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Stell Dir vor, du kommst als Einzige nicht in die Sporthalle

Plakat der Aktion Mensch zu Barrieren im Sport
Plakat der Aktion Mensch zu Barrieren im Sport
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Stell Dir vor, du kommst als Einzige nicht in die Sporthalle. Blöd, oder?!“ U.a. mit diesem Statement der 28jährigen Sina Eghbalpour aus Aachen weist die Aktion Mensch auf die große Social Media Aktion hin, die am 5. Mai stattfindet. Dabei sollen gezielt Visuals und Botschaften zur Inklusion und Barrierefreiheit über Facebook, Twitter und Co verbreitet und geteilt werden. Gerade beim Sport findet Begegnung statt, entstehen Freundschaften und zudem ist dieser Gesundheisfördernd. Wenn dies durch Barrieren behindert wird, ist das nicht nur ärgerlich, sondern eine Diskriminierung.

VERGESST UNS NICHT – Fotoaktion zum Protesttag

Poster der Elterninitiative Rhein-Neckar: Vergesst uns nicht!
Poster: Vergesst uns nicht
Foto: Elterninitiative Rhein-Neckar

Heidelberg (kobinet) „VERGESST UNS NICHT!“ So lautet der Titel einer Fotoaktion zum 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Mit einer Fotoaktion beteiligt sich die Elterninitiative Rhein-Neckar „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ am diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. 15 Familien aus dem Rhein-Neckar-Kreis, aus Heidelberg und Mannheim sind auf Postkarten und Postern zu sehen. Sie haben sich coronabedingt alle selbst mit Textbausteinen fotografiert, die zusammengesetzt diese Botschaft ergeben: „Vergesst uns nicht!“

Gehörlosen- und Taubblindengeld für Hessen geplant

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

Wiesbaden (kobinet) Seit mehr als 70 Jahren gibt es in Hessen schon das Blindengeld. Nun plant die hessische Landesregierung auch die Einführung eines Gehörlosen- und Taubblindengeldes. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde bereits in erster Lesung im hessischen Landtag beraten, wie die Landesbehindertenbeauftragte von Hessen Rika Esser in einer Rundmail mitteilte. Dem Gesetzentwurf zufolge ist ein Gehörlosengeld von 150 Euro und ein Taubblindengeld von 1.300 Euro für Hessen vorgesehen.

Vom Belastungsmoratorium und Chancen zur Barrierefreiheit

Gespräch mit Peter Weiß am Mehr Barrierefreiheit Wagen vor dem Reichstag mit Kameraleuten
Gespräch mit Peter Weiß vor dem Reichstag
Foto: Hans-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Bei Gesprächen zum Barrierefreiheitsrecht am Mehr Barrierefreiheit Wagen vor dem Reichstag in Berlin waren heute am 3. Mai Peter Weiß von der CDU/CSU Bundestagsfraktion sowie Dr. Britta Schlegel und Dr. Leander Palleit von der Monitoringstelle UN-Behindertenrechtskonvention zu Gast. Dabei reichte die Bandbreite der Diskussion von Chancen für das deutsche Barrierefreiheitsrecht, über den Hinweis auf ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft bis zu möglichen Veränderungen, die noch am Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vorgenommen werden könnten.

Termine, Termine, Termine …

Screenshot unseres öffentlichen Kalenders
Sceenshot Kalenderansicht Ausschnitt
Foto: Hubertus Thomasius

Berlin (kobinet) Alle Termine, Diskussionsrunden, Lesungen, Workshops, Protestveranstaltungen, Treffen Selbsthilfegruppen, Veranstaltungen von und mit behinderten Menschen, von und mit benachteiligten Menschen – alle Termine an einem Ort, in einem öffentlichen Kalender finden, das ist schön.
Solch einen Kalender bieten wir, kobinet-nachrichten an.

Wie das gehen soll?

Viel Luft nach oben beim Gesetz zur Stärkung der Barrierefreiheit

Rollstuhlnutzer*in mit ausgefahrenen Teleskoparmen vor Geldautomat mit Stufen
Rollstuhlnutzer*in mit ausgefahrenen Teleskoparmen vor Geldautomat mit Stufen
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) „Auch mit Behinderung selbstständig Bankgeschäfte erledigen, online einkaufen oder Mobiltelefone nutzen? Fehlanzeige! Der Entwurf für das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist echt schwach“, so heißt es auf Twitter vonseiten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV). Der DBSV weist heute am 3. Mai im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen auf seine Stellungnahme, aber auch auf ein Kurzvideo, hin, die die Schwächen des vorliegenden Gesetzentwurfs für ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verdeutlichen.

Gravierende Missstände bei Barrierefreiheit verhindern Inklusion

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Beratung auf Augenhöhe, berufliche Aufstiegschancen oder spontanes Reisen – was für viele selbstverständlich ist, wird Menschen mit Behinderung im Alltag oft verwehrt. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie der Aktion Mensch anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai. Mehr als 1.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung wurden dabei nach ihren größten Herausforderungen im Alltag befragt. Das Ergebnis: Die meisten Schwierigkeiten gibt es im Umgang mit Ämtern und Behörden. Auf Platz zwei und drei in diesem „Negativ-Ranking“ folgen die Bereiche Beruf und Mobilität.

Inklusionstage eröffnet: Gemeinsam arbeitet es sich besser

Hubertus Heil Porträt
Porträtfoto Hubertus Heil
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) „Gemeinsam arbeitet es sich besser“, so brachte es ein Film zum Auftakt der Inklusionstage 2021 auf den Punkt. Die Inklusionstage, die von Nina LaGrande moderiert werden, finden dieses Jahr online und unter dem Motto „Zusammen. Selbstbestimmt. Arbeiten“ statt. Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil begrüßte die Teilnehmer*innen zum Auftakt und gedachte der Opfer, ihrer Angehörigen und Freunde der Gewalttat von Potsdam. Diese brutaleTat zeige, wie wichtig Gewaltschutz ist und vielleicht seien gerade deshalb die Inklusionstage so wichtig.

Postagenturen im Test

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai nimmt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zum Anlass, die lizensierten Postagenturen auf Barrierefreiheit zu überprüfen. In vielen Regionen gibt es keine offiziellen Postfilialen mehr. Der Service wurde inzwischen häufig an private Unternehmen vergeben, wobei die Barrierefreiheit oftmals nicht berücksichtigt wurde.

Heiße Protesttags-Phase – #Mehr BarrierefreiheitWagen nimmt wieder Fahrt auf

Logo: Noch 54 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 54 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Die Aktivitäten zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, der traditionell seit 1992 um den 5. Mai herum begangen wird, nehmen nun Fahrt auf. So auch der #MehrBarrierefreiheitWagen, der nach dem Bergfest heute mit dem zweiten Teil seiner Tour beginnt und dabei gleich mit Peter Weiß von der CDU und Jens Beeck von der FDP auf zwei wichtige Bundestagsabgeordnete trifft. Heute, am 3. Mai, haben die Bundestagsabgeordneten noch 54 Tage Zeit, um noch in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden. Am 5. Mai findet übrigens um 17:00 Uhr ein Online-Event zum Protesttag statt, das von Raul Krauthausen und Constantin Grosch moderiert wird.

Online-Veranstaltung für ein gutes Barrierefreiheitsrecht

Logo des ZsL Meinz
Logo des ZsL Meinz
Foto: ZsL

Mainz (kobinet) Das Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) setzt sich seit jeher für ein selbstbestimmtes barrierefreies Leben ein. Den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen nimmt das ZsL daher am 4. Mai ab 18:00 Uhr zum Anlass, um in einer einstündigen Online-Veranstaltung über das Barrierefreiheitsstärkungsgestz zu diskutieren. Mit dabei sind u.a. Jessica Schröder, Matthias Rösch, Gerlinde Busch, Stephan Heym und Ottmar Miles-Paul.

Gute Beratung ermöglicht echte Teilhabe

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

Landshut (kobinet) „Gute Beratung ermöglicht echte Teilhabe“, so das Resümee des Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange für Menschen mit Behinderung, Holger Kissel, zu einem Online-Treffen der Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung in Niederbayern. „Menschen mit Behinderung haben einen Anspruch auf echte Teilhabe. Das Online-Treffen der niederbayerischen Beraterinnen und Berater ist dafür ein wichtiges Forum.“ betonte Holger Kiesel. Schwerpunkt der Tagung war das Thema „Assistenz für Menschen mit Behinderung“.

VdK fordert Mindestlohn von 13 Euro

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) 18,8 Prozent der Beschäftigten mit Vollzeitjob arbeiten im Niedriglohnbereich. Das hat eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zum Tag der Arbeit am 1. Mai ergeben, wie dpa berichtet. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu: „Fast ein Fünftel der Beschäftigten mit Vollzeitjob arbeitet für einen Hungerlohn. Das sind immer noch zu viele. Am Ende des Monats ist der Geldbeutel leer und fürs Alter vorsorgen lässt sich damit erst recht nicht.“ Der VdK fordert daher, dass der Mindestlohn auf 13 Euro erhöht wird.

#SerienMalAnders: Wie serientauglich ist Vielfalt?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Bonn (kobinet) „Lockdown, Ausgangssperre – aktuell widmen sich viele von uns vor allem einem: der Trendsportart Serien-Marathon. Aber wie sähe es eigentlich aus, wenn Menschen mit Behinderung mal die Hauptrollen in unseren Lieblingsserien spielen würden?“, das fragt die Aktion Mensch. In einem YouTube Video mit dem Hashtag #SerienMalAnders hat diese nun einmal ausprobiert: Von „The Walking Dead“ bis „Game of Thrones“ wird gezeigt, wie serientauglich Vielfalt ist.

Inklusiontage: Zusammen. Selbstbestimmt. Arbeiten

Plakat der Inklusionstage 2021: Zusammen. Selbstbestimmt. Arbeiten
Plakat der Inklusionstage 2021
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Zusammen. Selbstbestimmt. Arbeiten“ finden heute am 3. und morgen am 4. Mai die Inklusiontage 2021 statt. Pandemiebedingt finden diese nicht wie früher im Berliner Congress Center in Berlin, sondern online im Livestream statt. Aber der Vorteil dabei ist, dass es dieses Mal keine Anmeldebegrenzungen gibt. Interessierte können also auch spontan über den Livestream, der heute am 3. Mai um 10:00 Uhr öffnet, dabei sein.

Einstweilige Anordnung zum Stundenlohn

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Hollenbach (kobinet) Die Stundenlöhne in Arbeitgebermodellen geben immer wieder Anlass zu heftigen Streitigkeiten zwischen behinderten Arbeitgeber*innen und ihren Kostenträgern. Nun gab es in Dresden eine einstweilige Anordnung hierzu, bei der es sich herausstellt, dass sich das Gericht wirklich mit den Problemen in diesem Bereich befasst hat.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Grafik zeigt Logo der CDU/CSU-Fraktion
Grafik zeigt Logo der CDU/CSU-Fraktion
Foto: Gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Seit dem 18. März berichtet die kobinet-Redaktion über die Kampagne für ein gutes Barrierefreiheitsrecht. In diesem Zusammenhang haben wir auch Bundestagsabgeordnete um ein Statement zu ihrer Meinung zu diesem Gesetzesvorhaben gebeten und diese veröffentlicht. In der heutigen Nachricht informieren wir nun über die Haltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Momentaufnahme 210

Fuß auf Nadeln
Fuß
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Lachen, Weinen, Lust und Schmerz sind Geschwisterkinder. (Johann Wolfgang von Goethe)

Barrierefreiheit für alle, anstatt alle Freiheit den Barrieren

Logo: Noch 55 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 55 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Lenggries (kobinet) Mit einem Plakat mit der Aufschrift „Barrierefreiheit für alle, anstatt alle Freiheit den Barrieren“ bringt es der Verein UNgehindert auf den Punkt, worum es in der aktuellen Debatte um ein Barrierefreiheitsstärkungsgesetz geht. Heute, am 2. Mai, haben die Bundestagsabgeordneten noch 55 Tage Zeit, um auch endlich in Deutschland diesem Anspruch gerecht zu werden und in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden. In der kommenden Woche finden dazu im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen viele Aktionen statt, um vor allem die Abgeordneten von CDU/CSU und der SPD zu überzeugen.

Kein Mensch darf mehr weg-gucken

Stefan Göthling
Stefan Göthling
Foto: Mensch zuerst

Leinefelde/Kassel (kobinet) „Kein Mensch darf mehr weg-gucken“, so der Appell von Stefan Göthling von Mensch zuerst, der Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten nach der Tötung und Verletzung behinderter Menschen in Potsdam. Er fragt sich in seinem Beitrag auf der Internetseite von Mensch zuerst, wie es wohl den anderen Bewohner*innen geht, die in der Einrichtung leben. Die Perspektive der Betroffenen und der Opfer komme überhaupt viel zu kurz, so das Resümee einer Veranstaltung auf Clubhouse zum Thema Gewalt gegen behinderte Menschen, an der am 1. Mai über 70 Menschen teilgenommen haben.

SoVD: Belange von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen

Foto zeigt Sebsstian Freese
Sebastian Freese engagiert sich für mehr Barrierefreiheit
Foto: Christian Draheim

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ruft den Mai zum Themenmonat für Menschen mit Behinderungen aus. Vor dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai hat heute der 1. Bundesvorsitzende der SoVD-Jugend, Sebastian Freese, den Wunsch geäußert, „dass die Belange von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen von der Politik endlich ernst genommen werden.“

Noch viel Arbeit mit der Arbeit

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Der 1. Mai, der „Tag der Arbeit“, findet nun bereits zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen statt. Viel offene Punkte, Rückstände und auch Missstände wurden durch die Pandemie einmal mehr deutlich zu Tage gefördert – auch beim Thema Arbeit. Dazu weist der Sozialverband Deutschland darauf hin, dass nach aktuelle Zahlen fast jede Fünfte / jeder Fünfte in Deutschland in Vollzeit zu Niedriglöhnen arbeitet und, dass deutlich mehr als die Hälfte derjenigen, die sich in Kurzarbeit befinden, dies zu 100 Prozent sind.

Scharfe Kritik an Ableismus in Deutschland

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Vier Menschen sind Tod, der Ableismus lebt“, so bringt Raul Krauthausen in einem Beitrag für Die Neue Norm auf den Punkt, was derzeit in Teilen der Behindertenbewegung nach der Tötung von vier Menschen und der schweren Verletzung einer weiteren Person in einer Behinderteneinrichtung in Potsdam diskutiert wird. Auch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) fordert Handeln statt Blumensträuße angesichts der Gewalt, die behinderte Menschen vielfach erleben müssen.

Auch das Drumherum im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz regeln

Logo: Noch 56 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 56 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) „Hallo #GroKo, was nützt der barrierefreie Geldautomat, wenn man nicht rankommt? Wir fordern, dass im #Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch ‚das Drumherum‘ geregelt wird!“ Mit diesem Tweet macht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf die Schwächen des Gesetzentwurfs für das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz aufmerksam und zeigt mittels eines Kurzvideos ganz praktisch auf, wo es hapert. Heute, am 1. Mai, haben die Bundestagsabgeordneten nur noch 56 Tage Zeit, um den Gesetzentwurf zu verbessern und in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden.

Zeitzeuge Heiko Kunert berichtet

Porträt von Heiko Kuhnert
Heiko Kunert
Foto: privat

Hamburg (kobinet) „Heiko Kunert wurde 1976 in Wanne-Eickel geboren und wuchs zwischen Stade und Cuxhaven auf. Er ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg (BSVH)“, so heißt es zum Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstitutes zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit Heiko Kunert auf der entsprechenden Internetseite des Zeitzeug*innen-Projektes. Dort berichtet Heiko Kunert über seine vielfältigen Erfahrungen.

Tötung behinderter Menschen im Wohnheim: Handeln statt Blumensträuße!

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Tötung von behinderten Menschen in einem Wohnheim des Oberlinhauses in Potsdam muss die Politik nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zum Handeln zwingen. Statt Beileidsbekundungen und Blumensträuße brauche es endlich entschlossenes politisches Handeln und Konsequenzen. Die vier getöteten Menschen mit Behinderungen und eine schwerverletzte Person, seien das Ergebnis der jahrzehntelangen vom Staat aufgebauten Sonderwelten, die weiterhin gestärkt statt abgebaut würden, heißt es in einer Presseinformation der ISL.

Behindertenpolitik nächste Woche mehrfach Thema im Bundestag

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich bei der ersten Lesung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes um die sonst übliche Debatte im Bundestag gedrückt. Zudem findet am 17. Mai nur eine verkürzte Anhörung statt, für die sich die Opposition noch besonders stark machen musste. Nun steht das Thema Barrierefreiheitsrecht aufgrund eines umfassenden Antrags der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen doch auf der Tagesordnung – und das sogar in der Woche des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen am 6. Mai. Und auch sonst ist behindertenpolitisch in der kommenden Woche viel im Bundestagsplenum und im Ausschuss für Arbeit und Soziales los.

Bahnkundenverband sucht Vorschläge für Schienenverkehrspreis

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Der Deutsch Bahnkunden-Verband sucht wieder Vorschläge für den Deutschen Schienenverkehrspreis mit dem der Verband jährlich besonere Leistungen oder besonders ungenügenden Ergebnisse im Einsatz für Bus und Bahn würdigt oder herausstellt.

Mit Djamila nach Kirgisistan

„Djamila – ein Rolli-Bus“ für Kirgisistan
„Djamila – ein Rolli-Bus“ für Kirgisistan
Foto: Phil Hubbe

BERLIN kobinet)

BERLIN kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen laden der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland und der Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften am 3. Mai unter dem Thema „Für eine Welt ohne Barrieren“ zu einer hybriden Podiumsdiskussion ein.

Kostenfrage bei Assistenz im Krankenhaus endlich regeln

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen sind höchst irritiert darüber, dass es immer noch nicht gelungen ist, die Kostenübernahme für die Begleitung von Menschen mit Behinderungen bei stationären Krankenhausaufenthalten gesetzlich zu regeln. Sie befürchten, dass das Problem weiterhin auf dem Rücken der betroffenen Menschen ausgesessen wird und fordern, dass die Kostenfrage bei der Assistenz im Krankenhaus endlich geregelt wird.

Ausnahmeregelung bei Plastik-Strohhalmen in Österreich

Flagge Österreich
Flagge Österreich
Foto: public domain

Wien (kobinet) Österreich ist Deutschland nicht nur in Sachen Gesetzgebung zur Barrierefreiheit voraus, auch andere Probleme lassen sich dort zum Teil anscheinend unkomplizierter als hierzulande regeln. Seit 28. April 2021 liegt der Entwurf zur Novelle des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes vor. Eine der vorgesehenen Maßnahmen sieht das Verbot von Einwegplastik-Produkten vor, darunter auch Plastik-Strohhalme. Da diese für einige Menschen mit Behinderungen eine wichtige Trinkhilfe darstellen, wurde, auf die Anregung von BIZEPS, dem Wiener Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, eine Ausnahmeregelung geschaffen, wie der Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet.

Macht mit bei der großen Social Media Aktion am 5. Mai

Logo: Noch 57 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 57 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Bonn (kobinet) Die sozialen Medien haben in der Corona-Pandemie eine noch größere Bedeutung bekommen, als schon vorher, was u.a. die letzten Wahlkämpfe gezeigt haben. Daran knüpft auch eine Social Media Aktion der Aktion Mensch an, durch die am 5. Mai gezielt Visuals und Botschaften zur Inklusion und Barrierefreiheit über Facebook, Twitter und Co verbreitet und geteilt werden. Diese Aktivitäten sind dringend nötig, denn gerade die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und SPD, denen heute noch 57 Tage verbleiben, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu beschließen, müssen noch von den nötigen Änderungen im Barrierefreiheitsstärkungsgesetz überzeugt werden.

Mit Sprachsteuerung mehr Eigenständigkeit erlangen

Hamoun im Rollstuhl Foto in seiner Wohnung, mit Kopfhörer und Mikrofon
Hamoun nutzt Sprachsteuerung
Foto: Jan Saßmannshausen / Amazon

Berlin (kobinet) Author: Jan Saßmannshausen

Mit 19 Jahren wurde Hamoun Opfer eines schweren Verkehrsunfalls, seitdem ist er von den Schultern abwärts querschnittsgelähmt. Hamoun ist ein Kämpfer – und hat sich mit Hilfe von Sprachsteuerung ein Stück Selbstständigkeit im Alltag zurückerobert.

Der Autor bat uns um Veröffentlichung.

Bauliche Umwelt ins Barrierefreiheitsgesetz einbeziehen

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Petra Wontorra
Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Petra Wontorra
Foto: Hans-Günter Heiden

Ritterhude (kobinet) Trotz Dauerregen sprach Dr. Sigrid Arnade heute mit der Landesbehindertenbeauftragten von Niedersachsen, Petra Wontorra, im Rahmen der Tour des Mehr Barrierefreiheit Wagens über das geplante Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Vor dem Rathaus im niedersächsischen Ritterhude betonte Petra Wontorra die Wichtigkeit der Einbeziehung des baulichen Umfelds und der Verkürzung der Fristen.

Vier Menschen in Potsdamer Behinderteneinrichtung ermordet

Dunkelheit - schwarzes Quadrat
Dunkelheit
Foto: public domain

Potsdam (kobinet) Heute vor einer Woche wurde bei der Verabschiedung des Teilhabestärkungsgesetzes durch den Bundestag die Notwendigkeit für konkrete Maßnahmen zum Gewaltschutz in Behinderteneinrichtungen diskutiert. Nun ist es in einer Podsdamer Behinderteneinrichtung zu einer erschütternden Gewalttat gekommen. Vier behinderte Bewohner*innen der Einrichtung wurden ermordet, eine weitere Person wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales lobt Bundesteilhabepreis 2021 aus

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Unterstützung, Assistenz, Pflege und gesellschaftliche Teilhabe haben auch in Corona-Zeiten einen hohen Wert. Um den zu würdigen lobt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in diesem Jahr zum dritten Mal den mit insgesamt 17.500 Euro dotierten Bundesteilhabepreis aus.

REHADAT-Recht neu gestartet

Startseite des Portals REHADAT-Recht
Startseite des Portals REHADAT-Recht
Foto: REHADAT – Institut der deutschen Wirtschaft Köln

KÖLN (kobinet) Die bekannte Datenbank REHADAT hat jetzt ihre Rubrik „Recht“ überarbeitet und mit erweiterten Inhalten sowie für mobile Endgeräte optimiert neu gestartet. Das Portal enthält jetzt eine Sammlung von mehr als 15.500 Urteilen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung oder Schwerbehinderung.

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz soll Barrierefreiheit weiter verbessern

Portraifoto Angelika Glöckner MdB
Portraifoto Angelika Glöckner MdB
Foto: Deutscher Bundestag

BERLIN (kobinet) In Verbindung mit der gegenwärtigen Debatte um ein gutes Barriefreiheitsrecht in Deutschland sieht die Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner (SPD), die zugleich Behindertenbeauftragte ihrer Fraktion sowie Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales ist, Möglichkeiten, noch bestehende weitere Barrieren abzubauen.

Wie inklusiv ist Ehrenamt?

Grafik zeigt Titel des WIR-Magazins
Titel von 1/2021
Foto: FDST

Berlin (kobinet) Rund 31 Millionen Menschen engagierten sich 2020 in Deutschland ehrenamtlich. So lauten zumindest die aktuellen Zahlen des Deutschen Freiwilligensurvey. Wie viele von ihnen sich in der Behindertenhilfe engagieren, wie viele Menschen mit Behinderung ehrenamtlich aktiv sind, erfasst der Survey jedoch nicht. Das WIR-Magazin der Fürst Donnersmarck-Stiftung ging der Frage nach, wie inklusiv Ehrenamt ist.