POTSDAM (kobinet)
Der Bundes-Verband der Berufs-Betreuer hat eine Tagung gemacht.
Ein Bundes-Verband ist eine große Gruppe.
Viele Menschen aus ganz Deutschland machen mit.
Berufs-Betreuer helfen Menschen, die Hilfe brauchen.
Das ist ihr Beruf. Sie werden dafür bezahlt.
Der Bundes-Verband heißt kurz: BdB.
Eine Tagung ist ein Treffen mit vielen Menschen.
Das Treffen war in Potsdam.
Fast 400 Menschen waren dabei.
Berufs-Betreuer helfen anderen Menschen.
Sie helfen Menschen, die das alleine nicht schaffen.
Zum Beispiel bei Briefen von Ämtern.
Oder bei wichtigen Entscheidungen.
Die BdB-Vorsitzende heißt Hülya Özkan.
Eine Vorsitzende leitet eine Gruppe.
Sie ist die wichtigste Person in der Gruppe.
Sie sagte zum Schluss: Sprecht mit euren Politikern.
Sagt ihnen, was sich ändern muss.
Das gilt in der Stadt, im Land und im Bund.
Bei der Tagung sprachen die Menschen über Probleme.
Berufs-Betreuer müssen heute sehr viel Büro-Arbeit machen.
Büro-Arbeit bedeutet: Formulare ausfüllen und Berichte schreiben.
Dafür brauchen sie viel Zeit.
Deshalb haben sie weniger Zeit für ihre Klienten.
Klienten sind die Menschen, denen sie helfen.
Es gibt noch ein weiteres Problem.
Manche Berufs-Betreuer wechseln den Beruf.
Dort verdienen sie mehr Geld.
Manche Betreuungs-Vereine schließen deshalb.
Ein Betreuungs-Verein ist eine Gruppe.
Diese Gruppe hilft Menschen mit Unterstützungs-Bedarf.
Das macht die Arbeit der Betreuungs-Behörden schwerer.
Eine Betreuungs-Behörde ist ein Amt.
Dieses Amt sorgt dafür, dass Menschen die richtige Hilfe bekommen.
Bei der Tagung gab es 12 Arbeits-Gruppen.
In einer Arbeits-Gruppe treffen sich Menschen.
Sie arbeiten zusammen an einem Thema.
Die Gruppen sprachen über verschiedene Themen.
Ein Thema war: Wie hilft man Menschen mit Demenz?
Demenz ist eine Krankheit vom Gehirn.
Menschen mit Demenz vergessen immer mehr Sachen.
Ein anderes Thema war: Manche Klienten werden manchmal wütend.
Wie geht man damit um?
Am 2. Tag gab es weitere Gespräche.
Ein Thema war Künstliche Intelligenz.
Künstliche Intelligenz bedeutet: Computer können denken und lernen.
Fast wie ein Mensch.
Künstliche Intelligenz heißt kurz: KI.
Die Menschen fragten: Was kann KI bei der Betreuung helfen?
Was darf KI dabei nicht tun?
Bei der Tagung gab es auch eine Abstimmung.
Bei einer Abstimmung entscheidet eine Gruppe gemeinsam.
Alle sagen ja oder nein zu einem Thema.
Die Mitglieder haben über die Zukunft des BdB abgestimmt.
Mitglieder sind Menschen, die zu einer Gruppe gehören.
Fast alle waren für neue Regeln im Verband.
Der BdB bekommt eine neue Führungs-Struktur.
Eine Führungs-Struktur zeigt: Wer hat das Sagen?
Wie ist die Gruppe aufgeteilt?
Das soll den Verband stärker machen.

Foto: Charles Yunck
POTSDAM (kobinet) Der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Betreuer (BdB) hat seine Jahrestagung in Potsdam beendet. "Bitte nervt eure Politiker und Politikerinnen, auf kommunaler, auf Landes- und auf Bundesebene!" Mit diesem Appel schloss Hülya Özkan, BdB-Bundesvorsitzende, die Politische Podiumsdiskussion am Samstagmittag und damit den letzten Programmpunkt der dreitägigen Jahrestagung des BdB in Potsdam. Während der Tagung wurde an verschiedenen Stellen thematisiert, welche Auswirkungen der höhere Bürokratieaufwand konkret auf die Qualität der Betreuung hat: Viele Berufsbetreuer*innen sehen ihre Klient*innen seltener, weil sie mehr Zeit am Schreibtisch verbringen müssen. Die eigentliche Arbeit für den Menschen droht damit zu kurz zu kommen. Schon jetzt ist zudem spürbar, dass sich der Druck auf die Betreuungsbehörden verstärkt, wenn Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer in andere, fairer vergütete Berufe wechseln und Betreuungsvereine schließen.
In insgesamt zwölf Arbeitsgruppen konnten sich die knapp 400 Teilnehmenden der Tagung mit verschiedenen Aspekten des Berufsalltags am Freitagvormittag auseinandersetzen, von der Unterstützten Entscheidungsfindung im Umgang mit Menschen mit Demenz über Aktuelles aus dem Rechtsbereich, Asyl- und Migrationsrecht oder den Umgang mit aggressiven Klientinnen und Klienten.
Am Samstagvormittag fand in den Foren die vertiefte Arbeit an Themen wie Chancen und Grenzen von KI in der rechtlichen Betreuung oder über die juristischen, medizinischen und ethischen Aspekte des assistierten Suizids im Rahmen der rechtlichen Betreuung statt.
In der Delegiertenversammlung wurden sowohl der Leitantrag zur politischen Ausrichtung des BdB als auch die Verbandsreform mit überwältigender Mehrheit angenommen. Eine neue Führungs- und Gremienstruktur für den BdB wird den Verband zukunftsfähig und -sicher, vielleicht auch schneller und damit auch politisch noch schlagkräftiger machen.

Foto: Charles Yunck
POTSDAM (kobinet) Der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Betreuer (BdB) hat seine Jahrestagung in Potsdam beendet. "Bitte nervt eure Politiker und Politikerinnen, auf kommunaler, auf Landes- und auf Bundesebene!" Mit diesem Appel schloss Hülya Özkan, BdB-Bundesvorsitzende, die Politische Podiumsdiskussion am Samstagmittag und damit den letzten Programmpunkt der dreitägigen Jahrestagung des BdB in Potsdam. Während der Tagung wurde an verschiedenen Stellen thematisiert, welche Auswirkungen der höhere Bürokratieaufwand konkret auf die Qualität der Betreuung hat: Viele Berufsbetreuer*innen sehen ihre Klient*innen seltener, weil sie mehr Zeit am Schreibtisch verbringen müssen. Die eigentliche Arbeit für den Menschen droht damit zu kurz zu kommen. Schon jetzt ist zudem spürbar, dass sich der Druck auf die Betreuungsbehörden verstärkt, wenn Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer in andere, fairer vergütete Berufe wechseln und Betreuungsvereine schließen.
In insgesamt zwölf Arbeitsgruppen konnten sich die knapp 400 Teilnehmenden der Tagung mit verschiedenen Aspekten des Berufsalltags am Freitagvormittag auseinandersetzen, von der Unterstützten Entscheidungsfindung im Umgang mit Menschen mit Demenz über Aktuelles aus dem Rechtsbereich, Asyl- und Migrationsrecht oder den Umgang mit aggressiven Klientinnen und Klienten.
Am Samstagvormittag fand in den Foren die vertiefte Arbeit an Themen wie Chancen und Grenzen von KI in der rechtlichen Betreuung oder über die juristischen, medizinischen und ethischen Aspekte des assistierten Suizids im Rahmen der rechtlichen Betreuung statt.
In der Delegiertenversammlung wurden sowohl der Leitantrag zur politischen Ausrichtung des BdB als auch die Verbandsreform mit überwältigender Mehrheit angenommen. Eine neue Führungs- und Gremienstruktur für den BdB wird den Verband zukunftsfähig und -sicher, vielleicht auch schneller und damit auch politisch noch schlagkräftiger machen.




