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Gratulation an Prof. Dr. Ulrich Hase zum Verdienstorden

Prof. Dr. Ulrich Hase
Prof. Dr. Ulrich Hase
Foto: privat

Kiel (kobinet) Michaela Pries, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen von Schleswig-Holstein, ist durch die Ehrung ihres Amtsvorgängers mit der höchsten Auszeichnung des Landes Schleswig-Holstein, dem Verdienstorden, tief beeindruckt und gratuliert ihm herzlich dazu: „Ulrich Hase hat das Amt als erster in Schleswig-Holstein über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt. Er hat deutliche Zeichen zur Inklusion im Lande gesetzt, dafür danke ich ihm und habe vor seiner Lebensleistung höchsten Respekt“, teilte Michaela Pries per Pressemitteilung mit.

Besuch im Humboldt-Forum

Besucher unter der Kuppel des Berliner Schlosses
Besucher unter der Schlosskuppel
Foto: sch

Berlin (kobinet) Viele Berliner und Berlinbesucher nutzen das um den Tag der deutschen Einheit verlängerte Wochenende zu einem Besuch des barrierefreien Humboldt-Forums. Auf der Dachterrasse unter der Schlosskuppel hatten die Gäste an diesem sonnigen Herbstsonntag einen weiten Blick auf die Stadt.

Solidarisch durch die Krise

Mehrfahrbige Querstreifen mit der Aufschrift - Solidarischer Herbst -
Logo der Demonstrationen am 22. Oktober 2022
Foto: Parität

BERLIN (kobinet) Gemeinsam mit dem BUND, ver.di, Campact, attac, Finanzwende, Greenpeace, der GEW und dem Bundesverband Volkssolidarität ruft der Paritätische Wohlfahrtsverband zum 22. Oktober unter dem Motto #SolidarischerHerbst zu Demonstrationen auf. Diese sollen in Berlin, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hannover, und Dresden stattfinden.

Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt“ in Dresden

Aussenannsicht des Deutschen Hygienemuseums Dresden mit seiner Säulenfront von der Parkseite her
Ansicht des Deutschen Hygienemuseums Dresden
Foto: H. Smikac

DRESDEN (kobinet) Die mit Förderung durch die Aktion Mensch vorbereitete Ausstellung der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen „Weil Vielfalt fetzt“ wurde Ende September mit einer Vernissage im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (DHMD) eröffnet. Viele Gesichter der Inklusion feierten diese Veranstaltung mit. Auch die Schirmherrin und Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping, war vor Ort und hielt die Eröffnungsrede.

Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen schrumpfen

Symbol Prozentzeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen sind laut Bundesregierung von 21,3 Milliarden Euro beziehungsweise 1,07 Monatsausgaben am Ende des Jahres 2018 auf zehn Milliarden Euro beziehungsweise 0,4 Monatsausgaben am Ende vergangenen Jahres zurückgegangen. Darüber berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

Trauer um österreichischen Behindertenanwalt Hansjörg Hofer

Dr. Hansjörg Hofer
Dr. Hansjörg Hofer
Foto: Behindertenanwaltschaft

Wien (kobinet) Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben in Wien (BIZEPS) trauert um Dr. Hansjörg Hofer, der in der Nacht auf den 30. September verstorben ist und 1959 in Wien geboren wurde. Über 30 Jahre war er Dank seiner Expertise hochangesehener Beamter im österreichischen Sozialministerium. Zuletzt war er Behindertenanwalt und trat immer wieder lautstark für die Menschenrechte ein, wie es in einem Bericht der Online-Nachrichtendienstes BIZEPS heißt.

Blindentennis auf dem Vormarsch

Mann im Trainigsanzug mit Tennisschläger und Tennisball in einer Sporthalle
Beim Blindentennis-Workshop in der OTS Tennishalle des TV Weiden in Köln.
Foto: Gold-Kraemer-Stiftung / Michael Bause

HAMBURG / BERLIN / KÖLN / FRECHEN (kobinet) Beim 7. Deutschen Blindentennis-Workshop, zu dem die Gold-Kraemer-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Tennis Bund und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband nach Köln ein geladen hatte, zeigt sich, dass Blindentennis weiter auf dem Vormarsch ist. Von den insgesamt 40 Teilnehmenden waren die meisten Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger. Die Zielgruppe des Formats sind neben Spielerinnen und Spielern ebenso Trainer, die mit den hier neu gemachten Erfahrungen Blindentennis in ihre Heimatvereine hineintragen.

Altersdiskriminierung verstößt gegen geltendes Recht

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Die Unabhängige Beauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat ein entschiedeneres Eintreten gegen Altersdiskriminierung in Deutschland angemahnt. „Diese Form von Diskriminierung wird noch immer unterschätzt, weil Vorbehalte tief sitzen und diskriminierendes Verhalten oft als normal gesehen wird“, sagte Ferda Ataman. Anlässlich des „Tags der älteren Menschen“ am 1. Oktober wies sie darauf hin, dass Diskriminierungen aufgrund des Lebensalters nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Arbeitsleben sowie bei Alltagsgeschäften grundsätzlich verboten sind.

Ab heute gilt Mindestlohn von 12 Euro – aber nicht überall

12 Euro
12 Euro
Foto: omp

Berlin (kobinet) Die Lohnuntergrenze steigt heute zum 1. Oktober von 10,45 Euro auf 12 Euro je Stunde. Das ist eine Erhöhung um knapp 15 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt die Steigerung laut eines tagesschau-Berichts rund 22 Prozent. Doch der Mindestlohn, für dessen massive Erhöhung sich die Koalition aus SPD, Grünen und FDP eingesetzt haben, lässt rund 330.000 behinderte Menschen aussen vor, nämlich diejenigen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten. Deren Entgelt bleibt bei durchschnittlich ca. 220 Euro pro Monat, also bei einem Lohn von unter 1,50 Euro stecken.

Digitale Kompetenzen stärken

Zeichnung eines Mannes, der im Rollstuhl an eine m Tisch sitzt au fdem ein Computer steht.
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Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der älteren Menschen fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte mehr Bildungs- und Unterstützungsangebote zum Erwerb digitaler Kompetenzen für ältere Menschen. Diese müssten flächendeckend und niedrigschwellig sein, so das Institut.

überZEUGEN jetzt in Waren / Müritz

Zwei Männer und dazwischen ein Aufsteller am Eingang zur Ausstellung
André Nowak und Vasyl Nazarenko bei der Eröffnung der Ausstellung in Kyiv
Foto: IB&P

WAREN / MÜRITZ (kobinet) Nach der Präsentation der Ausstellung in Berlin wird am 5. Oktober die inklusive Wanderausstellung „überZEUGEN: Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ jetzt um 10.30 Uhr im Nachbarschaftstreff „Schmetterlingshaus“ im Beisein von Gästen feierlich eröffnet. Die Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde und analysiert die Entwicklung des Verständnisses von „Behinderung“, „Fürsorge“ und „Partizipation“ seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute.

Petitionsausschuss für verlängerte Waisenrente für behinderte Menschen

Bundestag Besprechungsraum
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Der Petitionsausschuss setzt sich mehrheitlich für Verbesserungen bei der Gewährung der Waisenrente für Menschen mit Behinderungen ein. In der Sitzung am Mittwoch beschloss der Ausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, eine Petition mit der Forderung nach Weitergewährung der Halbwaisenrente für behinderte Menschen über die Vollendung des 27. Lebensjahres hinaus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit dem zweithöchsten Votum ‚zur Erwägung‘ zu überweisen, ’soweit es darum geht, die Waisenrente für Menschen mit Behinderung mit einem Mindestgrad der Behinderung von 50 Prozent auch bis zur Vollendung des 29. Lebensjahres auszuzahlen, und das Petitionsverfahren ‚im Übrigen abzuschließen‘.“ Dies berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

Info zur Verfassungsbeschwerde in Leichter Sprache

Logo: BODYS
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Foto: BODYS

Bochum / Berlin (kobinet) Die 26jährige Berlinerin Sonja M. (der Name wurde geändert, weil die Beschwerdeführerin anonym bleiben will) reichte am 26. September 2022 – vertreten durch Professorin Dr. Theresia Degener und die Rechtsanwält*innen Ronska Grimm und Lea Beckmann – Verfassungsbeschwerde beim Landesverfassungsgerichtshof Berlin ein. Sie hat 2020 Anzeige erstattet und ausgesagt, dass sie von ihrem Vorgesetzten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen sexuell belästigt wurde. Sie wehrt sich dagegen, dass die Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Beschuldigten eingestellt hat, weil sie angeblich nicht fähig sei, eine Aussage zu machen. Die Pressemitteilung des Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) hierzu wurde nun auch in Leichte Sprache veröffentlicht.

Bericht über Schichtwechsel im ARD-Morgenmagazin

Logo MOMA - Das Erste am Morgen
Logo MOMA – Das Erste am Morgen
Foto: ARD MOMA

Köln (kobinet) Das ARD-Morgenmagazin hat heute am 30. November einen 5minütigen Bericht über die Aktion Schichtwechsel einer Werkstatt für behinderte Menschen gesendet. Dabei wird u.a. deutlich, dass behinderte Menschen sehr wohl auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können und wie gering ihr Gehalt in den Werkstätten ist. Lediglich eine Person wurde in diesem Jahr aus der dargestellten Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt und das Entgelt beträgt lediglich zwischen 100 und 200 Euro.

Mindesteinkommen in der EU muss rechtlich verbindlich sein

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) In der Europäischen Union haben zwar fast alle Mitgliedstaaten Mindestsicherungssysteme – allerdings mit erheblichen Unterschieden und Defiziten. Gerade senden die amtliche Zahlen das Alarmzeichen aus, dass in Deutschland die Armut insgesamt und insbesondere unter jungen und älteren Menschen weiter angestiegen ist. Der Landesverband Berlin – Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland (SOvD) fordert deshalb rechtliche Verbindlichkeit für Mindesteinkommen in der EU.

Wieder Fachmesse für Menschen mit Seheinschränkung

Zeichnung eines Mannes mit dunkler Brille, neben sich einen Führhund mit Geschirr
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Foto: Aktion Mensch

HAMURG (kobinet) Nach einer durch Corona bedingten zweijährigen Pause lädt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) am Mittwoch, den 12. Oktober in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Uhr erstmals wieder Ratsuchende und Interessierte zur Fachmesse „Durchblick“ ins Louis-Braille-Center (LBC) in Hamburg ein. Die Besucher erwartet neben einer interessanten Fachausstellung zu vergrößernden Sehhilfen und anderer Unterstützungsmöglichkeiten auch verschiedene Vorträge. Der Eintritt ist kostenfrei. Es gelten die an diesem Tag gültigen Corona-Regelungen im LBC.

Altersarmut ist ein Armutszeugnis

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des morgigen Tags der älteren Menschen appellieren der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg und der Sozialverband VdK Baden-Württemberg gemeinsam an die Landesregierung, bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Energie- und Ukraine-Krise auch die Situation der älteren Menschen nicht zu vergessen. Die Sozialverbände in diesem Bundesland fordern eine finanzielle Unterstützung ärmerer Rentnerinnen und Rentner, die keine Grundsicherung erhalten und stellen fest: Altersarmut ist ein Armutszeugnis für ein reiches Bundesland!

Welterbe Park Sanssouci jetzt mit App kennen lernen

Blick auf die Terassen vor dem Schloss Sanssouci in Potsdam
Blick vom Parterre über Fontaine auf die Terrassen zum Schloss. Sanssouci
Foto: SPSG / Hans Bach

POTSDAM (kobinet) Gerade noch rechtzeitig zum langen Wochenende bietet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) einen besonderen Service für ihre Gäste: die kostenloste App für den Park Sanssouci. Sie ist seit kurzem im Google Playstore und im Apple Store verfügbar. Besucherinnen und Besucher haben mit der App die Möglichkeit, den rund 300 Hektar großen Park frei zu entdecken oder einem der vorgegebenen Rundgänge zu folgen.

Eine Stadt für Alle: Barrierefreiheit im Zentrum

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Anlässlich der aktuellen Diskussion zur Umgestaltung und Attraktivitätssteigerung der Bremer Innenstadt hat Bremens Landesbehindertenbeauftragter Arne Frankenstein im Juli gemeinsam mit dem Forum barrierefreies Bremen und der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau einen Fachtag im Haus der Bürgerschaft unter dem Motto „Eine Stadt für Alle: Barrierefreiheit im Zentrum“ durchgeführt. Arne Frankenstein hat nun die Dokumentation des Fachtags mit den entsprechenden Forderungen an die Politik und den Senat übergeben.

Multimediale Ausstellung: Erlangen erzählt Lebensgeschichten

Bild: Kommune Inklusiv Erlangen
Bild: Kommune Inklusiv Erlangen
Foto: ZsL Erlangen

Erlangen (kobinet) Zu einer multimedialen Ausstellung unter dem Motto „Erlangen erzählt Lebensgeschichten“ in der Stadtbibliothek Erlangen vom 6.10. bis zum 22.11. laden das Projekt Kommune Inklusiv Erlangen, die Lebenshilfe Erlangen und die Stadtbibliothek ein. Die Vernissage findet am 6. Oktober um 17:00 Uhr statt.

Zusammenarbeit zur Unterstützung von Diskriminierung Betroffenen

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) wollen künftig stärker zusammenarbeiten, um von Diskriminierung Betroffene so effektiv wie möglich zu unterstützen. Dazu unterzeichneten die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, und advd-Geschäftsführerin Eva Andrades am 29. September in Berlin eine entsprechende Vereinbarung.

VdK begrüßt Gaspreisbremse

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Gaspreisbremse kommt. Die Bundesregierung legt einen 200 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds auf, um Bürger*innen und Betriebe von den gestiegenen Energiekosten zu entlasten. Darauf weist die VdK-Präsidentin Verena Bentele hin und betont: „Wir begrüßen, dass die Regierung jetzt mit der Gaspreisbremse die großen Sorgen der Menschen hört und der Entlastung die versprochene Wucht verleiht. Unser Appell an die Gaskommission: Ein Grundkontingent an Energie zu einem bezahlbaren Preis muss kommen, bevor es richtig kalt wird. Arme Haushalte können einfach nicht mehr sparen. Mit einem Grundkontingent ließe sich verhindern, dass Kinder, Ältere oder Kranke in finanzielle Not und in eine gesundheitlich gefährdende Lage geraten. Die Gaspreisbremse stellt sicher, dass für Menschen mit geringen Einkünften die Kosten kalkulierbar bleiben.“

Minsk wieder Besuchermagnet

Terrassenestaurant Minsk
Minsk in „Architektur der DDR“ von 1979
Foto: Architektur der DDR

Berlin (kobinet) Milliardär Hasso Plattner hat das Minsk auf dem Potsdamer Brauhausberg zu einem Kunsthaus umbauen lassen. Nach zweijähriger Bauzeit erlebt das einst beliebte Terrassen-Restaurant, nach derJahrtausend-Wende aber von Verfall und Abriss bedront, nun einen wahren Besucheransturm.

Österreichweite Proteste für Menschenrechte und Inklusion

Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) Am 28. September machten Menschen mit Behinderungen in ganz Österreich und jene, die sich für Behindertenrechte stark machen, lautstark ihrem Ärger über den verpatzten Nationalen Aktionsplan Behinderung Luft. „Es ist ein Meer von Menschen mit und ohne Rollstuhl und ein Meer von Schildern, das man am 28. September auf dem Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt findet“, heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Auf den Schildern waren Forderungen wie zum Beispiel „Bundeseinheitliche Persönliche Assistenz“, „Lohn statt Taschengeld“ oder „Inklusives Bildungssystem für alle“ zu lesen, die deutlich machten, dass es den Menschen mit Behinderungen reicht.

Triage-Gesetzgebung braucht breite parlamentarische Debatte

Porträt von Dr. Leander Palleit
Dr. Leander Palleit
Foto: DIM

Berlin (kobinet) Nach Ansicht des Deutschen Instituts für Menschenrechte bietet der aktuelle Gesetzentwurf zur Triage (Zweites Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes) Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen keinen wirksamen Schutz vor Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung. „Das im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehene Kriterium der Überlebenswahrscheinlichkeit birgt die Gefahr, dass in der Praxis ungewollt unbewusste Benachteiligungen in die Zuteilungsentscheidung einfließen“, erklärt Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts. Eine Zufallsentscheidung in der Triage wäre die bessere Möglichkeit, ohne Ansehung der Person und damit diskriminierungsfrei zu entscheiden. Damit wäre das Risiko, nicht behandelt zu werden, tatsächlich und nicht nur scheinbar auf alle gleich verteilt.

20. Deutscher Hörfilmpreis verliehen

Logo: Deutscher Hörfilmpreis 2022
Logo: Deutscher Hörfilmpreis 2022
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Der Deutsche Hörfilmpreis 2022 wurde am Abend des 27. Septembers erstmals nach drei Jahren wieder in Präsenz im Rahmen einer festlichen Gala vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin vergeben. Kulturstaatsministerin Claudia Roth, seit vielen Jahren gern gesehener Gast bei der Preisverleihung und langjähriges Jurymitglied, freute sich über das zwanzigjährige Bestehen: „Der Deutsche Hörfilmpreis ist einer der wichtigsten, schönsten, bedeutendsten und politischsten Filmpreise, die es in unserem Land gibt“, wird sie in einer Presseinformation des DBSV zitiert. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurde auch auf die Erfolge und Meilensteine der vergangenen zwanzig Jahre zurückgeblickt und darauf hingewiesen, dass weiterhin großer Handlungsbedarf besteht.

Vielfalt und Inklusion: LSBTIQ* mit Beeinträchtigungen

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Bremen (kobinet) „Vielfalt und Inklusion: LSBTIQ* mit Beeinträchtigungen“, so lautet der Titel eines Fachtags, der am 17. Oktober von 09:00 Uhr bis 15:30 Uhr im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft, Am Markt 20 in Bremen, und online über Microsoft Teams stattfindet und auf die der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, hinweist.

Deutsche Tinnitus-Liga hat neuen Vorstand

Gruppenfoto des neu gewählten Vorstandes
Der Vorstand der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. stellt sich neu auf
Foto: Gabriele von Dombrowski

WUPPERTAL (kobinet) In ihrer Mitgliederversammlung in Königswinter hat jetzt die Deutsche Trinnitus-Liga einen neuen Vorstand gewählt. Erstmals seit Langem hat sich nun der Vorstand fast komplett neu aufgestellt. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Bernd Strohschein gewählt, zur stellvertretenden Vorsitzenden Gisela Nawroth. Christa Rademacher hat das Amt der Schatzmeisterin übernommen. Weitere Vorstandsmitglieder wurden. Reinhardt Jennerjahn und Fred Podszus.

Intensivpflege: Nicht vom Abitur ins Pflegeheim

Laura Mench am Schreibtisch
Laura Mench am Schreibtisch
Foto: Laura Mench

Berlin (kobinet) Die Ausgestaltung der Regelungen für die Umsetzung des GKV-Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – IPReG bereitet vielen Betroffenen große Sorgen. „Schon allein, dass offiziell am 1. Januar 2023 nur noch bestimmte Fachärzt*innen die außerklinische Intensivpflege verordnen dürfen und aber bis heute nicht klar ist, wer diese Ärzt*innen sind, welche Qualifikation sie haben müssen und wo ich diese finde, zeigt doch, dass das System ein Problem hat“, betont beispielsweise Laura Mench. Und für Amelie Cartolano ist klar, dass sie nicht vom Abitur ins Pflegeheim will. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit den beiden über ihre Ängste und Erfahrungen mit den derzeitig geplanten Regelungen zur Intensivpflege.

6. mitMenschPreis geht an ECHT MEIN RECHT!

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Stuttgart (kobinet) Am 26. September wurde in Stuttgart zum sechsten Mal der mitMenschPreis verliehen. Mit dem mitMenschPreis werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischer Erkrankung und/oder hohem Unterstützungsbedarf mehr selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen. Ausrichter des mitMenschPreis ist der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) gemeinsam mit dem Preisgeld-Stifter, die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Curacon).

Trauer um Nicole Andres

Nicole Andres
Nicole Andres
Foto: privat

Bochum (kobinet) Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) trauert um Nicole Andres, die am 6. September 2022 im Alter von 32 Jahren unerwartet verstarb. Nicole Andres hat von Anfang an das Bochumer Zentrum für Disability Studies mit aufgebaut und geprägt. BODYS hat ihr viel zu verdanken, wie es im Nachruf heißt.

Eltern mit Behinderung: NRW-Ministerin Paul will im Austausch bleiben

Christiane Rischer und Ministerin Josefine Paul
Christiane Rischer und Ministerin Josefine Paul
Foto: Maren Grübnau

Münster (kobinet) Auf großes Interesse stieß der Ratgeber „Eltern mit Behinderung“ der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben in Nordrhein-Westfalen (KSL.NRW) bei Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, anlässlich des Plenumstreffens des Netzwerksbüros Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung am 24. September in Münster. Gleichstellung und Inklusion seien Querschnittsaufgaben, die in allen Prozessen parallel mitgedacht werden müssen, sagte die Ministerin. Das gleiche gelte für die Bedürfnisse von Eltern mit Behinderung. Diese müssten sich sowohl in Angeboten für Menschen mit Behinderung als auch in Angeboten für Familien widerspiegeln. Hier sei in der Vergangenheit zu wenig getan worden, heißt es in einer Presseinformation des Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Arnsberg.

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe mit neuem Vorstand

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Stuttgart (kobinet) Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat im Rahmen der turnusgemäßen Mitgliederversammlung am 27. September in Stuttgart seinen neuen Vorstand gewählt. Vom 26. bis zum 27. September 2022 trafen sich 100 Führungskräfte der diakonischen Dienste und Einrichtungen aus ganz Deutschland. Einstimmig wurde Pfarrer Frank Stefan, Vorstandvorsitzender der Diakonie Kork, der das Amt bereits 2020 innehatte, für die nächsten vier Jahre als Vorsitzender des BeB gewählt.

Dokuserie Down The Road startet

SWR-Bild zur Doku Down the Road
SWR-Bild zur Doku Down the Road
Foto: SWR

Baden Baden (kobinet) Heute, am 27. September, startet die Doku-Serie „Down The Road“ in der ARD Mediathek. Am 5.10., 8.10. und 12. Oktober werden die Folgen jeweils um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Bei „Down The Road” gehen sechs junge Menschen mit Down-Syndrom gemeinsam mit Sänger & Entertainer Ross Antony auf einen Abenteuer-Roadtrip. Sie bauen ein Floß, zelten im Wald, rauschen mit der Zipline über die Baumkronen, planen und bereiten ein Menü zu – das sind nur einige Herausforderungen, denen sie sich auf ihrer 12-tägigen Reise gemeinsam stellen, wie es in der Ankündigung heißt.

Nordrhein-Westfalen stärkt den Gewaltschutz in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) Gemeinsam mit weiteren Akteuren, die sich im Bereich der Hilfen für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen für die Stärkung des Gewaltschutzes in der Behindertenhilfe einsetzen, unterzeichnet Sozialminister Karl-Josef Laumann heute Rahmen einer Auftaktveranstaltung eine gemeinsame Absichtserklärung. Damit startet zugleich die Landesinitiative „Gewaltschutz Nordrhein-Westfalen”.

SoVD in Niedersachsen ist „Verband des Jahres“

Ein Mann, zwei Frauen neben ihm auf einer Bühne  bei der Ehrung
Bei der Veranstaltung zur Ehrung des Verbandes
Foto: BORIS TRENKEL

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ist von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) als Verband des Jahres 2022 ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Interessenvertretung und Kommunikation“ gewann der größte Sozialverband des Landes den Preis für seine Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“.

Aktion Mensch ruft zu überlegtem Energiesparen auf

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Dunkle Straßen, abgeschaltete Schaufensterbeleuchtung und geschlossene Ladentüren gehören aktuell zum Stadtbild. Grund hierfür ist die erste Energieeinsparverordnung des Bundes. Diese stellt Menschen mit Behinderung vor besondere Herausforderungen. Die Aktion Mensch ruft daher zu überlegtem Energiesparen auf.

Ehemalige Mitarbeiter von Einrichtung angeklagt

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Bielefeld (kobinet) Nach jahrelangen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage gegen vier ehemalige Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung in Bad Oeynhausen eingereicht. Ihnen wird einem Bericht der Waltroper Zeitung in unterschiedlichen Konstellationen Freiheitsberaubung – teils in schweren Fällen – und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Behinderte Menschen wurden dem Bericht zufolge in der Einrichtung eingesperrt und mit Tränengas misshandelt.

Einstellung von Ermittlungen nach sexueller Gewalt an Frauen kein Einzelfall

Symbol Paragrafenzeichen
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Foto: omp

Berlin (kobinet) Die 26jährige Berlinerin Sonja M. (der Name wurde geändert, weil die Beschwerdeführerin anonym bleiben will) reichte am 26. September 2022 – vertreten durch Professorin Dr. Theresia Degener und die Rechtsanwält*innen Ronska Grimm und Lea Beckmann – Verfassungsbeschwerde beim Landesverfassungsgerichtshof Berlin ein. Sie hat 2020 Anzeige erstattet und ausgesagt, dass sie von ihrem Vorgesetzten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen sexuell belästigt wurde. Sie wehrt sich dagegen, dass die Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Beschuldigten eingestellt hat, weil sie angeblich nicht fähig sei, eine Aussage zu machen. Ihre Rechtsanwält*innen kritisieren gravierende fachliche Mängel in der Begutachtung und sehen in der fehlenden Würdigung der Aussage ihrer Mandantin und ihrer Behandlung im Ermittlungsverfahren eine strukturelle Diskriminierung gegen Frauen mit Behinderungen.