Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner kobinet unterstützen
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Personelle Unterstützung für Einrichtungen nach der Unwetterkatastrophe

Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer
Foto: Sozialministerium Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Durch die Unwetterkatastrophe sind Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe sowie die entsprechenden ambulanten Dienste, Tagespflegen, Tagesförderstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vor große Herausforderungen gestellt. Einige Einrichtungen sind derzeit unbewohnbar, Bewohnerinnen und Bewohner mussten evakuiert und in andere Einrichtungen umziehen, berichtet der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer. "Hier herrscht zwischen den Einrichtungen eine große Hilfsbereitschaft, wofür ich allen Beteiligten herzlich danke“, betonte er mittels einer Presseinformation.

Der Minister informierte darüber, dass zur Vermittlung von Fach- und Hilfskräften der gemeinsam vom Arbeits- und Sozialministerium und der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz eingerichtete Freiwilligenpool auf die Unterstützung im Rahmen der Fluthilfe ausgeweitet wurde. Die Pflegekammer vermittelt Freiwillige des Pools an Einrichtungen und begleitet Freiwillige und Einrichtungen im weiteren vertraglichen Verfahren in enger Abstimmung mit dem Arbeitsministerium. Ursprünglich hatte der Pflegepool das Ziel, Pflege- und Eingliederungshilfe während der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Hintergrund ist, dass vom Hochwasser betroffene Einrichtungen, die ihren Betrieb mit großen Einschränkungen weiter aufrechterhalten, teilweise auf eigenes Personal verzichten müssen, da dieses selbst von der Flut betroffen sind. Einrichtungen, die evakuierte Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen, benötigen nun zur Pflege und Betreuung zusätzliches Personal.

"Ich danke der Pflegekammer Rheinland-Pfalz für die Unterstützung und appelliere an die Freiwilligen, die sich in diesem Pool gemeldet haben, durch ihren Einsatz in Not geratene Bewohnerinnen und Bewohner in den betroffenen und aufnehmenden Einrichtungen mit ihrer Fachlichkeit und ihrer Arbeitskraft zu unterstützen“, sagte Schweitzer.

Aktuell haben sich sechs Einrichtungen mit einem personellen Unterstützungsbedarf bei der Beratungs- und Prüfbehörde nach dem Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe, die beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung angesiedelt ist, gemeldet. Bereits drei von ihnen haben erste Unterstützung erhalten.

Sofern weitere Pflege- und Betreuungskräfte in betroffenen aber auch landesweit aufnehmenden Einrichtungen unterstützen möchten, können sie sich im Serviceportal der Pflegekammer registrieren.

Neben den freiwilligen Kräften aus dem Pool wird zudem aktuell auch geprüft, ob die Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufeschulen für eine Unterstützung in den betroffenen Gebieten zur Verfügung stehen, ohne die Ausbildung zu gefährden, heißt es vonseiten des Sozialministeriums.

Mainz (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdfi289