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Gesetzentwurf für Regelungen in Sachen Triage in Bundestag eingebracht

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) In Erster Lesung hat sich heute der Deutsche Bundestag mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Regelungen im Falle einer Triage im Rahmen von Änderungen des Infektionsschutzgesetzes befasst. Im nächsten Schritt des Gesetzgebungsverfahrens wird sich nun der Gesundheitsausschuss bei einer Anhörung am 19. Oktober mit dem Gesetzentwurf befassen, der die Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle einer Triage sicherstellen soll, wie es das Bundesverfassungsgericht fordert.

Betreuungslandschaft in akuter Not

Logo des BdB
Logo des BdB
Foto: BdB e.V.

HAMBURG (kobinet) Der Bundesverband der Berufsbetreuer (BdB) schlägt Alarm: Nach der Einschätzung dieses Vereins ist die Betreuungslandschaft als Ganzes in Not. Die Gründe dafür
werden in der Preisexplosion bei Energie, Mobilität, Sach- und Mietkosten sowie in der Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro gesehen. Infolge dessen sehen sich die Betreuungsvereine und selbstständige Berufsbetreuer existenziell bedroht. Auf der Sitzung des Länderrates in Schwerin verabschiedete der Verband eine Resolution, die das sofortige Handeln der Politik in Bund und Ländern fordert.

Neue Wege wagen

Stilisiertes großes
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

MÜHLHEIM AN DER RUHR (kobinet) Nach zweieinhalb intensiven Tagen des Austauschs und gemeinsamen Lernens mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der 11. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu Ende gegangen. Der Kongress stand unter dem Motto „Demenz – neue Wege wagen“. Zum Abschluss wurde nochmals die Forderung unterstrichen bei der Pflege in Zeiten des langen Lebens neue Wege zu wagen.

Auf ein Wort: Gedanken zur heutigen Bundestagsdebatte zur Triage

Margit Glasow
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Foto: privat

Rostock (kobinet) In einem Beitrag unter dem Motto „Auf ein Wort“ hat sich die Journalistin Margit Glasow vor der heutigen Debatte zu gesetzlichen Regelungen im Falle einer Triage Gedanken über dieses Thema gemacht. Sie fragt: „Ist jedes Leben gleich viel wert?“

Bundesregierung zerstört Beratungsstrukturen

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Hubert Hüppe

BERLIN (kobinet) In Verbindung zu den Finanzierungsbescheiden des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) weist der Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Gesundheitsausschuss, Hubert Hüppe darauf hin, dass die Bundesregierung auf diesem Wege die Beratungsstrukturen für Gehörlose und Taubblinde zerstört.

Triage-Regelungen werden heute im Bundestagsplenum debattiert

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Was unter dem Tagesordungspunkt 14 der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages mit der Bezeichnung „Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes“, recht unscheinbar daherkommt, hat es in sich. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich behinderte Menschen gegen diskriminierende Auswahlkriterien im Falle von Ressourcenknappheiten im Gesundheitswesen gewehrt, was bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Dezember 2021 in ihrem Sinne geführt hat. Heute müssen die Bundestagsabgeordneten in der Debatte zu dem von vielen als unzureichend kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung zu nichtdiskriminierenden Regelungen in Triage-Situationen in einer gut 45minütigen Bundestagsdebatte Stellung beziehen. Diese beginnt um 17:20 Uhr und wird über www.bundestag.de live im Internet übertragen

SoVD fordert Barrierefreiheit bei Zugang zum Breitscheidplatz

Bei der Begehung/Berollung am Zugang zum Breitscheidplatz
DEU, Berlin, 22.10.2020, Aktion des SoVD mit Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer zu den Schwierigkeiten für RollstuhlfahrerInnen verursacht durch die Sicherheits-Poller am Breitscheidplatz / Gedächniskirche,
[ (c) Wolfgang Borrs, www.borrs.de, [email protected]; ]
Foto: Wolfgang Borrs

Berlin (kobinet) Die Berliner Senatsverkehrsverwaltung und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf arbeiten an einem gemeinsamen Verkehrskonzept für die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen für den Breitscheidplatz. In diesem Zusammenhang fordert die Landes­vorsitzende des Sozialverband Berlin-Brandenburg (SoVD), Ursula Engelen-Kefer, in einem Schreiben an die zuständige Senatorin Jarasch und den Bezirksstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf Schruoffeneger Barrierefreiheit beim Zugang zum Breitscheidplatz. „Wenn jetzt endlich ein neues Verkehrs- und Sicherheitskonzept auf den Weg gebracht wird, muss der Zugang auch für Elektrorollstühle befahrbar sein“, so Engelen-Kefer.

„Der Lech sitzt im Rollstuhl“

Scrennshot vom SZ-Artikel von Christian Mürner
Scrennshot vom SZ-Artikel von Christian Mürner
Foto: SZ – Screenshot Christian Mürner

Hamburg (kobinet) „Der Lech sitzt im Rollstuhl“ Unter diesem Titel erschien am 9. Oktober 2022 in der Süddeutschen Zeitung (online Ausgabe) ein Bericht in der Rubrik „Naturschutz in Bayern“. Im Vorspann hieß es, dass der Fluss der „am dichtesten verbaute Strom“ sei und als „Ruine“ gelte. Dieser Bericht – und vor allem auch der Titel – hat den Journalisten Christian Mürner zu einem Kommentar veranlasst, den er den kobinet-nachrichten zur Verfügung stellt.

LVR-Dialog: Neues Betreuungsrecht als Chance für mehr Selbstbestimmung

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) lädt am 14. November zum mittlerweile 5. LVR-Dialog Inklusion und Menschenrechte von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr als Online-Fachveranstaltung über Zoom ein. Schwerpunktthema ist dieses mal „Das neue Betreuungsrecht als Chance für mehr Selbstbestimmung“.

Schlüssel zu mehr Barrierefreiheit ist der Neubau

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am Rande des ersten Treffens des Bündnis zum bezahlbaren Wohnraum am 12. Oktober im Kanzleramt in Berlin, an dem auch der Sozialverband VdK als Bündnispartner teilnahm, machte VdK-Präsidentin Verena Bentele deutlich: „In Deutschland fehlen Millionen barrierefreie Wohnungen, die von Menschen mit Behinderungen, Pflegebedürftigen und Seniorinnen und Senioren bewohnt werden können. Das muss sich ändern. Die Zeit ist reif, dass die Politik endlich den Bedarf an barrierefreiem Wohnraum richtig einschätzt und danach handelt.“ Ein Schlüssel zur Barrierefreiheit ist nach Ansicht der VdK-Präsidentin der Neubau.

Lunchkonzerte in der Berliner Philharmonie

Wu Wei und Martin Stegner nach dem Konzert
Wu Wei und Martin Stegner nach dem Konzert
Foto: sch

Berlin (kobinet) Einfach mal zu einem Konzert in die Berliner Philharmonie gehen, spontan während der Mittagspause und das auch noch bei freiem Eintritt: Das ist jeden Mittwoch um 13 Uhr möglich. Heute musizierte im Foyer des Großen Saals das Wu Wei Trio. Mit dem chinesischen Sheng-Virtuosen spielten Martin Stegner (Viola) und Janne Saksala (Kontrabass) eigens für das Trio bearbeitete Werke von Bach, Telemann und Vivaldi. Besonders bei Vivaldis Triosonate „La Folia“ und der Zugabe für das begeisterte Publikum zeigten sich alle drei Musikanten als Jazzer. Wu Wei begann mit 15 Jahren das Studium an der chinesischen Mundorgel und ist als Solist heute weltweit gefragt.

Bündnis ist gutes Fundament für mehr barrierefreien Wohnraum

Jürgen Dusel
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Im Bundeskanzleramt ist heute das „Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum“ zusammengekommen. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, begrüßt die in diesem Bündnis bisher erzielten Ergebnisse.

Volunteers für Weltspiele von Special Olympics gesucht

Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023 - Weltkugel mit Fernsehturm
Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023

BERLIN (kobinet) Für das weltweit größte inklusive Sportevent im kommenden Jahr, das vom 17. bis zum 25. Juni 2023 stattfindet, werden bis zu 20.000 freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Dafür startet nun die offizielle Kampagne des Lokalen Organisationskomitees der Weltspiele (LOC) mit dem Aufruf: Mach mit! Sei Teil der Bewegung – Werde Mitglied im #TeamVolunter 2023.

Spendenlauf mit starkem Ergebnis

Beine eines Läufers auf einer Straße auf dem Weg einem hellen Horizont entgegen
Läufer für einen guten Zweck
Foto: Pixabay/kinkate

HAMBURG (kobinet) Zehn Tage lang haben Freizeitsportlerinnen und Sportler sowie Mitarbeitende aus verschiedensten Hamburger Unternehmen Spenden zugunsten sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher sowie junger Menschen mit Behinderung gesammelt. Ob gehend, laufend, fahrend oder schwimmend: gespendet wurde pro zurückgelegtem Kilometer mindestens ein Euro von den Einzelläufer und zwei Euro von den Unternehmensteilnehmer. So kamen Stand heute rund 25.000 Euro zusammen, mit denen die Projekte der Initiative „Stark für Hamburg“ unterstützt werden können.

Neue Studie belegt erheblichen Nachholbedarf bei Beratung gegen Diskriminierung

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Bundesweit mangelt es an Beratungsstellen für Menschen, die Diskriminierung erleben. Das zeigt die Studie „Gut beraten! Auf dem Weg zu einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Deutschland“ im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die am morgigen Donnerstag, den 13. Oktober, in Berlin im Rahmen einer Fachtagung vorgestellt wird. Demnach gibt es in der Summe bundesweit weniger als 100 Vollzeitstellen für Antidiskriminierungsberatung – im Durchschnitt kommt damit nur ein*e Berater*in auf mehr als 920.000 Einwohner*innen. „Wir brauchen eine flächendeckende Antidiskriminierungsberatung, um Betroffene nicht länger allein zu lassen“, lautet daher die Forderung der Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung Ferda Ataman.

Grundrechte zur Disposition gestellt

Portrait Maria-Cristina Hallwachs
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Foto: Maria-Cristina Hallwachs

Hollenbach (kobinet) Das Intensivpflege- und Rehabilitationsgesetz, das derzeit bei sehr vielen behinderten Menschen mit Intensivpflegebedarf für schlaflose Nächte sorgt, verletzt neben vielen Grundrechten auch die verbindliche Zusage Deutschlands an die Vereinten Nationen, nach Artikel 4 der Behindertenrechtskonvention nur noch konventionskonforme Gesetze zu erlassen.

Bezahlbare Mobilität für alle Menschen gefordert

Dekoration - DB-Logo - weißer Untergrund, rote Buchstaben DB und roter Randin einem Wartebereich
Dekoration – DB-Logo in einem Wartebereich
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Bremen (kobinet) Im vergangenen Sommer haben sehr viele Menschen das so genannte 9-Euro-Ticket genutzt und sind auf diese Weise preiswert unterwegs gewesen. Menschen mit Behinderungen wissen, wie wichtig Mobilität im Leben ist. Sie begrüßen daher auch die aktuellen Diskussionen um die Fortschreibung eines ähnlichen Angebots. Zugleich haben Menschen mit Behinderungen im Sommer häufig erfahren, dass sie den öffentlichen Personennahverkehr oft nicht nutzen konnten, weil die Busse und Züge in vielen Fällen überfüllt waren. Aus diesem Grunde hat sich der Arbeitskreis Bremer Protest an die Nahverkehrsunternehmen und an die verkehrspolitischen Sprecher*innen der Bürgerschaftsfraktionen, die Landesverkehrsminister sowie den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, gewandt.

Die Woche des Sehens kommt heute nach Marburg

Symbol Information

Marburg/Lahn (kobinet) Noch bis zum 15. Oktober 2022 geht die 21. Woche des Sehens in sechs Städten „auf die Straße“: Neben Berlin, Magdeburg, Köln, Mainz und München kommt sie auf Einladung des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) auch nach Marburg. Am heutigen 12. Oktober von 11 bis 14 Uhr werden auf dem Marktplatz in der Marburger Oberstadt Installationen mit Simulationsfolien aufgestellt. Besucherinnen und Besucher, die einen Blick hindurch auf das historische Rathaus werfen, erhalten einen Eindruck, wie Menschen mit Sehbehinderung ihre Umwelt wahrnehmen. Der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies wird zwischen 12.30 Uhr und 13.00 Uhr erwartet.

Projekt „Mobilität beginnt im Kopf“ für Deutschen Engagement Preis nominiert

Projekt: Mobilität beginnt im Kopf mit Kevin Kleiber
Projekt Mobilität beginnt im Kopf
Foto: Kevin Kleiber

Löhnberg (kobinet) Rund 460 Projekte und Personen haben die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis zu erhalten. Die TOP 50 der noch bis zum 19. Oktober möglichen öffentlichen Abstimmung gewinnen zudem die Teilnahme an einer kostenfreien Weiterbildung. Ein Projekt, das für den Publikumspreis vorgeschlagen wurde, ist das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team mit dem Titel „Mobilität beginnt im Kopf“. Kevin Kleiber nutzt selbst einen Rollstuhl und hat einen Auslands-Freiwilligendienst mit Unterstützung des in Essen ansässigen Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenhang (bezev) absolviert. Beim Treffen des von bezev unterstützten Zusammenschlusses People for Inclusion am vergangenen Wochenende herrschte die einhellige Meinung, dass dieses Projekt jede Stimme verdient und bei der Abstimmung unterstützt werden sollte.

Selbstvertretung stärken und etwas verändern!

Symbol Ausrufezeichen

Dresden (kobinet) „Selbstvertretung stärken und etwas verändern!“ Unter diesem Motto trafen sich Ende September 2022 ca. dreißig politisch engagierte Menschen mit Behinderung aus Sachsen im barrierefreien Stadtteilzentrum EMMERS in der Bürgerstraße in Dresden. Sie berieten darüber, wie sie ihre Wirksamkeit in den verschiedenen politischen Zusammenhängen und Gremien auf Landes- und kommunaler Ebene erhöhen und aktiv Politik mitgestalten können: Zum Beispiel in der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen(LAG SH Sachsen), der Liga Selbstvertretung, im Sächsischen Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderung oder vielleicht auch in ganz neu zu gründenden Organisationen.

Infektionsschutzgesetz: Ex-Post-Triage muss verboten bleiben – Überlebenswahrscheinlichkeit darf kein Zuteilungskriterium sein

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin (kobinet) Bei der geplanten „Triage-Regelung“ im Infektionsschutzgesetz, das am Donnerstag, den 13. Oktober, in erster Lesung im Bundestag beraten wird, darf das Verbot der Ex-Post-Triage keinesfalls aufgeweicht werden. Vielmehr ist es durch konkrete Strafandrohungen zu erhärten. Bei der Ex-Post-Triage wird eine begonnene Behandlung zugunsten einer anderen Person mit vermeintlich besseren Erfolgsaussichten abgebrochen, obwohl der nun zum Sterben verurteilte Mensch ohne Therapieabbruch möglicherweise noch eine Überlebenschance gehabt hätte. Vorschläge zur Strafbarkeit der Ex-Post-Triage im derzeit diskutierten Infektionsschutzgesetz enthalten die neuen erweiterten Gesetzesformulierungen des Runden Tisch Triage: „Wir positionieren uns damit gegen das Votum des Bundesrats, der eine Überprüfung des Verbots der Ex-Post-Triage angemahnt hat“, erläutert Dr. Sigrid Arnade, Mitinitiatorin des Runden Tisch Triage.

Woche des Sehens mit breitem Programm

Zeichnung blinder Personen, die mit einem Taststock den Weg zur Haltestelle suchen
Online-Spiel „Blind zum Bus“
Foto: DBSV

MARBURG (kobinet) Noch bis 15. Oktober 2022 ist die 21. Woche des Sehens in den sechs Städte in Deutschland unterwegs. In der Kampagnenwoche finden bundesweit zahlreiche Infoveranstaltungen und Mitmach-Aktionen statt, um für die Themen Blindheit und Sehbehinderung zu sensibilisieren. Dazu gehören zum Beispiel Fachvorträge, Hilfsmittelausstellungen, inklusive Museumsbesuche, Dunkelcafés und Augen- Trainings.

Aktuelles zur Anschnallpflicht bei Beförderung von Rollstuhlnutzern

Symbol Paragraph

BERLIN (kobinet) Die „kobinet Nachrichten“ hatten schon einmal darüber berichtet, das die Gurtpflicht für Rollstuhlnutzer in den Bußgeldkatalog aufgenommen und bei Verstößen wird ab 1. Februar 2017 geahndet wurde. Dazu haben wir jetzt vom VFR Verlag für Rechtsjournalismus einen Hinweis auf die Aktualisierung dieser Rechtsvorschrift erhalten.

Countdown zu den Weltspielen 2023 läuft

Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023 - Weltkugel mit Fernsehturm
Logo der Special Olympic World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023

BERLIN (kobinet) Noch 250 Tage bis zum sportlich-inklusiven Highlight des kommenden Jahres – den Special Olympics World Games Berlin 2023. Am 17. Juni 2023 wird die große Eröffnungsfeier im Berliner Olympiastadion die Weltspiele 2023 mit den Emotionen und dem Jubel der tausenden Athletinnen und Athleten sowie Besucherinnen und Besuchern mit einem bunten Feuerwerk eröffnen.

Jennifer Sonntag: Behinderung plus Depression soll kein Tabu-Thema mehr sein

Foto von Jennifer Sonntag mit ihrem Blindenführhund Paul
Jennifer Sontag sitzt auf einem Stuhl vor rotem Hintergrund. Ihr schwarzer Hund sitzt neben ihr.
Foto: Privat

Leipzig (kobinet) Die Journalistin und Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag gibt in ihrem aktuellen Beitrag für das mdr-Magazin Selbstbestimmt unter dem Motto „Mit anderen Augen“ einen Einblick, wie schwer es sein kann, wenn Behinderung und Depression aufeinandertreffen und welche gesellschaftlichen Umstände Depressionen bei behinderten Menschen begünstigen können.

Bundestagsdebatte bei Triage-Debatte ohne Gebärdensprachdolmetschung

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Seit einigen Wochen informiert der Newsletter des Deutschen Bundestages darüber, welche Zeiten bzw. Tagesordnungspunkte der Bundestagsdebatte in Deutsche Gebärdensprache mit Untertiteln übertragen werden. Meist handelt es sich dabei um die Debatten am Donnerstag- und Freitagvormittag. Was erst einmal eine gute Weiterentwicklung darstellt, ist aber nicht unbedingt zielgerichtet, an den Themen, die für gehörlose Menschen wichtig sein könnten. Während die gerade auch für gehörlose Menschen wichtige Debatte am Donnerstagvormittag zum Bürgergeld in dieses Zeitfenster der Übersetzung fällt, ist die Dolmetschung der Debatte zur Nichtdiskriminierung in Triage-Situationen mit der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes am 13. Oktober ab 16:10 Uhr nicht vorgesehen. Das Thema der Nichtdiskriminierung in Triage-Situationen ist jedoch eine Frage, die gerade auch viele gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen beschäftigt.

Gelbe Karte für Falschparker in Lübeck

Bild von der Aktion Gelbe Karte für Falschparker
Bild von der Aktion Gelbe Karte für Falschparker
Foto: privat

Lübeck (kobinet) Aus dem städtischen Straßenbild sind sie kaum noch wegzudenken: Elektro-Roller. Aber häufig werden die Roller achtlos auf den Gehwegen abgestellt. Dann stellen sie für Fußgänger ein ärgerliches Hindernis dar. Für Menschen mit Sehbehinderung und Gehbeeinträchtigungen bergen sie sogar ein gefährliches Verletzungsrisiko. Gestern, am 10. Oktober 2022, wurde daher in Lübeck die Aktion „Gelbe Karte für Falschparker“ gestartet.

Erste Lesung im Bundestag: Bürgergeld statt Hartz IV

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Das Arbeitslosengeld II im Besonderen und die staatliche Grundsicherung im Allgemeinen sollen reformiert und durch ein neues „Bürgergeld“ abgelöst werden. Das sieht ein Gesetzentwurf (20/3873) der Bundesregierung vor, der am 13. Oktober von 9:00 bis 10:20 Uhr in erster Lesung im Plenum des Bundestags beraten wird. Darauf hat der Informationsdienst Heute im Bundestag hingewiesen.

Videomitschnitt der Triage-Veranstaltung der Humanistischen Union jetzt online

Logo: Humanistische Union
Logo: Humanistische Union
Foto: Humanistische Union

Marburg (kobinet) „Endstation Triage – Probleme der Priorisierung und ihre Gefahren für Menschenrechte“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, zu der die Humanistische Union am 17. September nach Marburg und online eingeladen hatte. Rechtzeitig vor der Bundestagsdebatte zum Regierungsentwurf zur Triage wurde der Videomitschnitt der Veranstaltung nun online eingestellt, wie Franz-Josef Hanke von der Humanistischen Union Marburg mitteilte.

Toilette für Assistenztiere am Detroiter Flughafen

Schild: Service Animal / Pet Relief Area am Detroiter Flughafen
Schild: Service Animal / Pet Relief Area
Foto: omp

Detroit (kobinet) Passend zum heutigen internationalen Welthundetag am 10. Oktober, während dem die großartigen Eigenschaften und Leistungen von Hunden gewürdigt werden, wartet das NETZWERK ARTIKEL 3 mit einer guten Nachricht zur Inklusion in diesem Bereich auf. Der Koordinator des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“, Ottmar Miles-Paul, ist an amerikanischen Flughäfen auf Toiletten für Assistenztiere gestoßen. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Gestaltung einer Verordnung für Assistenzhunde könnten solche Entwicklungen auch für Deutschland interessant sein.

People for Inclusion trafen sich in Köln

People for Inclusion aus Deutschland und Österreich
People for Inclusion aus Deutschland und Österreich
Foto: omp

Köln (kobinet) People for Inclusion ist eine Gruppe ehemaliger Freiwilliger im Auslands-Freiwilligendienst mit unterschiedlichen Behinderungen/Beeinträchtigungen, deren Austausch von der in Essen ansässigen Organisation Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) unterstützt wird. Ziel des Zusammenschlusses, der sich vom 7. – 9. Oktober in Köln zusammen mit Partner*innen aus Österreich zum bereits 12. Austausch traf, ist es, zukünftige Freiwillige mit Behinderung/Beeinträchtigung zu empowern und Organisationen, die Freiwilligendienste durchführen, zum inklusiven Arbeiten zu ermutigen. Im Gespräch mit kobinet-Redakteuer Ottmar Miles-Paul, der am Samstagnachmittag am Austausch teilnahm, wurde neben der Schilderung vieler interessanter Erfahrungen auch die Sorge der Teilnehmenden deutlich, dass die Förderung des weltwärts-Programms für bezev zum Ende des Jahres auslaufen könnte.

Anlaufstelle für arbeitslose Akademiker*innen und Arbeitgeber*innen

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Bonn (kobinet) Mit Stand September 2022 sind bundesweit 8.205 schwerbehinderte Akademiker*innen arbeitslos gemeldet. Die Bewerber*innen verfügen nach Informationen des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker bei der zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Bonn über einen akademischen Abschluss und sind inklusiven Themen gegenüber aufgrund der eigenen Behinderung meist besonders aufgeschlossen. Besonders bei der Besetzung von Stellen bei den neu bewilligten ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTBs) kann die Anlaufstelle daher sowohl für behinderte Akademiker*innen, die arbeitslos sind, bzw. denen Arbeitslosigkeit droht, als auch für Träger*innen der Beratungsstellen sein, um die Beschäftigung behinderter Menschen zu unterstützen.

Politik muss nach der Wahl die brennenden Themen anpacken

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Sofort nachdem die Wahllokale in Niedersachsen geschlossen hatten, meldete sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zu Wort. Auch, wenn noch nicht endgültig feststeht, welche Parteien die neue Regierung bilden, drängt der SoVD in Niedersachsen darauf, dass die brennendsten Themen sofort angegangen werden und nicht wertvolle Zeit verstreicht.

Er hat’s geschafft: Constantin Grosch in den niedersächsischen Landtag gewählt

Constantin Grosch
Constantin Grosch
Foto: privat

Hameln (kobinet) Seit vielen Jahren ist Constantin Grosch nicht nur eine treibende Kraft der Behindertenbewegung, sondern auch kommunalpolitisch für die SPD in Hameln aktiv. Grund genug, warum viele immer wieder sagten, dass er doch für den Bundestag oder Landtag kandidieren soll, um die Interessen behinderter Menschen auf Bundes- oder Landesebene besser vertreten zu können. Bei der gestrigen Landtagswahl in Niedersachsen hat es Constantin Grosch nun geschafft. Er trat nicht nur als Kandidat der SPD für das Direktmandat im Wahlkreis Hameln/Rinteln an, sondern konnte die Wahl nun auch für sich entscheiden. Constantin Grosch wird also in den nächsten niedersächsischen Landtag als Abgeordneter der SPD einziehen und gehört dann voraussichtlich einer rot-grünen Regierungsmehrheit an.

Rot-grüne Mehrheit nach Landtagswahl in Niedersachsen

Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Lage Niedersachsen in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Hannover (kobinet) Mit 33,4 Prozent bleibt die SPD auch nach der Landtagswahl in Niedersachsen stärkste Kraft, gefolgt von der CDU mit 28,1 Prozent und 14,5 Prozent von den Grünen. Die AfD erreichte 10,9 Prozent, während die FDP mit 4,7 Prozent den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat. Damit gibt es eine klare Mehrheit für ein Regierungsbündnis von SPD und Grünen, das beide Parteien angestrebt haben.

Alexander Van der Bellen als österreichischer Bundespräsident wiedergewählt

Alexander Van der Bellen
Alexander Van der Bellen
Foto: Peter Lechner

Wien (kobinet) In Österreich fand am 9. Oktober die Wahl des Bundespräsidenten statt. Dabei erzielte der amtierende Alexander Van der Bellen im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, so dass keine Stichwahl nötig ist. „Die Wahl zeigt Stabilität in unsicheren Zeiten. Für die Behindertenbewegung ist das sicherlich ein Gewinn“, kommentierte der Behindertenrechtler und Obmann vom Wiener Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, Martin Ladstätter, das bisher vorliegende Wahlergebnis. Obwohl die Briefwahlstimmen noch ausgezählt werden müssen, gilt die absolute Mehrheit für Alexander Van der Bellen als sicher.

Selbstzerstörung oder Gemeinsame Sicherheit?

Cover des Buches
Cover des Buches
Foto: Westend Verlag

Berlin (kobinet) Im Frankfurter Westend-Verlag ist ein Buch erschienen, das sich mit dem Ukraine-Krieg und der Klimakrise befasst. Die Autoren kommen aus der Friedensbewegung. Michael Müller, Peter Brandt und Reiner Braun geht es um die Selbstbehauptung Europas. Hierin sehen sie den Schlüssel für einen Waffenstillstand in der Ukraine. Vor allem Deutschland und Frankreich müssten die Kriegsparteien an einen Tisch holen. Gemeinsame Sicherheit könne die entscheidenden Weichen für die künftige Weltordnung stellen.

Mein Leben ist doch cool: Buchpremiere mit Natalie Dedreux am 10. Oktober in Köln

Plakat Buchpremiere mit Natalie Dedreux am 10.10.22 in Köln
Plakat Buchpremiere mit Natalie Dedreux am 10.10.22 in Köln
Foto: Buchladen Neusser Straße

Köln (kobinet) „Mein Leben ist doch cool“, so lautet der Titel des Buches von Natalie Dedreux, das am 4. Oktober 2022 im Verlag KNAUR erschienen ist. Nachdem die junge Frau am 7. Oktober im Kölner Treff des WDR schon einige Takte zu ihrem neuen Buch sagen konnte, findet am Montag, den 10. Oktober um 19:30 Uhr im KairosBlue, Niehler Straße 104, in 50733 Köln (Parkhaus KVB Haltestelle: Florastraße) die Buchpremiere mit Natalie Dedreux und ihrem Assistenten Wenzel Rehbach statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Sabine Heinrich. 2017 hatte Natalie Dedreux in der Wahlarena zu Angela Merkel u.a. gesagt: „Frau Merkel: Neun von zehn Babies mit Down Syndrom werden in Deutschland nicht geboren. Sie werden abgetrieben. Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben.“ In ihrem neuen 240 Seiten starken Buch schildert Natalie Dedreux ihre Gedanken zu verschiedenen Themen aus ihrer Sicht. Sie zeigt, dass Menschen mit Down Syndrom ein cooles Leben haben.

Momentaufnahme 278

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Nicht nur die Sonne oder der Sommer, auch jede andere Stunde und Jahreszeit müssen der Freude ihren Zins geben. (Ralph Walde Emerson)

Ukrainische Schwerbehindertenausweise in Deutschland nicht anerkannt

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Ukrainische Schwerbehindertenausweise besitzen in Deutschland keine Gültigkeit, darauf weist der ABiD-Sozialberater Dennis Riehle hin. Um in Deutschland entsprechende Leistungen in Anspruch nehmen zu können muss das Antragsverfahren hierzulande nochmals durchlaufen werden.