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Außerklinische Intensivpflege – beschlossene Sache

Wandtatoo Logo und Schrift Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. v. - ISL
Wand Tatoo ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Am Freitag, den 19. November, hat das Plenum des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) diskutiert und entschieden, wie es in Zukunft mit der Außerklinischen Intensivpflege im Rahmen des Intensivpflege- und Rehabilitationsgesetzes (IPReG) weitergehen wird und die Richtlinie zur Außerklinischen Intensivpflege beschlossen. Vorausgegangen sind einige Monate voller Diskussionen, langer AG-Sitzungen und Abstimmungen, an denen auch Behindertenverbände und Selbstvertretungsorganisationen als Patientenvertreter*innen mitgemischt haben. Auch für diese waren die Diskussion um die Außerklinischen Intensivpflege und das IPReG eine Gradwanderung, wie es in einer Presseinformation der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) heißt.

Kampf gegen Gewalt an Frauen verlangt mehr Engagement

Transparent: Gewalt ist nie privat
Gewalt ist nie privat
Foto: Weibernetz

BERLIN (kobinet) Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das Jahr 2019 unter anderem knapp 115 000 Fälle von Partnerschaftsgewalt gegenüber Frauen, 69 012 Fälle von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung und 11 991 Fälle mit gefährlicher Körperverletzung. Das sind erschreckende Zahlen und in der Zeit der Corona Pandemie hat sich das Problem weiter verschärft. Die Bundesfrauensprecherin des Sozialerbandes Deutschland, Jutta König, fordert vor diesem Hintergrund deutlich mehr gesellschaftliches Engagement im Kampf gegen Gewalt an Frauen.

Bauen alleine ist nicht die Lösung

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDRF (kobinet) Nach Einschätzung des VdK in Nordrheinwestfalen legt die Landesregierung dieses Bundeslandes kaum Wert auf barrierefreie Wohnungen. Laut Teilhabebericht des Landes verfügen 82 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen in Privathaushalten nicht über deneigentlich benötigten barrierefreien Wohnraum. Viele der 2,6 Millionen Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen sind nach den Informationen des VdK regelrecht verzweifelt.

Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer wollen Dreamteam im Bundestag werden

Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer
Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer
Foto: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben Bundestagsabgeordneten, die bisher für die Behindertenpolitik ihrer Fraktionen zuständig waren, bzw. zukünftig dafür zuständig sein könnten, Interviewfragen zugeschickt. Auf die Fragen von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul haben die bisherige behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, und die für die Grünen neu in den Bundestag gewählte ehemalige Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg, Stephanie Aeffner, gemeinsam geantwortet. Die beiden Abgeordneten, die sich derzeit ein Büro teilen, wollen das Dreamteam der Behindertenpolitik im Bundestag werden und gemeinsam dafür arbeiten, dass die menschenrechtlichen Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland endlich umgesetzt werden, wie sie im Interview mitteilen.

VdK: Ampelkoalition scheint endlich Probleme im Gesundheitswesen anzupacken

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Nachdem erste Infos über Regelungen im zukünftigen Koalitionsvertrag zur Gesundheitspolitik durchsickern, sieht der Sozialverband VdK im Entwurf des Koalitionsvertrags der künftigen Ampelregierung viel Licht, aber auch Schatten. „In dem Vertrag werden viele gute Vorschläge gemacht und endlich Probleme im Gesundheitswesen angepackt“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. So fänden sich einige langjährige Forderungen des VdK zur Verbesserung des Gesundheitswesens in dem Papier: etwa, dass die Budgetierung bei den Hausärzten abgeschafft werden soll. „Die Budgetierung verhindert immer wieder, dass Patienten das medizinisch Notwendige für ihre Behandlung erhalten“, so Verena Bentele.

Nachholbedarf bei barrierefreier Online-Lehre für inklusives Studium

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Wie weit ist Deutschland bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Hochschulbereich? Haben Menschen mit Behinderung, wie in der Konvention normiert, diskriminierungsfreien und gleichberechtigten Zugang zur Hochschulbildung? Zu diesen Fragen richtete die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks (DSW) am 18. und 19. November eine zweitägige Online-Tagung aus. Dabei ging es auch um die Barrierefreiheit bei der Online-Lehre.

Traut Euch

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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Benjamin Piwko ist einer der wenigen gehörlosen Menschen, die uns im Fernsehen begegnen. Der Kampfsportler und Schauspieler wirbt dafür, mutig miteinander in die Kommunikation zu gehen, egal ob mit Sprache, Gebärden oder Improvisation. Denn der Dialog ist oft einfacher als gedacht.“ So heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch mit dem Hinweis auf einen Bericht über Benjamin Piwko, der in der TV-Show „Let’s Dance“ tanzte mit dem Titel „Traut Euch“.

Momentaufnahme 238

Niederburg im Nebel hinter dem Spinnenetz
Niederburg im Nebel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Himmel dürfte aus klimatischer Sicht angenehmer sein als die Hölle. Allerdings vermute ich, dass die Hölle in gesellschaftlicher Hinsicht weit interessanter ist. (Molière)

Privaten Reichtum stärker an Corona-Kosten beteiligen

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Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Die Bewältigung der Corona-Pandemie hat den Staat in der vergangenen Zeit bereits sehr viel Geld gekostet. Zugleich ist absehbar, dass alles noch viel Geld kosten wird. Zugleich ist die Debatte über die Verteilung der Lasten und die künftige Ausgestaltung des Sozialstaates in vollem Gange. Diskutiert werden Leistungskürzungen, Nullrunden, Zuzahlungen, Zusatzbeiträge und vieles mehr. Dementgegen fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) privaten Reichtum stärker an Corona-Kosten zu beteiligen

Filmemacherin sucht von Gewalt betroffene Frau für ein Portrait

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Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Für die ZDF Sendereihe „Einfach Mensch“ suche die in Berlin wohnende Journalistin Andrea Schuler eine von (Sexualisierter) Gewalt betroffene Frau (Körper- und/oder Lernbehinderung), die bereit ist, über ihre Erfahrungen vor der Kamera zu sprechen. Gerne wird auch eine Frau portraitiert, die sich inzwischen als Selbstvertreterin engagiert und Frauen in Wohn- und Arbeitsstätten coacht und informiert.

Teilhabe von behinderter Menschen in Nord und Süd am Beispiel Bremen und Nigeria

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Foto: Susanne Göbel

Bremen (kobinet) „Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Nord und Süd am Beispiel Bremen und Nigeria“, so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die am 22. November um 19 Uhr via Zoom stattfindet. Darauf weist das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen hin, nachdem die Veranstaltung zur Entwicklungspolitik, die ursprünglich in Präsenz geplant war, nun kurzfristig auf ein Online-Format umgestellt werden musste.

Gewaltschutz – ein Menschenrecht

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) Dass ein guter Schutz vor Gewalt ein Menschenrecht ist und dass dafür konsequentes und nachhaltiges Handeln nötig ist, dass wurde beim 4. LVR-Dialog Inklusion und Menschenrechte deutlich, der am 19. November pandemiebedingt mit über 100 Teilnehmer*innen als Online-Fachveranstaltung durchgeführt wurde. Unter dem Motto „Gewaltschutz als Menschenrecht – Haltung und Umsetzung im LVR“ wurden dabei verschiedene Aktivitäten und Entwicklungen im Zuständigkeitsbereich des Landschaftsverband Rheinland (LVR) vorgestellt, so auch die derzeit diskutierte Vorlage zu den Grundsätzen des Gewaltschutz im LVR.

Neuer Bundestagsabgeordneter mit inklusivem Team

Porträt von Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki
Foto: Anja Koehne

Kassel (kobinet) Dass behinderte Menschen als Abgeordnete im Bundestag noch viel zu wenig präsent sind, wird immer wieder kritisiert. Aber auch in den Büros der Abgeordneten ist die Beschäftigung behinderter Menschen noch eher eine Ausnahme. Dass dies auch anders geht, konnte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul bei der Einweihung des Wahlkreisbüros des neu in den Bundestag gewählten Abgeordneten der Grünen, Boris Mijatovic, in Kassel erleben. Mit Maria Stafyllaraki arbeitet dort nun auch eine engagierte Rollstuhlnutzerin im Team, der durch die Beschäftigung neue berufliche Perspektiven und Erfahrungen geboten werden.

Richtlinie zur außerklinischen Intensivpflege verabschiedet

3 Paragraf Zeichen
Paragraphenzeichen
Foto: omp

Berlin (kobinet) Entsprechend seines gesetzlichen Auftrags hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19. November in einer neuen Richtlinie festgelegt, wie die außerklinische Intensivpflege zukünftig geregelt werden soll. Der G-BA listet in seiner nun beschlossenen Richtlinie zur außerklinischen Intensivpflege (AKI-RL) eine Auswahl von Therapieleistungen auf, die verordnet werden können, konkretisiert, welche Voraussetzungen dabei gelten und wie die Zusammenarbeit der verschiedenen betreuenden Berufsgruppen koordiniert werden soll.

IGEL-Podcast: Ist Luxemburg ein Inklusionsparadies?

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Mit der Frage, ob Luxemburg ein Inklusionsparadies ist, beschäftigt sich der gebürtige Luxemburger und Moderator des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, in seiner neuesten und nunmehr 31. Episode des Podcast.

Werkraum Demokratie: Politik und Gesellschaft neu denken

Blaue geöffnete Buchstaben BR auf weißem Hintergrund
Logo Bayerischer Rundfunk
Foto: Bayrischer Rundfunk

München (kobinet) Heute beginnt in der „Akademie für politische Bildung“ Tutzing eine Tagung mit obigem Titel. Die zunächst als Präsenzveranstaltung geplante Wochenendveranstaltung musste aufgrund der Pandemieentwicklung nun in eine Online-Plattform umgestaltet werden. Die Leitung der Tagung übernehmen Professor Doktor Ursula Münch und Doktor Michael Schröder von der Akademie, Stefan Meyer und Alexander Schaffer vom Rundfunksender bayern2 und Doktor Ralf Nemetschek und Silke Zimmermann von der Nemetschek Stiftung.

Teilhabe am Arbeitsleben barrierefrei aufgerollt

Logo barrierefrei aufgerollt Kopfhörer mit Schriftzug
Logo barrierefrei aufgerollt
Foto: BIZEPS

WIEN / BERLIN (kobinet) In der neuen Ausgabe des Projektes „barrierefrei aufgerollt“ von BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Wien gibt es jetzt interessante Gedanken zur Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen. Aktuell geht es dabei vor allem um die Forderung „Lohn statt Taschengeld“.

Gehörlose fordern mehr politische Teilhabe

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Foto: Deutscher Gehörlosen-Bund

BERLIN (kobinet) Viele Gehörlose wollen für das Europäische Parlament, den Bundestag, den Landtag oder die Kommunalvertretungen kandidieren. Das ist für viele derzeit aber nicht möglich oder sehr schwierig. Aus der Sicht des Deutschen Gehörlosen-Bundes ist die politische Teilhabe für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen immer noch stark erschwert. Die kommunikativen Barrieren sind nach wie vor vorhanden. Auf dieser Grundlage fordert der Deutsche Gehörlosenbund von der Politik, das entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention zu verändern.

überZEUGEN mit persönlichen Geschichten

Zeitleisten der Ereignisse der Geschichten der drei Projektländer und der Protagonisten
Zeitleisten auf der Ereignisse der Geschichten der drei Projektländer und der Protagonisten vom 1941 bis 2021 zu sehen sind.
Foto: Назар Дудка (Nazar Dudka)

BERLIN (kobinet) In einigen Tagen, am 2. Dezember, wird in Berlin im Aufbau Haus am Moritzplatz der im Rahmen des DRA-Programms „INKuLtur – für Inklusion und kulturelle Teilhabe“ sowie in Kooperation mit ABiD-Institut Behinderung & Partizipation und Partnerorganisationen aus der Ukraine entstandene inklusive Ausstellung „überZEUGEN: Geschichten von Menschen mit Behinderung“ eröffnet. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde sowie kritische Auseinandersetzung mit historischen Einzelepisoden aus Sicht der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit Behinderung in Deutschland, in der Ukraine und in Russland.

Österreich mit neuem Lockdown und Impfpflicht

Grafik zeigt Corona-Virus auf der Webseite der WHO
Corona-Virus
Foto: WHO

Berlin / Wien (kobinet) Der Bundesrat hat heute am 19. November dem gestern vom Bundestag beschlossenen neuen Infektionsschutzgesetz einstimmig zugestimmt. Damit können beispielsweise die 3G Regelung am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Kraft treten. Eine Impfpflicht ist bisher noch nicht vorgesehen. Wie dramatisch die Situation in Österreich ist und welche Maßnahmen auch in Deutschland nötig sein können, um die vierte Welle der Coronainfektionen abzubremsen, zeigt die Tatsache, dass dort heute ein Lockdown und eine generelle Impfpflicht ab 1. Februar 2022 beschlossen wurde.

Außerklinische Intensivpflege zu Hause sicherstellen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Anlässlich der heutigen Beschlussfassung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über die Richtlinie zur Verordnung von außerklinischer Intensivpflege (AKI-Richtlinie) fordern die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, dass die Versorgung von schwer kranken Kindern und Jugendlichen in ihren Familien sichergestellt werden muss.

Inklusion gewollt und möglich?

Foto zeigt Margit Glasow
Zum Fachgespräch eingeladen
Foto: Margit Glasow

Schwerin (kobinet) Über Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert morgen die Inklusionsbeauftragte der Linkspartei in Schwerin. „Inklusive Bildung – gewollt und möglich?“ ihr Thema, brisant bei schleppender Inklusion sowie Aus- statt Abbau aussondernder Strukturen.

Dr. Sigrid Arnade: Mit 65 noch kein bisschen leise

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Wer sich mit der Gleichstellungsbewegung behinderter Menschen in Deutschland und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hierzulande befasst, kommt um Dr. Sigrid Arnade nicht herum, die in den letzten 35 Jahren viele Prozesse in diesen Bereichen geprägt hat. Heute, am 19. November 2021, kann die Menschenrechtlerin ihren 65jährigen Geburtstag feiern. Dabei ist die ehemalige Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und heutige Sprecherin der LIGA Selbstvertretung noch kein bisschen leiser geworden, wenn es um den Einsatz gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen geht.

Angelika Glöckner tritt für vierte Stufe der Ausgleichsabgabe ein

Angelika Glöckner
Angelika Glöckner
Foto: Foto: Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben einer Reihe von Bundestagsabgeordneten, die bisher für die Behindertenpolitik ihrer Fraktionen zuständig waren, bzw. zukünftig dafür zuständig sein könnten, Interviewfragen zugeschickt. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul bezeichnete die bisherige Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Glöckner, u.a. die Einführung einer vierten Stufe der Ausgleichsabgabe, die den Druck auf Unternehmen erhöht, ihrer Verantwortung nachzukommen, mehr Menschen mit Behinderungen einzustellen, als ein konkretes Projekt, das es anzupacken gilt.

Hotelpersonal sieht ein, Assistenzhund darf rein

Jennifer Sonntag sitzt mit Führhund Paul auf den Stufen
Jennifer Sonntag sitzt mit Führhund Paul auf den Stufen
Foto: privat

Halle (kobinet) Wie aus einer schlechten Erfahrung eine gute Nachricht werden kann, das hat Jennifer Sonntag aus Halle erlebt und mit Hilfe der beim Bundesbehindertenbeauftragten angesiedelten Schlichtungsstelle und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erreicht. Nachdem die kobinet-nachrichten am 25. Oktober 2021 bezugnehmend auf den Facebookeintrag von Jennifer Sonntag einen Bericht mit der Schlagzeile „Kein Abendessen mit Führhund im Hotelrestaurant“ veröffentlicht hatten, kann Jennifer Sonntag nun vermelden: „Hotelpersonal sieht ein, Assistenzhund darf rein!“

Assistenz im Krankenhaus – die unendliche Geschichte

Marcel Renz mit E-Rolli und Beatmungsmaske
Marcel Renz mit E-Rolli und Beatmungsmaske
Foto: Marcel Renz

Edingen-Neckarhausen (kobinet) „Zusammen sind wir stark und machen immer weiter“ – dieses Motto gilt für Marcel Renz gerade auch beim Thema der Assistenz im Krankenhaus. Er hat sich vorgenommen, die weitere Vorgehensweise hierzu ein bisschen zu strukturieren. Denn so wie die neue Gesetzgebung bis jetzt vorgesehen ist, kann es seiner Meinung nach nicht bleiben. Mit einem Beitrag zur unendlichen Geschichte der Assistenz im Krankenhaus macht Marcel Renz in seinem Blog „Marcel gibt Gas“ einen Aufschlag zum Thema.

Leben nach der Werkstatt nicht bereut

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

DORTMUND (kobinet) Daniel Bastert kennt das Leben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung – und er kennt auch das Leben danach. Vor neun Jahren hatte er die Chance bekommen, in ein Wirtschaftsunternehmen zu wechseln. Bereut hat er diesen Schritt nicht. Ganz im Gegenteil. „Seitdem bin ich ein anderer Mensch“, sagt er und rät anderen Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt arbeiten, sich ebenfalls auszuprobieren und den Schritt in ein Wirtschaftsunternehmen zu wagen.

Sozialverbände kooperieren

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg und die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE dieses Bundeslandes haben heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung beider Verbände gezeigt, dass Themen wie Behinderung, Barrierefreiheit, soziale Teilhabe, Patientenrechte, Patientenvertretung, Rente, Generationengerechtigkeit und bezahlbare Wohnungen Themen sind, starke Fürsprecher und Kümmerer benötigen.

Besonders anfällige Gruppen bei den Impfungen nicht benachteiligen

Grafik, Spritze und Mensch und Serumflächschen
Impfen
Foto: pixabay

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband Deutschland in Nordrhein-Westfalen mahnt, die Belange der besonders gefährdeten Menschen vor alle, jetzt bei den Impfauffrischungen nicht aus den Augen zu verlieren. Der Verband fordert eine massive Ausweitung der Impfangebote und eine Priorisierung der besonders anfälligen Gruppen bei der Auffrischung.

Worum es bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes geht

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Foto: omp

Berlin (kobinet) Nach einer engagiert geführten Bundestagsdebatte wurde heute das von SPD, Grünen und FDP eingebrachte „Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ mit den Stimmen der voraussichtlichen Ampel-Koalition verabschiedet. Worum es dabei genau geht und welchen rechtlichen Hintergrund das Vorhaben hat, das erläutert Frank Bräutigam von der ARD Rechtsredaktion auf tagesschau.de.

VdK: Schutz der Zuhause Gepflegten interessiert niemanden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK kritisiert, dass bei den Maßnahmen, die die Ampelkoalitionäre im Kampf gegen Corona heute am 18. November im Bundestag beschließen wollen, erneut die Zuhause Gepflegten vergessen werden: „Niemand in der Politik interessiert sich für den Schutz der Mehrheit der Pflegebedürftigen, nämlich der Zuhause Gepflegten und der Millionen von pflegenden Angehörigen. Sie haben weiterhin Zusatzkosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen, Masken. Doch die erhöhte Pflegehilfsmittelpauschale wird nicht verlängert und läuft Ende des Jahres aus. Das ist ein Skandal“, kritisierte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Hubert Hüppe will Abbau von Sonderstrukturen

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Hubert Hüppe

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben einer Reihe von Bundestagsabgeordneten, die bisher für die Behindertenpolitik ihrer Fraktionen zuständig waren, bzw. zukünftig dafür zuständig sein könnten, Interviewfragen zugeschickt. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul betonte der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, der nach einer vierjährigen Pause wieder in den Bundestag gewählte wurde, dass der Abbau von Sonderstrukturen sein größtes Ziel in Sachen Behindertenpolitik ist. Mit Schrecken sehe er, dass zwar überall über Inklusion geredet wird, aber sich gleichzeitig die Sonderstrukturen weiter festigen und mehr werden.

Raul Krauthausen präsentiert sein neues Buch: Wie kann ich was bewegen?

Porträt von Raul Krauthausen
Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Wie kann ich was bewegen? – Die Kraft des konstruktiven Aktivismus“, so lautet der Titel des neuen Buches, das Raul Krauthausen mit seinem Co-Autor Benjamin Schwarz geschrieben hat. „Wie wird aus politischem Protest politisches Handeln? Was kann ich als einzelner Mensch verändern? Sollten Aktivist*innen Lösungen anbieten oder nicht? Wie sieht ein konstruktiver Aktivismus aus? Diese und andere Fragen werden in dem neuen Buch behandelt, wie Raul Krauthausen in seinem Newsletter mitteilt.

Gut sehen – (k)eine Frage des Alters

Logo: Pro Retina Deutschland
PRO RETINA Deutschland
Foto: Pro Retina

Bonn (kobinet) Fast sieben Millionen Menschen in Deutschland sind von einer frühen Form der Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) betroffen. Obwohl die Netzhauterkrankung damit zu den Volkskrankheiten gehört, ist sie weitgehend unbekannt. Um das zu ändern, startet PRO RETINA Deutschland am 20. November eine bundesweite AMD-Aktionswoche unter dem Motto „Gut sehen – (k)eine Frage des Alters“. Die Schirmherrschaft hat die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, übernommen.

Cringe

Popup des Datumeingabe  Kombiniertes Eingabefeld
Screenshot Detail kombiniertes Datumeingabefeld, mit Screereader nicht nutzbar
Foto: ht Screenshot

Berlin (kobinet) Cringe ist ein englisches Wort. Es bedeutet ‚zusammen zucken‘. Gesprochen wird es etwa so: ‚krinch‘. Junge Menschen verwenden das Wort gern für „peinlich“ oder „ich schäme mich für“.

Ich schäme mich …

Prozess offenbart strukturelle Defizite im Oberlinhaus

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Potsdam (kobinet) Am 26. Oktober hat der Prozess gegen eine ehemalige Pflegerin im Potsdamer Oberlinhaus vor dem Potsdamer Landgericht wegen des Mordes in vier Fällen sowie versuchten Mordes in drei Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung begonnen. Laut eines Berichts des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) offenbaren Zeugenaussagen nun die strukturelle Gewalt, die im Oberlinhaus herrschte.

Wie sieht eigentlich ein behinderter Mensch aus?

Text #WieSiehtEinBehinderterMenschAus
Hashtag #WieSiehtEinBehinderterMenschAus
Foto: Amelie Fehmer

Heidelberg (kobinet) Unter dem Hashtag #WieSiehtEinBehinderterMenschAus zeigen sich behinderte Menschen kollektiv und selbstbestimmt auf den sozialen Medien.

Bei Null starten

Emoji Mundmaler - Bild einer Person mit Pinsel im Mund malt Inklusionskreis
Emoji Mundmaler
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Das Projekt „Starting from Zero“ (bei Null anfangen) ist ein kreatives Forschungsprojekt, das den Zugang von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden mit Behinderungen zur Kultur während der COVID-19-Pandemie und darüber hinaus untersucht. Das Projekt wurde von Berlinklusion ins Leben und ist ein Versuch, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und einen Dialog über den aktuellen Stand und die Zukunft des Zugangs im Kulturbereich zu führen.