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Jürgen Dusel erneut zum Bundesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestellt

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett hat heute am 11. Juni 2025 Jürgen Dusel erneut zum Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen bestellt. Seit vielen Jahren engagiert er sich für Inklusion, Barrierefreiheit und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das Amt des Bundesbeauftragten übt der Jurist bereits seit 2018 aus. Zuvor war er als Landesbehindertenbeeauftragter in Brandenburg tätig. Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas erklärte: „Jürgen Dusel setzt seine wichtige Arbeit fort, darüber freue ich mich sehr. Inklusion und Barrierefreiheit – ob im Alltag, am Arbeitsplatz oder in digitalen Räumen – sind keine Kür, sondern eine Frage von Rechten und Respekt. Jürgen Dusel ist eine starke Stimme für Teilhabe – und ein unbequemer Mahner, wenn Barrieren im Kopf und im Leben Menschen mit Behinderungen ausgrenzen. Ich schätze seine klare Haltung und seinen beharrlichen Einsatz – und freue mich auf den gemeinsamen Austausch.“

Bericht über das Symposium der Gesamtschwerbehindertenvertretung Bremen

Logo der Gesamtschwerbehindertenvertretung Land und Stadtgemeinde Bremen
Logo der Gesamtschwerbehindertenvertretung Land und Stadtgemeinde Bremen
Foto: Gesamtschwerbehindertenvertretung Land und Stadtgemeinde Bremen

Bremen (kobinet) Am 5. Juni 2025 fand das Symposium der Gesamtschwerbehindertenvertretung (GSV) Bremen mit den behindertenpolitischen Sprechern der Faktionen statt. Vor Ort waren – neben den Politiker:innen von SPD, Grünen, Linken und CDU und dem Team der GSV – sämtliche Schwerbehindertenvertretungen und Personalratsmitglieder der bremischen Dienststellen sowie weitere Gäste. Themen für das Symposium lauteten unter anderem: Rechte der Schwerbehindertenvertretungen, sinkende Beschäftigungsquote im öffentlichen Dienst, Barrierefreiheit von Dienstgebäuden, digitale Barrierefreiheit und das Sanierungsprogramm des Senats. Was die Veranstalter*innen besonders freute, die Veranstaltung wurde von Radio Bremen begleitet und in buten un binnen u.a. auch über Barrieren in Dienstgebäuden berichtet.

40 Jahre Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen gefeiert

Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Foto: Harald Fuhr

Berlin (kobinet) Mit einer festlichen und zugleich inspirierenden Veranstaltung feierte die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) am 5. Juni 2025 im TIPI AM KANZLERAMT ihr 40jähriges Bestehen. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Fachpraxis, öffentlichen Institutionen und Zivilgesellschaft waren der Einladung gefolgt, um die Erfolgsgeschichte der Inklusionsunternehmen zu würdigen – und gemeinsam den Blick auf zukünftige Herausforderungen zu richten.

Partizipation behinderter Menschen bei der Reform des SGB VIII zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe

Übergabe des Arbeitsvertrag des bbe an ein jumemb-Mitglied
Übergabe des Arbeitsvertrag des bbe an ein jumemb-Mitglied
Foto: bbe

Uder (kobinet) Am Pfingstwochenende konnte der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) das Projekt Partizipation der Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung der Reform des SGB VIII zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe mit einer Tagung in der Familienbildungsstätte Eichsfeld in Uder erfolgreich abschließen. Der bbe hat mit dem Partizipationsprojekt das Gesetzgebungsverfahren zur Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe aus Sicht der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung aktiv begleitet. Dieses Projekt wurde von 2022 bis 2025 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziell gefördert. Der bbe griff dabei 2022 auch die Idee des damals 12-jährigen Justus Lauer auf, dafür eine eigene Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderung zu gründen. Im Jahr 2023 wurden junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsformen zwischen 12 und 27 Jahren zu einem ersten Treffen in die Familienbildungsstätte Eichsfeld nach Uder eingeladen. Bei diesem Anlass entstand die bundesweite Selbstvertretungsgruppe junger Menschen mit Behinderung (jumemb).

Mehr Beratungsangebote zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben in Berlin

Rotes Rathaus in Berlin im Sommer
Rotes Rathaus in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung vom 3. Juni 2025 auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, den Bericht über die Schaffung einer unabhängigen Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beschlossen. Der Senat betont die Bedeutsamkeit für eine inklusive Gesellschaft, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt am Arbeitsleben teilhaben können. Angesichts dessen strebt der Berliner Senat an, mehr Menschen mit Behinderungen in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren und die Beratungsangebote zu stärken.

Verfahrenslotsen unterstützen inklusive Jugendhilfe

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Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Der Gesetzgeber hat zum 1. Januar 2024 deutschlandweit Verfahrenslots*innen eingeführt. Diese unterstützen Familien und Jugendliche bis 27 Jahre. In Hamburg wurden im Jahr 2024 bereits über 500 Menschen beraten und in diesem Jahr dürften die Zahlen noch wesentlich höher sein. „Verfahrenslotsen beraten, begleiten und unterstützen junge Menschen mit (drohender) Behinderung sowie deren Familien bei der Verwirklichung der ihnen zustehenden Leistungen. Darüber hinaus unterstützen sie die Hamburger Jugendhilfe dabei, inklusiv zu werden und passgenaue Angebote für die Zielgruppe erarbeiten zu können“, heißt es auf der Internetseite mit Informationen zu den Verfahrenslotsen in Hamburg.

Schulische Situation gefährdet Inklusion

Flagge von Hessen
Flagge von Hessen
Foto: public domain

WIESBADEN (kobinet) Inklusion ist ein Menschenrecht und damit nicht verhandelbar. Deutschland hat sich im Jahr 2009 verpflichtet, dieses Recht vollwertig und diskriminierungsfrei umzusetzen. Diese Aufgabe wird nach Einschätzung des Vereins “ Gemeinsam leben Hessen“ gefährdet. Dieser Verein verweist darauf, dass die 41 Grundschulen in Wiesbaden/Rheingau-Taunuskreis mit ihrer
Überlastungsanzeige eindrucksvoll die aktuelle Situation in hessischen Schulen verdeutlichen. Die Schulleitungen und Lehrkräfte fühlen sich angesichts der vielfältigen strukturellen Probleme am Rande ihrer Belastungsgrenze. Als Begründung dafür werden Inklusion und Integration herangezogen. Eltern erleben, dass Grundschulen die Anmeldung von Kindern mit Behinderungen Zunehmend ablehnen und damit der Aufbau eines inklusiven Bildungssystems aufgrund von Personalmangel, fehlender Ausstattung und fachlicher Expertise in den allgemeinen Schulen ins  Stocken gerät.

Digitale Job-Assistenz für Menschen mit Behinderung: InA.Coach-App

Logo: InA-Coach
Logo: InA-Coach
Foto: InA-Coach

Köln (kobinet) Die InA.Coach-App unterstützt Menschen mit Behinderung, Aufgaben im Arbeitsalltag strukturiert zu erledigen. Komplexe Abläufe können mithilfe der App in einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen zerlegt werden. Es gibt die Möglichkeit, Checklisten, Bilder, Sprache und Videos zu hinterlegen, ebenso erinnert die App die Nutzer*innen an wichtige Arbeitsschritte. Darauf hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in seinem Newsletter aufmerksam gemacht. Die InA.Coach-App sei inklusiv gestaltet, so dass sie Menschen mit Behinderung effektiv im Arbeitsalltag unterstützen und damit ihre Beschäftigungssituation auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern könne.

Studienvorstellung: AGG-Beschwerdestellen gut umsetzen

Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Foto: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Berlin (kobinet) Für ein gutes Betriebsklima ist es wichtig, dass es innerbetriebliche Stellen gibt, an die sich Mitarbeitende bei Diskriminierung wenden können. Aber wie sollen solche Stellen ausgestaltet werden, wie gehen sie am besten mit Beschwerden um? Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verpflichtet Arbeitgebende zwar seit 2006, Antidiskriminierungsbeschwerdestellen einzurichten, schreibt aber nicht konkret vor, wie diese aussehen und arbeiten sollen. Das bringt viele Herausforderungen und Fragen mit sich. Um Betrieben eine Orientierung an die Hand zu geben, hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Beispiele für gelingende betriebliche Beschwerdestrukturen sammeln und analysieren lassen. Darauf aufbauend wurde ein Grundmodell für gute Beschwerdestrukturen und -verfahren entwickelt, das an unterschiedliche Branchen und Organisationsgrößen angepasst werden kann. Die Ergebnisse der Studie „Beschwerdestellen bei Diskriminierung – Grundlagen, Handlungsansätze und Praxisbeispiele für eine gute Umsetzung von betrieblichen Beschwerdestellen nach § 13 AGG“ sollen nun am 8. Juli 2025 vorgestellt werden.

Gebärdenpoesie kann zeigen, was Gebärdensprache ist

Ines Helke
Ines Helke
Foto: privat

Hamburg (kobinet) „Ines Helke bringt in ihren Workshops Gehörlose und Hörende zusammen. Ihr Vorteil dabei: Sie kann Gebärdensprache und Lautsprache. Fast zehn Jahre lang war Ines Helke mit dem Chor ‚Hands Up‘ unterwegs – auf großen Bühnen in ganz Deutschland. 2018 auch mit Stefan Gwildis in der Helene Fischer Show. Inzwischen gibt es den Chor so nicht mehr, seit die Förderung von Aktion Mensch vor drei Jahren ausgelaufen ist. Heute haben sie nur noch kleinere Auftritte in der Nachbarschaft – doch auch hier wollen sie sich und ihre Sprache zeigen“, heißt es zu einem NDR-Beitrag über das Wirken von Ines Helke und ihren Mitstreiter*innen.

Prozess über Gewalt in der Behindertenhilfe

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Statue Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Potsdam (kobinet) In Potsdam stand eine Pflegerin des Oberlinhauses vor Gericht. Dies hat vor allem auch deshalb eine besondere Brisanz, weil vor vier Jahren in dieser Einrichtung Menschen mit Behinderung getötet wurden. Die Tageszeitung taz berichtet ausführlich über die Verhandlung und darüber, wie eine Auszubildende eindrücklich schilderte, wie ihre Kollegin, die 56-jährige Esther K., die Be­woh­ne­r*in­nen beleidigt, geschubst und sogar geschlagen haben soll. Auch soll sie einen Bewohner mehrfach gezwungen haben, Essen zu sich zu nehmen.

Hausarztwahl darf nicht eingeschränkt werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) VdK-Präsidentin Verena Bentele spricht sich bei der möglichen Einführung eines Primärarztsystems gegen eine eingeschränkte Hausarztwahl aus. Sie widerspricht damit Überlegungen von KBV-Vorstand Andreas Gassen in einem gemeinsamen Streitgespräch im Deutschlandfunk. Bentele erklärte: „Ich halte gar nichts davon, dass Patientinnen und Patienten einem Hausarzt oder einer Hausärztin zugeteilt werden könnten. In einem Primärarztsystem müssen sie die Wahlmöglichkeit für den passenden Hausarzt als ihre Hauptvertrauensperson behalten. Diese Person wird eine so fundamental wichtige Rolle im Primärarztsystem spielen, da sollte das Vertrauensverhältnis durch nichts belastet oder erzwungen werden. Wenn das Verhältnis belastet ist, sollten Patienten den Hausarzt selbstständig wechseln können. Mit einem idealerweise jahrelangem und vertrauensvollem Austausch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt, verbunden mit einer tiefen Kenntnis über Vorerkrankungen, Medikation und Therapien des Patienten, entfaltet sich die Stärke des Primärärztesystems.“

Niedersachsen beginnt mit der Vorbereitung der nächsten Landespiele der Special Olympics

Sechs Personen, teilweise ein Sportkleidung, bei der Übergabe einer zusammengelegten Fahne
Bei der Übergabe der Flagge an die Ausrichterstadt Göttingen
Foto: Sarah Rauch

HANNOVER (kobinet) Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung übergaben Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann und Vera Neugebauer, Präsidentin der Special Olympics Niedersachsen, symbolisch die Fahne an Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. Damit ist der Staffelstab an die nächste Ausrichterstadt weitergereicht. Die nächsten Special Olympics Landesspiele finden dann also im Jahr 2027 finden in Göttingen statt.

Infoveranstaltung zur Gründung einer Genossenschaft für behinderte Arbeitgeber*innen

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die Selbstbestimmt Leben UG plant die Gründung einer bundesweiten Genossenschaft für behinderte Arbeitgeber*innen. Um die Genossenschaft ins Leben zu rufen, sind Interessensbekundungen und Engagement nötig. Daher werden Menschen gesucht, die Mitglied der Genossenschaft werden möchten. Ziel der Genossenschaft in Gründung ist es, die Interessenvertretung behinderter Arbeitgeber*innen von persönlichen Assistenzen zu stärken. „Wir, die wir selbst mit Assistenz ein selbstbestimmtes Leben führen, streben bessere Löhne für Assistenzkräfte an und möchten bundesweite Unterstützung im Kampf mit Kostenträgern für mehr Sicherheit im Arbeitgebermodell bieten. Zusätzlich werden wir Dienstleistungen anbieten, beginnend mit einem Lohn-Abrechnungsservice, in enger Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Abrechnungsangeboten in den Zentren für selbstbestimmtes Leben“, heißt es in der Einladung zur Informationsveranstaltung am 21. Juni 2025 von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr, die online via Zoom stattfindet.

Momentaufnahme 392

Ein Mensch steigt auf den Berg
Berge
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.

Neues Wohnprojekt in Freiburg will Inklusion fördern

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Info blau
Foto: Susanne Göbel

Freiburg (kobinet) In Freiburg entsteht mit dem „MITeinander.FÜReinander-Haus“ ein neues Wohnprojekt: Die OEKOGENO eG und die Aktion Mensch realisieren im neuen Stadtquartier Kleineschholz ein gemeinsames Modellprojekt für inklusives, generationenübergreifendes und nachhaltiges Wohnen. Mit der nun offiziell bestätigten Kooperation setzen beide Partner ein Zeichen – für eine solidarische Stadtentwicklung und ein gemeinschaftliches Miteinander im Alltag. Im Herzen Freiburgs entstehen auf benachbarten Grundstücken das MITeinander-Haus der OEKOGENO eG und das FÜReinander-Haus der Aktion Mensch. Zusammen bilden sie ein inklusives Doppelprojekt mit etwa 66 Wohneinheiten für Menschen mit und ohne Behinderung, Singles, Familien, Ältere, Studierende oder Alleinerziehende. Das Projekt vereint eine ökologische Bauweise, soziale Teilhabe und innovative Wohnformen – es macht Inklusion im Alltag konkret erlebbar. Fünfzig Prozent der entstehenden Wohnfläche sind für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, wie es in einer Presseinformation der OEKOGENO heißt.

Kundgebung für Inklusion und Sichtbarkeit in Erfurt

Plakat für Kundgebung am 20. Juni 2025 in Erfurt
Plakat für Kundgebung am 20. Juni 2025 in Erfurt
Foto: privat

Erfurt (kobinet) Eine Kundgebung für Inklusion und die Sichtbarkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen findet am 20. Juni 2025 um 16:00 Uhr am Angerdreieck in Erfurt statt. Der Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen (LaFit) und Fridays for Future Erfurt organisieren die Kundgebung gemeinsam – für eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden. Darauf hat Nancy Frind die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Rückblick auf den Kongress Außerklinische Beatmung in Bewegung

Logo der Deutschen Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung und Intensivversorgung
Logo der DIGAB
Foto: DIGAB

Rostock (kobinet) Unter dem Motto „Außerklinische Beatmung in Bewegung“ fand vom 22. bis 23. Mai 2025 in der Stadthalle Rostock der 31. Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung und Intensivversorgung (DIGAB) statt. Das Kongresspräsidium, dem Claudia Lohse-Jarchow, Prof. Dr. Ralf Ewert und Dr. Christian Warnke angehörten, waren hocherfreut über die rege Teilnahme und den engagierten Austausch mit den Referierenden im Rahmen von wissenschaftlichen Sitzungen, Diskussionsforen, Workshops, Gesprächskreisen, einem Wissenschaftsforum und einer Ideenwerkstatt, im Open Stage und inmitten der Fachausstellung, wie es in einem Bericht über die Tagung der DIGAB heißt.

Veranstalter präsentiert Logo und Sportstättenkonzept

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

SAARBRÜCKEN (kobinet) Special Olympics Deutschland (SOD) auf dem Sportcampus Saar in Saarbrücken Saar das offizielle Logo sowie das Sport- und Veranstaltungsstättenkonzept der Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 vorgestellt. Die Pressekonferenz markiert den offiziellen Startschuss für den einjährigen Countdown bis zu den Spielen, welche vom 15. bis 20. Juni 2026 im Saarland stattfinden werden.

Interessen selbst vertreten

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

SCHMALKALDEN (kobinet) Der Verein zur sozialen und beruflichen Integration im thüringischen Schmalkalden hat das Projekt „Inklusionsbotschafter:in im Landkreis Schmalkalden-Meiningen“ gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, zu erreichen, dass Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Politik stärker mitreden und mitentscheiden können. Dabei beruft sich der Verein auf die UN-Behindertenrechtskonvention. In dem Vertrag der Vereinten Nationen steht: „Menschen mit Behinderung haben das Recht, bei allen Entscheidungen mitzureden, die sie selbst betreffen“.

Leichter Rückgang von Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen in Baden-Württemberg

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozentzeichen
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Stuttgart (kobinet) Mit seinem Roman „Zündeln an den Strukturen“ plädiert der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul für Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen. Auch wenn dies im Sinne des Autors noch kein großer Wurf ist, ist die Beschäftigung behinderter Menschen in baden-württembergischen Werkstätten für behinderte Menschen leicht zurückgegangen. Dies und eine Reihe weiterer interessanter Zahlen zur Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit behinderter Menschen in Baden-Württemberg geht aus einem Artikel der Evangelische Zeitung hervor. Demnach arbeiteten Ende 2023 in Baden-Württemberg 26.956 Betroffene in Werkstätten für behinderte Menschen. 2019 waren es noch 28.117. „Das durchschnittliche Monatsentgelt in den Einrichtungen lag 2023 bei 240 Euro, inklusive des Arbeitsförderungsgeldes. Das waren 8 Euro mehr als der bundesweite Mittelwert von 232 Euro“, heißt es weiter im Bericht der Evangelische Zeitung.

Kommt Übergangsregelung zur Potenzialerhebung bei der Richtlinie zur außerklinischen Intensivpflege?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) Leitet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Verfahren zur Änderung der Außerklinischen Intensivpflege-Richtlinie (AKI-RL) ein? Anzeichen dafür verdichten sich nach Informationen, auf die die kobinet-nachrichten gestoßen sind. Ziel sei die Einführung eines neuen § 5a, wonach bei Personen, deren Anspruch auf außerklinische Intensivpflege vor dem 1. Juli 2025 begann, keine verpflichtende Potenzialerhebung mehr vor jeder Verordnung erforderlich sein soll. Stattdessen soll ein fakultativer Anspruch auf Potenzialerhebung bestehen bleiben, etwa bei Hinweisen auf ein mögliches Weaning- oder Dekanülierungspotenzial. Trotz der anscheinend geplanten Verbesserungen bleibt die Kritik, dass solche Übergangsregelungen die systemischen Unstimmigkeiten bei der Richtlinie kaschierten.

Veröffentlichung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben

Titelseite der Broschüre zur Teilhabe am Arbeitsleben
Titelseite der Broschüre zur Teilhabe am Arbeitsleben
Foto: dv

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf inklusive Berufsausbildung und Arbeit. Dieses Themenheft gibt einen Überblick über die komplexen Rechtsgrundlagen und deren Umsetzung in die Praxis. Instrumente wie das Budget für Arbeit werden vorgestellt, und es wird nach Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang in den allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gefragt. Anhand konkreter Projekte und Fallbeispiele werden innovative Unterstützungsansätze für spezifische Zielgruppen aufgezeigt.“ So heißt es in der Ankündigung der Broschüre „Archiv Nr. 2/2025 | Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen“ mit einer Reihe von Beiträgen verschiedener Autor*innen des Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge.

Eingliederungshilfereform war Thema in Fragestunde im Bundestag

Kerstin Griese
Kerstin Griese
Foto: omp

Berlin (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seinen Äußerungen zu den Ausgaben der Eingliederungshilfen für behinderte Menschen für Kritik gesorgt. Dass das Thema auch beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf der Tagesordnung steht, das wurde bei der Befragung der Bundesregierung am 4. Juni 2025 im Deutschen Bundestag deutlich. Die Grünen-Abgeordnete Corinna Rüffer, die vor kurzem auf ein Positionspapier der Grünen zu den Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und Eingliederungshilfe (BAGüS) veröffentlicht hat, hatte eine entsprechende Frage eingebracht, die von der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kerstin Griese beantwortet wurde. Die kobinet-nachrichten dokumentieren die protokollarische Aufzeichnung des Dialogs zur Eingliederungshilfereform vom 4. Juni 2025 im Bundestag:

Wir sind kein Kostenfaktor! AG Selbst Aktiv kritisiert Äußerung des Bundeskanzlers zur Eingliederungshilfe

Logo: Selbst Aktiv
Logo: Selbst Aktiv
Foto: AG Selbst Aktiv

Berlin (kobinet) „Menschen mit Behinderungen sind kein Kostenfaktor, sondern eine Bereicherung und gehören in die Mitte unserer Gesellschaft!“ Dies erklärte Karl Finke, Co-Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD (AG Selbst Aktiv) zu den Sparplänen des Bundeskanzlers bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. „Gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist ein Menschenrecht und kann nicht eingespart werden“, so Finke weiter. Beim Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebundes am 4. Juni 2025 in Berlin hatte Bundekanzler Friedrich Merz (CDU) erklärt, dass jährliche Steigerungsraten von bis zu zehn Prozent bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe nicht länger akzeptabel seien.

Hilfsmittelmesse „Überblick“ zeigt digitale Lösungen für mehr Teilhabe

Logo BSVH Blinden- und Sehbehindertenverband Hamburg
Logo BSVH
Foto: BSVH

HAMBURG (kobinet) Wie moderne Hilfsmittel die Eigenständigkeit von blinden und sehbehinderten Menschen stärken, und das zu Hause, unterwegs und im Beruf, zeigt die Hilfsmittelmesse „Überblick“,  welche der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) am Freitag der kommenden Woche veranstaltet. Diese Messe findet am 13. Juni in der  Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Louis-Braille-Center statt.

Katrin Langensiepen: Eine Stimme für Inklusion

Katrin Langensiepen mit Schild: Inklusion ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht
Katrin Langensiepen mit Schild: Inklusion ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht
Foto: ZDF

Mainz (kobinet) „Katrin Langensiepen ist die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im Europapäischen Parlament. Sie kämpft für Inklusion und möchte Menschen mit Behinderung eine stärkere Stimme geben.“ So heißt es in der Ankündigung eines 15minütigen Films über die Grünen-Politikerin, der in der ZDF-Reihe einfach Mensch ausgestrahlt und in die Mediathek eingestellt wurde.

Neuer BMAS-Ratgeber Leichte Sprache

Logo: BMAS
BMAS
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Verständliche Sprache für alle: Bereits vor über zehn Jahren veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Leichte Sprache den Ratgeber Leichte Sprache. Seither hat sich das Handbuch als hilfreiche Unterstützung für alle erwiesen, die verständlich und barrierefrei formulieren möchten: von Mitarbeitenden in Behörden über Lehrkräfte bis hin zu Werbetexter*innen. Anfang März 2025 sind mit der DIN SPEC 33429 die „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“ veröffentlicht worden. Sie bilden eine aktualisierte Zusammenführung der verschiedenen Empfehlungen zur Leichten Sprache ab. Sie standardisieren Leichte Sprache. Das Dokument ist bei der DIN MEDIA AG als barrierefreies PDF im Download kostenlos erhältlich. Das BMAS und das Netzwerk Leichte Sprache haben dieses neue Standardisierungsdokument zum Anlass genommen, den bewährten Ratgeber grundlegend zu überarbeiten. Die Neuauflage orientiert sich an der DIN SPEC 33429 und bietet praxisnahe Unterstützung. Darauf macht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite aufmerksam.

Social Media Aktion für sehbehindertengerechte Touchscreens startet zum Sehbehindertentag

Ein Touchscreen auf einem Smartphone,
Touchscreen eines Smartphone
Foto: stevepb In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) An der Schnittstelle von Mensch und Technik kommen immer häufiger Touchscreens zum Einsatz. Die Berührbildschirme boomen – und sind leider viel zu oft nicht barrierefrei. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) greift dieses Thema mit einer Social Media Aktion auf. Von der Selbstbedienungskasse über die PIN-Eingabe im Taxi bis zur Bestellung im Fastfood-Restaurant – Touchscreens sind allgegenwärtig und oft der einzige Weg, um an Informationen und Dienstleistungen zu gelangen. Für Menschen mit einer Sehbehinderung stellen sie jedoch häufig eine unüberwindbare Barriere dar. Der DBSV hat deshalb anlässlich des am 6. Juni stattfindenden Sehbehindertentages 2025  den Animationsfilm „Die verflixten Touchscreens“ gestartet. Der Vierminüter weist humorvoll auf Probleme wie Blendung, mangelnde Kontraste und zu kleine Schrift hin. Seit dem 4. Juni werden die drei Episoden des Films einzeln über Facebook und Instagram verbreitet.

Mobbing – was können Eltern tun?

Logo: Familienratgeber der Aktion Mensch
Familienratgeber der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Beleidigen, ausgrenzen und fertigmachen – viele Kinder und Jugendliche erleben Mobbing und leiden darunter. Mobbing gibt es in der Schule in der Freizeit, im Sportverein, bei der Ausbildung oder im Internet. Für Eltern ist es fast immer sehr belastend, wenn das eigene Kind gemobbt wird. Sie möchten ihrem Kind unbedingt helfen, wissen aber oft nicht wie. Was können Eltern tun, wenn ihr Kind Mobbing erlebt? Wie können sie ihr Kind stärken und unterstützen? Und wo können Kinder, Jugendliche und Eltern Beratung und Hilfe bekommen? Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie im neuen Familienratgeber-Text Mobbing – was können Eltern tun?“ Auf diesen neuen Text im Familienratgeber hat die Aktion Mensch hingewiesen.

Leichtathletik für alle: Vielfalt als Stärke – Hochschulkongress an der Philipps-Universität Marburg

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Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet) Wie kann Leichtathletik so gestaltet werden, dass sie alle erreicht – unabhängig von Alter, Herkunft, körperlichen Voraussetzungen oder Bildungskontext? Dieser Frage widmet sich am 14. Juni 2025 (9.30 bis 17.30 Uhr) der Hochschulkongress Leichtathletik unter dem Motto „Vielfalt als Stärke“. Mehr als 150 Teilnehmende aus ganz Hessen – darunter zahlreiche Studierende, Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer – werden an der Philipps-Universität Marburg erwartet, berichtet Dr. Alexander Priebe, Dozent am Institut für Sportwissenschaften und Motologie. Der Kongress, der alle ein bis zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) und den hessischen sportwissenschaftlichen Instituten organisiert wird, kehrt damit erstmals seit 2015 wieder nach Marburg zurück. Die Veranstaltung findet in hybrider Form statt: Neben der Teilnahme vor Ort können zentrale Programmpunkte auch via YouTube-Livestream verfolgt werden. Die Tagung richtet sich an Sportwissenschaftler*innen, Lehrkräfte, Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleitende und Interessierte.

Statement von Wilfried Oellers zu Aussagen von Friedrich Merz zur Eingliederungshilfe

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

Berlin (kobinet) Bezugnehmend auf die aktuellen Berichterstattung in den kobinet-nachrichten mit der Kritik zu den Äußerungen zu Einsparungen bei der Eingliederungshilfe von Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich Wilfried Oellers, der Beauftragten für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit einem Statement zu Wort gemeldet. „Wir planen keineswegs Einschnitte bei den Leistungen der Eingliederungshilfe. Allerdings wollen wir in diesem Bereich das Dickicht der kostentreibenden Bürokratie lichten. Hier geht es darum, die Leistungserbringung für die Träger auch zugunsten der Menschen mit Behinderungen zu vereinfachen, zu flexibilisieren und zu beschleunigen. Denkbar wären beispielsweise Vereinfachungen beim Bedarfsermittlungsverfahren, die Vereinbarung von Trägerbudgets mit pauschalierten Leistungen und Verbesserungen bei der Leistungskoordinierung“, so Wilfried Oellers.

Scharfe Kritik an Sparforderungen für die Eingliederungshilfe von Friedrich Merz

Friedrich Merz
Friedrich Merz
Foto: Friedrich Merz/Tobias Koch

Berlin (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz will nach Medieninformationen offensichtlich an den Leistungen für Menschen mit Behinderung sparen. Auf dem Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin sagte er nach Informationen der Bundesvereinigung Lebenshilfe, dass jährliche Steigerungsraten von bis zu zehn Prozent bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe nicht länger akzeptabel seien. Ulla Schmidt, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, reagierte darauf mit aller Schärfe: „Mit dieser pauschalen Aussage unterstellt der Kanzler, dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien sowie Kinder und Jugendliche zu Unrecht Leistungen beziehen und zu viel Geld kosten. Das ist ungeheuerlich! Menschen mit Behinderung erhalten ausschließlich bedarfsgerechte Unterstützung, damit sie am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben können. Das wird ihnen schon im Grundgesetz garantiert, wo es heißt: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Wer denkt, Menschen mit Behinderung machen sich ein schönes Leben auf Kosten des Staates, der irrt gewaltig.“ Auch von Corinna Rüffer von den Grünen und der LIGA Selbstvertretung hagelte es Kritik an den Äußerungen des Bundeskanzlers.

Inklusive Praxis im jungen Musiktheater

Asphaltierte Anfahrt zu einem mit gelber Farbe gestrichenen zweigeschossigen Rundbau
Eingang zum Hotel am See in Rheinsber
Foto: H. Smikac

RHEINSBERG (kobinet) Die Bundesakademie für junges Musiktheater in Rheinsberg veranstaltet am Dienstag, dem 10. Juni 2025 eine kostenfreie Online-Fachtag zum Thema „Inklusive Praxis im jungen Musiktheater“. Im Verlaufe dieses Fachtages werden Projekte und Produktionen vorgestellt, in denen der Weg für kommunikatives, spannendes und experimentieroffenes Musik/Theater für ALLE frei ist.  Dazu gehören unter anderem die Produktionen „Zehn Meter in den Wilden Westen“ des Hamburger Theaterkollektivs, „Meine Damen und Herren“ und „Heimkehr der Vorfahren“ der Bürger:innenBühnen des Theaters Magdeburg, die Konzert-Performance „Sisterhood/Brotherhood – a deconstructed fairy tale“ aus Berlin, das #Theater11Bremen sowie „Formate mit Fokus“ des Hildesheimer Theater für Niedersachsen.

Teilhabe stärken statt einschränken: Grüne Kritik am Positionspapier der Kostenträger der Eingliederungshilfe

Logo: Bündnis 90 DIE GRÜNEN
Logo: Bündnis 90 DIE GRÜNEN
Foto: Bündnis 90 DIE GRÜNEN

Berlin (kobinet) „Weitreichende Änderungen am bestehenden System der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) in einem Positionspapier zur Bundestagswahl gefordert. Der Tenor, der in der BAGüS vertretenen 23 überregionalen Sozialverwaltungen passt zum Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD: Unter dem Deckmantel der ‚Entbürokratisierung‘ und Kosteneffizienz drohen massive Einschränkungen der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen, während inklusive Strukturen nur oberflächlich thematisiert werden. Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Wichtige Grundprinzipien einer modernen Behindertenpolitik wie die Personenzentrierung, die hart erkämpft und mit dem Bundesteilhabegesetz seit 2017 schrittweise in Kraft gesetzt worden sind, drohen einer kurzfristigen Sparpolitik zum Opfer fallen“, heißt es auf der Internetseite von Corinna Rüffer, der Berichterstatterin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Eine Arbeitsgruppe der Grünen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe hat eine kritische Analyse des BAGüS-Papiers erstellt und veröffentlicht.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter nimmt weiter zu

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Mit 184.015 schwerbehinderten Menschen, die im Mai 2025 in Deutschland arbeitslos gemeldet waren, ist diese Zahl momentan enorm hoch. Vor einem Jahr waren es noch 10.791 arbeitslose schwerbehinderte Menschen weniger. Dies geht aus den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Dabei waren es im Mai 2025 108.743 schwerbehinderte Männer und 75.272 arbeitslos gemeldete Frauen, die statistisch erfasst sind. Die über 300.000 behinderte Menschen, die weit unter dem Mindestlohn für durchschnittlich ca. 226 Euro im Monat und ohne nennenswerte Vermittlungschance auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit 0,35 Prozent jählich arbeiten, tauchen in dieser Statistik nicht auf.

ZsL Sachsen kritisiert Rückschritt in Sachen Förderung des barrierefreien Wohnens

Person in Rollstuhl mit Schild
Person in Rollstuhl mit Schild „Ihr Beschluss: Streichung des Förderprogramms für barrierefreies Wohnen
Foto: ZsL Sachsen

Dresden (kobinet) Mit großer Sorge hat das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL) die Entscheidung des Freistaates Sachsen zur Kenntnis genommen, das Förderprogramm für barrierefreies Bauen und Wohnen ab dem Jahr 2025 ersatzlos zu streichen. „Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht ein fatales Signal und ein klarer Rückschritt auf dem Weg zu mehr Inklusion, Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit. Für viele Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen sowie für ältere Menschen ist barrierefreier Wohnraum keine Frage des Komforts, sondern eine notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden“, heißt es u.a. in einer Stellungnahme des ZsL Sachsen zur Streichung der Mittel.

Lehrkräfte sind für Inklusion, sehen aber viele Hindernisse

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Foto: Deutschlandfunk

Köln (kobinet) „Lehrkräfte wünschen sich Inklusion, sehen aber viele Hindernisse“, so titelt der Deutschlandfunk einen Bericht über eine aktuelle Umfrage zur Inklusion unter Lehrkräften in Deutschland. „Obwohl eine Mehrzahl der Lehrkräfte in Deutschland Inklusion für wünschenswert hält, glaubt nur eine Minderheit, dass sie derzeit auch praktisch umsetzbar ist. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage, die von der Gewerkschaft Verband Bildung und Erziehung in Auftrag gegeben worden war“, heißt es dazu im Deutschlandfunk-Bericht.

Sport Diversity-Check veröffentlicht

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Foto: Susanne Göbel

Frankfurt (kobinet) „Euer Sportverein oder Sportverband will Vielfalt fördern, Barrieren abbauen und allen Menschen Teilhabe ermöglichen? Dann seid ihr hier genau richtig! Mit dem Diversity-Check findet ihr heraus, wo euer Verein oder Verband schon gut aufgestellt ist – und wo es noch Potenzial gibt. Ihr bekommt praxisnahe Tipps, Inspiration und konkrete Beispiele, wie ihr Vielfalt in eurem Vereinsalltag noch besser leben könnt. Egal ob in der Vorstandsarbeit, bei eurem Sportangebot oder beim nächsten Sommerfest: Oft bewirken schon kleine Veränderungen Großes.“ So heißt es auf der Internetseite des Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Hinweis auf den neuen Sport-Diversity-Check, auf den Katja Lücke die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.