Menu Close

Starke Stimmen aus Trier für ein gutes Barrierefreiheitsrecht

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Corinna Rüfer an der Karl-Marx Statue in Trier
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Corinna Rüfer an der Karl-Marx Statue in Trier
Foto: Hans-Günter Heiden

Trier (kobinet) Auf ihrer Tour mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen haben sich Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 heute mit der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, und mit Nancy Poser vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen heute in Trier zu Gesprächen getroffen. Die starken Stimmen aus Trier plädieren dabei eindeutig dafür, dass es endlich an der Zeit für ein gutes Barrierefreiheitsrecht ist, wie im Live-Blog zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen berichtet wird.

Ausnahmeregelungen für Geimpfte

Kanzleramt
Kanzleramt
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene soll es nach Einschätzung der Bundesregierung Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben. Das berichten die Medien unter Berufung auf ein Eckpunktepapier, das für den morgen geplanten Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder erstellt wurde.

Momentaufnahme 209

Taubnessel
Taubnessel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Blüh auf, gefrorner Christ, der Mai steht vor der Tür!

Du bleibst ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier. (Angelus Silesius)

Behindert ist nur wer keine Träume und Ziele mehr hat

Anas Alhakim mit Rollstuhl unterwegs
Anas Alhakim mit Rollstuhl unterwegs
Foto: Mohammad Abo Shukur

BERLIN (kobinet) Menschen sind nicht behindert, Menschen werden behindert, diese Erfahrung vieler erscheint einem faktisch in Person wenn man Anas Alhakim kennen lernt. Wer ihn trifft, begegnet einem jungen Mann, der beharrlich daran arbeitet, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und beharrlich Wege zu seinen Zielen sucht. Auch für ihn war das Leben bisher nicht leicht, aber er sieht sich selbst auf einem guten Weg und sagt selbst: Behindert ist nur wer keine Träume und Ziele mehr hat.

Was Barrieren im Leben bedeuten

Logo: Noch 62 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 62 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Lenggries (kobinet) „Heute unsere Barrieren, morgen schon deine?“ Diese Frage ist für den erfahrenen Banker Markus Ertl vom Verein UNgehindert schon rein statistisch gesehen relevant. Doch wie Barrieren behindern und was sie konkret bedeuten, das beschreibt Markus Ertl heute sehr konkret. Denn heute, am 25. April, verbleiben den Bundestagsabgeordneten noch 62 Tage, um noch in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden. Daran erinnert übrigens auch der #MehrBarrierefreiheitWagen, der heute im Rahmen der Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Trier unterwegs ist.

Monitoringstelle traf sich mit Behindertenbeauftragten

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Diese Woche fand am 22. April das jährliche Treffen der beim Deutschen Institut für Menschenrechte angesiedelten Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention mit den Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder statt. Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens waren aktuelle Gesetzesvorhaben des Bundes sowie die Entwicklungen in der Rechtsprechung.

Mehrfachbehinderte gibt es nicht – Vom Impfen, Schubladen und unpraktischen Prioritäten

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Marburg (kobinet) Der Journalist Franz-Josef Hanke hat den kobinet-nachrichten einen Bericht über seine Erfahrungen der letzten Tage beim Versuch, einen Impftermin als jemand mit mehrfachen Behinderungen zu bekommen, zugesandt. Er fasst dies in die Überschrift: „Vom Impfen, Schubladen und unpraktischen Prioritäten“ und beschreibt die Hürden der Bürokratie, die besonders in Zeiten der Corona-Pandemie erschwert wirken.

Rika Esser: Längst überfällig, dass Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet wird

Rika Esser im Gespräch mit Dr. Sigrid Arnade am Mehr Barrierefreiheit Wagen
Rika Esser im Gespräch mit Dr. Sigrid Arnade
Foto: Hans-Günter Heiden

Wiesbaden (kobinet) „Es ist längst überfällig und daher gut, dass die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet wird, denn Barrierefreiheit ist ein Thema der Menschenrechte, der Nachhaltigkeit und Qualität. Dennoch sollten noch der regionale ÖPNV und die bauliche Barrierefreiheit einbezogen werden.“ Dies erklärte die Beauftragte der hessischen Landesregierung für Menschen mit Behnderung Rika Esser beim Stopp des #MehrBarrierefreiheitWagen am Kurhaus in Wiesbaden. Dort hatten Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Hieden vom NETZWERK ARTIKEL 3 mit ihrem beschilderten VW-Bus am 24. April Station gemacht, nachdem sie vorher schon am Landtag in Mainz Halt gemacht und Gespräche geführt hatten.

Wir brauchen politischen Mut für ein gutes Barrierefreiheitsgesetz

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Matthias Rösch am Mehr Barrierefreiheit Wagen
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Matthias Rösch
Foto: Hans-Günter Heiden

Mainz (kobinet) Im Gespräch mit Dr. Sigrid Arnade vom NETZWERK ARTIKEL 3 hat der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, politschen Mut für ein gutes Barrierefreiheitsgesetz eingefordert. Bei der Station des #MehrBarrierefreiheitWagen am Platz der Mainzer Republik vor dem Landtag von Rheinland-Pfalz gab Matthias Rösch ein entsprechendes Statement ab. Später erkundeten Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden zusammen mit Gerlinde Busch vom Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben die Mainzer Neustadt auf ihre Barrierefreiheit hin.

FDP-Bundestagsabgeordnete halten einklagbares Recht auch für Barrierefreiheitsgesetz für wichtig

Logo FDP
Logo FDP
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Mit Bezug auf das in Vorbereitung Barrierefreiheitsgesetz und die kobinet-Berichterstattung unter dem Motto „Noch 100 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht“ erklären FDP-Bundestagsabgeordnete, dass sie Barrierefreiheit als Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe sehen und es für wichtig halten, dass es dann ein einklagbares Recht auf Barrierefreiheit geben wird.

#MehrBarrierefreiheitWagen läutet Aktionen zum Protesttag ein

Logo: Noch 63 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 63 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Wiesbaden / Mainz (kobinet) Vom 24. April bis 9. Mai finden dieses Jahr die Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. Passend zum Start der Aktionen hat der #MehrBarrierefreiheitWagen Fahrt aufgenommen und wird heute in Wiesbaden und Mainz Station machen und mit Gesprächspartner*innen für ein gutes Barrierefreiheitsrecht werben. Heute, am 24. April, verbleiben den Bundestagsabgeordneten noch 63 Tage um ein umfassendes Barrierefreiheitsrecht in dieser Legislaturperiode zu verabschieden.

Online-Vortrag von Dr. Birgit Rothenberg zur Geschichte der Disability Studies

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Erlangen (kobinet) Das Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter Erlangen (ZSL) lädt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg zu einem Online-Vortrag von Dr. Birgit Rothenberg ein, der am 30. April von 19:00 – 20:30 Uhr per Zoom stattfindet. Der Titel lautet: „Disability Studies: Wie aus einer Protestbewegung ein angesehenes interdisziplinäres Wissenschaftsfeld wurde“.

Zeitzeugin Prof. Dr. Swantje Köbsell berichtet

Porträt von Prof. Dr. Swantje Köbsell
Porf. Dr. Swantje Köbsell
Foto: privat

Berlin (kobinet) „Prof. Dr. Swantje Köbsell ist studierte Behindertenpädagogin und Professorin für Disability Studies an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.“ Im Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstiuts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) berichtet die 1958 in Oberschwaben geborene Rollstuhlnutzerin u.a. über ihre Erfahrungen in der Behindertenbewegung.

Selbst Aktiv: Virtuelles Treffen mit Verbänden und Olaf Scholz

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: Selbst Aktiv SPD

Berlin/Hannover (kobinet) „Selbst Aktiv steht für Selbstvertretung, Selbstbestimmung sowie für politisch bewusste aktive Menschen mit Behinderungen. Wir wollen Menschen mit Behinderungen auf allen politischen Ebenen Gesicht und Stimme verleihen und stehen für Ausbau und Stärkung der Selbstvertretung in und durch die SPD.“ So beschreibt Karl Finke das Wirken der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv von behinderten Menschen in der SPD. Vor kurzem hat Selbst Aktiv Vertreter*innen unterschiedlicher Behindertenverbände, insbesondere selbst behinderte Menschen, zu einem Kamingespräch mit Vize-Kanzler Olaf Scholz eingeladen.

Digitale Teilhabe – Anleitung für Videokonferenzen in Leichter Sprache

Text Anleitung in Leichter Sprache So nehmen Sie an Video-Treffen Teil mit Jitsi
Ausschnitt Titelseite der Anleitung Videokonferenz mit Jitsi in Leichter Sprache
Foto: Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH, Jenny Poßin

Berlin (kobinet) Digitalisierung und Digitale Teilhabe sind in aller Munde. Wie aber geht das für Menschen mit Lernschwierigkeiten/ Menschen mit geistigen Behinderungen? Das hat sich die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH auch gefragt und festgestellt, dass ein erster Schritt dafür eine Anleitung für Videokonferenzen in Leichter Sprache sein kann. Schritt für Schritt wird darin anhand von Fotos und in geprüfter Leichter Sprache erklärt, wie man an einer (Jitsi-) Videokonferenz teilnehmen kann. In einer zweiten Anleitung wird erklärt, wie man zu einer (Jitsi-) Videokonferenz einladen kann.

Die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemeinnützige GmbH bat uns, ihre Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Assistenz im Krankenhaus regeln

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte forderte heute den Gesetzgeber auf, noch in dieser Legislatur einen Leistungsanspruch auf Assistenz im Krankenhaus im Sozialgesetzbuch zu verankern. „Das Fehlen einer Begleitung führt zu massiven Verunsicherungen bei den Betroffenen und kann zur Folge haben, dass Krankenhausaufenthalte verschoben werden oder ganz entfallen. Deshalb benötigen wir dringend eine praxistaugliche Regelung“, erklärt Britta Schlegel von der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts.

Bündnis für inklusive Bildung befürchtet Aushölung der Inklusion

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

KÖLN (kobinet) Das Bündnis für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen wirft der Schulministerin vor, die Inklusion an den Schulen weiter auszuhöhlen. Gemeinsam mit Elternvertretern, Sozial- und Behindertenorganisationen, der Landesschülervertretung und der Bildungsgewerkschaft GEW fordert dieses Bündnis, den neuen Erlass zum „Gemeinsamen Lernen an der Grundschule“ zurückzuziehen.

Freiluftkonzerte als Balsam für die Seele

Emoji Musik - Bild eines Schlagzeuger
Emoji Musik
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Von KulturLeben Berlin und der Deutschen Orchestervereinigung wurde bereits im Jahr 2020 die Kampagne #MusikerFürMusikerBerlin initiiert. Ziel dieser Initiative war und ist während der Pandemie die kulturelle Teilhabe von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu stärken und gleichzeitig in Not geratene freischaffende Berliner MusikerInnen zu unterstützen. Diese Kampagne wird auch im Jahr 2021 forgesetzt.

Erinnerung an „Euthanasie“-Konferenz vor 80 Jahren

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Besucherdienst des Abgeordnetenhaus von Berlin erinnert in einem aktuellen Video unter dem Hashtag #AGHauspost an eine der dunkelsten Kapitel des Parlamentsgebäudes. Im heutigen Plenarsaal, damals als Haus des Fliegers bezeichnet, fand am 23. und 24. April 1941 eine Konferenz statt, in der die damaligen führenden Juristen des NS-Staates vom Reichsjustizminister Schlegelberger angewiesen wurden, Fälle von Ermordungen behinderter Menschen nicht zu verfolgen. Dieses Ereignis jährt sich nun zum 80zigsten mal in diesem Jahr. Der Chronist der kobinet-nachrichten, Dr. Martin Theben, erinnert in seinem Beitrag an die damalige „Euthanasie“-Konferenz und die weitere Entwicklung.

Rote Karte für Barrieren – Keine Barrierefreiheit ist wie Draußen-bleiben

Logo: Noch 64 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 64 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Krautheim (kobinet) Unter dem Motto „Rote Karte für Barrieren“ zeigt der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) allen baulichen Barrieren anlässlich des Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung die rote Karte. Heute, am 23. April, haben die Bundestagsabgeordneten noch 64 Tage Zeit, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht in dieser Legislaturperiode zu verabschieden, so dass die rote Karte immer weniger nötig wird. Auf der roten Karte des BSK steht der bezeichnende Text: „Keine Barrierefreiheit ist wie Draußen-bleiben“

Real-Talk zur Inklusion zum Protesttag

Screen-Shot vom Live-Talk Inklusion der Aktion Mensch
Real-Talk der Aktion Mensch
Foto: omp

Bonn (kobinet) Der Real-Talk der Aktion Mensch ist im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in eine neue Runde gegangen. Sollen Gebäude nur noch barrierefrei geplant werden? Eine Quote für Menschen mit Behinderung in der Vorständen von Unternehmen – ja oder nein? Das sind einige Fragen, die von Cindy, Kübra und Leeroy ganz offen diskutiert werden. Dabei spielen die Themen Barrierefreiheit und Inklusion eine zentrale Rolle.

#MehrBarrierefreiheitWagen heute in Berlin gestartet

Bild vom Mehr Barrierefreiheit Wagen
Mehr Barrierefreiheit Wagen
Foto: Hans-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 sind heute mit ihrem umgestalteten VW Bus als #MehrBarrierefreiheitWagen in Berlin gestartet. Bei eiskaltem Berliner Wind, aber guten Mutes, haben Sie den Auftakt ihrer Tour für ein gutes Barrierefreiheitsrecht bis zum 9. Mai mit Gesprächen mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel und mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Dr. Rolf Schmachtenberg an zwei verschiedenen Stationen in Berlin begonnen.

Umfassende Barrierefreiheit ist wohl gegenwärtig ein zu dickes Brett

Portraitfoto Dr. Matthias Bartke MdB
Dr. Matthias Bartke MdB
Foto: Susie Knoll

BERLIN (kobinet) Heute vor fünf Wochen, am 18. März, hat sich die kobinet-Redaktion mit ihrer Berichterstattung unter dem Motto „Noch 100 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht“ darauf gerichtet, vorrangig auch über die Aktivitäten eines Bündnisses für ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu berichten. In den vergangenen Tagen konnten dabei über viele Aspekte der Barrierefreiheit berichtet werden. Es ist gut, dass sich nun auch Bundestagsabgeordnete wie Dr. Matthias Bartke (SPD) bei kobinet zu Wort melden.

Teilhabestärkungsgesetz verabschiedet – viele Chancen vertan

Bild vom Bundestagsplenum vom 21.4.21 zur TSG-Debatte
Ansicht in den Bundestag am 21.4.21 zur TSG-Debatte
Foto: omp

Berlin (kobinet) Das Teilhabestärkungsgesetz wurde heute im Deutschen Bundestag verabschiedet. Obwohl die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD noch einige Änderungsanträge ins Gesetz mit aufgenommen hatten, blieben diese weit hinter ihren Erwartungen zurück. Das Gesetz bringt zwar ein paar Verbesserungen, aber viele Chancen für die längst überfällige Weiterentwicklung einer an der UN-Behindertenrechtskonvention orientierten Behindertenpolitik wurden wieder einmal vertan. So bleibt viel klein-klein und wenig echte Veränderung.

Corinna Rüffer zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Corinna Rüffer
Corinna Rüffer
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Unter dem Motto „Noch 100 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht berichtet „kobinet“ über die Aktivitäten eines Bündnisses für ein gutes Gesetz, das Barrierefreiheit in einer Breite verbindlich regelt, die den Anforderungen an Barrierefreiheit gerecht wird. An der Debatte dieses Themas hat sich auch die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer beteiligt.

Bundesregierung legt Entwurf des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes vor

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/882 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen und zur Änderung des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorgelegt. Mit diesem Gesetz soll die EU-Richtlinie, soweit eine Umsetzung nicht bereits in anderen Gesetzen erfolgt ist, in Deutschland umgesetzt werden.

Teilhabestärkungsgesetz: letzte Chance für schwerbehinderte Arbeitssuchende

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert die Bundesregierung eindringlich auf, die Ausgleichsabgabe wie angekündigt zu erhöhen: Betriebe, die niemanden mit Schwerbehinderung beschäftigen, müssen endlich mehr zahlen. Das Teilhabestärkungsgesetz, das heute am 22. April im Bundestag verabschiedet wird, biete dazu die letzte Chance für behinderte Arbeitssuchende.

Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vom Bundestag beschlossen

Blick in den Bundestag am 22. April zur Debatte beim Kinder und Jugendhilferecht
Blick in den Bundestag
Foto: omp

Berlin (kobinet) Bereits in der letzten Legislaturperiode wurde es diskutiert, scheiterte aber letztendlich, heute hat der Deutsche Bundestag nun den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz) mit kleineren Änderungen verabschiedet. Darin enthalten ist auch die sogenannte inklusive Lösung für Hilfen aus einer Hand für Kinder mit und ohne Behinderungen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Bundesrat muss nun noch zustimmen, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

Für ein Barrierefreiheitsgesetz, das seinen Namen verdient

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute wird das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in den Bundestag ohne die sonst übliche Debatte eingebracht. Behindertenverbände, wie beispielsweise die Intereessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Sozialverband Deutschland (SoVD), richten daher einen erneuten Appell an den Bundestag, um die Forderungen und den nötigen Handlungsbedarf eindrücklich aufzuzeigen. „Denn es ist noch nicht zu spät für Bewegung im Prozess und Nachbesserungen für ein echtes Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das seinen Namen verdient hat“, betonte die ISL. Der SoVD kritisiert: „Ein bisschen Barrierefreiheit irgendwann – das reicht nicht“.

Umsetzung von Barrierefreiheit lästige Pflichtübung

Logo: Noch 65 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 65 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Als eine der letzten Amtshandlungen in dieser Legislaturperiode soll in den kommenden Wochen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verabschiedet werden. Es geht um ein Gesetz, das großen Einfluss darauf hat, ob Menschen mit Behinderungen endlich selbstständig ihre Bankgeschäfte erledigen, online einkaufen oder Mobiltelefone nutzen können. Leider wird nun deutlich, welchen Stellenwert die Stärkung der Barrierefreiheit für die Große Koalition hat. Die 1. Lesung des Gesetzes im Bundestag ist ganz offensichtlich nicht mehr als eine lästige Pflichtübung, denn sie soll ohne Debatte stattfinden. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hin. Heute, am 22. April, sind es noch 65 Tage, die den Bundestagsabgeordneten noch für die Verabschiedung eines guten Barrierefreiheitsrechts in dieser Legislaturperiode verbleiben.

Inklusive Kinder- und Jugendhilfe darf nicht scheitern

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Der Bundestag wird das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz voraussichtlich heute, am 22. April, in zweiter und dritter Lesung verabschieden. Die Debatte ist von 9:40 bis 10:20 Uhr im Bundestagsplenum angesetzt und wird live auf www.bundestag.de übertragen. Die Lebenshilfe zeigt sich im Vorfeld der Debatte erleichtert, dass diese wichtige Reform nun beschlossen werden soll. Im Mai werden aber noch die Länder zustimmen müssen. Ein erneutes Scheitern im Bundesrat, wie es schon in der vorangegangenen Legislaturperiode der Fall war, wäre nach Ansicht der Lebenshilfe und vieler anderer Verbände eine riesige Enttäuschung für Familien von Kindern mit Behinderung. Ihnen stünden bislang Leistungen für Kinder und Jugendliche ohne Behinderung gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung,

Verstoßen Werkstätten gegen die UN-Menschenrechtskonvention?

info Zeichen
info schwarz
Foto: Susanne Göbel

Köln (kobinet) Heute, am 22. April ab 19:30 Uhr geht es bei einer Online-Veranstaltung der Jungen Union Köln um die Frage „Verstoßen Werkstätten für Menschen mit Behinderung gegen die UN-Menschenrechtskonvention?“ Mit dabei ist u.a. Hubert Hüppe, der sich immer wieder sehr kritisch über das bundesdeutsche Werkstättensystem geäußert hat.

Erhöhung der Ausgleichsabgabe vom Tisch

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Bei der Welttagsveranstaltung des Deutschen Behindertenrates war es die Topmeldung, als Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Verdoppelung der Ausgleichsabgabe für Betriebe ankündigte, die keinen einzigen behinderten Menschen beschäftigen. Was am 3. Dezember 2020 als Tiger losgesprungen ist, ist mittlerweile wieder als schnurrende Katze auf der Couch gelandet, denn die Erhöhung der Ausgleichsabgabe ist vom Tisch. Weder im Regierungsentwurf für ein Teilhabestärkungsgesetz noch bei den Änderungsanträgen der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD, die heute im Bundestag beraten und voraussichtlich verabschiedet werden, ist davon etwas zu sehen. Vielmehr soll weiteres Geld aus der Ausgleichsabgabe für die Aufklärung und Beratung von Arbeitgeber*innen verwandt werden. Geld, das fehlt, wenn behinderte Menschen auf Hilfen am Arbeitsplatz angewiesen sind.

Live-Blog zu Aktivitäten zum Europäischen Protesttag

Zeichnung verschiedener Menschen mit Titel: "Deine Stimme für Inklusion - mach mit!"
Zeichnung: Deine Stimme für Inklusion – mach mit!
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) Vom 24. April bis 9. Mai finden auch dieses Jahr trotz Corona-Pandemie wieder Hunderte von Aktivitäten zum Eurpopäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Die kobinet-nachrichten berichten in Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in einem Live-Blog über die verschiedenen Aktivitäten, die unter dem Motto „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ stehen. Dabei spielt der Einsatz für ein gutes Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch eine wichtige Rolle, wie Ottmar Miles-Paul, der den Live-Blog betreut, mitteilte.

Luca-App erst wenn barrierefrei einsetzen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Hamburg (kobinet) in einem offenen Brief haben sich die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) und der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) an den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, gewandt. Sie kritisieren den Einsatz der Luca-App, da dieser gegen gesetzliche Bestimmungen verstoße und Teile der Bevölkerung bewusst ausschließe. Die Unterzeichner fordern, die App erst einzusetzen, wenn diese den Anforderungen der Barrierefreiheit vollumfänglich entspricht.

Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Bundesadler im Plenarsaal
Bundesadler im Plenarsaal
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Bundestag hat heute Änderungen am Infektionsschutzgesetz mit den Stimmen der Regierungskoalition nach kontroverser Debatte beschlossen. AFD, FDP und Linksfraktion stimmten dagegen. Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich.

Bundesregierung will Forschung für inklusionsorientierten Bildung fördern

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Forschungsprojekte mit dem Ziel der Weiterentwicklung einer Diagnostik und ihren Rahmenbedingungen in einem zunehmend inklusionsorientierten Bildungswesen sollen durch die Bundesregierung gefördert werden, das wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mitgeteilt. Das bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu Förderschulen für Kinder mit Behinderungen in der Corona-Pandemie.

#MehrBarrierefreiheitWagen wirbt für gutes Barrierefreiheitsrecht

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Am 22. April lädt das NETZWERK ARTIKEL 3 die Presse zum Auftakt der Bustour unter dem Motto #MehrBarrierefreiheitWagen in Berlin ein. Zwei Aktivist*innen vom NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. werden zwischen dem 22. April und dem 9. Mai 2021 mit einem entsprechend aufgeschmückten VW-Bus durch Deutschland fahren, mit Politiker*innen und anderen Verantwortungsträger*innen sprechen und dafür werben, dass das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) erheblich nachgebessert und noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird.

Auf der Suche nach Inklusion

Lupen für die Inklusion
Lupen für die Inklusion
Foto: LAG BW Gemeinsam leben – gemeinsam lernen

ULM (kobinet) Die Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gemeinsam leben – gemeinsam lernen hat sich die Sondierungsergebnissen von Grünen und CDU in Baden-Württemberg angesehen und fragt nun wo da die Inklusion vorkommt. Die Mitglieder dieses Vereins konnten bisher die Inklusion in den Dokumenten der Koalitionsverhandlungen nicht finden. Aus Angst, etwas überlesen zu haben, wurden deshalb 100 Lupen mit der angehängten Presseerklärung an bildungspolitische Akteure in Baden-Württemberg verschickt.

Filme über Behinderung im DOK.fest München

Banner des Dokfest
Banner des Dokfest
Foto: DOK.fest München – Internationales Dokumentarfilmfestival München

MÜNCHEN (kobinet) Im DOK.fest München, dem internationalen Dokumentarfilmfestival in München stehen in diesem Jahr 131 Filme online auf der digitalen Leinwand und richtet sich somit an Zuschauerinnen und Zuschauer in ganz Deutschland. Darunter sind drei drei sehr unterschiedliche Filme über Behinderung: