Menu Close

ISL-Podcast zur Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz

Projekt-Banner: Das lass' ich mir nicht bieten
Projekt-Banner: Das lass‘ ich mir nicht bieten
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Die Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz“, so lautet der Titel des neuesten Podcast des Projektes „Das lass‘ ich mir nicht bieten – Wege durch den Rechtsdschungel“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), „In dieser Podcast Folge klären wir euch über die Funktion, die Aufgaben und die Verfahren der Schlichtungsstelle zum Behindertengleichstellungsgesetz auf. Diese Schlichtungsstelle schlichtet in allen Streitfragen die Regelungsbereiche des Behindertengleichstellungsgesetzes betreffen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

Lesung im Dunkeln auf der Frankfurter Buchmesse

Sabine Lohner
Sabine Lohner
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobinet) Am 9. September 2022 berichtete das Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“ über die Bücherwurm WhatsApp-Gruppe, die von Sabine Lohner seit über zwei Jahren koordiniert wird. Nun führt Sabine Lohner zusammen mit der Autorin Marie Gamillscheg am 20. Oktober von 19:30 Uhr bis 21:00 bei der Frankfurter Buchmesse in der Orangerie im Günthersburgpark eine gemeinsame Lesung aus Gamillschegs aktuellem Buch „Aufruhr der Meerestiere“ (Luchterhand Verlag) im Dunkeln durch. Die Lesung steht unter dem Motto: „Reading in the Dark – Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere“. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie Lesen ohne zu sehen funktioniert und welche unterschiedlichen Zugänge zu Büchern es für blinde und sehbehinderte Menschen gibt.

52 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft

Dekoration - DB-Logo - weißer Untergrund, rote Buchstaben DB und roter Randin einem Wartebereich
Dekoration – DB-Logo in einem Wartebereich
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Berlin (kobinet) Nach Auskunft des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seit Verkaufsstart rund 52 Millionen Mal an Neukunden verkauft worden. Zudem hätten monatlich rund zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten das vergünstigte Ticket automatisch erhalten, heißt es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag.

Triage-Gesetz: NETZWERK ARTIKEL 3 entzaubert Mythen

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Mythen, die sich in der Diskussion um eine diskriminierungsfreie Zuteilung knapper intensivmedizinischer Ressourcen hartnäckig halten, werden heute am 18. Oktober durch das NETZERK ARTIKEL 3 e.V. entzaubert. Morgen, am 19. Oktober, wird in einer öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags über ein Gesetz zur Regelung der Triage debattiert. Von Triage-Situationen spricht man bei Zuteilungsentscheidungen, wenn die Ressourcen nicht mehr für alle ausreichen und entschieden werden muss, wer stirbt und wer dank Behandlung eine Überlebenschance erhält.

Deutschen Taubblindenwerk setzt Kooperation mit Hannover United fort

Gruppenbild mit einer Frau und drei Männern.davon einer mit Rollstuhl
Bei der Vereinbarung der weiteren Kooperation
Foto: Deutsches Taubblindenwerk

HANNOVER (kobinet) Auch in der kürzlich gestarteten neuen Spielzeit der 1. Rollstuhlbasketballbundesliga (RBBL1) kann die Mannschaft von Hannover United auf die Unterstützung des Deutschen Taubblindenwerks zählen. Die Einrichtung für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung steht als Kooperationspartner seit 2019 fest an der Seite des erfolgreichen Rollstuhlbasketball-Vereins. Die Partnerschaft soll nun durch gemeinsame Projekte noch weiter vertieft und Begegnungen im Sinne von sozialer Teilhabe und Inklusion geschaffen werden.

CDU/CSU bringt Teilhabe von Gehörlosen ins Gespräch

Portraitfoto von Hubert Hüppe im dunklen Anzug, weißem Hemd und dunklem Binder
Pressefoto Hubert Hüppe
Foto: René Golz

BERLIN (kobinet) Auf Initiative des Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Gesundheitsausschuss, Hubert Hüppe hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Teilhabe von Gehörlosen in Deutschland“ in den Bundestag eingebracht.

Nachdenken über „Sorgenkinder“ und Inklusion

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Besonders an Jahrestagen wie dem „Tag der Deutschen Einheit“ wird immer wieder einmal darüber nachgedacht, wie sich in den vergangenen Jahren alles so entwickelt hat. Wenn es dabei um die Geschichte der Selbsthilfe-Verbände geht, dann ist das nicht ganz einfach. Zwar verfügen mehrere Verbände über eigene Aufzeichnungen ihrer Geschichte, es gibt jedoch kaum Unterlagen, die ein Gesamtbild der Entwicklung der Selbsthilfearbeit nachzeichnen. Das gilt insbesondere für ein früheres Leben als Schwerbehinderter in der DDR.

Konkrete Zeitpläne für behindertenpolitische Maßnahmen gefordert

Logo Liga Selbstvertretung
No body found to use for abstract…
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Vor gut einem Jahr erhielt die rot-grün-gelbe Regierungsmehrheit bei der Bundestagswahl ihr Wählervotum. Nachdem die neue Regierung im ersten Jahr ihrer Regierungszeit viele Herausforderungen zu managen hatte, ist es jetzt nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung höchste Zeit, konkrete Pläne für die Umsetzung der behindertenpolitischen Ziele der Koalition vorzulegen. Den wohlklingenden Inhalten des Koalitionsvertrags, beispielsweise im Hinblick auf die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit und für einen barrierefreien öffentlichen Nah- und Fernverkehr, müssten nun konkrete Zeitpläne und Taten folgen, fordert LIGA-Sprecher Ottmar Miles-Paul.

Trauer um Tod von Kupa Mutombo

Logo: Kellerkinder
Logo: Kellerkinder
Foto: Kellerkinder e.V.

Berlin (kobinet) Der in Berlin ansässige Verein Kellerkinder unterstützt die Presserklärung der Opferberatungsstelle ReachOut zum Tod von Kupa Ilunga Medard Mutombo infolge eines brutalen rassistischen Polizeieinsatzes und trauert um dessen Tod. „Am 14.9.2022 befand sich Kupa Ilunga Medard Mutombo in einem betreuten Wohnheim in Spandau für seelisch und psychisch krank gemachte Menschen. Er sollte in ein Krankenhaus verlegt werden“, heißt es in der Presseinformation als Ausgangspunkt des fatalen Übergriffs, der zum Tod führte.

Wer kommt bei der Anhörung zum Triage-Gesetz zu Wort?

Bundestag Besprechungsraum
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wenn am Mittwoch, den 19. Oktober, die auf zwei Stunden angesetzte öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Infektionsschutzgesetz in Sachen Nichtdiskriminierung behinderter Menschen in Triage-Situationen stattfindet, sind hierfür fast 70 Organisationen und vier Einzelsachverständige geladen. Interessierte Beobachter*innen fragen sich dabei im Vorfeld der Anhörung, wer von den vielen Eingeladenen letztendlich zu Wort kommen wird, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihnen von den Ausschussmitgliedern entsprechende Fragen gestellt werden. Die Anhörung, die am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen und am Folgetag in der Mediathek veröffentlicht wird, verspricht also spannend zu werden. Denn von den Ergebnissen dürfte auch abhängen, welche Änderungsanträge die Fraktionen im weiteren Gesetzgebungsverfahren einbringen und beschließen werden.

Partizipation der Selbstvertretung für inklusive Kinder- und Jugendhilfe

Logo bbe e.V.
Logo Bundesverband behinderten und chronisch kranker Eltern e. V.
Foto: bbe e.V.

Hannover (kobinet) Ein aus dem Partizipationsfonds des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziertes dreijähriges Projekt des Verein Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) soll den Prozess der inklusiven Ausgestaltung der Kinder- und Jurgendhilfe aus Sicht der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung begleiten. Das vorrangige Ziel besteht darin, dass sich behinderte Kinder und Jugendliche und Eltern mit Behinderung mit ihren Selbstvertretungsverbänden in die Umsetzung der Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gleichberechtigt einbringen.

Fast 162.000 schwerbehinderte Arbeitslose im September 2022

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) 161.965 schwerbehinderte Menschen waren im September 2022 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Dies sind immer noch über 8.000 mehr schwerbehinderte Arbeitslose als vor der Pandemie im September 2019 gemeldet waren. Damals waren 153.538 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Die Forderung des Inklusionsbeirats der Staatlichen Koordinierungsstelle nach „Null-Toleranz für Null-Beschäftigter“ mit einer kräftigen Erhöhung der zu zahlenden Ausgleichsabgabe für die über 44.000 beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber, die keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, ist also aktueller denn je.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg fordert armutsfeste Grundsicherung

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
Foto: undefined

STUTTGART (kobinet) Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg warnt zum Auftakt der heute beginnenden landesweiten Aktionswoche „Armut bedroht Alle“ vor einer drastischen Verschärfung der Armut infolge der Energiekrise und steigenden Inflation. Der Verband fordert eine dauerhafte Energiekostenkomponente beim Wohngeld, welche die realen Preissteigerungen berücksichtigt. Der Regelsatz in der Grundsicherung müsse um 200 Euro erhöht und die Kosten für Wärme und Strom auch schon für dieses Jahr vollumfänglich übernommen werden.

Sachsen befragt alle am Tourismus Beteiligten

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus erarbeitet gegenwärtig eine neue Tourismusstrategie für den Freistaat, welche dann zum „Masterplan Tourismus“ entwickelt wird. In diesem Zusammenhang befragt sie zur Zeit mit einer breit angelegten Umfrage alle, die am Tourismus in Sachsen beteiligt sind.

ISL fordert nichtdiskriminierende Regelungen zur Triage

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) fordert Regelungen zur Triage nach dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung behinderter Menschen. Seit dem 13. Oktober befassen sich Bundestag und Bundesrat mit dem Gesetzesentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, der die Regelung zur Triage enthalten wird. Dieser muss laut Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Dezember 2021 Vorkehrungen treffen, damit behinderte Menschen bei medizinischen Versorgungsengpässen in Pandemien nicht diskriminiert werden. Die ISL und deren Vorstandsmitglied Jenny Bießmann appellieren an die Politik, „in den nächsten Wochen müssen noch einige Verbesserungen auf den Weg gebracht werden, damit behinderte Menschen in Zeiten knapper medizinischer Ressourcen nicht benachteiligt werden. Der jetzige Entwurf wird weder Menschenrechten noch dem Prinzip der Lebenswertindifferenz gerecht.“

Veranstaltung zur Selbstvertretung behinderter Geflüchteter

Symbol Information

Berlin (kobinet) Zum Start des neuen Projektes „Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland“ lädt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) geflüchtete Menschen in Deutschland mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen zur Auftaktveranstaltung am Freitag, den 21. Oktober 2022 von 15:00 bis 17:00 Uhr ein. Gemeinsam mit erfahrenen Selbstvertreter*innen für die Belange von Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen und langjährigen Peer-Berater*innen soll das Projekt vorgestellt und Möglichkeiten der Selbstvertretung aufgezeigt werden.

Bessere Teilhabe an Mobilität gefordert

Christine Braunert-Rümenapf
No body found to use for abstract…
Foto: LB Berlin

Berlin (kobinet) Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz, die am 12. und 13. Oktober stattgefunden hat, hat sich die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, in einem offenen Brief an die Berliner Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Bettina Jarasch, gewandt. Darin fordert sie, bei Nachfolgelösungen für das 9-Euro-Ticket die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Mobilität besser zu gewährleisten. Mit der Förderung des ÖPNV müssten der schnellere Ausbau der barrierefreien Infrastruktur einhergehen sowie unmittelbar Maßnahmen ergriffen werden, welche die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Mobilität gewährleisten.

DBSV-Resolution zur Zukunft der Gesundheitsberufe

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Laut Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sollen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zukünftig nur noch an Hochschulen ausgebildet werden. Das hätte nach Ansicht des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) fatale Folgen: Die wichtigste Berufsausbildung für blinde und sehbehinderte Menschen würde wegfallen. Nun hat der Verbandsrat des DBSV den Forderungen Nachdruck verliehen. Eine Resolution zur Zukunft der Gesundheitsberufe wurde vom Verbandsrat verabschiedet, wie es im Newsletter dbsv-direkt heißt.

Maßnahmen gegen Kinderarmut und gerechte Besteuerung im Kampf gegen Armut gefordert

Foto Geld
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober fordert VdK-Präsidentin Verena Bentele eine gerechte Besteuerung im Kampf gegen Armut. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert anlässlich dieses Tages mehr Maßnahmen gegen Kinderarmut.

Wohnung für inklusives Wohnen finden

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Auch Vici wurde nach langer Suche endlich fündig: Sie lebt jetzt in einer eigenen Wohnung, in der sie im Alltag alleine zurechtkommt. Dieses Glück haben nur wenige Menschen mit Behinderung, denn nur rund 2 % der Wohnungen in Deutschland sind barrierefrei. Kübra hat Vici zu Hause besucht“, heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch mit Verweis auf den neuesten gut 22minütigen Beitrag zum inklusiven Wohnen in der VLOG-Serie der Aktion Mensch.

Kevin Kleiber will andere inspirieren, eigene Ziele zu verwirklichen

Kevin Kleiber in Mexiko
Kevin Kleiber in Mexiko
Foto: privat

Löhnberg (kobinet) Rund 460 Projekte und Personen haben die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis zu erhalten. Ein Projekt, das für den Publikumspreis vorgeschlagen wurde, ist das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team mit dem Titel „Mobilität beginnt im Kopf“. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Kevin Kleiber, der selbst einen Rollstuhl nutzt und einen Auslands-Freiwilligendienst mit Unterstützung des in Essen ansässigen Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenhang (bezev) absolviert hat. Noch bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis und damit auch für das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team abgestimmt werden.

Momentaufnahme 279

Kriegsgräberstätte in Elsass
Kriegsgräberstätte
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Tod, der trennet nicht, der Tod Vereinigt,

Das Leben ist’s, was uns gewaltsam trennt. (Heinrich Heine)

Landessozialgericht stärkt Recht auf Selbstbestimmung

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

CELLE (kobinet) Kassen haben nicht das Recht, Schwerbehinderten vorzuschreiben, welche Hilfsmittel sie nutzen möchten. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle in einem kürzlich veröffentlichtem Urteil entschieden. Um weitgehend fit und mobil bleiben zu können wollte ein 49-jährige Kläger trotz seiner Querschnittslähmung keinen Elektrorollstuhl sondern einen Aktivrollstuhl mit Zuggerät.

Inklusion: mehr als eine Checkliste zum Abhaken

Symbol Ausrufezeichen

Erlangen (kobinet) Auf Einladung des Inklusionsprojekts LAUT (Leben, Arbeiten und Teilhaben in einer inklusiven Gesellschaft) kamen am 5. Oktober 2022 in der Heinrich-Lades-Halle Erlangen geladene Gäste und interessierte Arbeitgeber*innen zusammen, um Perspektiven und Chancen beruflicher Inklusion für unternehmerische Herausforderungen zu hinterfragen. Moderator und Inklusionsaktivist Raul Krauthausen machte dabei auf den Unterschied zwischen Teilhabe und Teilgabe aufmerksam. Denn tatsächlich sei es so, dass Menschen mit Behinderungen oft zuschauen, aber nur selten aktiv mitgestalten. Nur dann jedoch könnte man wirklich von Inklusion sprechen. Leider, so Krauthausen, wird dem Personenkreis zu selten die Möglichkeit gegeben, sich auszuprobieren und noch seltener die Chance eröffnet, ihr Können im beruflichen Kontext unter Beweis zu stellen, wie es in dem Bericht heißt.

Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner ist verstorben

Professor Dörner bei einem Vortrag
Foto von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
Foto: ForseA e.V.

Hollenbach (kobinet) Wie uns erst heute bekannt wurde, verstarb er bereits am 25. September 2022 im Alter von 88 Jahren in Gütersloh. Zu seinen ersten Verdiensten zählt die Aufarbeitung der Arbeit der Ärzte im „Dritten Reich“ durch die Veröffentlichungen der Akten des Nürnberger Ärzteprozesses. Sein ganzes Leben widmete er dem Paradigmenwechsel im Umgang der Gesellschaft mit der Psychiatrie. Ihm ist zu verdanken, dass die ausgrenzenden Strukturen, wie sie in der Nachkriegszeit immer noch bestanden, auf den Prüfstand kamen und nach und nach überwunden wurden.

Bundesamt sieht Defizite bei der Hilfsmittelversorgung

Schild mit Bundesadler und dem Namen des Amtes an zwei Pfeilern befestigt
Schild am Eingang des Bundesamtes für Soziale Sicherung
Foto: BAS

BERLIN (kobinet) Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat kürzlich die Qualität der Hilfsmittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung untersucht und seine Erkenntnisse und Empfehlungen in seinem „Sonderbericht über die Qualität der Hilfsmittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung“ zusammengefasst. In diesem Bericht stellt das BAS große Defizite in der Hilfsmittelversorgung fest.

Barrierefreie Mobilität ist Menschenrecht

Auto mit Heckklappe und Schräge
No body found to use for abstract…
Foto: Rolf Barthel

BERLIN (kobinet) Die im Personenbeförderungsgesetz verankerte Barrierefreiheit gilt seit der Novellierung 2021 auch für verbundene Verkehrssysteme wie Taxen – das stellt der Landesverband Berlin-Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) klar. Es ist ein herber Schlag für die darauf angewiesenen Menschen, so betont dieser Verband, wenn einzelne Taxiinnungen und Taxiunternehmen auch in Berlin und Brandenburg für die Beförderung von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer mit einem Aufpreis von bis zu 10 Euro werben

Hunderte Behindertenaktivist*innen forderten Rechte in Brüssel ein

Plakat: Fix the System: Not me
Plakat: Fix the System: Not me
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) „Vom 26. bis zum 28. September fand der vom European Network on Independent Living (ENIL) veranstaltete Freedom Drive 2022 statt. Drei Tage lang versammelten sich hunderte Menschen mit Behinderungen aus 28 Ländern Europas in Brüssel, um das Bewusstsein für die anhaltende soziale Ungleichheit von Menschen mit Behinderungen in institutionellen Einrichtungen zu schärfen. Die soziale Ungleichheit schließt uns von der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft und dem Zugang zu Rechten aus. Die anhaltenden Diskussionen um ein unabhängiges Leben führten während der Pandemie zu tausenden Todesfällen und in jüngerer Zeit waren die in Institutionen untergebrachten Personen Ziele im Ukrainekrieg“, dies schreibt Stefanie Geiser vom Verein Rhein-Main inklusiv in ihrem Bericht über den Freedom Drive, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Wie kann ein blinder Mensch beweisen, dass er kein Roboter ist?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Wer kennt sie nicht, die Sicherheitsabfragen im Internet, die feststellen sollen, ob man ein Mensch oder ein Roboter ist – in der Fachsprache „Captcha“ genannt. Meist findet die Prüfung in Form von Bildrätseln statt, man soll Ampeln zählen oder verzerrte Buchstaben erkennen. Was für viele User nicht ganz einfach oder lästig ist, stellt Menschen mit Seheinschränkungen vor unlösbare Aufgaben. Doch was sind die barrierefreien Alternativen? Damit beschäftigt sich ein breites Bündnis anlässlich des heutigen Tages des Weißen Stockes.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft vergibt Forschungsförderung

Stilisiertes großes
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat im Jahr 2022 Beiträge zur Forschungsförderung vergeben. Sie betragen insgesamt rund 400.000 Euro. Mit dieser Summe werden sechs Projekte gefördert, welche die medizinische und pflegerische Versorgung der Betroffenen verbessern sollen.

LAGS will Selbstvertretung stärken und etwas verändern

Gruppe vonn Personen, auch mit Rollstuhl links im Bild. Rechts zwei Tafeln mit Notizen.
Beim Workshoptag in Dresden
Foto: Andy Vogelsang

DRESDEN (kobinet) Ende September trafen sich dreißig politisch engagierte Menschen mit Behinderung aus Sachsen im barrierefreien Stadtteilzentrum EMMERS und haben darüber beraten wie sie ihre Wirksamkeit in den verschiedenen politischen Zusammenhängen und Gremien auf Landes- und kommunaler Ebene erhöhen und aktiv Politik mitgestalten können. Als Rahmen dafür wurden die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen, die Liga Selbstvertretung oder im Sächsischen Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderung gesehen. Auch eine ganz neu zu gründende Organisation wurde in Betracht gezogen.

Ehrenpreis des DBS an die Gold-Kraemer-Stiftung

Drei Männer vor einer Tafel. Zwei Männer halten die Ehrenurkunde
Bei der Übergabe des Ehrenpreis an die Gold-Kraemer-Stiftung
Foto: picture alliance / DBS

FRECHEN-BUSCHBELL (kobinet) Beim Parlamentarischen Abend des Deutsche Behindertensportverbandes (DBS) wurde der Ehrenpreis des DBS an die Gold-Kraemer-Stiftung (GKS)) übergeben. Den von der Toyota Deutschland GmbH gestiftete Preis nahm der Vorstandsvorsitzender der GKS, vom DBS-Präsident sowie dem langjährigen Para Leichtathleten und Laudator Mathias Mester entgegen.

Erste Bilanz des ABiD-Sozialberaters

Portraifoto von Dennis Riehle
ABiD-Sozialberater Dennis Riehle
Foto: privat

BERLIN (kobinet) Seit Anfang 2022 bietet der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland eine kostenlose Sozialberatung per Mail an und blickt nun auf die ersten Monate dieser ehrenamtlichen Dienstleistung zurück. Nach Angaben des verantwortlichen Beraters Dennis Riehle haben sich bislang 172 Personen bei ihm gemeldet und um Hilfestellung gebeten.

Neue Infoseite für geflüchtete behinderte und chronisch kranke Menschen

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat eine neue Infoseite für geflüchtete Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen freigeschalten. „Auf dieser Internetseite möchten wir versuchen, häufig auftretende Fragen von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu beantworten“, heißt zum Zweck des neuen Angebotes auf der Startseite.

Hüppe: Triage-Gesetzentwurf ist ungenügend

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Hubert Hüppe

Berlin (kobinet) Anlässlich der am 13. Oktober erfolgten Ersten Lesung des Triage-Gesetzentwurfes im Deutschen Bundestag hat sich der Berichterstatter für Menschen mit Behinderungen der AG Gesundheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion Hubert Hüppe mittels einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Seiner Ansicht nach ist der Triage-Gesetzentwurf von Minister Lauterbach ungenügend.

Zweite Staatenprüfung Deutschlands voraussichtlich im August/September 2023

Flagge UN
Flagge UN
Foto: public domain

Genf (kobinet) Nicht zuletzt die Corona-Pandemie, aber auch die begrenzten Ressourcen des Fachausschusses über die Rechte behinderter Menschen der Vereinten Nationen, haben die zweite Staatenprüfung Deutschlands immer wieder hinausgezögert. Jetzt scheint klar zu sein, dass sich der Fachausschuss der Vereinten Nationen nach der 1. Staatenprüfung von 2015 nun im August/September 2023 zum zweiten Mal den Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland genauer anschauen wird. Die Anhörung Deutschland ist in der Agenda für die 29. Session des Ausschusses zwischen dem 14. August und 8. September in Genf vorgesehen, wie aus Dokumenten des Ausschusses hervorgeht.

VdK-Präsidentin: 49-Euro-Ticket ist immer noch zu teuer

Verena Bentele
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister von Bund und Ländern haben sich auf ihrer Tagung auf ein bundesweites 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr geeinigt. Dazu erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Das 49-Euro-Klimaticket leistet einen Beitrag zur Mobilitätswende, aber nicht zur sozialen Teilhabe. Aus Sicht des VdK wäre eine 29-Euro-Lösung eine gute Nachfolge für das 9-Euro-Ticket gewesen. So hätten auch Menschen mit wenig Einkommen weiterhin die Möglichkeit, kostengünstig den ÖPNV zu nutzen – sei es, um Familie und Freunde zu besuchen oder wichtige Arzttermine wahrzunehmen.“

Bremer Broschüre zur Vorstellung von Projekten aus dem Bereich Arbeit

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, freut sich, dass sich im Land Bremen in den vergangenen Monaten viele Projekte auf den Weg begeben haben, um die Teilhabe behinderter Menschen an Arbeit in den Fokus zu nehmen. Um die einzelnen Bausteine in dem Handlungsfeld sinnvoll zusammenzuführen und Transparenz herzustellen, hat das Team des Landesbehindertenbeauftragten im Sommer ein Netzwerkgespräch initiiert. Auf Anregung der Teilnehmenden wurde im Nachgang die Broschüre TEILHABE BEHINDERTER MENSCHEN Miteinander netzwerken Vorstellung von Projekten aus dem Bereich Arbeit erstellt. Darin werden die einzelnen Projekte und Initiativen vorgestellt.

Landessozialgericht stärkt Wunsch- und Wahlrecht bei Hilfsmittelversorgung

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Greifswald (kobinet) Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) hat die Selbstbestimmungsrechte von rollstuhlfahrenden Personen in einem Urteil von September 2022 gestärkt. Dabei hat das Gericht festgestellt, dass Menschen mit Behinderung ein weitgehendes Wunsch- und Wahlrecht bei der Hilfsmittelversorgung zusteht. Über diese Entscheidung berichtet Henry Spradau aus Greifswald für die kobinet-nachrichten.

IGEL-Podcast: Warum die Agenda 2030 wichtig ist für den DBSV

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) Noch bis zum 15. Oktober findet die Woche des Sehens statt. Das ist ein guter Anlass für den Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, ein Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), Hans-Werner Lange, im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) zu führen. Hans-Werner Lange hat im Sommer den Vorsitz von Klaus Hahn übernommen und führt für die nächsten vier Jahre den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Auf Ohrfunk läuft übrigens seit neuestem immer freitags, um 18:00 Uhr die IGEL-Show mit vielen aktuellen Infos von Sascha Lang, die samstags um 12:05 Uhr wiederholt wird.