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Selbstbestimmt trifft Selbstbestimmt(e)

Startbild der mdr-Sendung "selbstbestimmt"
Startbild der mdr-Sendung "Selbstbestimmt"
Foto: mdr

Leipzig (kobinet) Die Novemberausgabe des mdr-Fernsehmagazin selbstbestimmt steht noch einmal ganz im Zeichen des 30. Selbstbestimmt-Jubiläumsjahres und wird mit dem Titel "Selbstbestimmt trifft Selbstbestimmt(e) – 30 Jahre Behindertenbewegung in Deutschland" am 14. November um 8:00 Uhr im mdr ausgestrahlt. Das barrierefreie Zusatzangebot mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Audiodeskription wird bereits ab 12. November um 18:00 Uhr vorab in der ARD Mediathek und am 14. November, 8:00 Uhr im Livestream des MDR-Fernsehen gesendet. Diesmal widmet sich das Inklusionsmagazin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Diese wurde bereits 1990 von Menschen mit Behinderung gegründet.

"Moderator Martin Fromme hat sich daher bedeutende Zeitzeugen der Selbstbestimmt Leben Bewegung eingeladen. Ottmar Miles-Paul und Barbara Vieweg sprechen über persönliche und politische Meilensteine in der Behindertenbewegung. Er trifft sie diesmal direkt auf dem MDR Gelände, wo gerade Teile der ersten inklusiven Wanderausstellung Deutschlands zu sehen sind. Denn auch mit Kunst können Barrieren abgebaut und das Bewusstsein erweitert werden", wie es in der Ankündigung der Sendung heißt.

Kampf um Teilhabe

"Vor zwei Jahren bekam Fritz aus Sachsen-Anhalt die Diagnose Diabetes Typ 1. Sein ganzes Leben und das seiner Familie änderte sich plötzlich und radikal. Wegen der aufwendigen Diabetestherapie sollte der heute 5-jährige sogar den Kindergarten wechseln. Doch die Eltern, die KITA selbst, der Bürgermeister der Gemeinde und ein Anwalt setzten sich für ihn ein und Fritz konnte in seinem gewohnten Umfeld bleiben. Vorerst. Es ist ein Spiel auf Zeit, ein Bangen von Frist zu Frist, von Antrag zu Antrag. Laut Teilhabegesetz hat Fritz Anspruch auf Integrationshilfen und eine Finanzierung einer unterstützenden Fachkraft. Doch verschiedene Behörden sind zuständig und keiner will zahlen. Fritz ist leider kein Einzelfall. In ganz Deutschland gibt es ähnliche Fälle und Eltern, die für die Durchsetzung der Rechte ihrer Kinder viel Nerven, Zeit und Kraft aufwenden müssen", heißt es in der Ankündigung weiter.

(Un)eingeschränkt Mutter sein

"'Kinder sind für Behinderte nicht vorgesehen!' Das war die erste Aussage, mit der sich Francés Herrmann konfrontiert sah, als sie ein Kind erwartete. Die 31jährige Para-Spitzensportlerin lebt mit einer spastischen Tetraparese durch Sauerstoffmangel bei ihrer Geburt. Sie selbst hatte sich vor ihrer Schwangerschaft nie Gedanken darüber gemacht, dass sie als behinderte Frau keine Mutter sein sollte. Die Vorurteile und Zweifel in der Gesellschaft begegneten ihr erst, als es soweit war. Der Beitrag geht der Frage nach, warum sich Mütter mit Behinderung in unserer Gesellschaft noch immer stärker 'unter Beweis' stellen und rechtfertigen müssen. Die Geschichte von Francés Herrmann ist nur eine von dreien: In der halbstündigen Selbstbestimmt-Reportage '(Un)eingeschränkt Mutter sein', werden zwei Frauen begleitet, die ganz selbstverständlich Mutter sind und eine, die sich das wünscht und bald eine Familie gründen möchte."

Mit anderen Augen – Jennifer Sonntag zum Thema digitale Barrierefreiheit

"Die blinde Autorin und Sozialpädagogin Jennifer Sonntag setzt sich seit vielen Jahren als Inklusionsbotschafterin der Interessengemeinschaft Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. ein. In ihrer eigenen TV-Kolumne spricht sie diesmal zum Thema digitale Barrierefreiheit. Sie zeigt anschaulich, was es braucht, damit blinde Menschen Internetseiten, Social Media-Kanäle oder PDF-Dokumente ungehindert nutzen können. 'Digitale Orte könnten die barrierefreiesten und inklusivsten Orte der Welt sein, man muss sie nur dazu machen', wird Jennifer Sonntag in der Ankündigung für die Sendung zitiert.

Mehr Informationen zur Sendung gibt's unter www.mdr.de/selbstbestimmt

Leipzig (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saduz10