Bochum
Mehr als 150 Forscher protestieren.
Forscher sind Menschen.
Sie wollen neue Dinge heraus-finden.
Sie stellen viele Fragen.
Sie suchen nach Antworten.
Sie kommen aus Deutschland.
Sie kommen aus anderen Ländern.
Sie sind gegen die Schließung.
Wichtige Institute sollen geschlossen werden.
Institute sind besondere Arbeits-Plätze.
Dort arbeiten Forscher zusammen.
Sie arbeiten zu einem Thema.
Diese Institute forschen zu Behinderung.
2 Vereine haben einen Brief geschrieben.
Der erste Verein heißt: Verein Disability Studies Deutschland.
Disability Studies ist englisch.
Auf deutsch heißt das: Behinderten-Forschung.
Forscher schauen: Wie leben Menschen mit Behinderung?
Was brauchen sie für ein gutes Leben?
Der zweite Verein heißt: Arbeits-Gemeinschaft Disability Studies.
Die Vereine wollen die Institute retten.
2 Institute sind in Gefahr.
Das erste Institut ist in Hamburg.
Es heißt: Zentrum für Disability Studies.
Und: Teilhabe-Forschung.
Teilhabe bedeutet: bei etwas mit-machen.
Man kann mit-bestimmen.
Kurz heißt das Institut: ZeDiSplus.
Das zweite Institut ist in Köln.
Das Institut in Köln heißt: Internationale Forschungs-Stelle.
Für Disability Studies.
Kurz heißt das Institut: iDiS.
Die Politiker sollen helfen.
In Hamburg ist das Maryam Blumenthal.
Sie ist Wissenschafts-Senatorin.
Eine Senatorin ist eine wichtige Politikerin.
Sie ist die Chefin von einem Bereich.
Die Wissenschafts-Senatorin kümmert sich um Universitäten.
Sie kümmert sich um Forscher.
In NRW ist das Ina Brandes.
Sie ist Ministerin.
Eine Ministerin ist eine Person aus der Regierung.
In Deutschland gibt es Bundes-minister.
Ein wichtiges Institut aus England hilft auch.
Es heißt: Centre for Disability Studies.
Es ist an der University of Leeds.
Der Direktor heißt Miro Griffiths.
Er sagt: Hamburg soll ZeDiSplus weiter bezahlen.
Bertold Scharf arbeitet im Verein DSD.
Er sagt: Das ist ein Widerspruch.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention will Inklusion.
Das ist ein wichtiger Vertrag.
Viele Länder haben unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Sie sollen überall mitmachen können.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen oder vergessen.
Aber die Institute werden geschlossen.
Die Institute forschen genau zu diesem Thema.
Bertold Scharf sagt auch: Disability Studies ist wichtig.
Es ist kein Luxus.
Es geht um Menschen-Rechte.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Jeder Mensch hat die gleichen Rechte.
Die ganze Gesellschaft hat diesen Auftrag.
Gesellschaft bedeutet: Viele Menschen leben zusammen an einem Ort.
Zum Beispiel alle Menschen in Deutschland.
Gudrun Kellermann arbeitet auch im Verein DSD.
Sie sagt: Wir sind beeindruckt.
So viele Menschen helfen uns.
Sie kommen aus der ganzen Welt.
Das zeigt: Disability Studies in Deutschland ist wichtig.
Auch für andere Länder.
Sie hofft: Der Brief hilft nicht nur jetzt.
Die Politiker sollen auch langfristig umdenken.
Denn: Wissenschaft braucht verschiedene Meinungen.
Wissenschaft braucht Kritik.
Den ganzen Brief kann man hier lesen: https://disabilitystudies.de/disability-studies-bedroht-kritisch-emanzipatorische-wissenschaft-schutzen-und-starken/

Foto: campact
Bochum (kobinet) Mehr als 150 Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland protestieren gegen die drohende Schließung zentraler Institutionen der Disability Studies in Deutschland. In einem gemeinsamen Appell fordern der Verein Disability Studies Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Disability Studies den Erhalt der gefährdeten Institute in Hamburg und Köln. Von den Sparmaßnahmen oder gar von einer Schließung bedroht sind das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) an der Evangelischen Hochschule Hamburg sowie die Internationale Forschungsstelle für Disability Studies (iDiS) an der Universität zu Köln. Die Unterzeichner*innen wenden sich direkt an Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal und NRW-Ministerin Ina Brandes.
Besonders bemerkenswert sei, dass sich das renommierte Centre for Disability Studies der University of Leeds in den Protest eingeschaltet hat. Direktor Professor Miro Griffiths forderte vom Hamburger Senat die Erneuerung der ZeDiSplus-Finanzierung und unterstrich damit die internationale Bedeutung der deutschen Disability Studies-Forschung. Zur Existenzbedrohung für Pioniereinrichtungen der Disability Studies erklärt Bertold Scharf, Vorstandsmitglied des Vereins DSD: „Es ist ein Paradox unserer Zeit: Während die UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion und Partizipation fordert, werden ausgerechnet die wissenschaftlichen Institutionen geschlossen, die diese Ziele erforschen und vorantreiben. Die Disability Studies sind keine Luxuswissenschaft, sondern ein menschenrechtsbasierter, gesamtgesellschaftlicher Auftrag.“
Angesichts der großen Unterstützung erklärte Gudrun Kellermann, ebenfalls Vorstandsmitglied im DSD: „Wir sind zutiefst beeindruckt von der breiten und internationalen Solidarität! Die zahlreichen Stimmen aus Forschung, Lehre und Zivilgesellschaft unterstreichen die wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der deutschsprachigen Disability Studies – auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Wir hoffen, dass unser Appell nicht nur kurzfristig Wirkung zeigt, sondern langfristig zu einem Umdenken führt. Denn: Wissenschaft braucht Diversität, Streitbarkeit und kritische Reflexion.“
Der vollständige Appell und die Liste der Erst-Unterzeichnenden sind abrufbar unter: https://disabilitystudies.de/disability-studies-bedroht-kritisch-emanzipatorische-wissenschaft-schutzen-und-starken/

Foto: campact
Bochum (kobinet) Mehr als 150 Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland protestieren gegen die drohende Schließung zentraler Institutionen der Disability Studies in Deutschland. In einem gemeinsamen Appell fordern der Verein Disability Studies Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Disability Studies den Erhalt der gefährdeten Institute in Hamburg und Köln. Von den Sparmaßnahmen oder gar von einer Schließung bedroht sind das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) an der Evangelischen Hochschule Hamburg sowie die Internationale Forschungsstelle für Disability Studies (iDiS) an der Universität zu Köln. Die Unterzeichner*innen wenden sich direkt an Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal und NRW-Ministerin Ina Brandes.
Besonders bemerkenswert sei, dass sich das renommierte Centre for Disability Studies der University of Leeds in den Protest eingeschaltet hat. Direktor Professor Miro Griffiths forderte vom Hamburger Senat die Erneuerung der ZeDiSplus-Finanzierung und unterstrich damit die internationale Bedeutung der deutschen Disability Studies-Forschung. Zur Existenzbedrohung für Pioniereinrichtungen der Disability Studies erklärt Bertold Scharf, Vorstandsmitglied des Vereins DSD: „Es ist ein Paradox unserer Zeit: Während die UN-Behindertenrechtskonvention Inklusion und Partizipation fordert, werden ausgerechnet die wissenschaftlichen Institutionen geschlossen, die diese Ziele erforschen und vorantreiben. Die Disability Studies sind keine Luxuswissenschaft, sondern ein menschenrechtsbasierter, gesamtgesellschaftlicher Auftrag.“
Angesichts der großen Unterstützung erklärte Gudrun Kellermann, ebenfalls Vorstandsmitglied im DSD: „Wir sind zutiefst beeindruckt von der breiten und internationalen Solidarität! Die zahlreichen Stimmen aus Forschung, Lehre und Zivilgesellschaft unterstreichen die wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der deutschsprachigen Disability Studies – auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Wir hoffen, dass unser Appell nicht nur kurzfristig Wirkung zeigt, sondern langfristig zu einem Umdenken führt. Denn: Wissenschaft braucht Diversität, Streitbarkeit und kritische Reflexion.“
Der vollständige Appell und die Liste der Erst-Unterzeichnenden sind abrufbar unter: https://disabilitystudies.de/disability-studies-bedroht-kritisch-emanzipatorische-wissenschaft-schutzen-und-starken/




