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Forderung nach sicherer Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Bild mit Portrait von Jugendlichen mit verschiedener Hautfarbe
Für Jugendliche ist der Start ins Berufsleben entscheidend
Foto: Franz26 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

STUTTGART (kobinet) Ein ständig steigender Bedarf an Angeboten für Kinder und Jugendliche, aber zu wenig finanzielle Fördermittel: Das ist die Lage der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Anlässlich des morgigen Internationalen Tags der Jugend fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Jugendhilfeeinrichtungen eine sichere, auskömmliche und flächendeckende Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die drastische Unterfinanzierung führe dazu, Angebote einzuschränken und Elternbeiträge zu erhöhen.

Das treffe, so die Wohlfahrtsverbände und Jugendhilfeeinrichtungen. genau die jungen Menschen besonders hart, die im Alltag ohnehin wenig Unterstützung erfahren und sich in Jugendhäusern und –treffs, auf Aktivspielplätzen oder Jugendfarmen frei und selbstbestimmt entfalten und Kompetenzen zur Persönlichkeitsentwicklung erwerben könnten.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit spielt auch bei der Demokratiebildung junger Menschen eine bedeutende Rolle. Denn sie bietet bezüglich ihres pädagogischen Grundverständnisses und von ihrer Ausgestaltung her sehr viele Möglichkeiten für junge Menschen, wichtige persönlichkeitsbildende Erfahrungen im Rahmen demokratischer Prozesse zu sammeln.

Die Finanzierung läuft vor allem über kommunale Mittel, Landesmittel für Förderprogramme (Projekte zur Demokratiebildung, Inklusion, und andere) sowie Bundesmittel für Bundesprogramme (Demokratie leben, Kultur macht stark, und andere). Angesichts zahlreicher nationaler und internationaler Krisen wie dem Krieg in der Ukraine, der Klimakrise, wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung sind Kinder und Jugendliche zunehmend mit Zukunftsängsten konfrontiert. Umso wichtiger ist es, so diese Verbände, die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit finanziell nicht zu schwächen, sondern zu stärken.