Menu Close

Allgemeine Bemerkungen zum selbstbestimmten Leben und Inklusion in die Gesellschaft

UN-Flagge mit Text Behindertenrechtskonvention im Hintergrund
UN-Flagge mit Konvention
Foto: BIZEPS

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen haben das gleiche Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und Inklusion in die Gemeinschaft wie Menschen ohne Behinderungen. Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) betont ihr Wunsch- und Wahlrecht im Hinblick auf die Frage wie, wo und mit wem sie leben möchten. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht gezwungen sein, in einer bestimmten Wohnform zu leben, um Unterstützung zu erhalten. Öffentliche Einrichtungen müssen barrierefrei gestaltet sein, damit alle Bürger_innen gleichberechtigten Zugang haben.“ Darauf und auf die mittlerweile vorliegende deutsche Übersetzung der Allgemeinen Bemerkungen zu Artikel 19 des UN-Fachausschusses weist die Monitoringstelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte hin.

IGEL-Podcast: Wenn wir nicht sichtbar sind, wen wollen wir dann inkludieren?

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Warum Menschen mit Behinderung sichtbar sein müssen, dazu verfügen Katharina und Elisabeth Lindinger über klare eigene Philosophien. Der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, sprach in seiner mittlerweile 30. Podcast-Episode mit den kleinwüchsigen Zwillingen unter anderem darüber.

Sara Minkara neue US-Sonderberaterin für internationale Behindertenrechte

Sara Minkara
Sara Minkara
Foto: Sara Minkara

Washington, D.C. / USA (kobinet) Wie US-amerikanische Medien und das Weiße Haus berichten wurde die sehbehinderte Sara Minkara zur neuen US-Sonderberaterin für internationale Rechte von Menschen mit Behinderungen ernannt. Nachdem diese Position während der Präsidentschaft von Donald Trump nicht besetzt war, tritt sie damit die Nachfolge der von Barack Obama geschaffenen Position an, die zuvor von der renomierten Behindertenrechtlerin Judith Heumann besetzt war, wie Katharina Müllebner im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet.

Rente hin zu einer Erwerbstätigenversicherung entwickeln

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Um die gesetzliche Rentenversicherung für die Zukunft fit zu machen, fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) die Weiterentwicklung hin zu einer Erwerbstätigenversicherung. Nur auf diese Weise könnte aus Sicht des Verbandes die gesetzliche Rentenversicherung auf der Beitragsseite auf breitere Füße gestellt werden und den Eintritt der sogenannten Baby-Boomer-Generation in die Rente finanziell abfedern werden.

Studie zu Gewaltschutzstrukturen veröffentlicht

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Das Institut für empirische Soziologie hat im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eine Studie zu Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland durchgeführt. Der Abschlussbericht enthält eine Bestandsaufnahme der aktuellen Gewaltschutzsituation in Wohneinrichtungen und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Zudem werden Handlungsfelder sowie Lücken im Gewaltschutz aufgezeigt. Aus der Einschätzung heraus wurden zwölf Handlungsempfehlungen für eine wirksame und Ebenen übergreifende Gewaltschutzstrategie für Menschen mit Behinderungen entwickelt.

Petitionsausschuss des Bundestags konstituiert

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Unter Leitung der Bundestagsvizepräsidentin Yvonne Magwas (CDU) hat sich heute der Petitionsausschuss des neu gewählten Bundestags konstituiert. Dem Ausschuss gehören aktuell 19 ordentliche Mitglieder an. Als Vorsitzende fungiert bis auf Weiteres Bundestagsvizepräsidentin Magwas.

Anmeldung für Welttagsveranstaltung möglich

Plakat für DBR Veranstaltung am 3.12.21
Plakat für DBR Veranstaltung am 3.12.21
Foto: DBR

Berlin (kobinet) Die diesjährige Veranstaltung des Deutschen Behindertenrats (DBR) zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2021 steht kurz bevor. Unter dem Motto „Inklusion und Teilhabe – (k)eine Utopie?“ lädt der DBR zu einer Hybridveranstaltung ein, die sowohl in Präsenz als auch online verfolgt werden kann.

Trauer um Dr. Volker van der Locht

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Bochum (kobinet) Dr. Volker van der Locht ist Ende Oktober im Alter von 62 Jahren unerwartet verstorben. Er war einer der ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen im Forschungsinstitut „Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS)“ und hat dieses in der Aufbauphase begleitet, heißt es in einem Nachruf auf den Wissenschaftler von Prof. Dr. Theresia Degener, Leiterin des Bochumer Zentrum für Disability Studies und deren Stellvertreterin Prof. Dr. Kathrin Römisch.

Selbstbestimmt trifft Selbstbestimmt(e)

Startbild der mdr-Sendung "selbstbestimmt"
Startbild der mdr-Sendung „Selbstbestimmt“
Foto: mdr

Leipzig (kobinet) Die Novemberausgabe des mdr-Fernsehmagazin selbstbestimmt steht noch einmal ganz im Zeichen des 30. Selbstbestimmt-Jubiläumsjahres und wird mit dem Titel „Selbstbestimmt trifft Selbstbestimmt(e) – 30 Jahre Behindertenbewegung in Deutschland“ am 14. November um 8:00 Uhr im mdr ausgestrahlt. Das barrierefreie Zusatzangebot mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Audiodeskription wird bereits ab 12. November um 18:00 Uhr vorab in der ARD Mediathek und am 14. November, 8:00 Uhr im Livestream des MDR-Fernsehen gesendet. Diesmal widmet sich das Inklusionsmagazin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Diese wurde bereits 1990 von Menschen mit Behinderung gegründet.

Feelware Audio für die Waschmaschine – neuer Newsletter

Logo Schrift Feelware
Logo Feelware BV
Foto: Feelware BV

Berlin (kobinet) Der Newsletter von Feelware ist wieder erschienen. Dieses Mal über sprechende Waschmaschinen. Es gibt eine Audioausgabe des Newsletter. Diesen sollte man hören statt den Newsletter zu lesen, denn dann hört man auch, wie die Waschmaschine spricht.

Zusatzprotokoll zu Zwangsmaßnahmen wird dem Ministerkomitee des Europarat vorgelegt

Pfeil mit Knoten
Europarat-Zusatzprotokoll zu Zwangsmaßnahmen wird Ministerkomitee vorgelegt
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Psychiatrische Zwangsmaßnahmen im Dickicht europäischer Gesetzgebungsprozesse

Wer als nicht juristisch geschulte Person danach sucht wie europäische Übereinkommen zusätzliche Protokolle erhalten und wer dafür zuständig ist, kann lange suchen. Der folgende Text versucht die Entscheidungsschritte zum Entwurf des Zusatzprotokolls zur Oviedo-Konvention, das psychiatrische Zwangsmaßnahmen an Menschen mit psychosozialen Behinderungen regeln soll, nachzuzeichnen und einzelne Entscheidungsschritte und entsprechende Gremien vorzustellen.

Nicht nur ist die Geschichte lang, sondern sie ist auch intransparent. Letzte Woche wurde im bioethischen Ausschuss des Europarats der Entwurf zum Zusatzprotokoll entschieden und nun dem Ministerkomitee zur Entscheidung vorgelegt. Ein schlechtes Signal.

Hessische Linke fordert mehr barrierefreien Wohnraum

Logo Partei DIE LINKE Landesverband Hessen
Logo Partei DIE LINKE Landesverband Hessen
Foto: Partei DIE LINKE

WIESBADEN (kobinet) Gestern Abend hat der Hessische Landtag in zweiter Lesung die schon lang geforderte Änderung der Hessischen Bauordnung beraten. Eines der erklärten Ziele war dabei auch, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Der SPD-Gesetzentwurf hierzu wurde am Ende von Schwarzgrün abgelehnt. Ausgehend von dieser Debatte im Hessischen Landtag fordert die Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE nochmals, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen.

Flug mit Ryanair nicht möglich – Rollstuhl zu schwer

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

LONDON (kobinet) Aktuell berichten die Nachrichten der BBC über einen weiteren Vorfall bei dem einem Passagier der Flug mit Raynair trotz vorheriger Zusage verweigert wurde. Brandon Aughton aus West Bridgford in Nottinghamshire wollte dabei am 11. Oktober mit dieser Fluggesellschaft vom Flughafen East Midlands nach Malaga reisen.

Lebenshilfe wählt erstmals Selbstvertreterin im Landesvorstand

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto:

SOLINGEN (kobinet) Die Mitglieder des Landesvorstands der Lebenshilfe in Nordrhein-Westfalen kamen bisher vor allem aus dem Kreis der Eltern und Angehörigen von Menschen mit geistiger Behinderung. Jetzt haben die Delegierten der 75 Orts- und Kreisvereinigungen der nordrhein-westfälischen Lebenshilfen erstmals eine Selbstvertreterin in den Vorstand des Landesverbandes gewählt.

Zahl der Landminen-Opfer deutlich gestiegen

Logo mit einer stilisierten Hand und den Buchstaben HI anstelle der Finger sowie dem Schriftzug
Neues Logo von Handicap International
Foto: Handicap International

MÜNCHEN (kobinet) Der Landminen Monitor für das Jahr 2021 meldet das sechste Jahr in Folge eine außergewöhnlich hohe Zahl von Opfern durch Landminen, explosiven Kriegsresten und selbstgebauten Minen. Für das Jahr 2020 verzeichnet der Monitor insgeamt 7.073 Opfer. Dies ist ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 80 Prozent der Opfer sind Zivilistinnen und Zivilisten. Die meisten getöteten oder verletzten Menschen wurden in Syrien und Afghanistan erfasst.

Verhandlungsgruppen liefern heute Ergebnisse für Koalitionsvertrag

Segelboot mit rot-grün-gelbem Segel mit Barrierefreiheitsrecht Jetzt
Segelboot mit rot-grün-gelbem Segel mit Barrierefreiheitsrecht Jetzt
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Ob es vonseiten der möglichen neuen Regierungskoalition von SPD, Grünen und FDP Rückenwind für die Schaffung von Barrierefreiheit im privatwirtschaftlichen Bereich und für die Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen geben wird, dafür dürfte es heute Abend ab 18:00 Uhr genauere Einblicke gegen. Dann beenden nämlich die 22 Arbeitsgruppen zur Entwicklung eines Koalitionsvertrages ihre Arbeit und legen ihre Ergebnisse vor. Allerdings dürften die Ergebnisse noch parteiintern bleiben, denn dann übernehmen die Chefverhandler*innen den Feinschliff und verhandeln die noch verbleibenden strittigen Punkte. Am Ende stimmen die Parteigremien bzw. bei den Grünen die Mitglieder über den Koalitionsvertrag und damit auch darüber, ob es zu einer rot-grün-gelben Regierungskoalition kommt.

Von der Aktion zum Stadtverordnetenbeschluss für kontrastreiche Poller

Bild von der Aktion Pollermützen für mehr Sicherheit am 7.6.21 in Kassel
Pollermützen-Aktion in Kassel am 7.6.2021
Foto: Gabi Knop

Kassel (kobinet) „Mühlen mahlen in der Politik meist sehr langsam“, heißt es oft sehr zutreffend. Das dies nicht immer so sein muss, zeigt ein aktuelles Beispiel in Kassel. Am 7. Juni 2021 hatten Selbstvertretungsorganisationen wie der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) und der Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) mit einer Aktion auf die schlechte Sichtbarkeit und die Gefahren vieler meist grauer Poller für sehbehinderte Menschen aufmerksam gemacht, indem sie den Pollern gestrickte rot-weiße Pudelmützen aufsetzten. Am 8. November – also gerade einmal fünf Monate später – hat die Kasseler Stadtverordnetenversammlung einen Antrag verabschiedet, um diesem Zustand zukünftig Abhilfe zu verschaffen.

Hessisches Landessozialgericht zur Versorgung mit Handprothese

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Greifswald (kobinet) In einem Urteil von September 2021 hat das LSG Hessen entschieden, dass Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung einen Anspruch auf eine maßgefertigte Finder-Handprothese aus Silikon bei einem Verlust eines Teiles der Hand auch dann haben können, wenn diese die Funktionsausfälle nur zum Teil ausgleichen kann. Darauf weist Henry Spradau in einem Bericht zum Urteil für die kobinet-nachrichten hin.

Sören Pellmann: Regierung an Versprechen vor der Wahl erinnern

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben einer Reihe von Bundestagsabgeordneten, die bisher für die Behindertenpolitik ihrer Fraktionen zuständig waren, bzw. zukünftig dafür zuständig sein könnten, Interviewfragen zugeschickt. Nach Wilfried Oellers von der CDU hat auch Sören Pellmann von der Linksfraktion geantwortet. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul betonte der bisherige Sprecher der Linksfraktion im Bundestag für Inklusion, dass er die Regierungsfraktionen an ihre Versprechen vor der Wahl erinnern will.

Land Hessen unterstützt barrierefreien Umbau von Wohnungen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Wiesbaden (kobinet) Der hessische Wohnungsstaatssekretär Jens Deutschendorf ruft zu gemeinsamen Anstrengungen zum Bau barrierefreier Wohnungen auf: „Was wir brauchen, ist ein Bündnis zwischen Kommunen, kommunalen und freien Wohnungsbaugesellschaften, Bauträgern, Planerinnen und Planern sowie Verbänden der Betroffenen für einen zielgerichteten Ausbau“, sagte er am 9. November im Hessischen Landtag. „Dabei sind der jeweilige regionale Bedarf und die jeweilige soziale Infrastruktur für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner in den Blick zu nehmen.“

Warten auf’n Bus – zweite Staffel

Foto zeigt Szene aus Warten auf'n Bus
Bushaltestelle in Brandenburg
Foto: rbb/Maor Walsburd

Berlin (kobinet) Eine Bushaltestelle tief in Brandenburg. Zwei Männer warten auf‘n Bus und reden über ihr Leben. Offen, ehrlich. Die Themen sind vielfältig, die Dialoge direkt aus der brandenburgischen Seele.

Delegiertenversammlung fordert mehr Unterstützung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Stilisiertes großes "A" mit dem Text:  Deutschen Alzheimer Gesellschaft - Selbsthilfe Demenz
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Im Rahmen der Delegiertenversammlung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) in Braunschweig wurden klare Forderungen an die Politik und die neue Bundesregierung formuliert. Dabei betonten die Delegierten, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Corona-Pandemie ebenso wie in den Koalitionsverhandlungen sind weitgehend vergessen worden sind.

Wer ist zukünftig für die Behindertenpolitik der Fraktionen zuständig?

Fragezeichen aus Blumen
Fragezeichen aus Blumen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Sie nennen sich je nach Bundestagsfraktion behindertenpolitische Sprecher*innen, Behindertenbeauftragte oder Sprecher*innen für Inklusion und sind damit Hauptansprechpartner*innen für behindertenpolitische Themen ihrer Bundestagsfraktion. Dabei prägen sie auch oft die Bundestagsdebatten zu behindertenpolitischen Initiativen entscheidend. Anderthalb Monate nach der Bundestagswahl ist immer noch nicht geklärt, wer diese Ansprechpartner*innen zukünftig sein werden, weil in vielen Fraktionen noch die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen und Zuschnitte der zukünftigen Ministerien und Ausschüsse abgewartet wird.

Mitten in der vierten Corona-Welle

Grafik zeigt Corona-Virus auf der Webseite der WHO
Corona-Virus
Foto: WHO

Berlin (kobinet) Das Corona-Virus lässt nicht locker, so dass derzeit wieder ein Rekord an täglichen Neuinfektionen den nächsten jagt. Und auch die Situation in den Krankenhäusern wird wieder brisant, so dass das Gespenst der Triage wieder umgeht. Gerade für viele behinderte Menschen mit Vorerkrankungen bzw. höherer Gefährdung bei Infektionen mit dem Corona-Virus sind dies keine guten Nachrichten. Handlungsbedarf ist also angesagt, um nicht weitere Menschenleben zu riskieren.

BAGüS-Positionen: Inklusion bleibt zentrales Thema

Logo der BAGüS
Logo der BAGüS
Foto: BAGüS

Münster (kobinet) Inklusion von Menschen mit Behinderungen bleibt nach Ansicht der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) ein zentrales politische Ziel. Darauf weist die BAGüS in ihren Positionen mit Vorschlägen für den Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages hin. Die BAGüS krítisiert darin, dass das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen an keiner Stelle in der Gliederung der Arbeitsgruppen für die aktuellen Koalitionsverhandlungen auftaucht. Dies sei einerseits bedenklich und andererseits richtig, weil das Thema in vielen Arbeitsgruppen eine Rolle spielt. Die BAGüS erwartet daher, dass sich das dann im Text der Koalitionsvereinbarung wiederfinde.

Aktion Mensch: Qualifizierung zur Prozessbegleiter*in zur Inklusion

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Anfang 2022 startet die Aktion Mensch ein Qualifizierungsprogramm zur Prozessbegleitung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf erfolgreichen Inklusionsprozessen im Sozialraum. In dem sechsmonatigen Training lernen die Teilnehmer*innen, wie sie Inklusions-Netzwerke beim Aufbau inklusiver Strukturen und der Umsetzung inklusiver Prozesse unterstützen. Bewerbungen sind noch bis zum 10. Dezember möglich, wie es auf der Internetseite der Aktion Mensch heißt.

Amtsstuben und Leichte Sprache (?)

2 Personen am Büroarbeitsplatz
Im Büro Leichte Sprache
Foto: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Lizenz Name: 03685, Illustrator Stefan Albers,

Berlin (kobinet) Die historisch gewachsene Sprache der Ämter. Behörden, Anwälte und Gerichte mit all ihren Texten, Briefen und vielen Formularen ist eher selten die Sprache der Menschen hier. Diese Sprache diskriminiert Analphabeten, Migranten, Lernbehinderte, Bildungsschwache und andere. Webseiten müssen nun auch zum Teil in Leichter Sprache vorhanden sein. Von allem gibt es zu wenig. Oft herrscht in den Amtsstuben Unkenntnis zur rechtssicheren und gelungenen Umsetzung Leichter Sprache. Das muss sich ändern.

Umfrageergebnisse untermauern Forderung nach Anhebung der Grundsicherung

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Einer repräsentativen Forsa-Umfrage nach, welche im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes erstellt wurde, glaubt 85 Prozent der Bevölkerung glaubt nicht, dass die aktuellen Hartz IV-Leistungen ausreichen, um den alltäglichen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Für die grundlegenden Ausgaben werden 811 Euro im Monat im Durchschnitt als nötig erachtet, ein Betrag der jedoch 80 Prozent über dem liegt, was alleinlebenden Grundsicherungsbeziehenden derzeit tatsächlich zugestanden wird, nämlich 446 Euro.. Es könne nicht sein, dass ausgerechnet die Ärmsten in dieser Gesellschaft von der neuen Bundesregierung in ihrer Not im Stich gelassen werden, mahnt der Paritätische und fordert eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze ein.

Bahnkundenverband fordert Zweite Bahnreform

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Angesichts der aktuellen Debatten um die Bahn sowie die in diesem zusammenhang vielfach geforderte Trennung von Fahrweg und Verkehr bei der DB fordert der Bahnkundenverband, alle Erfahrungen und Auswirkungen der seit fast 30 Jahre andauernden Bahnreform durch die neue Bundesregierung alles auf den Prüfstand zu stellen. Die durch die erste Bahnreform angerichteten Blessuren im Bahnsystem sind aus Sicht des Bahnkundenverbandes anders nicht zu heilen.

266 Unternehmen erhalten Leistungen zum Budget für Arbeit in Westfalen-Lippe

Textlogo LWL Für die Menschen, für Westfalen-Lippe
Logo Landesverband Westfalen-Lippe
Foto: LWL Landesverband Westfalen Lippe

Münster (kobinet) Vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2020 erhielten im Wirkungsbereich des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 266 Unternehmen, die Werkstattbeschäftigte ein sozialversicherungspflichtiges Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis ermöglichten, Lohnkostenzuschüsse mit dem LWL-Budget für Arbeit und wurden vom Integrationsfachdienst (IFD) beim Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet. Insgesamt wurden in dieser Zeit über 1.100 Fördermodule mit ca. 26 Millionen Euro bewilligt. Dies geht aus einer Beschlussvorlage für den Sozialausschuss des LWL hervor.

Austauschforum anderer Leistungsanbieter tagte in Kassel

Logo: Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung
Logo: Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung
Foto: BAG UB

Kassel (kobinet) Über 60 Teilnehmende aus mehr als 40 Organisationen haben am 18. Oktober an einem von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (BAG UB) organisierten Austausch von anderen Leistungsanbietern in Kassel teilgenommen. Die Regelungen zu den „Anderen Leistungsanbietern“ als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen sind im § 60 SGB IX geregelt und sollen die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt fördern. Der begonnene Austausch soll intensiviert und nächstes Jahr mit einem weiteren Treffen fortgeführt werden.

Inklusives Hotel für Alle in Münster

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Münster (kobinet) „Rollstuhlgerechte Zimmer, induktive Höranlage und inklusive Personalplanung – damit punktet das Hotel Marco Polo in Münster. Hier erleben die Gäste Inklusion als ganz selbstverständlich. Sowohl im Gebäude als auch im Service, wo Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand arbeiten.“ Auf diesen Inklusionsbetrieb weist die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter hin.

Dresdner Positionen in verständlicher Sprache

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Dresden (kobinet) Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder sind am 14. und 15. Oktober 2021 in Dresden zusammengekommen. Dabei haben sie Forderungen an die neue Bundesregierung aufgeschrieben. Diese Forderungen wurden in den Dresdner Positionen zusammengefasst. Diese wurden mittlerweile auch in verständlicher Sprache veröffentlicht.

Cringe

Gelbes Schild mit Text Taxi
Taxi Schild
Foto: ht

Berlin (kobinet) Cringe ist ein englisches Wort. Es bedeutet ‚zusammen zucken‘. Gesprochen wird es etwa so: ‚krinch‘. Junge Menschen verwenden das Wort gern für „peinlich“ oder „ich schäme mich für“. Das Wort ist in Deutschland das Wort des Jahres 2021 geworden.

Ich schäme mich …

Reichspogromnacht mahnt

Foto zeigt Synagoge
Synagoge in der Oranienburger Straße
Foto: sch

Berlin (kobinet) In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben die Nazis in Deutschland Synagogen angezündet, jüdische Bürger ausgeraubt, misshandelt und ermordet.

Momentaufnahme 236

Burg Thurant an der Mosel
Burg Thurant an der Mosel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zu den herbsten Enttäuschungen des Leben zählen oft – die erfüllten Wünsche! (Otto Weiß)

Welttagsveranstaltung am 3. Dezember im Live-Stream

DBR Logo
DBR-Logo
Foto: DBR

Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat (DBR) lädt zu seiner Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ein. Unter dem Motto „Inklusion und Teilhabe – (k)eine Utopie?“ wird sich alles um die großen Themen Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz drehen – und um die Fragen: Wo steht Deutschland aktuell? In welchen Bereichen hakt es? Und was muss sich in der kommenden Legislaturperiode ändern? Die Veranstaltung wird im Livestream auf YouTube übertragen wie das Aktionsbündnis nun ankündigte.

Tägliche Testpflicht in Heimen und Krankenhäusern dringend nötig

Grafik zeigt Corona-Virus auf der Webseite der WHO
Corona-Virus
Foto: WHO

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK kritisiert die Pläne der Gesundheitsminister, eine Testpflicht für Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen alle zwei Tage einzuführen. „Das reicht nicht und wird die verletzliche Gruppe der Heimbewohner und Patienten nicht ausreichend schützen. Wer täglich in die Einrichtung kommt, muss täglich getestet werden, egal ob Personal oder Besucher. Das muss unabhängig vom Impfstatus geschehen. Es ist nicht zielführend, Angehörige, die jeden Tag zu Besuch kommen, tagesaktuell zu testen, aber das Personal nur alle zwei Tage“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele in Berlin.

Wilfried Oellers: Werksttäten fester Bestandteil inklusiver Arbeitsmarktpolitik

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

Berlin (kobinet) Während der exkludierende Charakter von Werkstätten für behinderte Menschen im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention immer wieder kritisiert wird, betrachtet Wilfried Oellers diese als Teil einer inklusiven Arbeitsmarktpolitik. „Für die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag sind Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ein fester Bestandteil einer inklusiven Arbeitsmarktpolitik“, betonte der CDU-Abgeordnete, der in der letzten Legislaturperiode die Funktion des Behindertenbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausübte im Interview mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten, bei dem es u.a. auch um die Einbeziehung von Werkstätten in Sachen Gewaltschutz ging.