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Einer flog über das Kuckucksnest

Mitwirkende unter Hochbahn in Prenzlauer Berg
RambaZamba-Team unterm "Magistratsschirm"
Foto: RambaZamba

Berlin (kobinet) „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist die erste Inszenierung von Leander Haußmann am RambaZamba Theater. "Mit guter Laune gegen das Spießersystem hat Leander Haußmann eine passende Bühne für seine Mission gefunden: Wer ist hier verrückt?", schrieb heute die BerlinerZeitung über die Premiere in der Berliner Kulturbrauerei. "Ein Jungstraum aus vergangenen Tagen. Haußmann bleibt sich treu. Und hat viele Freunde gefunden." Das Gute an der Wahl des Stoffes sei, dass ihn wohl fast jeder kennt. Formans Romanverfilmung wurde 1976 mit fünf Oscars ausgezeichnet. In den Kinos von Ost- wie West-Berlin war der Hollywoodklassiker ein Publikumsrenner.

„Draußen hätten wir uns wahrscheinlich nie getroffen. Wenn doch, wären wir aneinander vorbeigegangen und hätten uns für ganz und gar normal befunden. Was auch immer das ist, das Normale. Hier drinnen findet man es vermutlich nicht. Hier ist das Kuckucksnest, regiert von der Oberschwester, Herrscherin über diese abgeschlossene Welt. Hier hängen wir alle zusammen, ein riesiger müder Haufen. Jeder Tag gleich: Pillen, Essensausgabe, Therapie, Pillen“, so ist jetzt auf der Webseite.von RambaZamba zu lesen:

Du bist schon ganz wirr im Kopf. Du wehrst dich nicht einmal mehr. Du sagst ja gar nichts. Und so stört niemand das Delirium. Doch dann kommt der Neue, McMurphy, und stellt die Regentschaft in Frage. „Wer ist hier irre?“, brüllt er immer und immer wieder in den stillen Raum. Die Herrscherin zückt die Spritze. Und Du weißt genau: Das wird nicht gut ausgehen.

Haußmann arbeitete bisher am Thalia Theater Hamburg, dem Burgtheater Wien, dem Berliner Ensemble und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Von 1995-2000 war er Intendant des Schauspielhauses Bochum. Dieses Jahr erschien sein Kinofilm „Leander Haußmanns Stasikomödie“, der nach „Sonnenallee“ (2000) und „NVA“ (2005) den Abschluss einer Stasi-Trilogie bildet.