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Trauer um Werner Geifrig

Werner Geifrig
Werner Geifrig
Foto: abm

München (kobinet) Mit seinen Inszenierungen war er nicht nur Wegbereiter für inklusives Theater, sondern als Gründer und Regisseur des Münchner Crüppel Cabarets war er Garant für grandiose Theaterabende voller Witz und Selbstironie. Am Freitag, den 21. Oktober, ist der langjährige Redakteur der arbeitsgemeinschaft behinderung und medien (abm) und Theaterregisseur Werner Geifrig verstorben. In einem Nachruf würdigt Hermann Hoebel und das Team der abm das Wirken von Werner Geifrig.

Weiterbildung zur Barrierefreiheit in der Nahmobilität

Symbol Information

Wiesbaden (kobinet) Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, weist auf eine Weiterbildung zur Barrierefreiheit in der Nahmobilität hin. Diese kostenfreie, ganztägige Schulung richtet sich an kommunale Behindertenbeauftragte und Mitglieder kommunaler Behindertenbeiräte in Hessen, die in die Planung öffentlicher Baumaßnahmen zwecks Überprüfung der Barrierefreiheit eingebunden sind. Die Schulung konzentriert sich auf den Fuß- und Radverkehr und behandelt aktuelle Musterlösungen zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum, wie es vonseiten der Beauftragten heißt.

agnes sucht Veranstalter für Online-Workshop

Buchstaben  in kleinen Buchstaben und Braile, recht daneben ein Auge
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Foto: DVBS

MARBURG (kobinet) Das „Projekt agnes@work“ (Agiles Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufstätige) des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sucht einen Veranstalter für die Durchführung eines eintägigen Onlineseminars zum Thema „Moderne Arbeitsweisen und die Beschäftigung von Menschen mit einer Sehbehinderung“. Der Workshop soll nach dem 20. Januar 2023 stattfinden.

Triage-Gesetz: Breite gesellschaftliche Diskussion erforderlich

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin/Nürnberg (kobinet) Der derzeit diskutierte Gesetzentwurf zu einem „Triage“-Gesetz wurde am Samstag, den 22. Oktober, in Nürnberg im Rahmen des Kongresses „Medizin und Gewissen“ als praxisuntauglich abgelehnt. Die Veranstaltung erinnerte laut einer Presseinformation des Runden Tisch Triage an den Nürnberger Ärzteprozess vor 75 Jahren und befasste sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas „LebensWert“. „Nach Ansicht der Teilnehmenden im Diskussionsforum zum Thema Triage – hauptsächlich Ärzt*innen – helfen die im Gesetzentwurf festgelegten Regeln kaum weiter, da die jeweiligen Prognosen viel zu unsicher seien“, berichtet Annett Löwe von der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP), eine der Referent*innen in dem Diskussionsforum.

Bundesarbeitsgericht zum Weiterbestehen der Schwerbehindertenvertretung

Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Foto: Bundesarbeitsgericht

Greifswald (kobinet) Henry Spradau aus Greifswald hat die kobinet-nachrichten auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hingewiesen. Das Gericht hat festgestellt, dass die Amtszeit der gewählten Schwerbehindertenvertretung (SBV) nicht vor Ende der Wahlperiode endet, auch wenn die Anzahl der schwerbehinderten Mitarbeiter*innen unter fünf sinkt.

Selbstvertretung von Autist*innen nimmt in Bayern Fahrt auf

Symbol Ausrufezeichen

München (kobinet) Der 2021 gegründete bayerische Landesverband der Selbstvertretung von Autistinnen und Autisten (Autismus Selbstvertretung Bayern) nimmt auf Augenhöhe an Abstimmungstreffen der Ministerien zur Autismus-Strategie Bayern, die noch in diesem Jahr dem Landtag vorgelegt werden soll, teil. Darauf hat Anke Kidan vom Verein Autismus Selbstvertretung Bayern die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Veranstaltungsreihe soll behinderte Menschen empowern, ihre Rechte wahrzunehmen

Symbol Information

Oberteuringen (kobinet) Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Bodenseeregion startet in Zusammenarbeit mit der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Bodenseekreis-Oberschwaben mit einer Veranstaltungsreihe, die Menschen mit Behinderung empowern sollen, ihre Rechte und Leistungsansprüche wahrzunehmen und sich bei den Behörden durchzusetzen. Die erste Veranstaltung am 15. November um 18:00 Uhr, die in der EUTB Beratungsstelle in der Tavernengasse 4 in 88094 Oberteuringen stattfindet, richtet sich an Eltern mit Kindern mit Behinderungen, die Inklusionsbegleitung zur Schule benötigen und Leistungen bei der Eingliederungshilfe oder beim Jugendamt beantragen müssen.

ORF ermöglicht Praxiserfahrung im Journalismus für behinderte Menschen

Logo des ORF
Logo des ORF
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Wer als Mensch mit Behinderung Journalist:in werden will, hatte es schwer, Zugang zum journalistischen Beruf zu finden. Doch Behinderung und Journalismus schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil, es ist sogar enorm wichtig für eine inklusive Medienlandschaft, dass sie von Menschen mit Behinderungen aktiv mitgestaltet wird“, heißt es in einem Beitrag des Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Im Januar 2023 startet in Österreich ein inklusives Medienprojekt des ORF. Der 7-monatige Kurs soll Menschen mit Behinderungen auf ein mögliches Mitwirken im journalistischen Bereich vorbereiten. Bevorzugt richtet sich die Ausschreibung an Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderungen, wie es im BIZEPS-Bericht heißt.

Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber startet am 1. Dezember in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Viele Arbeitgeber wollen anscheinend schwerbehinderte Menschen einstellen und beschäftigen; dies scheitere aber oftmals an fehlenden Kenntnissen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten oder Einsatzmöglichkeiten von schwerbehinderten Menschen in ihren Betrieben. Um diese Barrieren aufzulösen, wurde im neuen Teilhabestärkungsgesetz – SGB IX, §185a – die Aufgaben der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA) geregelt. Sie werden aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Am 1. Dezember 2022 soll die neue Ansprechstelle in Berlin an den Start gehen, wie das Berliner Inklusionsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mitteilt.

Momentaufnahme 280

Kleiiner See im Nebel
Kliener See im Nebel
Foto: irina Tischer

Berlin (kobinet) Je länger ich lebe, je mehr komme ich zu der Einsicht, es gibt keine Schuldigen, sondern nur unglückliche Wesen. (Anatole France)

Gewerkschaftsbund zur Wahl der Schwerbehindertenvertretungen

Rechts oben DGB-Logo, grüne Fläche mit einem Teil des Rollstuhlpiktogrammes
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Foto: DBG

BERLIN (kobinet) Noch bis zum 30. November 2022 werden In allen Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten Beschäftigten oder ihnen gleichgestellte behinderte Beschäftigte Schwerbehindertenvertretungen (SBV) gewählt. Schwerbehinderte haben das Recht auf eine spezielle Interessenvertretung. Die aktuellen Auswertungen zeigen die Wichtigkeit der Vertreterinnen und Vertreter. Die Auswertung zeigt: Mit SBV sind die Arbeitsbedingungen schwerbehinderter Beschäftigter besser.

Deutsche Behindertenrat: Behinderte Menschen in Triage-Situationen nicht benachteiligen

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) Im Zusammenhang mit der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum „Triage-Gesetz“ am 19. Oktober hat sich auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) mit einer Presseinformation zu Wort gemeldet. „Es ist gut, dass die Ex-Post Triage weiterhin explizit ausgeschlossen bleibt. Es muss sichergestellt sein, dass auch bei behinderten oder älteren Patientinnen und Patienten bereits zugeteilte, überlebenswichtige intensivmedizinische Behandlungskapazitäten nicht mehr zur Disposition stehen, solange eine intensivmedizinische Behandlung noch indiziert ist“, erklärte Michaela Engelmeier, Sprecherratsvorsitzende des DBR.

Einer flog über das Kuckucksnest

Mitwirkende unter Hochbahn in Prenzlauer Berg
RambaZamba-Team unterm „Magistratsschirm“
Foto: RambaZamba

Berlin (kobinet) „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist die erste Inszenierung von Leander Haußmann am RambaZamba Theater. „Mit guter Laune gegen das Spießersystem hat Leander Haußmann eine passende Bühne für seine Mission gefunden: Wer ist hier verrückt?“, schrieb heute die BerlinerZeitung über die Premiere in der Berliner Kulturbrauerei. „Ein Jungstraum aus vergangenen Tagen. Haußmann bleibt sich treu. Und hat viele Freunde gefunden.“ Das Gute an der Wahl des Stoffes sei, dass ihn wohl fast jeder kennt. Formans Romanverfilmung wurde 1976 mit fünf Oscars ausgezeichnet. In den Kinos von Ost- wie West-Berlin war der Hollywoodklassiker ein Publikumsrenner.

Stadt Wolfenbüttel kämpft um Teilhabeberatung

Zwei Männer und eine Frau vor einer Tür mit dem Schild der EUTB
Bürgermeister Ivica Lukanic mit Beratern vor der Beratungsstelle
Foto: Stadt Wolfenbüttel

WOLFENBÜTTEL (kobinet) Der Vorsitzende des Wolfenbütteler Vereins NIGGGS (Niedersächsisches Institut für die Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache) Thomas Sodomann ist enttäuscht. Der Grund für diese Enttäuschung besteht darin, dass das seit vielen Jahren etablierte Angebot der Ergänzenden unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in der bisherigen Art und Weise in Gefahr ist. Sodomann gibt sich aber kämpferisch und erhält dabei Unterstützung durch die Stadt.

Newsticker zu sozialrechtlichen Nachrichten

Blauer  Briefumschlag auf blauem Kreis
Nachrichtensymbol
Foto: Pixabay/IO-Images

BERLIN (kobinet) Neuerdings läuft auf der Internetseite des Allgemeine Behindertenverband in Deutschland ein Newsticker. Dieser informiert über sozialpolitische und sozialrechtliche Themen. Daneben werden Informationen über relevante Neuigkeiten für Menschen mit Handicap per Laufband dargeboten.

30 Jahre BiBeZ: 30 Jahre Interessenvertretung behinderter Frauen

Zahl 30
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Foto: ht

Heidelberg (kobinet) Das in Heidelberg ansässige Ganzheitliche Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter/chronisch erkrankter Frauen (BiBeZ) und Mädchen konnte am 21. Oktober sein 30jähriges Jubiläum feiern. Darauf machte Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), bei der das BiBeZ Mitglied ist. In der Hebelhalle in Heidelberg feierte das BiBeZ sein 30jähriges Bestehen, bei der u.a. die Fotoausstellung „Selbst – Bewusst – Sein“ eröffnet wurde.

IGEL-Podcast zum Recht auf Feiern

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der neuesten Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) beschäftigt sich der Inklusator Sascha Lang mit dem Recht auf Feiern. Zu Feiern hat er nicht nur die mittlerweile 80. Episode des IGEL-Podcast, sondern es geht auch um die Vorstellung eines Projektes für inklusive Veranstaltungen wie Festivals, bei denen gefeiert wird. Darüber sprach Sascha Lang mit Amy Zayed und Felix Brückner.

Es geschieht am helllichten Tag – Psychoterror gegen einen Behinderten

Alte Gasse mit alten Häusern
Ort des Geschehens
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Von Herrn Weis erhielt die Redaktion einen Bericht über seine Erlebnisse. Wir geben das weiter, weil wir einerseits wissen, es ist kein Einzelfall.
Der „Täter“ scheint nicht zu wissen, auch ihm kann, wie jedem anderen Menschen auch, ein Schicksal oder eine Krankheit zum Behinderten werden lassen. Möchte er dann auch von anderen so behandelt werden, wie hier geschildert?

Klarstellung zum Krankentransport

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In der Vergangenheit kam es offenbar zu unterschiedlichen Auslegungen bei Versorgungspraxis zu Krankentransporten. Sie bestanden augenscheinlich vor allem bei der Frage, ob auch Fahrten zu organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen verordnet werden können, wenn diese zum Beispiel durch eine zentrale Einladungsstelle organisiert und vereinbart wurden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dazu am 20. Oktober 2022 eine Klarstellung zur Krankentransport-Richtlinie vorgenommen. Dazu wird sicher gestellt, dass auch Versicherte mit einer dauerhaft eingeschränkten Mobilität – beispielsweise durch eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit – einen Zugang zu Früherkennungsangeboten erhalten.

Niedersachsen stärkt Barrierefreiheit im digitalen Raum

Hoch aufragender Gittermast mit mehreren Antennen
Sendemast für digitale Signale
Foto: H. Smikac

HANNOVER (kobinet) Überall begegnen uns im Alltag digitale Medien. Menschen mit Behinderungen stoßen bei deren Nutzung jedoch auf vielfältige Schwierigkeiten. Ein Beispiel sind sogenannte Captchas, also Bilder, bei denen man durch Auswahl bestimmter Motive bestätigen soll, dass ein Mensch vor dem Computer sitzt. Sind diese Menschen am Computer jedoch sehbehindert, dann sind diese Bilder oft nur schwer oder überhaupt nicht zu erkennen und können zur unüberwindbaren Barriere werden.

90 Prozent der sozialen Einrichtungen und Dienste sind gefährdet

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

STUTTGART (kobinet) Aufgrund der Kostensteigerungen im Bereich Strom und Wärme sieht der Paritätische Gesamtverband in Baden-Württemberg rund 90 Prozent der sozialen Einrichtung und Dienste in ihrem Bestand gefährdet. Das zeigt eine bundesweite Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes unter seinen Mitgliedsorganisationen.

Situation behinderter Menschen in der Ukraine besonders schwierig

Ukraine
Wappen der Ukraine
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Nach einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International (HI) ist die Situation von Menschen mit Behinderung in der Ukraine besonders bedrohlich. Ihre Versorgung ist stark eingeschränkt. Viele haben keinen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Evakuierung vor Bombenangriffen ist schwierig. Bombardierungen führen zudem zu komplexen Verletzungen. Viele Kliniken sind völlig überlaufen, heißt es in einer Presseinformation von Handicap International. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lädt heute am 21. Oktober von 15:00 bis 17:00 Uhr geflüchtete behinderte Menschen zur Online-Auftaktveranstaltung des Projektes „Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland“ ein.

Scharfe Kritik an Ärztevertreter*innen nach Triage-Anhörung

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Das schamlose Eintreten der Ärztevertreter*innen bei der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zu Regelungen im Falle einer Triage für die Ex-Post-Triage hat nicht nur bei Vertreter*innen von Behindertenverbänden scharfe Kritik ausgelöst. Die als Einzelsachverständige geladene Dr. Maria del Pilar Andrino Garcia, die die Leitung des Gesundheitszentrum Franz Sales Haus in Essen inne hat, fand ebenfalls klare Worte über das Auftreten ihrer Kolleg*innen während der Anhörung und für die von ihnen geforderte Ex-Post-Triage.

Inklusionsbarometer Mobilität 2022 der Aktion Mensch wird vorgestellt

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch lädt zur digitalen Studienvorstellung des ersten Inklusionsbarometers Mobilität am 2. November von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen einer Zoom-Veranstaltung ein. Das Inklusionsbarometer Mobilität der Aktion Mensch beantwortet u.a. Fragen wie: Wie barrierefrei ist Mobilität in Deutschland gestaltet? Wird Inklusion auf unseren Straßen, im öffentlichen Verkehr und dem dazugehörigen digitalen Raum gelebt? Und inwiefern wird die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am Alltag dadurch ermöglicht oder eben verhindert? Die Studie befasst sich dabei mit verschiedenen Aspekten der Mobilität wie Zugänglichkeit, Kosten, Sicherheit oder Nachhaltigkeit.

Neuer Podcast: Beteiligung schafft Gesellschaft. Einfach Inklusion

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) Die Beauftragte der baden-württembergischen Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, hat in der fünften Folge ihres Podcast „Beteiligung schafft Gesellschaft. Einfach Inklusion“ Helmuth Pflantzer und Prof. Dr. Karin Terfloth von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu Gast. Die beiden sind Pioniere der inklusiven Bildung und Expert*innen am Annelie-Wellensiek-Zentrum (AW-ZIB). Seit November 2020 forschen, lehren und lernen dort Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu Querschnittsaufgaben der Inklusion, wie es in der Ankündigung des Podcast vonseiten der Landesbehindertenbeauftragten heißt.

Übergangsregelungen bei außerklinischer Intensivpflege angepasst

Geschäftsstelle des G-BA
Geschäftsstelle des G-BA
Foto: Svea Pietschmann/G-BA

Berlin (kobinet) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. Oktober 2022 seine Regelung zur Verordnung von Leistungen für Patientinnen und Patienten angepasst, die Bedarf an außerklinischer Intensivpflege haben. Ziel ist es, den Übergang des bisherigen auf den künftigen Leistungsanspruch bei diesen komplexen und individuell abzustimmenden Leistungen noch stärker zu erleichtern, wie es in einer Presseinformation des G-BA heißt.

E-Roller: Verbände begrüßen Pläne der Stadt Münster

E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
Foto: omp

Münster (kobinet) Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen (BSVW) und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) begrüßen die Ankündigung der Stadtverwaltung Münster, zukünftig energisch gegen rücksichtslos abgestellte E-Roller vorzugehen. „Wir haben aus der Presse erfahren, dass die Stadt weitere Regulierungen treffen möchte, um etwas Wirksames gegen diese gefährlichen Stolperfallen zu tun. Die angekündigten Maßnahmen wären aus unserer Sicht ein großer Schritt in die richtige Richtung und eine gute Basis für konkrete Verhandlungen“, sagte der BSVW-Ehrenvorsitzende Klaus Hahn.

Autonome Künstlerpublikationen im Köşk Süpermarket

Bildmit einem aufgeschlagenen Buch mit vielen Angaben zum Programm der Veranstaltung
KöşkBookMarkt-Poster
Foto: Anna McCarthy

MÜNCHEN (kobinet) In der Zeit von jeweils 16.00 Uhr bis etwa 20.00 Uhr findet Münchens erste autonome Buchmesse im Köşk statt. Drei Tage lang werden auserwählte Bücher, Platten, Tapes und Fan-Magazine ausgestellt. Künstlerinnen und Künstler bauen Stände auf und präsentieren ihre Publikationen höchstpersönlich, auf Wunsch inklusive ohne Autogramm. Dazwischen gibt es Lesungen, Leblebi, Konzerte & Performances, die kribbeln und Unruhe stiften. Der Eintritt ist frei.

Stimmen zur Triage-Anhörung: Es war schrecklich

Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Was lange währt, wird nicht unbedingt gut. So kann man die Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zusammenfassen, bei der es am 19. Oktober vor allem von Vertreter*innen der Behindertenbewegung heftige Kritik am Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes zur vom Bundesverfassungsgericht geforderten Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle einer Triage hagelte. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat einige Stimmen im Nachgang der Anhörung eingefangen, die mittlerweile in die Mediathek des Bundestages eingestellt und nachverfolgt werden kann. „Es war schrecklich“, so fasst beispielsweise Dr. Sigrid Arnade ihre Eindrücke von der Anhörung zusammen.

Buchtipp: Mein Leben ist doch cool

Buchcover: Mein Leben ist doch Cool von Natalie Dedreux
Buchcover: Mein Leben ist doch Cool von Natalie Dedreux
Foto: KNAUR

Köln (kobinet) Die Frankfurter Buchmesse richtet in diesen Tagen wieder verstärkt den Blick auf spannende Bücher. Gerade in der dunkleren Jahreszeit gibt es wieder mehr Zeit, um sich in eine warme Decke zu kuscheln und Bücher zu lesen. Daher passt der Buchtipp, den das NETZWERK ARTIKEL 3 in seinen guten Nachrichten zur Inklusion veröffentlicht hat, bestens zur Jahreszeit. Ottmar Miles-Paul hat sich vor kurzem in Köln auf einen Kaffee mit Natalie Dedreux getroffen, die Anfang Oktober ihr erstes Buch mit dem Titel „Mein Leben ist doch cool“ veröffentlicht hat.

Nachdenkliches happy birthday zu 32 Jahre ISL im Lichte der Triage-Anhörung

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin (kobinet) „Die ISL wird heute 32 Jahre alt. Seit über drei Jahrzehnten setzt sie sich mit anderen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit behinderter Menschen ein. Ausgerechnet heute sind wir zur #Triage-Anhörung im #Bundestag geladen, um mit anderen darüber zu diskutieren“, schrieb Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, die am 19. Oktober 1990 in Erlangen gegründet wurde, einen nachdenklichen Geburtstagsgruß als er auf dem Weg zur Anhörung in den Deutschen Bundestag war.

Besuch des inklusiven Kulturstammtisch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle

Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) „Unser inklusiver Kulturstammtisch war diesmal zu Besuch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und checken die verschiedenen Kultureinrichtungen unserer Stadt gemeinsam auf Barrierefreiheit. Das Kunstmuseum Moritzburg war nach dem Stadtmuseum, dem Opernhaus und dem Lucks-Kino nun unsere 4. Station.“ Über diese Initiative berichtet die Inklusionsbotschafterin und Journalistin Jennifer Sonntag aus Halle.

Podcast Echt behindert: Haushaltsgeräte größtenteils nicht bedienbar

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) „Größtenteils nicht bedienbar! – Moderne Haushaltsgeräte und die Barrierefreiheit“, so lautet der Titel der 55. Ausgabe des Podcast zu Barrierefreiheit und Inklusion Echt behindert! der Deutschen Welle. Zu Gast beim Podcast „Echt Behindert!“ ist Silvia Hame und Luciano Butera von der Initiative „Home Designed for All“. Sie berichten u.a. davon, welchen Problemen sie als blinde Menschen im Alltag zwischen Waschen und Kochen begegnen und was sie unternehmen, um Bewusstsein für ein Problem zu schaffen, das oft schlichtweg nicht wahrgenommen wird.

Bayerische Sozialministerin feiert neue Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung

Portraitfoto der Ministerin, junge Frau mit blondem haar
Ulrike Scharf, Staatsministerin im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Foto: StMAS/Tina Nötel

München (kobinet) Mit gleich drei Pressemeldungen feiert sich die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf für die Förderung von Plätzen für Menschen mit Behinderung in sogenannten Werkstätten. Mit einer Förderung von insgesamt knapp 6,5 Million € wurden in München, Regensburg und im niederbayrischen Pocking insgesamt 175 Werkstattplätze gefördert. Dass die UN Behindertenrechtskonvention, die auch in Bayern gilt, hier eine andere Vorgabe macht, interessiert im bayerischen Staatsministerium scheinbar nicht.

Gefährliche Stolperfallen

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter auf dem Gehweg
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

Berlin (kobinet) Nach Protesten behinderter Menschen bleiben E-Scooter als gefährliche Stolperfallen ein Ärgenis, das zunehmend öffentlich diskutiert wird. Inzwischen haben auch die Christdemokraten das Thema entdeckt. Viele Berliner ärgern sich, wenn diese Roller wild irgendwo abgestellt werden. „Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die Roller nicht kreuz und quer rumliegen“, wurde CDU-Fraktionschef Kai Wegner in der Presse zitiert. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat eine Verbandsklage für freie Gehwege eingereicht. Der Berliner Senat soll eine Sondernutzungserlaubnis für den E-Scooter-Verleih erst dann erteilen, wenn es flächendeckend verpflichtende Abstellflächen gibt.

Ferda Ataman will Diskriminierungsschutz bei Triage stärken

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, begrüßt den Gesetzentwurf zur so genannten Triage, spricht sich aber an einigen Punkten für Ergänzungen aus. Der Bundestag berät derzeit Änderungen im Infektionsschutzgesetz, um Menschen mit Behinderung im Falle knapper intensivmedizinischer Kapazitäten („Triage-Situation“) vor Benachteiligungen zu bewahren. Heute, am 19. Oktober, findet von 14:30 bis 16:30 Uhr die Anhörung zum Gesetzentwurf im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt.

Dr. Werner Wolff – Autor des Buches „Inklusion statt ‚Sorgenkind'“

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Über ein Leben mit Behinderung gibt es viele Veröffentlichungen und Erfahrungsberichte. In ihnen berichten die von Behinderungen Betroffenen über ihr Leben, ihren Lebensweg und über jene Barrieren, die ihnen dabei das Leben schwieriger machten. Für einen Überblick zur Geschichte eines Lebens mit Behinderung in Deutschland lohnt es sich, das Buch „Inklusion statt ‚Sorgenkind‘ – Schwerbehinderte in der DDR, mit Vergleichen zur BRD“ zur Hand zu nehmen. Autor dieses Buches ist Dr. Werner Wolff.

Triage-Anhörung wird im Parlamentsfernsehen übertragen

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zwei Stunden nimmt sich der Bundestagsausschuss für Gesundheit heute am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr Zeit, um Behindertenverbände und Expert*innen zum Gesetzentwurf für Regelungen im Falle einer Triage anzuhören. Welche Fragen dabei von den Abgeordneten gestellt werden, wer von den ca. 70 Verbandsvertreter*innen und Einzelsachverständigen dabei konkret von den Abgeordneten befragt wird und zu Wort kommt und welche Änderungsanträge sich daraus im weiteren Gesetzgebungsverfahren abzeichnen könnten, das kann heute am 19. Oktober live im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de von 14:30 bis 16:30 Uhr via Internet unter www.bundestag.de verfolgt werden.

Wege bereiten für inklusives Wohnen

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) In den vergangenen Jahren sind an vielen Orten in Deutschland inklusive Wohnformen entstanden. Die innovativen Projekte zeigen auf, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und in der Mitte der Gesellschaft wohnen können. Ihre Erfahrungen machen jedoch auch deutlich, welche großen Hürden bei der Umsetzung bestehen. Damit inklusives Wohnen zukünftig für jeden Menschen möglich ist, hat der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen Empfehlungen an die Politik herausgegeben.

Im Regen stehen gelassen und zum Hintereingang geschickt

Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „‚Im Regen stehen gelassen‘ und ‚zum Hintereingang geschickt‘ – das sind die symbolträchtigen Reaktionen der höchsten bundespolitischen Verantwortungsträger:innen zu den berechtigten Menschenrechtsforderungen von Menschen mit Behinderungen in Österreich.“ So fällt das Resümee zur großen Inklusionsdemo am 28. September 2022 des Vizepräsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Klaus Widl, im Gespräch mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aus. Rund 4.000 Menschen – an manchen Orten auch bei strömendem Regen – hatten am 28. September gegen die massiven Versäumnisse bei der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich demonstriert.