Menu Close

Forderungen zur Bundestagswahl

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Am 26. September finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Aus diesem Anlass hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) seine Forderungen an die künftige Bundesregierung veröffentliczht. Der DBSV stellt darin klar: „Behindertenpolitik ist keine rein sozialpolitische Aufgabe oder bloßer Ausdruck von Fürsorge. Die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen muss auf allen Ebenen des politischen Wirkens sichergestellt werden.“

Vor Ort-Barrierecheck am grünen Aktionstag #Barrierefreiheit in Stuttgart

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Stuttgart (kobinet) Anlässlich der Aktionstage #Barrierefreiheit der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besucht die Grüne Bundestagsabgeordnete Anna Christmann am 11. Mai die U-Bahn-Haltestelle Wangen am Marktplatz, die S-Bahn-Haltestelle Nürnberger Str. und der Z-Überweg an der Waiblinger und Kreuznacher Straße in Stuttgart, um sie auf ihre Barrierefreiheit zu checken und sich ein Bild in Sachen Barrierefreiheit in ihem Wahlkreis zu verschaffen bevor der Bundestag demnächst über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz entscheidet.

Tour mit Mehr Barrierefreiheit Wagen beendet – Lobbyarbeit geht in heiße Phase

Logo: Noch 47 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Logo: Noch 47 Tage
Foto: Marleen Soetandi

Kassel (kobinet) „Die Tour mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen ist beendet – die heiße Phase für die Lobbyarbeit für ein gutes Barrierefreiheitsrecht beginnt nun“, so brachte Dr. Sigrid Arnade es zum Abschluss der Tour mit dem Mehr Barrierefreheit Wagen des NETZWERK ARTIKEL, die sie mit Hans-Günter Heiden am 22. April in Berlin gestartet und durchgeführt hat, auf den Punkt. Heute, am 10. Mai, da den Bundestagsabgeordneten noch 47 Tage verbleiben, um in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden, zogen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden Bilanz über die Tour mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen.

40 Jahre ambulante dienste e.V. in Berlin

Logo: ad ambulante dienste
Logo: ambulante dienste
Foto: ad Berlin

Berlin (kobinet) Am 8. Mai 1981, also vor 40 Jahren, wurde ambulante dienste e. V. in Berlin gegründet. Die Wahl dieses Datums war kein Zufall: Der 8. Mai ist der Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und somit der Tag der Befreiung. 1981 gab es für behinderte Menschen mit hohem Assistenzbedarf nur zwei Alternativen: entweder innerhalb der Familie versorgt zu werden oder im Heim zu leben. Ein selbstbestimmtes Leben war nicht möglich. Die Gründung von ambulante dienste e. V. war eine Befreiung aus den Zwängen ihres bisherigen Lebens, heißt es in einem Bericht von Uschi Aurien und Martin Seidler zum Jubiläum von ambulante dienste in Berlin. Heute ist ambulante dienste mit über 100 Kund*innen und rund 650 Mitarbeiter*innen einer der größten Assistenzdienste in Deutschland.

Mahnwache für Opfer von Potsdam in Marburg

Mahnwache für die Opfer von Potsdam am 5. Mai 2021 in Marburg
Mahnwache für die Opfer von Potsdam am 5. Mai 2021 in Marburg
Foto: Amélie Methner

Marburg/Lahn (kobinet) Am 5. Mai fand im Gedenken an die 4 Getöteten und die Schwerletzte in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung eine Mahnwache in Marburg auf dem Elisabeth Blochmann Platz statt. Der 5. Mai ist eigentlich der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, aber mit Blick auf die furchtbaren Ereignisse in Potsdam rief der Behindertenrat Hessen zu einer Mahnwache auf, heißt es in einem Bericht, der an die kobinet-nachrichten gesandt wurde. Fünf Menschen mit Behinderung, die zum Teil schon seit ihrer Geburt in der Einrichtung in Potsdam leben, wurden durch eine Mitarbeiterin angegriffen, 4 erlagen ihren Verletzungen.

Abschließende Gespräche am Mehr Barrierefreiheit Wagen in Kassel

Marleen Soetandi mit Schild: Noch 48 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Marleen Soetandi mit Schild: Noch 48 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Hans-Günter Heiden

Kassel (kobinet) Am 22. April haben Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 ihre Tour mit dem beschilderten VW Bus – dem Mehr Barrierefreiheit Wagen – in Berlin gestartet. Am 9. Mai haben sie nun ihre Tour in Kassel mit den letzten Terminen abgeschlossen und dabei mit zwei Bundestagsabgeordneten und Interessenvertreter*innen über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gesprochen. Das letzte Gespräch fand aber mit Marleen Soetandi statt, die die Logos für die Aktion „Noch 100 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht entwickelt hat und aus eigener Erfahrung weiß, auf welche Barrieren sie stößt, wenn sie mit ihrem Elektrorollstuhl unterwegs ist.

Momentaufnahme 211

Ein Star auf dem Baumstamm füttert seinen Küken
Ein Star mit Nachwuchs
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Nutze die Talente die Du hast! Die Wälder wären still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen. (Henry van Dyke)

Videos zu Aktionen am 5. Mai

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Wer den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen noch einmal Revue passieren lassen will, kann sich mittels einiger Videos, die dazu veröffentlicht wurden, noch einmal in Ruhe tun. Neben der dreistündigen Online-Veranstaltung am 5. Mai mit Raul Krauthausen und Constantin Grosch, hat das Nachrichtenportal EU Schwerbehinderung zwei Videos zur Aktion der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 5. Mai am Brandenburger Tor auf YouTube eingestellt.

Forderungen nach mehr Inklusion auf dem Marienplatz

Während der Kundgebung
Während der Kundgebung
Foto: Alexander Drewes

MÜNCHEN (kobinet) Die Kundgebung des Behindertenverbands Bayern auf dem Marienplatz in München stand unter dem Motto „Echte Teilhabe für Menschen mit Behinderung – jetzt!.“ Bei der musikalisch umrahmten Veranstaltung waren unter Corona-Bedingungen 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend.

Erinnern für die Zukunft: Gedenken für „Euthanasie“-Opfer im kleinen Kreis

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Hamburg (kobinet) In jedem Jahr gedenkt die Evangelische Stiftung Alsterdorf am 8. Mai, dem Tag des Kriegsendes des zweiten Weltkrieges, der 600 Menschen mit Behinderung, die aus den damaligen Alsterdorfer Anstalten in Tötungsanstalten gebracht wurden – 513 von ihnen wurden nachweislich ermordet. Zum Gedenken an die Opfer der Alsterdorfer Deportationen legten Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, Hanne Stiefvater, Vorständin der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und Dr. Michael Wunder, Leiter des Beratungszentrums Alsterdorf, an der Alsterdorfer „Stolperschwelle“ Blumen nieder.

Online-Shopping auch zukünftig Pustekuchen

Logo: Noch 48 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 48 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat sich das sogenannte Barrierefreiheitsstärkungsgesetz genauer angeschaut und ist der Frage, wie stark das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz wirklich ist, mittels kurzen Animationsfilmen auf den Grund gegangen. Beim barrierefreien Shoppen sieht es dabei gerade für blinde und sehbehinderte Menschen auch zukünftig ziemlich mau aus. Heute, am 9. Mai, da den Bundestagsabgeordneten noch 48 Tage in dieser Legislaturperiode zur Schaffung eines guten Barrierefreiheitsrechts verbleiben, macht der Kurzfilm des DBSV deutlich, dass noch kräftig beim Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nachgebessert werden und der Druck auf die Abgeordneten erhöht werden muss.

Marktüberwachung zentral beim Bund und nicht bei 16 Bundesländern regeln

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Stephanie Aeffner
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Stephanie Aeffner
Foto: Hans-Günter Heiden

Stuttgart (kobinet) Der Mehr Barrierefreiheit Wagen machte heute in der Landeshauptstadt von Baden-Württembergs Stuttgart vor dem Schloss Station. Dort trafen Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 bei ihrer Tour für ein gutes Barrierefreiheitsrecht auf Stephanie Aeffner. Die engagierte Rollstuhlnutzerin ist Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg und hat sehr gute Chancen, dem nächsten Bundestag anzugehören, nachdem sie bei der Listenaufstellung der baden-württembergischen Grünen mit Listenplatz 16 eine sehr gute Ausgangsposition für die Bundeswahl hat.

Dunja Fuhrmann: Was Barrieren im Alltag bedeuten

Logo: Noch 49 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 49 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Saarbrücken (kobinet) Im Zusammenhang mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz wird viel und leider viel zu oft sehr abgehoben über Übergangsfristen, Marktüberwachung, Ausnahmen für Kleinstunternehmen etc. diskutiert. In einem Filmbeitrag des ARD Mittagsmagazin hat Dunja Fuhrmann am 5. Mai aufgezeigt, mit welchen Barrieren sie noch konfrontiert ist. Heute, am 8. Mai, da den Bundestagsabgeordneten noch 49 Tage in dieser Legislaturperiode verbleiben, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden, schildert sie in einem Beitrag, was die vielen Barrieren ganz praktisch im Leben bedeuten. Der Beitrag zeigt, wie wichtig es gerade jetzt ist, den Abgeordneten klar zu machen, dass wir ein gutes Barrierefreiheitsrecht nicht übermorgen, sondern Jetzt brauchen.

Zeitzeuge Volker Langguth-Wasem berichtet

Volker Langguth-Wasem
Volker Langguth-Wasem
Foto: bifos

Jena (kobinet) Volker Langguth-Wasem wurde 1946 im Dorf Laufach im Spessart geboren. Er ist gelernter Goldschmied und studierter Sozialarbeiter. Nach seiner Frühverrentung 1998 engagierte er sich u.a. als ehrenamtlicher Bundesvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) SELBSTHILFE behinderter und chronisch kranker Menschen. Wegen einer Achondroplasie ist er von Geburt an kleinwüchsig und besuchte die Regelschule. So heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstitutes zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Volker Langguth-Wasem auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet er über seine vielfältigen Erfahrungen.

Gedanken zum Protesttag von Jennifer Sonntag

Jennifer Sonntag zeigt auf Kristall an ihrem Blindenstock
Jennifer Sonntag mit ihrem Blindenstock
Foto: privat

Halle (kobinet) Dass in Potsdam vier behinderte Menschen getötet und ein behinderter Menschen schwer verletzt wurde, das hat auch die Journalistin und Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag tief getroffen. Dazu und auch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, zu dem diese Woche viele Aktionen stattfinden, hat sich Jennifer Sonntag einige Gedanken gemacht und diese für die kobinet-nachrichten in die Tasten gehauen.

Brücken bauen, sie aber auch barrierefrei machen

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Wiebke Richter am Mehr Barrierefreiheit Wagen
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Wiebke Richter
Foto: Hans-Günter Heiden

Regensburg (kobinet) Mit Platz 23 auf der bayerischen Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl hat Wiebke Richter aus Regensburg gute Chancen, in den nächsten Bundestag einzuziehen. Heute machten Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen in Regensburg Station und sprachen mit der Stadträtin und lebenslangen Rollstuhlfahrerin, wie sich Wiebke Richter bei der Listenaufstellung zur Wahlversammlung der bayerischen Grünen vor kurzem vorstellte, über den Gesetzentwurf für ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und was zukünftig nötig ist.

Bundesrat stimmte Kinder- und Jugendstärkungsgesetz zu

Anne Spiegel
Anne Spiegel
Foto: Familienministerium RLP

Berlin/Mainz (kobinet) Heute am 7. Mai hat der Bundesrat dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz zugestimmt. Nach dem im Jahr 2017 gescheiterten ersten Anlauf zur Reform des 8. Sozialgesetzbuches (SGB VIII) wird mit der heutigen Verabschiedung die Umsetzung eines der bedeutendsten Reformvorhaben in der Kinder- und Jugendhilfe seit der Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes im Jahr 1990 in die Wege geleitet, wie die rheinland-pfälzische Familien- und Jugendministerin Anne Spiegel mitteilte. Behindertenverbände haben bei der Gesetzesreform für die inklusive Lösung in der Kinder- und Jugendhilfe gekämpft, die nun in die Umsetzung geht.

Hessen übernimmt Kosten für Gebärdensprachdolmetscher bei Corona-Impfung

Logo von Hessen
Logo von Hessen
Foto: gemeinfrei

WIESBADEN (kobinet) Das Land Hessen übernimmt die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher, die bei Impfungen die Kommunikation zwischen den zu impfenden Personen und dem Personal vor Ort sicherstellt. Für die anspruchsberechtigte Personengruppe wurde ein Verfahren entwickelt mit dem die Kosten entweder direkt zwischen dem Dolmetschenden und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration abgerechnet oder aber jener Person erstattet werden können, die die Leistung bereits in Anspruch genommen hat.

Inklusion macht fit

Amelie Dubler beim ZUMBA® -Kurs in Aktion
Amelie Dubler beim ZUMBA® -Kurs in Aktion
Foto: BSK

Berlin (kobinet) Mit dem inklusiven Bewegungsangebot im Rahmen des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat die Berliner Repräsentanz des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) nach eigenen Angaben ins Schwarze getroffen: Über 150 Menschen mit und ohne Behinderung aus ganz Deutschland nahmen teil. „Wann habe ich zum letzten Mal so viele verschiedene Bewegungen gemacht? Ich glaube, noch nie. Und es macht so viel Spaß!!!“, chattete eine Teilnehmerin gleich zu Beginn beim Zumba®-Kurs.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter wirksam abbauen

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

DÜSSELDORF (kobinet) Angesichts anhaltend hoher Arbeitslosigkeit von Menschen mit einer Schwerbehinderung hat der Sozialverband SoVD in Nordrhein-Westfalen ein Forderungspapier mit konkreten Maßnahmen verfasst und dieses an den Ministerpräsidenten Armin Laschet, Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und vier Landtagsfraktionen (CDU, FDP, SPD, Grüne) übermittelt.

Protestkundgebung auf dem Münchner Marienplatz

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

München (kobinet) Noch bis zum 9, Mai finden Aktivitäten zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. So auch heute um 16:00 Uhr mittels einer Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz, zu der u.a. der Behindertenverband Bayern einlädt.

Trauer um die Opfer und Debatte über Gewalt und Abhängigkeit

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin/Köln (kobinet) „Wir trauern um: Martina W. 1990 – 2021 – Christian S. 1985 – 2021 – Lucille H. 1978 – 2021 – Andreas K. 1964 – 2021“, twitterte der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel und viele Menschen teilen diese Trauer um die Getöteten und die schwerverletzte Perosn im Potsdamer Oberlinhaus in diesen Tagan. Gleichzeitig wird aber auch vermehrt über Gewalt und Abhängigkeit geführt, denen behinderte Menschen ausgesetzt sind, wie ein aktueller Beitrag des Deutschlandfunk zeigt.

Darf es ein Privileg bleiben, auf die Toilette gehen zu können?

Logo: Noch 50 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 50 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Lenggries (kobinet) Passend zur aktuellen Debatte und heute im Bundesrat angstehenden Entscheidung über Lockerungen bzw. Privilegien für Geimpfte und Genesene im Rahmen der Corona-Pandemie hat sich Markus Ertl vom Verein UNgehindert mit Privilegien aus der Sicht behinderter Menschen beschäftigt und eine provokante Forderung erhoben. Denn heute am 7. Mai haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestags noch 50 Tage in dieser Legislaturperiode Zeit, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden, damit eine Vielzahl von Aktivitäten nicht nur Privilegien nichtbehinderter Menschen bleiben.

Sei kein Behinderer

Aufkleber: Wir müssen draußen bleiben ... Sei kein Behinderer ... werde barrierefrei
Aufkleber: Wir müssen draußen bleiben … Sei kein Behinderer … werde barrierefrei
Foto: ZsL Köln

Köln (kobinet) Barrierefreiheit ist ein großes und essenzielles Thema für Menschen mit Behinderung. Barrieren im Alltag sind zahlreich und vielfältig. Für die „große“ politische Lösung wird von Behindertenseite seit Jahrzehnten gekämpft. Doch auch im „Kleinen“ kann viel getan werden, wenn das Bewusstsein und die Bereitschaft vorhanden sind. Um dieses Bewusstsein für alltägliche und leicht zu beseitigende Barrieren unter Bürger*innen und der Privatwirtschaft zu schärfen, hat das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln in Zusammenarbeit mit der EUTB SL Köln die Kampagne „Sei kein Behinderer!“ gestartet.

Schlichtungsstelle BGG legte vierten Jahresbericht vor

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) – kurz Schlichtungsstelle BGG – hat ihren vierten Jahresbericht (2020) veröffentlicht. Angesiedelt ist die Schlichtungsstelle BGG beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel. Sie hilft seit 2016 dabei, Konflikte zwischen Menschen mit Behinderungen und öffentlichen Stellen des Bundes zu lösen, wenn es um das Recht auf Barrierefreiheit und Gleichbehandlung geht.

Bremen Protest: Trotz Wind, Regen und Corona für Gleichstellung

Plakat: Teilhabe ist Menschenrecht - Deine Stimme für Inklusion
Plakat: Teilhabe ist Menschenrecht
Foto: AK Bremer Protest

Bremen (kobinet) Regen, Wind und Corona konnten nicht verhindern, dass auch vom 29. Bremer Protesttag am 5. Mai 2021 unmissverständliche Signale gegen Diskriminierung und für Gleichstellung behinderter Menschen ausgingen. Dies teilt Gerald Wagner von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen in seinem Bericht über die Aktionen zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Bremen mit.

Mehr Barrierefreiheit Wagen bei Bundesagentur für Arbeit

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Detlef Scheele
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Detlef Scheele
Foto: Hans-Günter Heiden

Nürnberg (kobinet) Heute am 6. Mai machte der Mehr Barrierefreiheit Wagen bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Station. Anstatt wie sonst üblich draußen bei Wind und Wetter, fand dieses Mal das Gespräch auf Einladung des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, in den warmen Räumen der Bundesagentur für Arbeit statt. Detlef Scheele machte dabei im Gespräch deutlich, dass bei Barrierefreiheit nicht zwischen dem Kunden- und Geschäftsbereich unterscheiden werden darf.

Gesetzesänderung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen

Stefanie Drese
Stefanie Drese
Foto: Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (kobinet) Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat am 5. Mai das “Dritte Gesetz zur Änderung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes (LBGG M-V)“ beschlossen. Sozialministerin Stefanie Drese sieht in der Weiterentwicklung des LBGG einen weiteren Schritt zur Verwirklichung gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe.

Caritas fordert mehr Barrierefreiheit in der medizinischen Versorgung

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Tages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fordert auch die Caritas einen barrierefreien Zugang zur medizinischen Versorgung. Dabei geht es aus Sicht dieses Verbandes nicht nur um den barrierefreien Zugang zu Praxen sondern ebenso um die Barrierefreiheit der Informationen und um finanzielle Regelungen zu Hilfen für Begleitung und Assistenz bei der medizinischen Versorgung.

Oppositionsparteien fordern Besserstellung pflegender Angehöriger

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Bei den Betroffenen und den Fachverbänden finden die Vorschläge der Partei “ DIE LINKE“ sowie der Partei „Bündnis 90/ DIE GRÜNEN“ viel Zustimmung mit welchen diese Parteien eine Besserstellung pflegender Angehöriger fordern.Die Linksfraktion fordert in ihrem Antrag höhere Rentenleistungen für pflegende Angehörige und die Grünen-Fraktion schlägt vor, das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz zu einem Gesetz für mehr Zeitsouveränität für pflegende Angehörige weiterzuentwickeln.

Echte Verbesserungen scheitern an Mutlosigkeit der Bundesregierung

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen stoßen in allen Lebensbereichen auf unüberwindbare Hürden. Im Jahr 2021 ist das in meinen Augen nicht länger hinnehmbar. Als Freie Demokraten wollen wir die Teilhabe deshalb umfassend stärken. Doch echte Verbesserungen scheitern an der Mutlosigkeit der Bundesregierung, der in den letzten Jahren nicht mehr als minimale Reparaturen gelungen sind“, erklärte der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Jens Beeck im Nachgang der Bundestagsdebatte vom 5. Mai und im Hinblick auf die aktuellen Beratungen zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Aktionsplan nicht ohne Betroffene fortschreiben

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte kritisiert die fehlende Beteiligung von Menschen mit Behinderungen bei der Weiterentwicklung des Aktionsplans und die mangelnde Rückbindung der Maßnahmen an die UN-Behindertenrechtskonvention. Anlässlich der Veröffentlichung des Statusberichts zur Fortschreibung des Nationalen Aktionsplans 2.0 der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fordert das Institut eine umfassende Neuauflage in Form eines NAP 3.0 in der nächsten Wahlperiode.

Mehr Barrierefreiheit Wagen: Kritik am Barrierefreiheitsrecht

Aktion mit dem Mahr Barrierefreiheit Wagen am Brandenburger Tor am 5.5.2021
Bild von der Aktion mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen am Brandenburger Tor
Foto: Alexander Ahrens ISL

Berlin/Jena (kobinet) Der Mehr Barrierefreiheit Wagen hat nach einer Reihe von Gesprächen am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Berlin wieder Fahrt aufgenommen und macht heute beim Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Detlef Scheele Station. Ein Rückblick auf die vielfältigen Gespräche, die Dr. Sigrid Arnade gestern in Berlin und Jena am Mehr Barrierefreiheit Wagen zum Barrierefreiheitsrecht führte, lohnt aber, denn dabei wurde viel Kritik laut und Verbesserungsbedarf am Gesetzentwurf für ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz geäußert.

Parallelwelt zwischen behinderten Menschen und den Regierungsfraktionen

Logo: Noch 51 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 51 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin/München (kobinet) Größer könnte die Parallelwelt zwischen behinderten Menschen, die gestern am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen u.a. in einer Online Live-Sendung aus München ihre Stimme für Barrierefreiheit und Inklusion erhoben, und den Abgeordneten der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD nicht sein, die sich gleichzeitig in der gestrigen Debatte zur Inklusion und Teilhabe im Bundestag in Berlin äusserten. So das Resümee von Ottmar Miles-Paul, der sich heute am 6. Mai, da den Bundestagsabgeordneten noch 51 Tage in dieser Legislaturperiode verbleiben, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden, mit dieser Parallelwelt beschäftigt.

Matthias Rösch: Barrierefreiheit umfassend umsetzen

Foto zeigt Matthias Rösch
Matthias Rösch
Foto: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) „Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist unzureichend, damit wird nur ein Teil der Hindernisse für Menschen mit Behinderungen abgebaut. Zwar werden Serviceterminals und Geldautomaten barrierefrei bedienbar, aber das bauliche Umfeld wird nicht einbezogen. Was nutzt mir ein barrierefreier Geldautomat, wenn auf dem Weg dorthin Stufen sind oder ein Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen fehlt. So die Kritik des Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch am vorliegenden Gesetzentwurf für ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz der Bundesregierung, die er zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen äusserte.

Frauen-Protest für Gewaltschutz ohne Barrieren

Plakat zur Tötung behinderter Menschen im Oberlinhaus
Plakat zur Tötung behinderter Menschen im Oberlinhaus
Foto: Spindelndreier

Münster (kobinet) Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen fordert im Zusammenhang mit dem Europäischen Protesttag zur Gkeichstellung von Menschen mit Behinderungen einen Gewaltschutz ohne Barrieren. „Frauen mit Behinderung leben in ganz Europa mit erhöhtem Gewalt-Risiko, aber schlechterem Zugang zu Prävention, Justiz und Opferschutz,“ kritisiert Claudia Seipelt-Holtmann, eine der Netzwerk-Sprecherinnen.

25 Jahre niedersächsischer Inklusionsrat

Zahl 25
Zahl 25
Foto: ht

Hannover (kobinet) Gestern, am 5. Mai vor genau 25 Jahren, also im Jahr 1996, fand die erste Sitzung des damals sogenannten Landesbehindertenrates in Hannover statt. Der Rat wurde mit einer überschaubaren Personenzahl aus 15 kommunalen Behindertenbeiräten und 13 kommunalen Behindertenbeauftragten gegründet. Das Ziel der Gründungsmitglieder war schon damals, als Expertinnen und Experten in eigener Sache aktiv zu sein und sich grundsätzlich für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Politik, Verwaltung und Gesellschaft für mehr Teilhabe einzusetzen. Im Jahr 2009 benannte sich der Landesbehindertenrat in „Landesrat“ um und seit 2014 heißt dieser nun bis heute „Niedersächsischer Inklusionsrat von Menschen mit Behinderungen“ (NIR).

Breites Medienecho auf Protesttag

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Saarbrücken/Berlin (kobinet) Trotz Corona-Pandemie fanden behinderte Menschen und ihre Verbände auch dieses Jahr Mittel und Wege zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ihre Stimmen zu erheben und die Forderungen nach Inklusion in die Medien zu tragen. Die Berichterstattung reicht dabei vom Bericht des ARD-Mittagsmagazin über Barrieren, mit denen Dunja Fuhrmann in Saarbrücken zu kämpfen hat, bis zur rbb-Abendschau, die u.a. über das Berliner Behindertenparlament berichtete. Und dann ist da noch der Online Live-Event zum Protesttag, der von Raul Krauthausen und Constantin Grosch moderiert wurde.

Wann kommt das Barrierefreiheits-Gesetz? – Auswirkungen auf die Kommune

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Würzburg (kobinet) „Wann kommt das Barrierefreiheits-Gesetz? – Auswirkungen auf die Kommune“, so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die heute, am 6. Mai ab 18:00 Uhr, von der EUTB-Beratungsstelle von Selbstbestimmt Leben Würzburg (WüSL) durchgeführt wird. Mit dabei ist u.a. Dr. Sigrid Arnade, die derzeit mit Hans-Günter Heiden mit dem Mehr Barrierefreiheit Wagen durch Deutschland tourt und für ein gutes Barrierefreiheitsrecht wirbt.

Sören Pellmanns Stimme für Inklusion: Endlich ein echtes Barrierefreiheitsgesetz wagen!

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Anknüpfend an die Social Media Aktion der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, die heute gestartet wurde, hat sich auch Sören Pellmann, Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag für Inklusion und Teilhabe zu Wort gemeldet: „Meine Stimme für Inklusion: Endlich ein echtes Barrierefreiheitsgesetz wagen!“