Berlin (kobinet)
Der 12. Mai ist der Tag der Pflegenden.
Pflegende sind Menschen, die anderen helfen.
Sie helfen beim Waschen, Anziehen oder Essen.
An diesem Tag denken wir an alle, die andere pflegen.
Simone Fischer hat an diesem Tag etwas Wichtiges gesagt.
Simone Fischer ist Mitglied im Bundes-Tag.
Sie gehört zur Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Sie sagte: Gute Pflege braucht sicheres Geld.
Aber in diesem Jahr gibt es schlechte Nachrichten.
Die Gesundheits-Ministerin hat neue Pläne gemacht.
Die Ministerin heißt Warken.
Ihre Pläne machen vieles schwerer für Pflege-Bedürftige.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe brauchen.
Sie können viele Dinge nicht alleine tun.
Erstens: Zu-schüsse zu Pflege-Kosten sollen später kommen.
Zu-schüsse ist Geld, das man zusätzlich bekommt.
Zweitens: Ein Pflege-Grad soll schwerer zu bekommen sein.
Pflege-Grad ist eine Einstufung, wie viel Hilfe jemand braucht.
Je höher die Zahl, desto mehr Hilfe bekommt die Person.
So will die Ministerin Geld sparen.
Sie will bei der Pflege-Versicherung sparen.
Pflege-Versicherung ist eine Kasse, die Pflege-Kosten bezahlt.
Alle Menschen zahlen in diese Kasse ein.
Simone Fischer sagt: Das ist nicht fair.
Menschen einfach weniger Hilfe zu geben, löst das Problem nicht.
Wir brauchen eine echte Struktur-Reform.
Struktur-Reform bedeutet: Das ganze System muss neu gebaut werden.
Viele Regeln und Abläufe werden dann anders gemacht.
Die Pflege braucht eine feste Finanzierung.
Finanzierung bedeutet: Woher kommt das Geld, und wer bezahlt was?
Es gibt noch weitere Probleme.
Der Bund zahlt bestimmte Kosten nicht aus Steuer-Mitteln.
Steuer-Mittel ist Geld vom Staat.
Alle Menschen zahlen Steuern.
Der Staat gibt dieses Geld für wichtige Dinge aus.
Zum Beispiel Kosten aus der Corona-Pandemie.
Auch Renten-Beiträge für pflegende An-gehörige zahlt der Bund nicht.
Renten-Beiträge ist Geld, das man jeden Monat einzahlt.
Später im Alter bekommt man dann eine Rente.
Rente ist Geld für alte Menschen, die nicht mehr arbeiten.
Pflegende An-gehörige sind Familie oder Freunde, die jemanden pflegen.
An-gehörige sind Menschen aus der eigenen Familie.
Das können Eltern, Kinder oder Geschwister sein.
Diese Kosten liegen bei der Pflege-Versicherung.
Das findet Simone Fischer falsch.
Diese Kosten sollten alle gemeinsam tragen.
Das heißt: Sie sollten aus Steuer-Geld bezahlt werden.
Dann hätte die Pflege-Versicherung mehr Geld.
Auch ein Ausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflege-Versicherung wäre gut.
Gesetzlich bedeutet: Es steht so im Gesetz.
Ein Gesetz ist eine Regel, die für alle Menschen gilt.
Ausgleich bedeutet: Beide Seiten tragen gleich viel bei.
Simone Fischer kritisiert noch etwas anderes.
Kritisieren bedeutet: Etwas als falsch benennen.
Die Ministerin schont die Pharma-Branche bei Reformen.
Die Pharma-Branche sind alle Firmen, die Medikamente herstellen.
Medikamente sind Mittel, die Menschen bei Krankheit helfen.
Gleichzeitig stellt sie faire Löhne für Pflege-Kräfte in Frage.
Pflege-Kräfte sind Menschen, die Pflege als Beruf machen.
Sie helfen kranken oder alten Menschen jeden Tag.
Das findet Simone Fischer sehr falsch.
Simone Fischer sagt: Das sind falsche Signale.
Signale sind Zeichen oder Bot-schaften.
Sie zeigen, was jemand plant oder wie jemand denkt.
Diese Signale treffen die Pflege-Kräfte hart.
Sie treffen auch alle Menschen, die Pflege brauchen.
Gerade rund um den Tag der Pflegenden ist das besonders schlimm.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum Tag der Pflegenden, der am 12.Mai begangen wird, hat sich Simone Fischer, die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, zu Wort gemeldet und betont: "Gute Pflege braucht eine verlässliche Finanzierung. Dieser Tag soll uns eigentlich die Bedeutung der Pflegenden für unsere Gesellschaft bewusst machen. In Deutschland wird er dieses Jahr jedoch überschattet von den Ankündigungen der Gesundheitsministerin: spätere Zuschüsse zu den Pflegekosten im Heim und höhere Hürden für die Anerkennung eines Pflegegrades sollen die Finanzlöcher in der Pflegeversicherung stopfen."
„Ja, die finanziellen Herausforderungen in der Pflege sind groß. Als Antwort aber in erster Linie auf das Verzögern und Erschweren von Leistungen zu setzen, ist unfair und greift zu kurz. Wir brauchen vielmehr eine Strukturreform, die die Finanzierung von Pflege grundsätzlich auf eine solide Grundlage stellt. Die angekündigte Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze kann das nicht leisten. Nach wie vor lässt der Bund die Pflegeversicherung auf milliardenschweren Kosten aus der Corona-Pandemie sowie auf den Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige sitzen. Würden diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben korrekt aus Steuermitteln finanziert, sähe die finanzielle Situation deutlich anders aus. Auch ein Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung könnte dazu beitragen, die Finanzierung der Pflegekosten stabiler und gerechter aufzustellen“, kritisiert Simone Fischer.
Diese Ansätze außen vor zu lassen, setze die falschen Prioritäten. Da passe es ins Bild, dass Gesundheitsministerin Warken bei der GKV-Reform die Pharma-Branche weitgehend schont, während sie die Refinanzierung von Tariflöhnen für Pflegekräfte in der häuslichen Krankenpflege in Frage stelle. „All dies sendet rund um den Tag der Pflegenden problematische Signale – an die Pflegenden ebenso wie an die Menschen, die auf gute Pflege angewiesen sind“, betonte Simone Fischer.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum Tag der Pflegenden, der am 12.Mai begangen wird, hat sich Simone Fischer, die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, zu Wort gemeldet und betont: "Gute Pflege braucht eine verlässliche Finanzierung. Dieser Tag soll uns eigentlich die Bedeutung der Pflegenden für unsere Gesellschaft bewusst machen. In Deutschland wird er dieses Jahr jedoch überschattet von den Ankündigungen der Gesundheitsministerin: spätere Zuschüsse zu den Pflegekosten im Heim und höhere Hürden für die Anerkennung eines Pflegegrades sollen die Finanzlöcher in der Pflegeversicherung stopfen."
„Ja, die finanziellen Herausforderungen in der Pflege sind groß. Als Antwort aber in erster Linie auf das Verzögern und Erschweren von Leistungen zu setzen, ist unfair und greift zu kurz. Wir brauchen vielmehr eine Strukturreform, die die Finanzierung von Pflege grundsätzlich auf eine solide Grundlage stellt. Die angekündigte Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze kann das nicht leisten. Nach wie vor lässt der Bund die Pflegeversicherung auf milliardenschweren Kosten aus der Corona-Pandemie sowie auf den Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige sitzen. Würden diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben korrekt aus Steuermitteln finanziert, sähe die finanzielle Situation deutlich anders aus. Auch ein Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung könnte dazu beitragen, die Finanzierung der Pflegekosten stabiler und gerechter aufzustellen“, kritisiert Simone Fischer.
Diese Ansätze außen vor zu lassen, setze die falschen Prioritäten. Da passe es ins Bild, dass Gesundheitsministerin Warken bei der GKV-Reform die Pharma-Branche weitgehend schont, während sie die Refinanzierung von Tariflöhnen für Pflegekräfte in der häuslichen Krankenpflege in Frage stelle. „All dies sendet rund um den Tag der Pflegenden problematische Signale – an die Pflegenden ebenso wie an die Menschen, die auf gute Pflege angewiesen sind“, betonte Simone Fischer.




