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173.105 schwerbehinderte Arbeitslose im Juni

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Foto: ht

Nürnberg (kobinet) Ende Juni waren in Deutschland 173.105 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das geht aus der entsprechenden Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Im Vergleich zum Juni 2019 vor der Corona-Pandemie, wo 153.876 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, hat sich diese Zahl um fast 20.000 erhöht. Im Juni 2020 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit noch 602 schwerbehinderte Arbeitslose mehr.

Interessant ist, dass sich der Anteil der schwerbehinderten Arbeitslosen wieder dem Wert vor Beginn der Pandemie angepasst hat. Im Februar betrug der Anteil der schwerbehinderten Beschäftigten an der Gesamtzahl der arbeitslos Gemeldeten 6,6 Prozent. Zwischenzeitich war dieser Wert im Juni und Juli 2020 auf 6,0 Prozent gesunken, der sich dann aber wieder kontinuierlich auf nun 6,6 Prozent erhöht hat. Dies dürfte ein weiterer Indikator dafür sein, dass es für behinderte Menschen schwieriger ist, wieder Beschäftigung zu finden als für nichtbehinderte Arbeitssuchende, nachdem sie in die Arbeitslosigkeit geraten sind.

Die Behindertenverbände hatten gefordert, dass die Ausgleichsabgabe zumindest für die beschäftigungspflichtigen Betriebe, die keinen einzigen behinderten Menschen beschäftigen, verdoppelt wird. Nach einer entsprechenden Ankündigung von Hubertus Heil am 3. Dezember 2020 konnte sich die SPD gegen ihren Koalitionspartner CDU/CSU mit dieser Forderung aber nicht durchsetzen. Was am Ende herauskam, ist ein Netz von Beratungsstellen, das zukünftig Arbeitgeber*innen beraten und über Fördermöglichkeiten aufklären soll. Appelle statt konkreter Maßnahmen seien hier nicht die Lösung, heißt es dazu von der LIGA Selbstvertretung.

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Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/slmx570