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Dr. Sigrid Arnade: Mit 65 noch kein bisschen leise

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Wer sich mit der Gleichstellungsbewegung behinderter Menschen in Deutschland und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hierzulande befasst, kommt um Dr. Sigrid Arnade nicht herum, die in den letzten 35 Jahren viele Prozesse in diesen Bereichen geprägt hat. Heute, am 19. November 2021, kann die Menschenrechtlerin ihren 65jährigen Geburtstag feiern. Dabei ist die ehemalige Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und heutige Sprecherin der LIGA Selbstvertretung noch kein bisschen leiser geworden, wenn es um den Einsatz gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen geht.

Die studierte Tierärztin Dr. Sigrid Arnade weiß aus ihrer damaligen Praxis mit großen Tieren umzugehen. So kann sie auch nichts so leicht schrecken, wenn es um den Einsatz für die Menschenrechte behinderter Menschen geht. Seit über 35 Jahren engagiert sie sich nun in der Behindertenpolitik und hat nach ihrem Eintritt in den Unruhestand vor knapp zwei Jahren auch nicht an Dynamik verloren. Als Sprecherin der LIGA Selbstvertretung und Vorstandsmitglied des NETZWERK ARTIKEL 3 kämpft sie auch weiterhin an verschiedenen Fronten dafür, dass die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden. Denn für die Verabschiedung dieser Konvention und deren konkrete an Selbstbestimmung und Menschenrechten orientierte Ausgestaltung hatte sie bis zur deren Verabschiedung im Dezember 2006 bei vielen Sitzungen der Vereinten Nationen in New York hart gekämpft, als es darum ging, die Konvention auszuhandeln und letztendlich zum Beschluss durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen vor nunmehr fast 15 Jahren zu führen. Die Verankerung der Menschenrechte behinderter Frauen war ihr dabei ein besonders wichtiges Anliegen.

Als Vorstandsmitglied des NETZWERK ARTIKEL 3 engagiert sich Sigrid Arnade zudem seit über 35 Jahren für die Gleichstellungsgesetzgebung in Deutschland. Im Mai 2016 war sie beispielsweise eine treibende Kraft bei der über 22stündigen Ankettaktion an der Spree für die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zu angemessenen Vorkehrungen zur Barrierefreiheit. Was im Mai 2016 und auch in diesem Jahr mit der Verabschiedung des sogenannten Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes nicht erreicht wurde, steht also weiterhin auf der Agenda von Dr. Sigrid Arnade. So führte sie zusammen mit H.-Günter Heiden um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen im April und Mai 2021 eine Tour mit vielen Gesprächen mit ihrem zum Mehr Barrierefreiheit Wagen umgebauten VW-Bus durch.

Weitere Aktionen werden sicherlich folgen, bis die engagierte Streiterin für Menschenrechte ihre Ziele erreicht hat. Die kobinet-Redaktion gratuliert Dr. Sigrid Arnade ganz herzlich zu ihrem heutigen 65. Geburtstag und wünscht ihr weiterhin die Kraft und den Spaß für die längst überfälligen Veränderungen zu streiten.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sciqx36


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