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Schwarz-gelbe Regierung in Nordrhein-Westfalen abgewählt

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Düsseldorf (kobinet) Die Gewinner der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sind die Grünen mit 11,8 Prozent Stimmenzuwachs, die damit ihr Wahlergebnis von vor fünf Jahren fest verdreifacht haben. Aber auch die CDU hat nach dem vorläufigen Endergebnis ihr gutes Ergebnis der letzten Landtagswahl noch toppen können und hat um 2,8 Prozent auf 35,7 Prozent zugelegt und ist damit eindeutig stärkste Fraktion im Landtag. Da der bisherige Koalitionspartner der CDU, die FDP, 6,7 Prozent verloren hat, reicht es zukünftig nicht mehr für eine Koalition aus CDU und FDP. Die Frage ist nun, ob es im bevölkerungsreichsten Bundesland erstmals eine schwarz-grün geführte Landesregierung oder eine Ampel aus der geschwächten SPD, den erstarkten Grünen und der ebenfalls geschwächten FDP gibt.

Triage-Situation möglichst verhindern

Buchstaben ABiD dann Text Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland  e.V. Für Selbstbestimmung und Würde
ABiD Logo
Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) kritisiert das „Hin und Her“ von Bundesgesundheitsminister Lauterbach in der Frage einer verfassungskonformen Ausgestaltung einer etwaigen Triage-Regel für kommende Epidemien. Der ABiD setzt sich für eine dauerhaft bessere Ausstattung unserer Intensivstationen ein, damit sie im Zweifel rasch hochgefahren werden können und jegliche Triage-Situation möglichst verhindert werden. Behinderten müssen in jedem Fall vorrangigen Schutz haben, stellen die Vorstände Marcus Graubner, Andreas Scheibner und Klaus Heidrich gemeinsam fest und fordern ein rasches Nachjustierungen der Triage-Regeln.

Matthias Münning als Bundesvorsitzender der BAGüS wiedergewählt

Matthias Münning
Matthias Münning
Foto: BAGüS

Essen (kobinet) Die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) haben auf ihrer Hauptversammlung im Mai in Essen ihren Vorstand für die kommenden vier Jahre gewählt: BAGüS-Vorsitzender bleibt weiterhin Matthias Münning, Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der das Amt seit 2008 inne hat. Da Münning zum Jahresende in den Ruhestand geht, wählten die Mitglieder zugleich Dirk Lewandrowski, Dezernent für Soziales des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), ab 2023 zu seinem Nachfolger im Amt des Vorsitzenden. Stellvertretende Vorsitzende wurden Dr. Andreas Jürgens vom Landeswohlfahrtsverband Hessen und Ingo Tscheulin aus der Sozialbehörde in Hamburg.

Special Olympics und X Verleih feiern Filmpremiere in Berlin

Filmtitel links, rechts zwei Männer
Ankündigungsplakat zu diesem Film
Foto: X Verleih AG

BERLIN (kobinet) Mit Blick auf die Special Olympics World Games Berlin 2023 feiern Special Olympics und X Verleih die Deutschlandpremiere des Kinofilms „Glück auf einer Skala von 1 bis 10“. Dabei handelt es sich um eine berührenden Komödie über das Leben mit Behinderung, Vorurteile und Freundschaft.

Inklusion durch gemeinsamen Sport

Emoji 2 Sportler
Emoji 2 Sportler
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) In sechs Wochen ist es endlich wieder soweit: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt in Kooperation mit der Lebenshilfe Berlin, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und dem Berliner Leichtathletikverband (BLV) zum großen Inklusionslauf auf dem Tempelhofer Feld nach Berlin ein. Die Sportveranstaltung ist ein Wettbewerb für Menschen mit und ohne Behinderungen in verschiedenen Disziplinen und hatte sich vor der Pandemie zu einem der beliebtesten inklusiven Laufevents entwickelt.

UN-Behindertenrechtskonvention Maßstab für menschenrechtliches Handeln

Dr. Sigrid Arnade, Boris Mijatovic und Ottmar Miles-Paul im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin
Dr. Sigrid Arnade, Boris Mijatovic und Ottmar Miles-Paul im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin
Foto: Anna Wiegand

Berlin (kobinet) Der Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Boris Mijatovic, setzt sich dafür ein, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in den verschiedenen Ländern und hierzulande die Leitlinie und Maßstab für politisches und menschenrechtliches Handeln ist. Das brachte er in einem Gespräch mit Dr. Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung klar zum Ausdruck als er sich am 13. Mai mit den beiden Behindertenrechtsaktivist*innen im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages zu einem Gedankenaustausch in Sachen Menschenrechte traf.

LIGA Selbstvertretung Sachsen unterstützte WG-Gründung mit Mahnwache

Bild von der Mahnwache
Bild von der Mahnwache
Foto: privat

Kesselsdorf (kobinet) Mit einer Mahnwache für bedarfsgerechte #Assistenzgerechtigket hat die LIGA Selbstvertretung Sachsen am 12. Mai die Gründung einer Wohngemeinschaft mit 4 Menschen mit Autismus-Beeinträchtigungen in Kesselsdorf bei Dresden unterstützt. Das teilte der Sprecher der LIGA Selbstvertretung Sachsen Jens Merkel den kobinet-nachrichten mit. Für Jens Merkel ist klar, dass die Bewohner genau wie Menschen ohne Beeinträchtigungen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben gemäß Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention in Verbindung mit Artikel 13 des Grundgesetz haben.

IGEL-Podcast: Anlegen, Programmieren und führen lassen

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Unter dem Motto „Anlegen, Programmieren und führen lassen“, geht es in der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) des Inklusators Sascha Lang um den Navigürtel von Feelspace. Dieser bietet vor allem blinden und sehbehinderten Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität und Navigation.

Hilfsportal für Geflüchtete mit Behinderung aus der Ukraine eingerichtet

Hand deren Finger die Buchstaben HI bilden und Name handicap international
Neues Logo von Handicap International
Foto: HI

MÜNCHEN (kobinet) Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben haben ein Portal ins Leben gerufen über das Menschen mit Behinderungen Hilfe bekommen, die sich unter den bisher geflüchteten Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen befidnen.

50 Jahre Heidehotel Bad Bevensen

Weißes, zweigeschossiges Gebäude von Blumen und Bäumen umgeben
Das Heidehotel Bad Bevensen
Foto: FDS Hotel gGmbH Alter Mühlenweg 7

BAD BEVENSEN (kobinet) Im Jahr 1972 wurde das Heidehotel in Bad Bevensen als „Versehrten- und Altenerholungsheim der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin“ erbaut und feiert nun am 18. Mai 2022 sein 50-jähriges Jubiläum. Im Laufe der vergangenen 50 Jahre hat sich dieses Hotel zu einem komfortablen barrierefreien Hotel für Menschen mit und ohne Behinderung weiterentwickelt.

Auftakt für erstes Job-Speed-Dating für behinderte Menschen im Raum Regensburg

Job-Coaching in Regensburg
Job-Coaching in Regensburg
Foto: ISL

Regensburg/Berlin (kobinet) In dieser Woche hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit ihrem Mitgliedsverband Phönix e.V. und dem Projekt „Regensburg inklusiv“ in Regensburg den Auftakt für das Job-Speed-Dating mit einem Vorbereitungscoaching für Menschen mit Behinderungen eingeläutet. Bisher fanden die von der ISL durchgeführten Job-Speed-Datings lediglich in Berlin statt. Aufgrund der hohen Nachfrage auch aus anderen Teilen des Landes zu diesem innovativen Bewerbungsformat, entwickelte die ISL als Bundesverband der Zentren für selbstbestimmtes Leben (ZsL) das Projekt „Job-Speed-Dating – gestärkt und inklusiv ins Arbeitsleben“, um die Idee weiterzugeben und bundesweit zu etablieren.

Kommt Sonne in den Landtag von Nordrhein-Westfalen?

Wahlplakat von Dennis Sonne von den Grünen
Wahlplakat von Dennis Sonne von den Grünen
Foto: Dennis Sonne

Lüdinghausen (kobinet) #SonneindenLandtag„, mit diesem Slogan wirbt Dennis Sonne u.a. auf seinen Plakaten im zu Ende gehenden Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit dem Kandidaten der Grünen ein Interview über seine Erfahrungen als Rollstuhlnutzer im Wahlkampf und was er machen würde, wenn er bei der Wahl am Sonntag, den 15. Mai, in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt werden sollte.

1.111 Abonent*innen des kobinet-Newsletters

Logo: kobinet-nachrichten
kobinet-nachrichten
Foto: Kooperation Behinderter im Internet

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten werden nicht nur täglich tausendfach online auf www.kobinet-nachrichten.org gelesen, bzw. tickern ergänzend über Facebook und Twitter. Mittlerweile kann der Online-Nachrichtendienst zu Behindertenfragen auch eine Schnapszahl bei den Abonnent*innen des wöchentlichen Newsletters vermelden. 1.111 Abonnent*innen erhalten derzeit jeweils am Montagmorgen den Newsletter mit den Teasern und Links zu den einzelnen während der letzten Woche veröffentlichten Nachrichten und Beiträge der kobinet-nachrichten. Darauf weist Hubertus Thomasius vom Vorstand der kobinet-nachrichten hin.

Hybrid-Veranstaltung zur Behindertenpolitik in Hessen

Foto von Rika Esser
Foto von Rika Esser
Foto: GIZ

Kassel (kobinet) „Behindertenpolitik in Hessen“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, als Referentin, die am 24. Mai um 18.00 Uhr als Hybrid-Veranstaltung an der Universität Kassel, Arnold-Bode-Straße 10 in 34127 Kassel im Gebäude WISO C im Raum 0225 stattfindet und digtial über Zoom verfolgt werden kann. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel.

Stadtbad Sömmerda als Inklusionsbad in Saison 2022 gestartet

Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
Foto: Joachim Leibiger

Sömmerda (kobinet) Mit Beginn der diesjährigen Freibad-Saison ist es soweit – Thüringens erstes inklusives Freibad nimmt in Sömmerda den Regelbetrieb auf. Dort können sich auf dem barrierefrei gestalteten Gelände Badegäste mit und ohne Einschränkungen erholen. Neben der barrierefreien Grundausstattung des inklusiven Freibades ist das neuartige digitale Orientierungssystem „BlindFind“ hervorzuheben. Darauf weist der Landesbehindertenbeauftragte von Thüringen und Schirmherr Joachim Leibiger in einer Presseinformation hin.

Debatte zur Behindertenpolitik im Bundestag

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Anträge der CDU/CSU Fraktion für einen inklusiven Arbeitsmarkt und der LInksfraktion zur Partizipation wurden in der heutigen ca. 45minütigen Debatte im Bundestag zwar abgelehnt. Die Debattenbeiträge boten aber Raum für Standortbestimmungen für das weitere Vorgehen in der Behindertenpolitik in dieser Legislaturperiode und knüpften an aktuelle Diskussionen wie zur Triage-Gesetzgebung oder an die Probleme mit vorherigen Anmeldungen bei der Bahn an.

Trauer um Peter Dietrich

Peter Dietrich
Peter Dietrich
Foto: fib

Marburg/Lahn (kobinet) Am 23. April.2022 verstarb der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des in Marburg ansässigen Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (fib), Peter Dietrich, nach langer schwerer Krankheit. Peter Dietrich hat die Geschicke des Vereins lange begleitet und mitgestaltet, heißt es u.a. im Nachruf des Vereins, den die kobinet-nachrichten veröffentlichen.

Krieg endet nie sofort

Zerstörts Wohnungen in Raqqa
Fotos nach dem Bombardement in Raqqa in Nordsyrien im Jahr 2017
Foto: Amy Rodgers

MÜNCHEN (kobinet) Wenn die Waffen schweigen, dann ist ein Krieg zu Ende. Das mögen viele glauben, stimmt aber so nicht. Auch nach dem Ende eines Krieges dauert das Leid der Menschen fort. Das belegt der Bericht „Explosive Kampfmittel in Syrien: Auswirkungen und Handlungsbedarf“, welcher von Handicap International in Kooperation mit einem Zusammenschluss von 60 Organisationen, die auf humanitäre Minenräumung spezialisiert sind, erarbeitet wurde,

Sozialberatung beim ABiD wird gut angenommen

ABiD  in Großbuchstaben, daneben die Worte Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland
ABiD Logo
Foto: ABiD – Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland

BERLIN (kobinet) Seit einigen Monaten bietet der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) per E-Mail eine Sozialberatung an. Nach einer ersten Auswertung wird dieser kostenlose Service sehr rege in Anspruch genommen.

Sozialverband fordert mehr Wertschätzung für professionell Pflegende

Logo SoVD ab 2020
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Der internationale Tag der Pflegenden am 12. Mai ist aus Sicht des Sozialverband Deutschland (SoVD) eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, dass in der Vergangenheit wiederholt die infolge des Pflegekräftemangels hohen Belastungen und schwierigen Arbeitsbedingungen aufgetreten waren. Diese hatten sich durch die Corona-Pandemie nochmals verschärft hat.

Entlastung pflegender Angehöriger soll Schwerpunkt bleiben

Portraitfoto des Ministers Manne Lucha
Minister Manne Lucha
Foto: Karin Volz

STUTTGART (kobinet) In Verbindung zum heutigen Tag der Pflege hat Baden-Württembergs Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha bekräftigt, dass die Entlastung pflegender Angehöriger weiterer Schwerpunkt der Politik der Landesregierung bleiben soll. „Mit einem Hohelied auf die Pflege in Sonntagsreden ist es nicht getan – wir kämpfen im Alltag hart dafür, dass dieser wichtige Beruf deutlich aufgewertet wird“, erklärte der Minister in dem Zusammenhang.

Inklusion auf Arbeitsmarkt und Partizipation entscheidend verbessern

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Um die Inklusion behinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Partizipation bei politischen Entscheidungsprozessen geht es heute am 12. Mai im Deutschen Bundestag. Gegen 18:10 Uhr wird sich das Plenum des Bundestages mit einem Antrag der CDU/CSU Fraktion und einem Antrag der Linksfraktion in einer 45minütigen Debatte befassen. Inklusion in den allgemeinen Arbeitsmarkt und Partizipation bei Entscheidungsprozessen, die behinderte Menschen betreffen, muss nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung in Deutschland endlich zum Standard werden und darf nicht weiterhin lediglich eine Ausnahme bleiben.

Aktion für faires Parken in Bad Tölz

Bild von der Aktion zu Behindertenparkplätzen in Bad Tölz
Bild von der Aktion zu Behindertenparkplätzen
Foto: Markus Ertl

Bad Tölz (kobinet) Behindertenparkplätze sind für eigens Berechtigte da – weil diese einfache Botschaft oftmals missachtet wird, haben sich die Behindertenbeauftragten der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach entschlossen, die Bürgerinnen und Bürger genau dafür mit einer Aktionswoche zu sensibilisieren. Am 11. Mai fand die Abschlussveranstaltung am Rathausplatz in Bad Tölz statt, wie der Inklusionsbotschafter und das Gemeinderatsmitglied in Lenggries, Markus Ertl, der sich bei der Aktion seinen ersten Sonnenbrand der Saison geholt hat, den kobinet-nachrichten mitteilte.

Regelungsvorschläge zur Triage menschenrechtlich bedenklich

Porträt von Dr. Leander Palleit
Dr. Leander Palleit
Foto: DIM

Berlin (kobinet) Anlässlich der Diskussionen um einen Gesetzentwurf zur Triage hat sich der Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte Leander Palleit zu Wort gemeldet: „Die bislang bekanntgewordenen Regelungsvorschläge für Triage-Situationen des Bundesgesundheitsministeriums sind menschenrechtlich bedenklich. Zwar soll die menschenrechtswidrige Ex-Post-Triage nun doch nicht kommen, aber es gibt noch andere Problempunkte im bisherigen Entwurf eines Triage-Gesetzes. In dieser Form wäre das Gesetz nicht geeignet‚ dafür Sorge zu tragen, dass jede Benachteiligung wegen einer Behinderung bei der Verteilung pandemiebedingt knapper intensivmedizinischer Behandlungsressourcen hinreichend wirksam verhindert wird, wie es das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 16.12.2021 (1 BvR 1541/20) formuliert hat.“

Vom eingezäunten Anstaltsgelände zum offenen Alsterdorfer Markt

Bild vom Alsterdorfer Markt
Bild vom Alsterdorfer Markt
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Ottmar Miles-Paul hat sich im Rahmen des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“, das er für das NETZWERK ARTIKEL 3 koordiniert, vor kurzem das Treiben auf dem Alsterdorfer Markt in Hamburg angeschaut. Mit Hanne Stiefvater vom Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf führte er im Anschluss daran ein Interview für die kobinet-nachrichten. Dabei geht es u.a. um die Entwicklung des ehemaligen Anstaltsgeländes hin zu einem ausgezeichneten Markt und offenen Gelände, wo zunehmend Inklusion gelebt wird.

SoVD fordert mehr Unterstützung im Kampf gegen Inflation

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Der Bundestag beschäftigt sich am heute am 12. Mai mit einer Reihe von Maßnahmen zur Entlastung unterer Einkommensschichten. Geplant sind 20 Euro monatlich für von Armut betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, eine Einmalzahlung für Grundsicherungsbeziehende von 200 Euro und eine Energiepauschale von 300 Euro für alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen. Dieses Engagement lobt der Sozialverband Deutschland (SoVD) ausdrücklich. Für SoVD-Präsident Adolf Bauer sind die zur Debatte stehenden Maßnahmen jedoch nicht ausreichend.

Fehlende Refinanzierung der Tarifeinigung gefährdet die Selbstbestimmung behinderter Menschen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Arbeitgeber*innen-Modell am Boden“ hat heute am 11. Mai ab 11:00 Uhr eine Protestaktion vor dem Berliner Abgeordnetenhaus begonnen. Der Anlass ist eine Sitzung des Hauptausschusses, der für die Erarbeitung des Landeshaushalts zuständig ist. Behinderte Menschen machen mit der Aktion darauf aufmerksam, dass ihre Selbstbestimmung in Gefahr ist, wenn nicht schnellstmöglich die Zusicherung aus dem Koalitionsvertrag und Richtlinien zur Regierungspolitik eingelöst werden. Dort heißt es, dass die Refinanzierung des Tarifvertrags sichergestellt wird, den behinderte Arbeitgeber*innen mit ver.di zu Gunsten ihrer Assistent*innen abgeschlossen haben.

Deutscher Behindertenrat fordert seriösen Gesetzentwurf zur Triage

Deutscher Behinderten Rat Logo
DBR-Logo
Foto: DBR

Berlin (kobinet) „Das Hin und Her rund um die Suche einer Regelung in Sachen Triage muss enden. Menschen mit Behinderung müssen im Falle #Triage wirksam vor Diskriminierung geschützt sein. Der DBR fordert schnellstmöglich einen seriösen Gesetzentwurf, der den Forderungen des #BVerfG entspricht.“ Das teilte der Deutsche Behindertenrat auf Twitter mit.

Teilnehmer*innen für aktuelle Befragung gesucht

Logo: ZSL Nord
Logo: ZsL Nord
Foto: ZSL Nord

Kiel (kobinet) Im Rahmen des Projektes „BIS – Bewusstseinsbildung, Interessenvertretung und Stärkung von Frauen mit Behinderungen für ein erfülltes Liebes- und Sexualleben“ des Zentrum für selbstbestimmtes Leben Nord (ZSL) findet eine Umfrage zu den Themen Partnerschaft, Dating und Einsamkeit statt. Teilnehmen können alle Menschen mit Behinderungen mit und ohne Partnerschaftserfahrungen. Da die Umfrage komplett anonym ist, wird ein sicherer Raum geschaffen, in dem diese sehr persönlichen Erfahrungen geteilt werden dürfen, heißt es vonseiten des Projektes.

Paritätischer: Diskriminierungsfreie Triage ist Menschenrecht

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind im Gesundheitswesen häufig Vorurteilen und Benachteiligung ausgesetzt. Auch in der Pandemie sind sie nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt. Welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, um Diskriminierung zu verhindern, wenn es um die Zuteilung intensivmedizinischer Ressourcen geht, die nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen? Dieser Frage geht der Paritätische Gesamtverband nach und bringt sich mit einem Positionspapier in diese Debatte ein.

Zwei wichtige Tage

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Löningen-Benstrup (kobinet) Diana Hömmen aus Niedersachsen sind in diesen Tagen zwei Themen besonders wichtig. Schulgesundheitspflege komme in Niedersachsen kaum vor, sei aber für die Inklusion enorm wichtig. Zudem ist ihr die Pflege sehr wichtig, so dass sie auf zwei wichtige Tage hinweist. Heute, am 11. Mai ist der School Nursing Day und am 12. Mai wird der Tag der Pflegenden begangen.

VdK: Entlastungspaket chaotischer Flickenteppich

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Anlässlich der Verabschiedung der Maßnahmen des Entlastungspakets am Donnerstag, 12. Mai, im Bundestag fordert der Sozialverband VdK, die Energiepreispauschale von 300 Euro an alle Menschen auszuzahlen. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert das „Entlastungspaket als chaotischen Flickenteppich“.

Debatte zur inklusiven Arbeitswelt und Partizipation im Bundestag

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Auch wenn es nicht um ein konkretes Gesetzesvorhaben handelt, am Donnerstag, den 12. Mai voraussichtlich von 18:10 – 18:55 Uhr, geht es in einer Bundestagsdebatte wieder einmal um die Behindertenpolitik. Anträge der CDU/CSU zur inklusiven Arbeitswelt und der Linksfraktion zur Partizipation stehen dabei im Plenum des Bundestages zur Debatte und Entscheidung. Die Debatte wird über das Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen.

Hüppe: Triage-Gesetzentwurf braucht kompletten Neustart

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten, Mann mit vollem weißem Haar, weißem Hemd mit Schlips und dunklem Anzug
Pressefoto Hubert Hüppe
Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Der Triage-Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach braucht nach Ansicht des Berichterstatters für Menschen mit Behinderungen der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, einen kompletten Neustart. „Karl Lauterbachs Kurs bei der Triage ist sprunghaft und unprofessionell“, teilte Hubert Hüppe in einer Presseinformation mit.

Videosprechstunde statt Warteschlange

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Frankfurt am Main (kobinet) Medizinische Beratung auf dem heimischen Sofa: Für viele gesetzlich Versicherte bereits eine gern wahrgenommene Leistung. Bereits seit mehr als fünf Jahren können Versicherte ohne Zusatzkosten langes Ausharren in vollen Wartezimmern vermeiden. Per Online-Videosprechstunde ist der Arztbesuch während der Praxisöffnungszeiten auch aus den eigenen vier Wänden bei voller Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen möglich. Was Versicherte noch wissen sollten, darauf weist die Kassensuche GmbH hin.

Film See for Me bald auf DVD und BluRay

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Foto: Susanne Göbel

Duisburg (kobinet) „See for Me“ ist ein Film von Randall Okita, der bereits als Video on Demand (VoD) erschienen ist und am 20. Mai 2022 auf DVD und BluRay erscheinen wird. „Bewaffnet nur mit einem Smartphone muss sich die blinde Sophie gegen ein skrupelloses Einbrecher-Trio verteidigen“, heißt es zur Ankündigung des Films.

Kunststudierende suchen Träger für Projekt

Fragezeichen aus Blumen
Fragezeichen aus Blumen
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Tristan Marie und Ade, zwei Kunststudent*innen an der Kunsthochschule Kassel arbeiten derzeit an ihrem künstlerischen Abschluss, den sie im Sommer 2023 machen wollen. Sie möchten mit ihrem Abschluss eine Leerstelle aus ihrem Studium füllen und suchen einen Träger für ein entsprechendes Projekt.

Behindertenprotest auf dem Münchner Marienplatz

Bild von der Kundgebung am 7. Mai in München
Bild von der Kundgebung am 7. Mai 2022 in München
Foto: Patricia Koller

München (kobinet) „Am Samstag, den 7. Mai, fand erneut der Randgruppenkrawall Behindertenprotest auf dem Münchner Marienplatz statt. Der Himmel spielte gut mit. Trotz des vorhergesagten Regens blieb es während der gesamten Veranstaltung trocken. Ca. 250 Teilnehmer ließen sich vom Wetterbericht nicht abschrecken und kamen, um den Reden mit den unterschiedlichsten Themen aus dem Bereich des Lebens von Menschen mit körperlichen, seelischen, oder geistigen Beeinträchtigungen, die in Deutschland noch immer sehr viel Diskriminierung erfahren, zu lauschen.“ Dies berichtet Patricia Koller über die Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen.

Neuer Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf eröffnet

Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Foto: Axel Nordmeier

Hamburg (kobinet) Die Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA) stellt sich ihrer Geschichte und schafft einen Raum der Erinnerung für die Zukunft. Gemeinsam mit Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonard und weiteren Gästen eröffnete die Evangelische Stiftung Alsterdorf am 9. Mai den neu geschaffenen Lern- und Gedenkort auf dem Gelände der Stiftung. Er soll das Gedenken an die 630 Menschen mit Behinderung wachhalten, die bis 1945 aus den damaligen Alsterdorfer Anstalten abtransportiert worden sind, allein 513 von ihnen wurden nachweislich von den Nationalsozialisten ermordet.