Sonne.

Für Bäume und Barrierefreiheit: Warum eine barrierefrei umgebaute Haltestelle nicht barrierefrei wird

Bus mit Klapprampe
Bus mit Klapprampe
Foto: privat

Mannheim (kobinet) Kürzlich erging der Planfeststellungsbeschluss zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV-Haltepunktes Duale Hochschule in Neuostheim. Doch was gut klingt, sorgt für viel Unmut bei den Ortsgruppen des Bund für Umwelt und Naturschutz, des Radfahrerverband ADFC und bei der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll der Bahnübergang Feudenheimer Fähre, der zum Gelände des ehemaligen Campingplatzes am Neckar führt, an die Haltestelle verlegt werden. Direkt neben der Haltestelle verläuft der vielbefahrende Neckartalradweg im Naturschutzgebiet, wo 23 Bäume gefällt werden sollen. „Die Verlegung des Bahnübergangs ins Naturschutzgebiet führt dazu, dass viele Anforderungen der Barrierefreiheit wegen des großen Platzbedarfs für den Kfz-Verkehr nicht erfüllt werden können“, erläutert Wolfgang Schuy, Vorstand beim BUND Mannheim, heißt es in einer Presseinformation der AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar.

Mehr Gerechtigkeit statt Einschnitte – Sozialreformen müssen Menschen spürbar entlasten

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zur aktuellen Reformdebatte zu Wort gemeldet: „Nach dem Abschluss der Landtagswahlen sehen einige im Bereich der Sozialpolitik die Zeit für ‚harte Einschnitte‘ gekommen. Klar ist: Reformen sind notwendig. Aber sie müssen das Leben der Menschen spürbar verbessern – durch gerechte, leistungsfähige und leicht zugängliche Systeme sowie weniger Bürokratie. Soziale Absicherung muss dabei verlässlich sein: für alle Menschen, bei Krankheit, Pflege, im Alter und in Krisenzeiten. Wenn von unbequemen Maßnahmen die Rede ist, dürfen diese nicht die breite Bevölkerung treffen, sondern müssen auf den Abbau ungerechter Privilegien zielen – etwa bei Beamten und Privatversicherten. Nur so entstehen gesellschaftlicher Zusammenhalt und neues Vertrauen.“

Kostenlos Party machen, und dies sogar schon ab 16:30 Uhr

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet) 2023 veranstaltete pro familia Marburg im Rahmen eines Aktion Mensch Projekts ein Flirtseminar. Um das im Seminar Erfahrene und Geübte in der Praxis in einer passenden Atmosphäre ausprobieren und vertiefen zu können, entstand die Idee der „Party für Alle“. Seit 2024 wird die „Party für Alle“ vierteljährlich gemeinsam vom Kultur- und Freizeitzentrum (KFZ) Marburg und pro familia Marburg von 16:30 Uhr – 21:00 Uhr veranstaltet und mittlerweile von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gefördert und vom Projekt „Marburg Connect – aktiv im Landkreis“ unterstützt. Nun wurde das Projekt ausgezeichnet.

Deutschland muss endlich barrierefrei werden

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

BERLIN (kobinet) Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und sichert Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zu. Doch bei der Umsetzung bleibt viel zu tun. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert deshalb von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion. Besonders bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) sieht das Institut dringenden Verbesserungsbedarf.

Kreatives Projekt setzt Zeichen gegen Ausgrenzung

Eine Hand, die mit einem Stift ein Bild von einem gedrückt gehenden Menschen zeichnet
Im offenen Atelier
Foto: Kreativzentrum Omnibus

DRESDEN (kobinet) Im Kreativzentrum Omnibus läuft seit Januar 2026 das inklusive Projekt „#respectART“, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 27 Jahren richtet. Die Initiative verbindet künstlerisches Arbeiten mit gesellschaftlichem Engagement und setzt ein klares Zeichen gegen Mobbing und Ausgrenzung. Im Mittelpunkt des Projekts stehen wöchentliche kreative Workshops im offenen Atelier des Kreativzentrums. Hier setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit eigenen Erfahrungen rund um Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing auseinander. Die künstlerische Verarbeitung erfolgt über verschiedene Ausdrucksformen wie Grafik, Malerei, Sculpting sowie kreative Texte, die aus gemeinsamen Gesprächen und Reflexionsrunden entstehen.

Forschung zu Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland

REHADAT Logo
REHADAT Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet) Für alle, die sich für Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion interessieren stellt das aktuelle Verzeichnis der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteurinnen, Akteure und Themen in Deutschland 2026“ eine wichtige Informationsquelle dar.  Das Verzeichnis wird zum Reha-Kolloquium in Leipzig veröffentlicht und informiert darüber, welche Personen zu den verschiedenen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland forschen. Das Verzeichnis wurde in dieser Ausgabe durch aktuelle Themen ergänzt und steht bereits jetzt auf den Internetseiten von REHADAT zum kostenfreien Download bereit.

Was sagt der Bundesrat zur geplanten Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes?

Bundesratsgebäude
Bundesrat
Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin

Berlin (kobinet) Am 11. Februar 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen und damit den Gesetzentwurf an den Bundesrat und den Bundestag zur weiteren Beratung weitergeleitet. Während sich der Deutsche Bundestag voraussichtlich im April und Mai 2026 mit dem Gesetzentwurf, in dem es entscheidend darum geht, wie und ob die Barrierefreiheit in Deutschland weiterentwickelt wird, befasst, hat der Bundesrat zuerst die Möglichkeit eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abzugeben. Diese wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bundesrats am 27. März verabschiedet. Die Ergebnisse über die Beratungen in den Ausschüssen des Bundesrates lassen darauf hoffen, dass der Bundesrat der Kritik vieler Behindertenverbände in einigen wichtigen Punkten Rückenwind verleiht, so zum Beispiel im Hinblick auf die Kritik an den geplanten massiven Ausnahmen für Unternehmen zur Herstellung von Barrierefreiheit und angemessenen Vorkehrungen.

Netzwerk behinderter Frauen Berlin zur Diskussion über Kosten der Eingliederungshilfe

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Das Netzwerk behinderter Frauen Berlin hat sich mit einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über Kosten der Eingliederungshilfe an die Öffentlichkeit gewandt und einen entsprechenden Text auf der Internetseite des Netzwerks veröffentlicht. „Immer wieder wird dieser Tage auf die hohen Ausgaben für Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen hingewiesen. Höhepunkt war Ende letzten Jahres ein Artikel von Dr. Kristina Schröder (CDU) in der WELT mit dem Titel: ‚Was wir uns künftig nicht mehr leisten können‘ über Assistenz für Menschen mit Behinderungen. Die zentralen Behauptungen darin sind falsch. Ein Blick in die Praxis zeigt die bittere Realität im Kampf um gesellschaftliche Teilhabe, mit der behinderte Menschen auch Jahre nach Einführung des neuen Teilhaberechts konfrontiert sind“, heißt es in der Einführung der Stellungnahme.

Informationen zum Down Syndrom und über Bedürfnisse und Rechte der Betroffenen

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch 300×141
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Jedes Jahr am 21. März wird der Welt-Down-Syndrom-Tag gefeiert. Damit wurde auch dieses Jahr auf die besonderen Fähigkeiten, Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam gemacht. Für mehr Inklusion und Teilhabe. „Wie viel weißt du über das Down-Syndrom? Wir haben wertvolle Informationen und Einblicke für dich zusammengestellt, die das Verständnis darüber fördern. Schau rein!“ heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch mit einem Verweis auf entsprechende Informationen.

Schwarz-rot statt Ampelregierung zukünftig in Rheinland-Pfalz

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Mainz (kobinet) Die Landtagswahl vom 22. März 2026 führt in Rheinland-Pfalz zu erheblichen Veränderungen in der zukünftigen Landesregierung. Seit 35 Jahren ist die CDU wieder stärkste Kraft und dürfte zukünftig eine schwarz-rote Regierungskoalition anführen. Die Parteien, die bisher die Ampelregierung gestellt haben, mussten zum Teil erhebliche Verluste hinnehmen. So verlor die SPD nach dem vorläufigen Ergebnis 9.8 Prozent und erhielt 25,9 Prozent der Stimmen. Die FDP verlor 3,4 Prozent und landete bei 2,1 Prozent der Stimmen und die Grünen landeten mit Verlusten von 1,4 Prozent der Stimmen bei 7,9 Prozent. Die CDU gewann 3,1 Prozent hinzu und erreichte 31 Prozent. Die AfD verdoppelte ihr Ergebnis von 2021 um 11,2 Prozent und erreichte 19.5 Prozent der Stimmen und ist zukünftig wie in Baden-Württemberg drittstärkste Kraft im Parlament. Die LINKE und die Freien Wähler verpassten wie die FDP den Einzug in den Landtag von Rheinland-Pfalz.

Neue Studie: Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Berlin (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, das zeigt eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten demnach etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine Hilfe zur Pflege. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes erklärte hierzu: „Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen.“

Hans-Willis traurige Topnachricht aus der vergangenen Woche

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) ist der Tod des Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas, eines Behindertenpeer (dazu demnächst mehr). Ich möchte ihn in meiner redaktionellen Eigenschaft als „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“ auf kobinet ehren und bringe hier noch einmal den Habermas gewidmeten Text aus der letztjährigen Antikriegsserie „Den Masters of War widersprochen“. – Habermas hat für seine durchaus moderate Kritik am neuen deutschen und europäischen Bellizismus infolge des Ukrainekriegs aus Kreisen des linksliberalen intellektuellen und publizistischen Milieus diskursiv Prügel bezogen. Olivgrüne Scharfmacher wie der fragwürdiger Weise mit dem „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ ausgezeichnete Historiker Karl Schlögel richteten gar den Bannstrahl des „Verrats der Intellektuellen“ gegen Habermas antimilitaristische Unbeirrbarkeit. Mir scheint, dass es sich eher umgekehrt verhält. Wer die mahnenden Worte von Habermas aus einer seiner letzten öffentlichen Stellungnahmen aufmerksam liest, wird darin nichts weniger als ein Zeugnis intellektueller Redlichkeit erkennen.

Momentaufnahme 428

Hochlandrind mit Kalb
Nachwuchs bei Hochlandrind in Berlin-Wartenberg
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Fähigkeit, glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.

Mareike Müller für Film „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ mit Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis ausgezeichnet

Martin Ladstätter und Mareike Müller bei der Preisverleihung
Martin Ladstätter und Mareike Müller bei der Preisverleihung
Foto: ORF / Klaus Titzer

Wien (kobinet) Der Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis für exzellente Berichterstattung im Bereich der Inklusion in den Kategorien Printmedien, Fernsehen, Radio sowie digitale Medien/Podcast wurde am 20. März 2026 zum fünften Mal in Wien verliehen. Ausgezeichnet wurden Beiträge, die Inklusion in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einbetten. Diese haben eines gemeinsam: Mit journalistischer Tiefe, mit Feingefühl und mit einem echten Interesse an den Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen beleuchten sie Themen, die viel zu oft im Verborgenen bleiben. Und sie zeigen auf, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist. Darauf macht der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam. In der Kategorie Fernsehen wurde der Preis an die deutsche Journalistin Mareike Müller mit dem Beitrag „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren„, der vor einem Jahr in der ARD ausgestrahlt wurde und sich kritisch mit dem deutschen Werkstättensystem auseinandersetzt. Martin Ladstätter vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen BIZEPS hielt die Laudatio auf die ausgezeichnete Journalistin.

Was uns Inklusion Wert ist

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

SAINT-NAZAIRE (kobinet) In ihrem aktuellen Newsletter spricht die in Frankreich lebende Germanistin und Übersetzerin für leichte Sprache, Andrea Halbritter, wieder ein interessantes Thema an. Sie fragt danach,  wie eigentlich Inklusion aussieht. Diese Frage ergibt sich für sie auch aus der Tatsache,  dass sie häufiger Anfragen nach Menschen mit verschiedenen Behinderungen erhält, die man brauche um die Barrierefreiheit zu testen. Die Aussichten auf die Entlohnung für diese sachkundige Hilfe ist dann aber wohl nur „behelfsmäßig“ zu nennen. So wird ein dm-Gutscheine in Höhe von 20 Euro in Aussicht gestellt oder sogar die Übernahme der Kosten für die Anfahrt. Dieser Beitrag von Andrea Halbritter sollte aus Sicht der kobinet-Redaktion Anlass sein, darüber nachzudenken, wie Inklusion gehen muss sowie endlich einmal ehrlich über die Wertschätzung der Beiträge von Menschen mit Behinderungen zu reden.

Leben mit Down-Syndrom kann ganz normal werden

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

MAINZ (kobinet) Menschen mit Behinderungen wird häufig nicht zugetraut,  alleine zu leben, selbst zu arbeiten und eine Partnerschaft zu haben. Mit dem Bericht „Dranbleiben – nicht aufgeben!“ tritt „zdf heute“ den Gegenbeweis an. In einem Beitrag stellt die Sendung Hanna und Silas vor. Sie leben mit Down-Syndrom selbstbestimmt. Sie sind verheiratet. Sie wohnen zusammen und meistern ihren Alltag mit Unterstützung. Zudem arbeiten sie in inklusiven Projekten. Mehr über das Leben dieses Paares ist über diesen Link zu „zdf heute“ zu erfahren.

Gibt es 2034 in Sachen Inklusion in Deutschland etwas zu feiern? Talkrunde Nachgefragt am 24. März um 19 Uhr im h1-Fernsehen

Foto: h1 Hannover

Hannover (kobinet) Nur noch ein Jahr und dann wird die UN-Behindertenrechtskonvention volljährig. Und nur wenige Jahre später – nämlich 2034 – feiert sie bereits ihren 25. Geburtstag. Und auch wenn es kein runder Geburtstag ist, so ist es doch ein besonderer. Mit 25 Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention dann noch jung und entwicklungsfähig, hat aber die wilden Jahre schon hinter sich und auch schon einiges erlebt. Und trotzdem hat sich der Arbeitskreis Inklusion von JANUN Hannover e. V. gefragt: Gibt es 2034 in Sachen Inklusion in Deutschland etwas zu feiern? Um dieser Frage nachzugehen, hat sich Moderator Christian Draheim ein paar Expertinnen und Experten in die Sendung „Nachgefragt“ bei h1-Fernsehen eingeladen. Die Talkrunde wird am 24. März 2026 um 19:00 Uhr im h1-Fernsehen und im Livestream ausgestrahlt, in den kommenden Tagen wiederholt und dann auch auf YouTube eingestellt.

Stadt Marburg heißt Assistenzhunde willkommen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Marburg (kobinet) Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen unverzichtbare Begleiter, die ihnen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. In der Öffentlichkeit ist jedoch größtenteils nicht bekannt, dass es neben blinden Menschen weitere Personengruppen gibt, die zur Gestaltung eines selbstbestimmten und unabhängigen Lebens Assistenzhunde nutzen. Betroffene erleben mit ihren Assistenzhunden häufig Ablehnung oder Unsicherheiten beim Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen. Dies vor allem, wenn ihnen ihre Einschränkung auf den ersten Blick nicht anzusehen ist. Um dem Thema eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen, sowie zur Sensibilisierung, wurde vom Verein Pfotenpilot die Kampagne „Assistenzhunde willkommen“ ins Leben gerufen. „Assistenzhunde sind in allen städtischen Gebäuden einschließlich der Tochtergesellschaften zugelassen“, heißt es auf der Internetseite der Stadt Marburg.  Durch einen Aufkleber der Kampagne am jeweiligen Gebäudeeingang wird dies nun sichtbar.

Über zehn Jahre „Sendung ohne Barrieren“ in Österreich

Logo: Sendung ohne Barrieren
Logo: Sendung ohne Barrieren
Foto: ZitronenwasserTV

Wien (kobinet) Seit über zehn Jahren gibt es mittlerweile in Österreich die „Sendung ohne Barrieren“. Die aktuelle Folge mit Wolf und Biber blickt auf mehr als zehn Jahre „Sendung ohne Barrieren“ zurück. Darauf hat Martin Ladstätter im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS hingewiesen.

Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert Landesantidiskriminierungsgesetz

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Auch die künftige Landesregierung müsse sich der Herausforderung stellen, wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit und eine stabile Demokratie nicht mehr isoliert betrachten und neben wirtschaftspolitischen auch die sozialen Herausforderungen entschlossen angehen. Zur wirksamen Bekämpfung von Diskriminierung in staatlichen Institutionen sei die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes in Baden-Württemberg erforderlich, so der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich des morgigen Internationalen Tags gegen Rassismus.

Landesweites Tischtennis-Turnier 2026 startet in einer Woche

Zwei Tischtennisspieler in einem großen Raum an einer Tiscjhtennisplatte
Archivfoto vom Turnierfinale 2025
Foto: Lebenshilfe Bayern – Andreas Schmittner

ERLANGEN (kobinet) Unter dem Motto „Aufschlag, Satz und Spiel“ treten bald wieder mehr als 50 Teams aus ganz Bayern zum Tischtennis-Turnier 2026 der Menschen mit Behinderungen an. Das landesweite Tischtennis-Turnier wird unter dem Motto „Aufschlag, Satz und Spiel“ seit 1985 veranstaltet und tatkräftig von Partner-Vereinen und Partner-Werkstätten unterstützt. Das Tischtennis-Turnier 2026 startet am 28 März in der Dreifachturnhalle in 87463 Dietmannsried. An diesen Südbayerischen Meisterschaften nehmen 27 Teams teil, elf Damen- und 16 Herrenteams. Weiter geht es am 18. April in der Halle des ASV 1860 in 92318 Neumarkt. An diesen Nordbayerischen Meisterschaften nehmen ebenfalls 27 Teams teil, acht Damen- und 19 Herrenteams. Der Wettbewerb ist in bis zu fünf Ligen aufgeteilt. In den beiden Vorrunden wollen sich die Teams für das Finale qualifizieren. Das Finale wird am 10. Oktober in der Agnes-Bernauer-Halle in Vohburg ausgetragen.

Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet: Wahlrecht nutzen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Kreuz auf Wahlzettel
Wahlzettel mit Kreuz
Foto: ISL

Mainz (kobinet) Ähnlich wie in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl am 8. März 2026 dürfte es auch bei der am 22. März anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein spannender Wahlabend werden. Aktuelle Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der derzeit regierenden SPD und der CDU voraus. Eine Vielzahl von Organisationen, wie beispielsweise das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz (ZsL) fordert daher dazu auf, das Wahlrecht zu nutzen und die Demokratie zu stärken. Jede Stimme zähle.

Debatte über Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests heute im Bundestag

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (kobinet) „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests“, so lautet der Tagesordnungspunkt 24, der heute, am 20. März 2026 ab ca. 11:20 Uhr bis ca. 12:30 Uhr im Plenum des Deutschen Bundestags beraten wird. Im Detail geht es dabei umd die Beratung des fraktionsübergreifenden Antrags der Abgeordneten Corinna Rüffer, Michael Brand, Simone Fischer, Max Lucks, Dr. Stephan Pilsinger, Sören Pellmann, Dagmar Schmidt, Stefan Schmidt, Stefan Schwartze, Emmi Zeulner und weiterer Abgeordneter, in dem es u.a. um das Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums zu den nicht-invasiven Pränataltests geht. Die Debatte kann im Livestream auf www.bundestag.de verfolgt werden.

Umfrage vom Geschwisterclub, Frist läuft am 29. März 2026 ab

Symbol Fragezeichen
Fragen sollen zu Antworten werden
Foto: ht

Augsburg (kobinet) Der GeschwisterCLUB ist ein Projekt für Geschwister von Kindern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Projektträger ist das Institut für Sozialmedizin in der Pädiatrie Augsburg. Der Geschwisterclub möchte ein bundesweites Online-Angebot für Geschwister und Ihre Eltern entwickeln. Um dieses passgenau zu gestalten, wird aktuell eine Umfrage durchgeführt.

Prinz Seltsam regt zum Nachdenken an

KI generiertes Bild eines lachenden Mädchens mit Down Syndrom
Mädchen mit Down Syndrom
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

LUHE -WILDENAU (kobinet) Mit den Geschichten von Prinz Seltsam hat der Neufeld Verlag eine berührende Erzählung veröffentlicht, die Verständnis für Kinder mit Behinderung und Unterstützungsbedarf weckt. Vor genau 15 Jahren, im März 2011, war das erste Kinderbuch mit Geschichten um Prinz Seltsam erschienen, dem dann später ein Folgeband um Prinz Seltsam und die Schulpiraten erschienen. Passend zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März ist sogar einen Animationsfilm (gratis, 5 Min.) veröffentlicht, der zu empfehlen ist. Mehr über Prinz Seltsam sowie ein Link zu diesem Video gibt es unter diesem Link.

Hans-Willis Top-Nachricht zum Frühjahrsbeginn

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Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) ist die sofortige Barrierefreiheit des Zugangs zu einer der zentralen Museumsstätten deutscher Geschichte und Politik. Die Meldung „barrierefreier Zugang zur Hohenzollerngruft“ in einer der stündlichen Hauptnachrichtensendungen des Deutschlandfunk hat bei mir und gewiss auch andernorts in der Behindertencommunity eingeschlagen wie eine Bombe. Die überaus zeitgemäße Wendung beschreibt treffender als jedes andere Bild, wie es mir beim Hören der Nachricht ergangen ist: Wie ich aus dem Stand heraus oder vielmehr dem Sitz, denn obzwar behindert, bin ich weder an meinen Sessel noch einen Rollstuhl gefesselt – wie ich also aus dem Stand oder Sitz einen Luftsprung vollführt habe. Nichts habe ich mehr vermisst als den barrierefreien Zugang zur Hohenzollerngruft. Diesem Barrierefreiheitsleuchtturm im Berliner Untergrund. Mit einem im Zuge der Renovierungsarbeiten eingebauten Fahrstuhl geht es von jetzt an barrierefrei hinab in die Katakomben unter dem Berliner Dom. Wo so viele gekrönte Häupter des brandenburgischen Herrschergeschlechts ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. An die siebzig gut erhaltene Totenköpfe sollen es sein aus den Tagen von Preußens Glanz und Gloria. Ein dreifaches Hurra!

Arne Frankenstein erneut zum Landesbehindertenbeauftragten von Bremen gewählt

Arne Frankenstein in der Bremer Bürgerschaft bei der Annahme der Wiederwahl
Arne Frankenstein in der Bremer Bürgerschaft bei der Annahme der Wiederwahl
Foto: Kai Steuck

Bremen (kobinet) Die Bremische Bürgerschaft hat heute am 19. März 2026 Arne Frankenstein einstimmig als Landesbehindertenbeauftragten von Bremen wiedergewählt. Der 39-jährige Jurist und Experte auf dem Gebiet des Behindertengleichstellungsrechts übt das Amt seit Mai 2020 aus, als er die Nachfolge des langjährigen Landesbehindertenbeauftragten Dr. Joachim Steinbrück antrat. Es ist damit seine zweite Amtszeit. Angesichts enger Finanzspielräume ist Arne Frankenstein eines besonders wichtig: „die Umsetzung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention darf nicht unter Kostenvorbehalt gestellt werden“, wie er in einem Statement gegenüber den kobinet-nachrichten erklärte.

Niedersachsen braucht eigenes Gesetz gegen Diskriminierung

Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen
Foto: Pixabay/anaterate

HANNOVER (kobinet) Viele Menschen in Deutschland fühlen sich im Umgang mit Ämtern und Behörden benachteiligt. Das macht eine aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutlich. Anlässlich des „Internationalen Tags gegen Rassismus“ am 21. März 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb von der Landesregierung, ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz einzuführen, das auch für staatliche Stellen bindend ist. Ein Viertel der Menschen, die in Deutschland mit Benachteiligungen zu kämpfen haben, berichten laut der Studie „Wie Deutschland Diskriminierung erlebt“, dass sie sich im Kontakt mit Ämtern und Behörden diskriminiert fühlen.

„SportWoche für Alle“ – Anmeldung ab sofort möglich

Große Zahl von Läufern
Laufen ist ein gesunder Sport für Alle
Foto: jackmac34 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) sowie seine Landes- und Fachverbände rufen das vierte Jahr in Folge bundesweit die Sportvereine auf, ihre Angebote bei der „SportWoche für Alle“ zu präsentieren. Für die diesjährige Aktionswoche vom 19. bis 26. September ist das Anmeldeportal ab sofort geöffnet. Kräftigen Rückenwind erhält der DBS durch zwei namenhafte Partner: Die Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s. Sportarten ausprobieren, eigene Stärken entdecken und diese gemeinsam im Sportverein weiterentwickeln – genau dafür steht die SportWoche für Alle. Der organisierte Sport bietet den idealen Rahmen, damit Menschen mit und ohne Behinderung entdecken, welches Potenzial in ihnen steckt. Sport sorgt für echte Begegnungen auf Augenhöhe und Teilhabe. Gelebte Praxis wurde es im vergangenen Jahr mit mehr als 375 inklusiven Angebote in über 200 Vereinen. Daran möchte der DBS bei der diesjährigen Auflage anknüpfen und die Angebotsvielfalt in ganz Deutschland weiter ausbauen. Noch bis zum 30. Juni 2026 können sich interessierte Vereine zu einer Teilnahme anmelden.

Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, so eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine ‘Hilfe zur Pflege’. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen.“