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Katastrophenwarnsystem muss für Hörbehinderte sicher sein

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

SENDEN (kobinet) Die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) fordert als Interessenvertretung von Hörbehinderten ein barrierefreies Warnsystem nach dem Zwei-Sinne-Prinzip. Bei der schwere Flutkatstrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern hat sich gezeigt, dass die derzeitgen Warnsysteme in Deutschland nur teilweise erfolgreich sind. Gleichzeitig hat die Ktastrophe deutlich gemacht, wie wichtig zeitige Warnungen sind, die für alle verständlich sind..

Aktuell wird in Politik und Gesellschaft darüber diskutiert, wie in Zukunft effektiver und effizienter warnen kann. Dabei dürfen auch, so wird von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) unterstrichen, gerade hörbehinderte Menschen bei Alarmsystemen nicht vergessen werden. Bei einem Alarmsystem, welches nur auf akustische Alarmierungen setzt, besteht die Gefahr, dass hörbehinderte Menschen diesen Alarm nicht hören, zum Beispiel weil sie ihre Hörsysteme in der Nacht nicht tragen.

Eine Alarmierung per App, wie das bei NINA oder Katwarn der Fall ist, wird vom DCIG für Hörbehinderte als nicht sicher genug angesehen, weil sie auf eine stabile Internetverbindung setzen, was in Katastrophengebieten nicht vorausgesetzt werden kann.

Aus Sicht der DCIG könnte stattdessen das Cell-Broadcast-System eine gute Lösung sein. Hier versenden die Mobilfunkanbieter im Auftrag automatisch eine Warnnachricht an alle Mobiltelefone, die gerade in der entsprechenden Funkzelle sind – nicht zu verwechseln mit einer SMS. Dieses System hat nach Meinung des DCIG den Vorteil, dass nicht erst eine bestimmte App heruntergeladen werden muss. Die Warnung geht an alle aktiven Geräte innerhalb einer bestimmten Funkzelle – nicht nur Smartphones, sondern auch ältere Mobilfunkgeräte.

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